• Mein Regelwerk zum Frauenaufreißen

    Wohlwissend der Tatsache, dass mein im Folgenden veröffentlichter Text ein sehr kontroveres Thema berührt, will ich hier doch mal - aus reiner Beobachtungsfreude - mein "Regelwerk zum Aufreißen von Frauen" posten und mich damit mehr oder weniger ins moralische Kreuzfeuer begeben. Diese "Regeln" habe ich mal für einen Bekannten aufgeschrieben, der im…
  • 15 Antworten

    a propos...

    nicht melden oder später melden.


    Gestern Nachmittag bin ich in meinen Friendscout-Account, der in der letzten Zeit ein wenig brach lag. Da hatte ich eine Nachricht in meinem Kasten, von einer Frau, mit der ich mir mal Mitte Dezember letzten Jahres kurz geschrieben hatte.


    //Text:


    Hallo XXX (mein Name, aber falsch geschrieben),


    bist du gut ins Neue Jahr gestartet? Ich hoffe doch. Wollten wir uns nicht mal auf einen Kaffee treffen?


    LG, Jenny//


    Wenn man sich kaum kennt, finde ich es schon komisch einen Kontakt abzubrechen und sich nach 3 1/2 Monaten mal wieder zu melden, als sei nichts geschehen.


    Aber o.k., sie ist eine Frau, um einiges jünger als ich, sie hat einen strammen Körper, ist blond und hübsch und wohnt 3 km von mir entfernt. Tja, also habe ich so getan, als sei es das normalste der Welt einfach so weiterzumachen, als habe man gestern Tschüss gesagt. Wir haben noch ein wenig gechattet und treffen uns am Mittwoch nach der Arbeit. Ihre Handynummer hat sie mir auch gegeben. Meine wollte sie nicht...weshalb auch immer... ???


    Seltsam... :-/

    Zitat

    Nein. "Realisiert" hat er nur den Kuss, und das auch nur als er sie geküsst hat. Was du meinst ist "bewusstmachen" oder etwas geschwollener "reflektieren".

    Vergiss es, MK. Dieser Anglizismus ist längst in den deutschen Sprachgebrauch übernommen. Vor sechs Jahren hab ich mich noch darüber geärgert, mittlerweile hab ich's aufgegeben. Man muss irgendwann realisieren, dass Sprache sich ändert. ;-)

    @Bucht... melden oder nicht melden

    Klar, kann alles passieren. :-) Wobei sich bei mir inzwischen herausgestellt hat, dass die SMS mit dem Dank für das Treffen wirklich nur höflich und nett gemeint von ihr gemeint war. Mit anderen Worten: Sie möchte kein weiteres Date. Jeder Mensch - und jede Frau - tickt anders. Daher meine Einstellung für die Zukunft: Nicht soviel versuchen zu überlegen und reininterpretieren, sondern einfach weiter machen. Schließlich will ich ja noch die Frau fürs Leben finden... bin schließlich schon 37 (auch wenn ich wie Anfang 30 aussehe :=o)


    Natürlich haben sich bei auch schon Frauen wieder gemeldet nach Wochen und Monaten, die ich schon abgeschrieben hatte. Von daher würde ich auch sagen: Nie den Verärgerten raushängen lassen wenn man 'enttäuscht' wurde, sondern einfach 'professionell' zurückziehen.

    Butch

    Zitat

    Hast du denn ein gutes Gefühl gehabt?

    Ja, schon, zumal sie - ähnlich wie ich - keine Anstalten machte, das Gespräch zu unterhalten. Im Gegenteil, sie meinte über irgendwas "aber das können wir hier nicht vertiefen..." und das klang wie: 'Redmer mal in Ruhe drüber...' Erst als ihr kalt wurde, wollte sie zum Auto. Und auch da hat sie sich noch dreimalk umgedreht und mir sofort ihre Nummer gegeben, kaum dass ich "Telefonieren wuir mal?" gesagt hatte.

    Zitat

    Meine wollte sie nicht... weshalb auch immer...

    1 und 1 zusammengezählt kosten Handytelefonate für den Anrufer Geld, richtig? ;-)


    .


