Wow! Danke für den Hinweis, Chrysantheme.


    Die potentielle Frage hatte ich auch noch gesehen, aber der Bezug dazu... genial und wahrscheinlich auch so von SombrePrintemps gemeint.


    Ich werde mich wohl noch ein wenig im Lesen üben müssen.


    Da sieht man mal wieder, dass man manchmal zu kurz denkt bzw. schaut.

    @ :)

    Entschuldigung Weltenarchitekt,


    du hast nur nicht den Zusammenhang sehen können. Aber ich sehe Chrysantheme hat schon für mich den richtigen Bezug herausgesucht.


    Aber ich formuliere es auch noch mal ausführlicher, wenn du eine feste Partnerschaft hast, du sie dann heiratest und die Frau dich jetzt nicht klammert und dir deine Freiheit lässt wie du auch ihr ihren freien Entfaltungsraum lässt, kannst du dann nicht mehr mit der für dich persönlich negativen Seite damit umgehen, das es immer noch andere tolle Frauen gibt, die dich auch für mehr reizen könnten. Warum ist es dann so ein innerer Zwang für dich persönlich das du eine von einigen Möglichkeiten gewählt hast?


    Außerdem fällt mir noch auf das du es bedauerst, das nach deiner Meinung 99,9 % Frauen direkt eine Beziehung sehr schnell eingehen wollen.


    Aber der Grund ist ganz einfach, sie wollen nicht die X-Beliebige sein.


    Ich würde in so einem Fall wenn es mir zu schnell geht, auf ihr persönliches Seelenleben eingehen, ihr die Sicherheit geben, das sie für dich innere Besonderheiten hat, weswegen du eine Beziehung mit ihr führst aber im gleichen Atemzug ihr vermitteln, das du sie nicht an der nächsten Straßenecke austauscht, obwohl du auch andere tolle Eigenschaften in anderen Frauen sieht.


    Rede doch einfach darüber das du Bedenken hast dich zu schnell an die Falsche zu binden. Das man eben vorsichtig ist, weil es so oft mit Paarbeziehungen nicht klappt. Und du nach und nach sie kennenlernen willst, Schritt für Schritt und ihr das auch gleichzeitig mit Interesse an ihrem inneren Selbst begreiflich machst.


    So würdet man sich emotional immer näher kommen mit der richtigen Zeitabfolge.


    Wenn man aber sich verschließt wie einige das wohl tun, nicht mal etwas in seine Seele sich blicken lässt (man muß sich sogar nicht alles mitteilen, nur weil man ein Paar ist),


    bekommen wohl schon einige Frauen das direkte Gefühl das sie nur ein weiterer Strich in der Liste der gesammelten Frauen sind. Sie fühlen sich in dem Moment wohl austauschbar und beliebig.


    Es sollte aber doch möglich sein, die Eckpunkte die wichtig sind in einer Beziehung zu vertreten. Man kann sich offen und direkt darüber auslassen, wieviel Nähe und Abstand nötig ist, das es für beide funktioniert.


    Chrysantheme,


    ist doch nicht schlimm, du schreibst wenn du es willst, mach ich genauso.


    Ich wünsche euch noch einen tollen Abend, ich treffe mich heute noch mit Freunden.


    Bis dann, *:)

    Seltsam: WAs Gedanken, was Beziehung angeht (irgendewie binden nicht ausgeschlossen, aber nicht nach Schema F, optimaler Ansatz wird noch gesucht - verstehe ich das richtig?) kann ich zu 99% nachvollziehen: Richtige Person? Richtige Situation? Zusammen - aber man selbst bleiben. Interessen an anderen - wie handhaben? Selbstzweifel, weil alle anderen es anders zu sehen scheinen....


    Und was ist mit Familie? (Ich hab halt keine gegründet - das ist wohl auch okay, nur manchmal ein bisschen seltsam.)


    .


    Zum Beispiel ist es für mich immer schon extrem schwierig, zusammen zu wohnen (breche immer wieder aus, WA schrieb Ähnliches), das gilt für drei unterschiedliche Beziehungspartner und kann deshalb nicht an den Männern liegen.


    Jedenfalls: Ich lebe zwar seit gut 20 Jahren fast durchgehend in festen, verbindlichen Beziehugnen. Doch ohne jetzt alles inhaltlich nachzuvollziehen, nicke ich WAs grundsätzliche Zweifel ab. Denke oft, beziehungsunfähig zu sein - obwohl es in der Praxis völlig anders aussieht. verwirrend.


