Hi


    Na kennt mich noch wer? ;-D


    Ich habe hier den Anschluss verloren, komme gerade leider nicht dazu hier mitzulesen.


    Bei mir läuft alles ziemlich gut. Abgesehen von den oft wiederholenden Hochs und Tiefs aber die kennen die meisten von euch ja auch schon lange. Ich spreche zurzeit viele Mädels an und kann mir gar nicht alle Namen und Gesichter merken. Allerdings immer wenn ich irgendwo einen "Erfolg" kommen sehe, bremse ich ab und mache nichts mehr. Da ich noch ein Jungmann bin habe ich glaube ich ziemlich Angst vor dem Moment, nicht wirklich vor dem Moment eher den Folgen wie rumgelaber etc. :-/…mal schauen wie das weiter geht.


    Wünsch euch allen viel Erfolg


    Xan *:)

    Haha,


    da schieb ich diesen Post erst Tage vor mir her und 2 Minuten später werden mir ein paar Dinge klar.


    Zunächst mal das ich hier echt Sachen reinschreibe die ich so keinem Erzählen würde. ;-D


    Dann zu meiner Person. Ich schäme mich dafür obwohl, wenn ich wollte es schon passiert wäre. Aber früher hab ich es nie drauf angelegt, war ein Romantiker und dann später keine Interesse entweder lag es an der anderen Person, oder am Alkohol beides schon vorgekommen.


    So das wollte ich noch eben dazuschreiben, sorry für den Doppelpost.


    Xan

    Xan

    Schön, von dir zu hören. Take it easy!

    Zitat

    Dann zu meiner Person. Ich schäme mich dafür obwohl, wenn ich wollte es schon passiert wäre. Aber früher hab ich es nie drauf angelegt, war ein Romantiker und dann später keine Interesse entweder lag es an der anderen Person, oder am Alkohol beides schon vorgekommen.

    Kommt mir bekannt vor. ;-D

    Zitat

    Ich sage, die Nebel verfliegen und man kann das Territorium begehen.

    Vollkommen richtig. Schöne Formulierung.

    Zitat

    Da sagst du sehr richtig, dass Vertrauen - im hier relevanten Sinn - hauptsächlich aus Ansprüchen besteht.

    Ich gehe sogar so weit, Folgendes zu behaupten: Vertrauen besteht ausschließlich aus Ansprüchen.


    Vertrauen in die Umwelt, andere Menschen oder eine einzelne Person, besteht darin, dass sie sich nach meinen Ansprüchen/Erwartungen verhalten. Das kann auch der Anspruch sein, dass die andere Person sich verhält, wie ich gerne wäre (Defizitkompensation).


    Verhält sich eine Person entgegen meinen Ansprüchen, dann werde ich skeptisch, dann ist das für mein Vertrauen nicht förderlich. Im Forums-Jargon ausgedrückt: "Ist er der Richtige?" bzw. "Liebt sie mich überhaupt?".


    Und dann kommen wir immer wieder hier hin:

    Zitat

    Wie weit traue ich mir selber?

    Best question ever.


    Wo bleiben die Erfahrungsberichte von denjenigen, die sich trauen?




    So, ich gehe jetzt an meinem Vertrauen (in mich selbst) arbeiten.


    Wenn ich mir selbst genug vertraue, dann kann mich nichts mehr aufhalten. :p>

    Hi Tsunami

    Zitat

    Ich gehe sogar so weit, Folgendes zu behaupten: Vertrauen besteht ausschließlich aus Ansprüchen.

    Also, soweit möchte ich nicht gehen. Ich sagte ja, im hier relevanten Sinn. "Nirgendwo wird soviel gelogen wie im Krieg (Obama ...) und in der Liebe". Auf diesen Schlachtfeldern muss man mit anarchistischen Verhältnissen rechnen, deshalb schlägt "Vertrauen auf .." auf einen selber zurück. Im Job ist das z.B. etwas anderes, da läuft es wirklich nur geschmeidig mit Leuten, in die man Vertrauen setzen kann und wo Verträge für die Schublade sind.