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    Raja

    Zitat

    Man muss irgendwann realisieren, dass Sprache sich ändert.

    Klar. Alles ist in Bewegung. Die Frage ist aber, in wie weit man mitmacht. Und ich mach da nicht mit. *harr harr!* ;-D


    (Hast du das Buch gekriegt?)


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    Na das ist ja...

    ...ganz schön verstrahlt:

    Zitat

    keine Anstalten machte, das Gespräch zu unterhalten

    Heißt natürlich:

    nun da Frauen ansprechen tatsächlich schwierig erscheint und doch lieber am großen Turm des Dogma gebaut wird, werd ich auch aufhören zu sagen, ihr werdets ohnehin wissen, das man besser nicht auf Sand baut... oder sogar mit Sand... und überhaupt... Sand im Getriebe... also Sand ist ganz schlecht... ist was fürs Sandmännchen... weiter gehts mit Janoschs Traumstunde zzz

    @ Butch

    Zitat

    Ich habe während des Treffens nicht großartig analysiert.

    Ja sollte man nicht, weil es einen mehr behindert.

    @AlphaFuchs

    Wie bist du überhaupt auf das Regelwerk gekommen?


    Innerhalb 24h haben sich zwei "Extrema" angemeldet....

    Zitat

    Ich empfehle Lob des Sexismus von Lodovico Satana

    Das Buch habe ich auch schon empfohlen.


    Blos es bringt nichts, die Leute überzeugen zu wollen.


    Ich bin nicht NEO! ;-D

    Mickey70

    Schade, das mit der Frau. Ich hätte nicht gedacht, dass sie solch eine SMS aus purer Höflichkeit schreibt. Da habe ich wieder was dazugelernt.


    Ich finde aber gut, dass du da nicht zu viel hineininterpretierst. Das ist sone kurze Aktion nicht wert. Einfach weitermachen. Alleine ein Date zu haben, bedeutet schon einen guten Lauf zu haben. Da muss man drin bleiben.

    MK

    Zitat

    1 und 1 zusammengezählt kosten Handytelefonate für den Anrufer Geld, richtig?

    Das stimmt. Aber als Frau einem mehr oder weniger wildfremden Mann die Handynummer zu geben finde ich ein wenig gewagt. Ich könnte ja der letzte Psycho sein, der sie zum Dank mit SMS zuballert und sie zu Tode nervt. :-D

    Butch

    Einem Mann meine Telephonnummer zu geben, kann bei mir verschiedene Gründe haben:


    1. Ich mag ihn zwar, will aber je nach Stimmung entscheiden, ob ich ihn nochmal treffe und mache das unter anderem davon abhängig, was er wie in welchem Ton vorschlägt. Selektion.


    2. Ich mag ihn zwar, aber nicht so sehr, daß ich mich von selbst melden würde, weil es da viele andere gibt, die zuerst kämen. Neutralität.


    3. Er hat mich umworben, er will mich wiedersehen, er soll sich also auch weiter um mich bemühen. Koketterie.


    4. Ich habe ihn aufgerissen und überlasse ihm die Entscheidung, ob er sich weiter aufreissen lassen will, weil ich zum Beispiel noch nicht einmal weiß, ob er liiert ist oder nicht. Zurückhaltung.


    Also Interesse habe ich und auch schon die Einschätzung, daß es sich um einen halbwegs normalen Kerl handelt. Weitergehendes Interesse muß nicht unbedingt vorhanden sein, Sympathie schon.


    *:)

    Hi Burgfrollein,

    danke für die Nennung der Möglichkeiten.


    Es ist auf jeden Fall interessant zu lesen, wie andere Menschen denken.

    Zitat

    1. Ich mag ihn zwar, will aber je nach Stimmung entscheiden, ob ich ihn nochmal treffe und mache das unter anderem davon abhängig, was er wie in welchem Ton vorschlägt. Selektion.