    .


    Wenn ich wiederum lese, was SombrePrintems schreibt (wie ich es verstehe, soll das wohl die klassische Frauensicht sein?), dieser Wunsch, dass der Mann sich irgendwie "mehr" einlassen und binden soll, denke ich: Was soll daran besser sein? Von meinem derzeitigen Partner würde ich mir sogar "weniger" wünschen - aber das macht der nicht mit. Ich habe immer solch verbindliche Partner - während Frauen, die sich danach dringend sehnen, an solche Typen (sorry, nicht negativ gemeint) wie WA oder MK "geraten".


    So scheint es zumindest.


    Was ist da los?

    @ all

    Danke für eure Beiträge! Ja, ich muss wohl noch viel dazu lernen. Bin auch etwas eingerostet was das ganze anwerben etc. angeht. Bei den letzten Beziehungen waren es auch eher die Damen die sich an mich heran gewagt haben.


    Man wenn das alles so einfach wäre :) Ok, dann wäre es auch langweilig. Ich muss wohl mal ein paar Seiten hier durchblättern um mich in der Sache etwas schlauer zu machen.

    Weltenarchitekt


    Ich habe im Moment den Eindruck, dass ein Aspekt des Aelter-werdens ist, dass die Kapazitaet irgendwie zurueckgeht (oder auch, dass gewisse Dinge wie z.B. Beruf so viel Kapazitaet schlucken, das weniger als frueher fuer alles andere uebrig bleibt). Dieses erfordert eine erhoehte Kompetenz, Wichtiges von Unwichtigem zu unterscheiden.


    Es ist leichter, wenn man jung ist und Zeit und Energie fuer alles Moegliche hat, vieles auszuprobieren und sich vieles offenzuhalten. Das ist natuerlich nicht nur eine Frage der Jahreszahl, sondern auch eine Frage der Lebensumstaende. Es baut sich leicht die Illusion auf (vielleicht auch bloss unbewusst), man koennte irgendwie alles haben. In deinem Fall zum Beispiel: Die "richtige" Frau, die einem aber dennoch erlaubt, alle Optionen offenzulassen. Ich versuche gerade zu lernen, dass es nicht so sehr darauf ankommt, Moeglichkeiten offen zu halten und vieles zu erleben, wie ich frueher dachte. Ich muss lernen, Entscheidungen zu treffen und gewisse Moeglichkeiten bewusst zu schliessen. (Bei mir bezieht sich das grossteils auf andere Themen als auf Frauen, aber vielleicht verhaelt es sich da aehnlich.)


    Ich denke, wenn du dich irgendwann fuer Familie entscheidest, sollte es nicht aus "rationalen" (meint anscheinend: ein wenig bitteren) Erwaegungen passieren, und es ist vielleicht auch keine Frage des Findens der "richtigen" Frau. Ich denke, es ist eher eine Frage der persoenlichen Entwicklung, zu sehen, wann die Zeit fuer Reduktion und Konzentration auf das Wesentliche gekommen ist - und was du dann fuer "das Wesentliche" haeltst, und ob du in der Lage bist, dich darauf angemessen zu konzentrieren.


    In der heutigen Zeit, in der es viel weniger kulturelle Zwaenge und mehr oder weniger verbindliche gesellschaftliche Rituale gibt als frueher, hat der Einzelne mehr Verantwortung, sich selber bewusst zu entwickeln. Keiner sagt uns, was "richtig" ist (oder wir haben die Freiheit, denen, die es versuchen, nicht zu folgen). Das macht alles viel schwieriger. Es gibt immer die Gefahr, irgendwo haengen zu bleiben und nicht zu sehen, dass der Zug abfaehrt. Es gibt heute viel mehr Singles und Leute, die sich nicht binden wollen - spannend, ob uns das noch leid tun wird, wenn wir "richtig" alt sind (wobei man natuerlich auch in Unfreiheit und Beziehungen, die nicht gluecklich machen, haengenbleiben kann - zu frueh auf Zuege zu springen, die es schwer machen, auszusteigen, ist es auch nicht).

    _Themroc_

    Zitat

    Aber ich, letzte Januarwoche ist Ultimo. ;-D

    Hab sie gestern in der Disco gesehen. War aber ausnahmsweise mal knallvoll ]:D und wollte in dem Zustand nicht mein Glück versuchen. Deshalb bin ich an ihr vorbeigegangen und habe gegrüßt. Sie lächelt mich an und ich gehe weiter.


