Mein Sohn macht mir mein Leben zur Hölle

    Mein Sohn hat mich heute wieder bedroht, er droht sich das Leben zu nehmen, er droht mich umzubringen, er ist agressiv und randaliert immer wieder. Er ist 25 Jahre wohnt nicht mehr zuhause und ist drogensüchtig.


    Immer wollte ich ihm helfen aber jetzt geht nichts mehr, mir selbst bleiben noch 150 Euro zum leben weil ich ihm alles gebe, weil ich nicht mit ansehen kann wie er hungert, dabei bin ich mir nicht sicher für was er das Geld überhaupt braucht, es fehlt im ja überall.


    Ich selbst habe schwere Depressionen und lebe allein, bin dem hilflos ausgeliefert und weiß nicht weiter, er macht Telefonterror die ganze Nacht, läutet Sturm und sagt das ist erst der Anfang. Er geht nicht arbeiten und ist vollsanktioniert worden und verliert jetzt seine Wohnung, er hat nichts mehr zu verlieren sagt er.


    Für mich wird das ganze unerträglich, ich weiß gar nicht warum ich hier schreibe, helfen kann mir da wohl keiner, egal wo ich hingehe um Hilfe sagen sie mir er muss selbst kommen wegen Datenschutz, er macht nichts, geht weder zum Arzt noch zur Caritas, und ich muss dem tatenlos zusehen und gehe selbst dabei zugrunde.... :°(


    Ich weiß nicht ob der Faden der richtige ist, wenn nicht, dann bitte verschieben.

  • 31 Antworten
    Zitat

    (...) er droht mich umzubringen

    Das - also die Drohung - ist eine Straftat !


    Telefonterror kann auch eine Straftat sein (Nachstellung, "Stalking").


    Ich kann Dir nur raten, umgehend die Polizei anzurufen (Nummer 110). Es liegt wohl eine akute Selbst- und Fremdgefährdung vor.


    Die Polizei wird vermutlich einen Arzt hinzuziehen, der dann erst mal die Einweisung Deines Sohnes in eine psychiatrische Klinik veranlasst.

    Danke für die Antwort musicus, ja das wäre wohl die einzige richtige Lösung, ich zögere noch weil ich es einfach nicht fertig bringe mit dem Risiko einer Zangseinweisung , ich hoffe seit Jahren das er selbst einsieht das er Hilfe braucht und freiwillig in die Psychatrie zu einem Entzug geht.

    Er muss davon abgehalten werden, sich selbst oder anderen Menschen etwas anzutun.


    Auf Dich hört er nicht. Da müssen jetzt professionelle "Nothelfer" tätig werden, eine andere Möglichkeit sehe ich ehrlich gesagt nicht.


    Ob Sohn oder nicht - die Polizei ist in solchen Situationen (Drohung mit Gewalt) die richtige Adresse.

    In erster Linie denk an dich!


    Sollte er nocheinmal bei dir vor der Tür stehen ruf die Polizei!


    Ich hab mit meinem Bruder ähnliches durch!


    Das beste was wir als Familie machen konnten, ist den Kontakt komplett abzubrechen!


    Bei meinem Bruder gab es damals eine richterliche Verfügung, das er sich unserem Haus nicht nähern durfte!

    Liebe TE,


    ich kann mir vorstellen, dass deine Situation sehr schwierig und zerreißend für dich ist. Im Moment ist es so, dass du, durch deine Mutterliebe, ihm das Leben ermöglichst, dass er gerade lebt. Es heißt immer, Süchtige müssen erst ganz unten ankommen, bevor sie merken, dass es so nicht weiter geht. So lange du ihn finanzierst, wird er dort nicht ankommen.


    Hast du denn schon mal versucht dir helfen zu lassen statt ihm? Es gibt ja Beratungsstellen für Familienangehörige von Suchtkranken, warst du da schon mal?

    Liebe TE,


    fühl Dich gedrückt :)_ . Es ist eine absolut schlimme Situation, in der Du dich befindest. Ich kann mir gut vorstellen, dass es Dir äußerst schwer fällt, Deinem Sohn nicht zu helfen.


    Leider gibt es bei Suchtabhängingen nicht viele Wege zu helfen. Inday hat völlig recht - gehe zu einer Beratungsstelle und lass Dir helfen. Und so schwer es für Dich auch ist: Du solltest ihm jegliche Hilfe in Form von Geld verweigern. Hilfsangebot wie ihn bei der Therapie unterstützen durch Beistand und Besuche oder Hilfe bei Behördengängen ja - aber kein Geld!


    Erst wenn man selbst einsieht, dass man ein Suchtproblem hat und aufhören will kann einem geholfen werden.

    Ich muss Musicus hier Recht geben .. 110, jedes Mal.


    Bedroht er Dich direkt, oder am Telefon ? Bei ersterem - 110, immer wieder. Bei zweiterem - 110 und hol Dir eine neue Telefonnummer.


    Schlösser austauschen, keinerlei Berührungspunkte mehr bieten, kein Geld oder andere Zuwendungen. Er erpresst Dich emotional mit seiner Suizidandrohung, lass das nicht zu. Such Dir Hilfe bei Beratungsstellen.