    Es ist natürlich eine interessante Frage, warum in Beziehungen diese "Umgangsformen" längerfristig außer Kraft gesetzt werden können. Vielleicht, weil die Ehrlichkeit hier eine latent unerwünschte Haltung ist. Ja, tatsächlich unerwünscht. "Tell me no secrets, tell me sweet lies ..." Wie ich hier so tippe, erscheinen mir "Ehrlichkeit" und "Vertrauen" (in das Gegenüber) wie Vettern oder Medaillenseiten. "Darf ich mal ganz ehrlich sein? ...", seltsame Floskel.


    "Kann ich Vertrauen in dich setzen?" (natürlich im Sinn von WA, "dass du richtig entscheidest"), "Kann ich Ehrlichkeit erwarten?", "Wirst du mir meine Ehrlichkeit(en) verzeihen oder gar anrechnen?", solche Überlegungen - Bedenken? - führen dann in Richtung: wer macht hier eigentlich meine Regeln (MK natürlich ;-D ). Denn diese Fragen können so oder so beantwortet werden, indem du sie überhaupt stellst, setzt du viel auf's Spiel. Dann zu verlieren, das kann der Typ, den ich rasiere, aber überhaupt nicht leiden, so kann der nicht leben. Und deshalb werden diese Fragen auch nicht gestellt.


    "Wie weit traue ich mir selber?", das ist schon genug Arbeit.


    So, ich habe mich jetzt wie ein Köter vorm Pennen viermal um die eigene Achse gedreht. Nun ist das Gras platt und gemütlich, ich leg mich hin.


    Nein, erst noch:

    XAN

    Versuche das Schämen abzulegen. Dass du JM bist, ist ja sowieso überhaupt kein Grund. Du warst mal zu romantisch zum Poppen, mal zu besoffen. Sei lieber stolz, dass du breit keinen Scheiss gebaut hast. Kann sich mancher eine Scheibe abschneiden. Stell dir unterm Vögeln bloß nicht soviel vor, das wird völlig überbewertet.

    Xan

    Zitat

    nicht wirklich vor dem Moment eher den Folgen wie rumgelaber etc.

    Oh je - ich weiss ja nicht, was Du über Frauen alles gehört hast und welche Vorstellungen in Deinem Kopf herumgeistern, aber längst nicht jede Frau "labert" nachher einfach nur rum. Du schreibst, Du bist ein Romantiker. Gut. Ich glaube, das kommt beim Grossteil der Damenwelt gar nicht schlecht an. Und wenn "es" eben mit Romantik und Zärtlichkeit verbunden "passiert", dann ist wohl das einzig zu befürchtende "Gelaber", dass die Dame das gerne wiederholen möchte. Wäre das denn so schlimm?

    Themroc

    Zitat

    Stell dir unterm Vögeln bloß nicht soviel vor, das wird völlig überbewertet.

    Jein. Ja - "technisch" gesehen. Nein, emotional erlebt. Ich glaube, Sex gehört genau so zu den menschlichen Grundbedürfnissen, wie essen und trinken, atmen und schlafen, etc. Bei manchen etwas ausgeprägter, bei anderen etwas weniger. Und manchmal schwankt es auch im Laufe des Lebens.

    Zitat

    Versuche das Schämen abzulegen. Dass du JM bist, ist ja sowieso überhaupt kein Grund.

    Stimmt. :)^

    Themroc

    Zitat

    Die 1Mio.$-Frage ist tatsächlich: "Wie weit traue ich mir selber?"

    Was würdest du sagen, wie stellt man denn fest, wie weit man sich wirklich selbst traut?

    Zitat

    Es ist natürlich eine interessante Frage, warum in Beziehungen diese "Umgangsformen" längerfristig außer Kraft gesetzt werden können. Vielleicht, weil die Ehrlichkeit hier eine latent unerwünschte Haltung ist. Ja, tatsächlich unerwünscht. "Tell me no secrets, tell me sweet lies ..." Wie ich hier so tippe, erscheinen mir "Ehrlichkeit" und "Vertrauen" (in das Gegenüber) wie Vettern oder Medaillenseiten. "Darf ich mal ganz ehrlich sein? ...", seltsame Floskel.