    Darauf könnte ich aufbauen aber da mir ein großteil der Nacht fehlt weiß ich nicht wie das ankommt. Jedenfalls sollte es jetzt etwas leichter sein, wo sie mich "kennt".


    Oder ich warte ab, ist ja erst der 10. Januar. :-D


    Xan

    _Tsunami_

    Zitat

    Wow! Danke für den Hinweis, Chrysantheme.

    Gern geschehen. @:)


    Ich hab übrigens auch über deine Eingebung, in Weltenarchitekt den Mr. Lover Lover der Zukunft zu sehen, gestaunt, da ich subjektiv mehr Unterschiede als Parallelen zwischen den beiden sehe; soviel zur Wahrnehmung und Interpretation von Foren-Beiträgen eigentlich völlig fremder Menschen. ;-)


    Aber WA hat dir ja sogar -zumindest tendenziell- recht gegeben.

    SombrePrintemps

    Zitat

    In ihren Gedanken haben sie ihre persönliche Schablone, in denen sie die Menschen aufteilen und deswegen kommen wohl auch so viele Irrungen und Wirrungen zustande z.B. auch in der Situation wenn Frauen und Männer sich gegenüberstehen und der eine die andere verstehen will.


    Warum kann man nicht neutral auf jemand zugehen ohne die bisherige Erfahrung oder althergebrachte Einteilung?

    Ja solche Schablonen entwickeln Menschen ja aufgrund ihrer gemachten Erfahrungen. Es ist sicher schwierig, als Mensch diese Erfahrungen völlig auszublenden, wenn man neue Leute kennenlernt oder eben in allen Situationen, in denen man mit Menschen zu tun hat.

    ninova

    Zitat

    Spannend, mal zu lesen, wie die Welt aus Sicht einer objektiv-attraktiven Frau aussehen kann. Ich hatte immer das Klischee im Kopf, dass "solche” Frauen den Vorteil bis zum Exzess ausreizen und sozusagen routinemäßig Männer ruinieren. Revidiert!

    Revidiert? ;-)Ich bin doch bloß eine dieser Frauen. Außerdem bin ich sicher kein Paradebeispiel, weil ich vom Wesen her sehr zurückhaltend bin...

    Zitat

    Frage (hab ich vielleicht überlesen): Trauen sich Männer an dich heran? Welche Männer? Und was genau tun sie?

    Ja viele Männer trauen sich erst, wenn ich gezielt Interesse zeige oder auf sie zugehe...wobei mir letzteres nicht gerade leicht fällt. Welche Männer? Kein bestimmter Typ, das geht quer durch die Bank...und sie tun meist sicher nix besonderes;-) Einmal ist ein Jugendlicher unbeabsichtigt an einer Hausecke heftig mit mir zusammengeprallt. Wir haben uns einen Moment erschrocken angeschaut, dann meinte er "Wow, sind Sie immer so schön?" Das fand ich sehr nett, und es war auch keine Anmache, denn er ist gleich danach weitergegangen. Es gibt auch einige sehr selbstsichere Männer, die mich von sich aus ansprechen, aber das passiert nicht oft.


    Was ich noch sehr interessant fand in deinem Post:


    "Sich mit sich/der eigenen Sexualität/ der eigenen Rolle wohl fühlen.” Das ist ganz sicher richtig, wenn es darum geht, ob man atrraktiv wirkt auf das andere Geschlecht. Das ist vermutlich auch der Hauptpunkt dafür, dass ich festgestellt habe, auf Männer viel attraktiver


    zu wirken als vorher.

    Zitat

    Seltsam: WAs Gedanken, was Beziehung angeht (irgendewie binden nicht ausgeschlossen, aber nicht nach Schema F, optimaler Ansatz wird noch gesucht - verstehe ich das richtig?) kann ich zu 99% nachvollziehen: Richtige Person? Richtige Situation? Zusammen - aber man selbst bleiben.

    Zitat

    Ich habe immer solch verbindliche Partner

    :-)


    Das unterstreicht wieder meinen Eindruck, dass man ein Verhalten im Rahmen einer Beziehung nicht hauptsächlich am Geschlecht einer Person festmachen kann, sondern eben an ihrem Wesen/ihrem Charakter.