    Schau mal, das gibt´s bei mir gar nicht. :-) Wem ich meine Telefonnummer gebe, den oder die will ich auf jeden Fall noch mal treffen. Du mit deinen Stimmungen. Frauen... %-| ;-D

    Zitat

    2. Ich mag ihn zwar, aber nicht so sehr, daß ich mich von selbst melden würde, weil es da viele andere gibt, die zuerst kämen. Neutralität.

    Das kann ich nachvollziehen. Durch die Herausgabe der Nummer gibt man dem Anderen die Möglichkeit sich zu melden. Man streut und wird eben irgendwann angerufen.

    Zitat

    3. Er hat mich umworben, er will mich wiedersehen, er soll sich also auch weiter um mich bemühen. Koketterie.

    ok, das ist bei mir und der Lady aber nicht der Fall. Wir kennen uns ja nicht. Ausserdem bin ich im Chat sehr normal und seriös gewesen. Ich weiss aber was du meinst. Ist im wirklichen Leben etwas anders.

    Zitat

    Also Interesse habe ich und auch schon die Einschätzung, daß es sich um einen halbwegs normalen Kerl handelt. Weitergehendes Interesse muß nicht unbedingt vorhanden sein, Sympathie schon.

    Wie beruhigend... ;-D

    Genau an Burgfrollein Beispiel sehe ich, dass Problem an Nummer hinterlegen und Nummer erfragen.


    Vorallem im Falle 3, muß man sicher die Nummer erfragen.


    Wenn man natürlich genug Anziehung erzeugt, dann kann man einfach seine Nummer da lassen. Leider wird das am Anfang kaum der Fall sein.

    @Burgfrollein

    Schreib doch mal die Fälle hin, wenn dir ein Mann eine Nummer hinterlegt. ;-D

    Alexx82

    Zum Nummerntausch, egal wierum, kommt es ja meist nach einem Flirt. Oder manchmal auch nach einem Gespräch, dem gar kein Flirt, sondern eine andere Begebenheit vorausging, die den Nummerntausch nahelegt (über einen Autoschrauber, ein Konzert oder ähnliches unterhalten, also gemeinsames Interesse, kann auch mit Gleichgeschlechtlichen passieren).


    Ein Flirt läuft ja meist so, daß man sich ansieht und anlächelt, einer von beiden etwas sagt und ein Gespräch zustande kommt. Je nach Länge des Gesprächs kann man dann gemeinsam beschließen, sich wiederzusehen. Da ist es ziemlich egal, wer wem die Nummer gibt oder ob man beide Nummern austauscht.


    Kürzlich habe ich, in Begleitung eines Freundes, mit einem in der Nähe stehenden Mann geflirtet, nur angelächelt, den ich später in einem anderen Laden wiedertraf. Da ich aber mit meinem Freund in Gespräche vertieft war, tauschte ich mit diesem Mann nur einen Satz im Vorbeigehen. Kurz bevor wir gingen, ging ich hin und fragte ich ihn, ob er öfter da sei und es kam raus, daß er an meiner bevorzugten Kneipenmeile wohnt, woraufhin ich mir seine Nummer geben ließ.


    Das ist dann der andere Fall: es gibt kein Gespräch, sondern die Telephonnummer wird wegen der Vermutung ausgetauscht, man könnte sich gut verstehen - erstmal findet man sich nur attraktiv. Da kann dann viel dazu führen, daß man doch nicht anruft oder nur eine unverbindliche SMS schickt: andere Bekanntschaften, Zeitmangel, Schüchternheit...


    Es kommt auch öfter vor, daß einem nach einem für den Mann erfolglos verlaufenen Flirt eine Telephonnummer in die hand gedrückt wird, für den Fall, daß man sich doch mal mit ihm treffen wolle. Das ist zwecklos. Denn auch mit Männern, die ich nett, aber erstmal nicht attraktiv finde, kann ich Nummern austauschen, um sie wiederzusehen. So gewinnt man neue Freunde und vielleicht entwickelt sich ja doch noch was. Aber wenn ich von Anfang an nicht einmal daran Interesse habe, dann verschwindet die Nummer auf Nimmerwiedersehen in den unendlichen Weiten des Speichers oder im unüberschaubaren Wust des Portemonnaies.