    Dem kann ich nicht ganz zustimmen. Ich denke, man muss differenzieren was wirklich Ehrlichkeit ist und was nicht. Viele Gefühle und Gedanken hängen von einem selbst ab. Ich habe Tage, da bin ich ein wenig genervt und unausgeglichen, z. B. wenn ich länger kein Sport gemacht habe. Ich projiziere das z. T. auf meine Umwelt, auf andere Leute, aber ist es deswegen wirklich ehrlich, wenn ich zu meiner Tanzpartnerin sage:"Ich kann deine Unfähigkeit gerade echt nicht ertragen"? Ich denke nicht. Vielleicht sollte man den Begriff "Ehrlichkeit" (aber auch "Unehrlichkeit/Lüge") in Beziehungsfragen streichen. Viel entscheidender ist doch die Frage:"Welchen Zweck verfolge ich mit meiner Aussage und ist meine Aussage der Situation dienlich?"


    Das bringt uns auch wieder zu der 1-Mio-$ Frage: Wie weit traue ich mir selbst, wie weit traue ich mir zu die richtigen Entscheidungen für mich und andere zu treffen und bei falschen Entscheidungen die Konsequenzen zu tragen?


    Jetzt wo ich das tippe, fällt mir auf, dass das eigentlich auf jeglichen zwischenmenschlichen Umgang zutrifft. Es kann angemessen sein jemanden mit den eigenen Gefühlen unmittelbar zu konfrontieren oder auch nicht. Es kann angemessen sein einen Streit zu provozieren oder einen Streit zu vermeiden.


    Ich kann aber nicht ganz nachvollziehen, warum Ehrlichkeit nun die andere Seite der Medaille von "Vertrauen" ist. Ehrlichkeit scheint mir lediglich hin und wieder mit Vertrauen in die Quere zu kommen. Manchmal im positiven Sinne (Ehrlichkeit schafft Vertrauen), manchmal auch im negativen Sinne (Ehrlichkeit erzeugt Misstrauen).

    Zitat

    "Kann ich Vertrauen in dich setzen?" (natürlich im Sinn von WA, "dass du richtig entscheidest"), "Kann ich Ehrlichkeit erwarten?", "Wirst du mir meine Ehrlichkeit(en) verzeihen oder gar anrechnen?"

    Diese Fragen sind doch sehr vielschichtig. Nehmen wir mal "Kann ich Ehrlichkeit erwarten?". Wenn ich diese Frage stellen würde, dann wohl aus zwei Gründen: a) ich fühle mich unsicher und benötige Bestätigung oder b) ich setze damit ein Zeichen:"Ich erwarte Ehrlichkeit", das wäre dann quasi die rhetorische Frage.


    Wenn ich diese Frage hören würde, dann wäre mir klar: a) mein Gegenüber fühlt sich unsicher und braucht Bestätigung oder b) mein Gegenüber erwartet prinzipiell Ehrlichkeit von mir.


    Dass die Antwort auf solch eine Frage keine Versicherung auf Lebzeit gibt, ist klar. Aber darum geht es auch nicht. Es geht um ein unmittelbares Gefühl. Dort würde ich ansetzen. Wenn ich diese Frage also hören würde, dann würde ich versuchen dieses unmittelbare Gefühl zu verändern. Meine Antwort wäre wohl:"Ja, ich bin ehrlich" und ich denke, dass beide im Hinterkopf immer auch wissen, dass es die Möglichkeit zur Unehrlichkeit in bestimmten Situationen nach wie vor gibt. Ich würde die Frage für mich wieder eben umdeuten in:"Kannst du mir das Gefühl von Sicherheit geben und dass ich dir etwas bedeute und dass du trotzdem nach deinem eigenen Willen der Situation angemessen entscheidest, völlig unabhängig davon, ob deine Worte nun absolut ehrlich sind oder eben eine sweet lie, um mir ein gutes Gefühl zu geben?".