    Zitat

    Bei den letzten Beziehungen waren es auch eher die Damen die sich an mich heran gewagt haben.

    Zitat

    Bei mir war es auf jeden Fall der Schlüssel, vom Mauerblümchen zu einer Frau zu werden, die zwar immer noch "normal” aussieht, aber eigentlich in letzter Zeit genau die Männer bekommen hat, die sie wollte

    Zwei Zitate (jo und ninova) von der vorigen Seite. Beide sagen das Gleiche: Frau hat den Mann bekommen, den sie haben wollte. Hört sich einfach an. Ninova, was hast du denn konkret gemacht, um die Männer zu kriegen? Und Jo, wie sahen denn die Aktionen der Damen aus, die sich an dich herangewagt haben? Würde mich mal interessieren :)D

    Man findet - geschlechterübergreifend - zwischen verschiedenen Persönlichkeiten signifikantere Unterschiede (emotional, geistig, spirituell), als jene, die man zwischen Mann und Frau vermutet bzw. vorfindet.



    Zitat

    Aber wenn ich darüber nachdenke, kann ich dann nicht die Polarität meinen Vorstellungen entsprechend beeinflussen?

    Ich denke, nein.


    Die Polarität ist meines Erachtens mehr eine Sache des Mythos' als der Relevanz.


    Im besten Falle ist die Polarität (in ihrer Irrelevanz) ein Teil der Persönlichkeit einer Person.


    "Ich brauche Maschinen, keine Ersatzeile."

    _Tsunami_

    Zitat

    Wenn wir doch in unsere Zukunft schauen könnten... ;-)

    Also ich möchte meine Zukunft lieber nicht kennen, finde den Gedanken sogar erschreckend...dann wäre ja das Leben gar nicht mehr spannend;-D


    Auch wenn sich die Möglichkeit bieten würde, eventuell rechtzeitig Fehler zu vermeiden, die die Zukunft negativ beeinflussen können... (Weltenarchitekt vs. Mr. Lover Lover;-))


    Mal am Rande:

    Zitat

    die (Film-) "Trickkiste":

    Ich muß bei dem Thema Zukunft oft an eine Bekannte denken, der ich vor Jahren erzählte, ich möchte gern den Film


    Titanic von James Cameron sehen (nicht wegen der Liebesgeschichte, sondern weil ich bei einer Preview die Schiffs-Untergangsszene gesehen hatte, die ich technisch genial gemacht finde). Jedenfalls sagte die Bekannte zu mir: "Wozu willst du diesen Film sehen? //Du weißt doch schon vorher, was da passiert?!"


    Diese Aussage hat mich echt sprachlos gemacht. So will ich "die Zukunft kennen" ja auch nicht verstanden wissen8-).


    .


    .

    Zitat

    Man findet - geschlechterübergreifend - zwischen verschiedenen Persönlichkeiten signifikantere Unterschiede (emotional, geistig, spirituell), als jene, die man zwischen Mann und Frau vermutet bzw. vorfindet.

    Zitat

    Für mich ist eine monogame Beziehung (oder Ehe) mehr ein Akt der Selbstbeherrschung und weniger etwas, das ich auch so empfinde. Ich fürchte nur, dass 99,9% der Frauen das anders sehen und Erwachsenwerden wohl bedeutet diesen Umstand akzeptieren und damit leben zu müssen.

    Weltenarchitekt, Ich glaube wirklich nicht, dass 99,9% der Frauen das so anders sehen als du. Mir ist rätselhaft, wie du auf diese hohe Zahl kommst. Wenn man sich z.B. Statistiken zum Fremdgehen anschaut, sind die Zahlen der fremdgehenden Männer meist nur geringfügig höher als die der fremdgehenden Frauen.

    SombrePrintemps

    Zitat

    Aber ich formuliere es auch noch mal ausführlicher, wenn du eine feste Partnerschaft hast, du sie dann heiratest und die Frau dich jetzt nicht klammert und dir deine Freiheit lässt wie du auch ihr ihren freien Entfaltungsraum lässt, kannst du dann nicht mehr mit der für dich persönlich negativen Seite damit umgehen, das es immer noch andere tolle Frauen gibt, die dich auch für mehr reizen könnten. Warum ist es dann so ein innerer Zwang für dich persönlich das du eine von einigen Möglichkeiten gewählt hast?

    Das ist genau die Frage, die mir so langsam aber sicher in den Kopf sickert. Es ist noch ein Weilchen hin, bis ich eine Familie gründen will, aber mein Studium nähert sich dem Ende und dann überlegt man schonmal, in welche Richtung es danach gehen soll. Ich bin in dieser Hinsicht zwiegespalten. Auf der einen Seite erkenne ich, dass Anziehungskraft zu Frauen zwar etwas sehr Schönes ist, auf der anderen Seite aber eben auch nur das: Anziehungskraft. Das Spiel ist verheißungsvoll, aber selten so befriedigend, wie es manchmal den Anschein hat.


    Die Frage ist: Muss ich dieser Anziehungskraft irgendwann nachgeben, so dass ich darüber hinauswachsen kann und ihr irgendwann so wenig Bedeutung beimesse, dass das Thema für mich uninteressant wird (muss ich das erledigen, um erfüllt sterben zu können)? Oder werde ich diese Form der Anziehungskraft immer und für den Rest meines Lebens spüren, so dass ich darüber niemals hinauswachsen kann und ich mich damit abfinden muss und einfach sagen kann: Ich habe mich für diese Frau entschieden, auch wenn ich andere Möglichkeiten gehabt hätte und mit dieser Entscheidung lebe ich nun (brauche ich es nicht erledigen und kann auch anderweitig erfüllt sterben).


    Und je nachdem, wie man diese Frage beantwortet, sieht eben auch meine Zukunft aus. Mal mehr wie die von MrLL, mal weniger.


    Ich weiß nicht, ob es auf diese Frage (jetzt) eine Antwort gibt. Wahrscheinlich nicht. Es wird sich irgendwie ergeben, wie so vieles im Leben, aber durch den Kopf geht sie mir trotzdem und das ist wohl das, was ich in dem Post von MrLL gesehen habe.

    Zitat

    Ich würde in so einem Fall wenn es mir zu schnell geht, auf ihr persönliches Seelenleben eingehen, ihr die Sicherheit geben, das sie für dich innere Besonderheiten hat, weswegen du eine Beziehung mit ihr führst aber im gleichen Atemzug ihr vermitteln, das du sie nicht an der nächsten Straßenecke austauscht, obwohl du auch andere tolle Eigenschaften in anderen Frauen sieht.

    Ich denke, dass ich das bereits tue.

    Zitat

    Rede doch einfach darüber das du Bedenken hast dich zu schnell an die Falsche zu binden. Das man eben vorsichtig ist, weil es so oft mit Paarbeziehungen nicht klappt. Und du nach und nach sie kennenlernen willst, Schritt für Schritt und ihr das auch gleichzeitig mit Interesse an ihrem inneren Selbst begreiflich machst.

    Hm, das ist nicht wirklich nötig, denn ich öffne mich ihr bereits emotional ganz ordentlich. Das merkt sie und das merke ich daran, wie sie auf mich reagiert.

    ninova

    Zitat

    Ich habe immer solch verbindliche Partner - während Frauen, die sich danach dringend sehnen, an solche Typen (sorry, nicht negativ gemeint) wie WA oder MK "geraten".

    Nur zur Klärung (obwohl ich es nicht negativ verstanden habe): Ich halte mich nicht für beziehungsunfähig und ich denke, dass zwischen MK und mir ein signifikanter Unterschied besteht. Bei ihm ist das alles viel ausgeprägter, er scheint dieser Anziehungskraft auch wirklich nachgehen zu müssen, um irgendwann erfüllt sterben zu können. Ich halte mir diese Frage noch offen ;-)

    Zitat

    WAs Gedanken, was Beziehung angeht (irgendewie binden nicht ausgeschlossen, aber nicht nach Schema F, optimaler Ansatz wird noch gesucht - verstehe ich das richtig?)

    Das verstehst du weitestgehend richtig. Es besteht aber auch die Möglichkeit, dass ich nicht die Beziehungsform anders wählen sollte sondern meine innere Einstellung dazu eine Überprüfung erfordert, was ich ein stückweit gerade tue und was möglicherweise ein Grund ist, warum ich ausgerechnet mit der Sportlerin zusammen bin, die ein eher traditionelles Beziehungsverständnis hat.