    Anmerkung: Wenn ich spüren würde, dass hinter dieser Frage ein Versuch der Kontrolle steckt, dann würde ich sie entsprechend zurückweisen.


    Ich weiß nicht, ob ich mit so einer Frage viel aufs Spiel setzen würde. Möglicherweise ja, möglicherweise nein. Irgendwo erwarte ich von meiner Partnerin ja auch, dass sie die Fähigkeit dazu hat hinter diese Frage zu blicken und zu überlegen, was das unmittelbare Gefühl ist, dass diese Frage transportiert und dann darauf angemessen handelt.

    Zitat

    Manchmal im positiven Sinne (Ehrlichkeit schafft Vertrauen), manchmal auch im negativen Sinne (Ehrlichkeit erzeugt Misstrauen).

    Erster Teil - JA, zweiter Teil - nicht zwingend. Wenn es eine "unangenehme" Wahrheit ist, kann sie zwar Missmut oder Unbehagen hervorrufen, aber das muss nicht zu Misstrauen führen. Ist es generell gesehen nicht doch besser zu wissen, woran man wirklich ist? Im Angenehmen genau so wie im Unangenehmen? Und - schafft somit Ehrlichkeit nicht einfach "nur" Vertrauen?

    Zitat

    Wenn es eine "unangenehme" Wahrheit ist

    Ja, wenn dem so ist. Aber ist es eine unangenehme "Wahrheit", dass mich meine Partnerin heute komplett nervt, weil ich mit dem falschen Fuß aufgestanden bin? Ich denke nicht und dann muss ich ihr auch nicht unter die Nase reiben:"Du nervst mich heute", sondern besser:"Ich brauche Zeit für mich". Wäre es wirklich ehrlich ihr zu sagen, dass ich gerade beim Brötchholen im Bäcker, während ich sie im Arm hatte, daran dachte wie es wohl wäre die sexy Verkäuferin direkt hier auf der Ladentheke zu vögeln? Das wäre ehrlich, aber es wäre auch völlig fehlgeleitet, deplatziert, unbehutsam, kurz: unnötig.

    Weltenarchitekt, Ehrlichkeit bedeutet nicht, dem Sprechdurchfall zu verfallen und dem Gegenüber ungefragt jegliche innere Regung mitzuteilen. Das zu Deinem zweiten Beispiel.


    Zu dem ersten: wenn mir mein Partner sagt, dass er heut einfach miese Laune hat und ich ihm furchtbar auf den Senkel gehe, dann kann ich mit der Info weit mehr anfangen als mit "Ich brauche Zeit für mich".


    Was soll das heißen? Das lässt wieder beinahe unendlichen Interpretationsspielraum von "Ich hab Blähungen" bis hin zu "Ich zweifele am Sinn meines Lebens."


    Also bitte - klare, ehrliche Ansagen. Mit allen relevanten Infos - also auch, dass es am falschen Aufstehvorgang und nicht an dern Person der Freundin liegt. Soweit muss man sich selber zusammreißen können und soweit muss frau die Ehrlichkeit auch verkraften. Und wen sie doch ne Schippe zieht, weiß sie wenigstens, warum.

    Zitat

    Ich denke nicht und dann muss ich ihr auch nicht unter die Nase reiben:"Du nervst mich heute", sondern besser:"Ich brauche Zeit für mich".

    Manchmal ist es auch nur entscheidend, wie man das formuliert, bzw. was ich damit ausdrücken will.


    Wenn du z.b sagst "ich fühle mich gerade genervt wenn ich neben dir sitze". Ist es eine komplett andere Aussage als "du nervst mich heute".


    In dem ersten Fall übernimmst du die volle verantwortung für deine Gefühle, in dem zweiten Fall machst du sie dafür verantwortlich. :-)