    Lewian

    Zitat

    Ich versuche gerade zu lernen, dass es nicht so sehr darauf ankommt, Moeglichkeiten offen zu halten und vieles zu erleben, wie ich frueher dachte. Ich muss lernen, Entscheidungen zu treffen und gewisse Moeglichkeiten bewusst zu schliessen.

    In genau diese Richtung geht der "Oder"-Teil meiner Frage oben und ich habe den Aspekt des Älter-werdens in diesem Zusammenhang auch schon vermutet.

    Zitat

    Ich denke, wenn du dich irgendwann fuer Familie entscheidest, sollte es nicht aus "rationalen" (meint anscheinend: ein wenig bitteren) Erwaegungen passieren

    So sollte es nicht rüberkommen. Es sollte nicht aus einem Gefühl von Verbitterung heraus kommen, das keineswegs. Mehr ein Neuordnen der eigenen Prioritäten.


    Im übrigen sollte man sich als Mann auch immer mal die Frage stellen, was man eigentlich tut, wenn beim Sex mal was schief geht und die Frau von Abtreibung nichts hält. Das ist eine Frage, die in die gleiche Richtung geht.

    Zitat

    Ich denke, es ist eher eine Frage der persoenlichen Entwicklung, zu sehen, wann die Zeit fuer Reduktion und Konzentration auf das Wesentliche gekommen ist - und was du dann fuer "das Wesentliche" haeltst, und ob du in der Lage bist, dich darauf angemessen zu konzentrieren.

    Gut gesagt.

    Zitat

    In der heutigen Zeit, in der es viel weniger kulturelle Zwaenge und mehr oder weniger verbindliche gesellschaftliche Rituale gibt als frueher, hat der Einzelne mehr Verantwortung, sich selber bewusst zu entwickeln. Keiner sagt uns, was "richtig" ist (oder wir haben die Freiheit, denen, die es versuchen, nicht zu folgen). Das macht alles viel schwieriger. Es gibt immer die Gefahr, irgendwo haengen zu bleiben und nicht zu sehen, dass der Zug abfaehrt. Es gibt heute viel mehr Singles und Leute, die sich nicht binden wollen - spannend, ob uns das noch leid tun wird, wenn wir "richtig" alt sind (wobei man natuerlich auch in Unfreiheit und Beziehungen, die nicht gluecklich machen, haengenbleiben kann - zu frueh auf Zuege zu springen, die es schwer machen, auszusteigen, ist es auch nicht).

    Ich stimme zu. Das bringt mich zu einem weiteren Punkt an "Selbsterkenntnis": Genauso, wie mich mein Empfinden von Anziehungskraft zu allerlei Frauen verunsichert und ich mir die Frage stelle, ob ich da noch irgendwas erledigen muss, so weiß ich auch, dass ich keine halben Sachen mache. Wenn ich mich einmal dazu entschließe Familie zu gründen, dann ziehe ich das durch. Trennung und dann müssen die Kinder drunter leiden, das kommt gar nicht in die Tüte (es sei denn, es geht gar nicht mehr, aber damit es so weit kommt, muss ich wirklich alles probiert haben).

    Chrysantheme

    Zitat

    Das unterstreicht wieder meinen Eindruck, dass man ein Verhalten im Rahmen einer Beziehung nicht hauptsächlich am Geschlecht einer Person festmachen kann, sondern eben an ihrem Wesen/ihrem Charakter.

    Ich denke sehr oft in männlich/weiblich, aber eigentlich gar nicht, um mich in meiner Wahrnehmung einzuschränken sondern im Gegenteil. Ich experimentiere damit und versuche herauszufinden, ob sich Polarität und sexuelle Spannung nicht durch eine solche Betrachtungsweise erzeugen lässt (es geht hier immer noch ums Frauenaufreißen ;-) ).


    Dass viele Dinge geschlechterübergreifend sind und auch mal anders sein können, will ich gar nicht abstreiten. Trotzdem gibt es Stereotypen und es macht durchaus Sinn in männlich und weiblich zu unterteilen. Tatsache ist, dass beim Frauenaufreißen Männer meistens den ersten Schritt machen müssen und dass "männliche Eigenschaften" (z. B. Dominanz) dabei hilfreich ist. Es kann auch anders sein, keine Frage, aber ist es für mich nicht funktionell einfacher, wenn ich das erstmal so stehen lasse und sage:"Frauen sind so und Männer sind so" und mich anhand dieser Vorstellung entsprechend verhalte?

    Tsunami

    Zitat

    Die Polarität ist meines Erachtens mehr eine Sache des Mythos' als der Relevanz.

    Was macht dann sexuelle Anziehungskraft aus, wenn nicht eine Polarität?

    Chrysantheme

    Zitat

    Ich glaube wirklich nicht, dass 99,9% der Frauen das so anders sehen als du. Mir ist rätselhaft, wie du auf diese hohe Zahl kommst.

    Reine Spekulation meinerseits. Könnte auch am Alter liegen, da hört man von Frauen sowas eher.

    Zitat

    Wenn man sich z.B. Statistiken zum Fremdgehen anschaut, sind die Zahlen der fremdgehenden Männer meist nur geringfügig höher als die der fremdgehenden Frauen.

    Das sagt doch aber nichts aus über den initialen Wunsch nach einer monogamen Beziehung. Fremdgehen hat für mich mehr mit Angst zu tun. Angst davor den Partner mit den eigenen Bedürfnissen zu konfrontieren oder Angst davor dem Partner das gleiche Recht einzugestehen, welches man für sich selbst in Anspruch nehmen will.

    Chrysantheme

    Zitat

    Einmal ist ein Jugendlicher unbeabsichtigt an einer Hausecke heftig mit mir zusammengeprallt. Wir haben uns einen Moment erschrocken angeschaut, dann meinte er "Wow, sind Sie immer so schön?" Das fand ich sehr nett, und es war auch keine Anmache, denn er ist gleich danach weitergegangen.

    Das erinnert mich an einen der schönsten Momente letzten Jahres:


    Es war ein sonniger Herbstabend. Ich hörte im Bus Musik und war in Gedanken etwas versunken, so dass ich eine Station zu weit gefahren bin. Ich stieg also aus und hatte noch ein paar Meter Spaziergang vor mir. Ich war sehr gut gelaunt und in meinen Ohren lief gerade "Beat it". Ich hielt meinen iPod in der Hand und drehte mit dem Daumen am "Rädchen" die Musik etwas lauter, schaute kurz links und rechts die Straße lang. Keiner da. Ich hielt es nicht mehr aus und fing an beim Gehen meinen Oberkörper und meine Arme zur Musik zu bewegen. Dann holte ich zum finalen "Move" aus (so Schlagzeug Stil, aber mit iPod statt Stöcken in der Hand) und sah dabei ein Mädel, dass mir von vorne - aber auf der anderen Straßenseite - entgegenkam. ERTAPPT! Ich musste dabei so derbe Grinsen, weil es so dämlich ausgesehen haben muss;-D. Ich versuchte meine Lippen aneinander zu pressen um das Grinsen zu unterdrücken, aber ich hatte dennoch ein breites Grinsen im Gesicht. Und sie erst! Wunderschön! Wir hielten 5 Sekunden lang (10 m) die ganze Zeit Blickkontakt und grinsten uns an. Bis wir aneinander vorbeigelaufen sind.


    Es klingt vielleicht komisch, aber obwohl nichts weiter passiert ist, war das einer der schönsten Momente des letzten Jahres. Schöner als das Rodeln mit Eliott/Carla und andere Verabredungen. Denn jedes Mal, wenn ich an dieser Stelle vorbei gehe, denke ich daran und hab wieder dieses Grinsen im Gesicht. Davon bekomme ich immer noch Monate später gute Laune. Und ich bin nicht der Typ, der sich besonders viel merkt. Aber in diesen 5 Sekunden habe ich mir ihr Gesicht, ihre Augen und ihre Lippen, die Art wie sie gegrinst hat und ihre Kleidung gemerkt.


    Manchmal frage ich mich, warum ich Bock mich nicht umgedreht hab und hinterher gerannt bin. "Hallo, wahrscheinlich hälst du mich für einen Trottel, aber wenn ich dich jetzt nicht frage, ob du mit mir einen Kaffee trinken gehen willst, beiß ich mir später in den Hintern. Achso, ich heiße übrigens Tommi |-o."


    Andererseits denke ich, wenn ich es verbockt hätte, dann hätte ich nicht diese schönen Erinnerungen. Und man sieht sich immer zweimal im Leben.


    Jetzt mal eine Frage an die Damen:


    Glaubt ihr, dass mein fettgedrucktes "Hallo" von oben, eine Chance gehabt hätte? Oder ist das doch zu dämlich, kitschig, praxisfremdes Hollywood-Denken?