    Denke zuerst an Dich, Deinem Sohn kannst Du nicht helfen, dass kann er nur allein.


    Er wird sein Verhalten von allein nicht ändern, also ändere Du das Deine.

    Zumindest die Last, dass er sein eigenes Leben zerstört, solltest Du von Dir weisen. Er ist inzwischen für sich selbst verantwortlich und Du solltest daran nicht zugrunde gehen. Nicht einfach, aber notwendig ...


    Du wirst es, wie schon gesagt wurde, akut nicht mal lösen können, da haben Dritte bzw. Profis einen deutlich besseren Einfluss. Innerhalb der Familie klappt so etwas nur selten, stattdessen führt es zu Streit.


    Was die Attacken gegen Dich anbelangt, solltest Du aktiv werden. Lass nicht zu, dass er Dein Leben auch noch zerstört. Das hat nebenbei den Effekt, dass Du besser für ihn da sein kannst - wenn er es einsieht.


    Aber momentan benötigt ihr Unterstützung. Das musst Du Dir eingestehen.


    Viel Kraft @:)

    Dir muss auch klar sein, dass du mit deinem Geld direkt seine Drogensucht finanziert hast und dass jeder Cent direkt in Drogen umgesetzt werden.


    Eine sofortige Zwangseinweisung ist das einzige Mittel, um noch Schlimmeres zu verhindern.

    Zitat

    Dir muss auch klar sein, dass du mit deinem Geld direkt seine Drogensucht finanziert hast und dass jeder Cent direkt in Drogen umgesetzt werden.

    Fein, dass Du noch nochmal draufhaust ! Ich denke, die TE'in macht sich allein Vorwürfe genug, Deine tun da wirklich nicht nötig.

    Zitat

    Eine sofortige Zwangseinweisung

    Das geht nur mit einem richterlichen Beschluß, und den muss man erstmal erwirken. Und das geht nunmal nicht so schnell.


    Schliesslich ist der Sohn 25 und somit mündiger Bürger und für sich selbst verantwortlich. Es müssen schon gute und handfeste Gründe vorliegen, um einen Einweisungsbeschluß zu bekommen.

    Zitat

    mir selbst bleiben noch 150 Euro zum leben weil ich ihm alles gebe, weil ich nicht mit ansehen kann wie er hungert, dabei bin ich mir nicht sicher für was er das Geld überhaupt braucht,

    Für seinen Drogenkonsum, den Du also mitfinanzierst! Auch wenn Du Deinen Sohn liebst, Du solltest jetzt die Reißleine ziehen, denn sonst gehst DU vor die Hunde.

    Zitat

    bin dem hilflos ausgeliefert

    Diese ungesunde Kodependenz sorgt dafür, dass Du immer mehr ins Dilemma schlitterst. Hast Du denn professionelle Hilfe? Dein Sohn weiß, wie er Dich auspressen kann, und das tut er auch. Sofern Du keine Kraft mehr hast, Dich zu wehren, solltest Du schnellstens professionelle Hilfe in Anspruch nehmen.


    Außerdem solltest Du die Polizei verständigen und eine Bannmeile verhängen lassen. Androhung einer solchen Straftat ist nämlich auch eine Straftat. Ich kann mir vorstellen, dass die Polizei ihn erstmal in die psychiatrische Klinik einweist. Dann könnte - falls er an seinem Drogenkonsum nicht sterben will - eine Entziehungskur folgen.


    Dir empfehle ich, Dein Leben neu zu sortieren. Du hast die Wahl: Entweder lässt Du Dich von Deinem Sohn weiterhin auspressen und terrorisieren, oder Du ziehst klare Grenzen. Hast Du soziale Kontakte? Vielleicht kann Dich jemand auf diesem Weg begleiten?

    Zitat

    Das geht nur mit einem richterlichen Beschluß, und den muss man erstmal erwirken. Und das geht nunmal nicht so schnell

    Diesen Beschluss kann man innerhalb weniger Stunden erwirken. Die Polizei muss den Betroffenen bei Fremd- und Eigengefährdung in eine psychiatrische Klinik verbringen und von dort wird dann in den meisten Fällen ein sogenannter Eilantrag auf geschlossene Unterbringung gestellt, meist verbunden mit unterbringungsähnlichen Maßnahmen. Nur wenn er freiwillig bleiben würde, muss so ein Antrag nicht erfolgen. Geht der Antrag beim zuständigen Betreuungsgericht ein, wird innerhalb weniger Stunden entschieden.


    Man kann auch diesen Antrag auf Unterbringung als Angehöriger im Betreuungsgericht beantragen und dabei gleich die Zuführung durch die Polizei in die Klinik mit beantragen, da ja derjenige meist nicht krankheitseinsichtig ist.


    Es gibt also die Möglichkeit, dir und deinem Sohn schnell zu helfen. :)^

    Zitat

    Fein, dass Du noch nochmal draufhaust ! Ich denke, die TE'in macht sich allein Vorwürfe genug, Deine tun da wirklich nicht nötig.

    Die TE sagt selbst, sie wisse nicht, was ihr Sohn mit ihrem Geld anstellt. Darauf hinzuweisen, dass es mit grosser Wahrscheinlichkeit in seinen Drogenkonsum fliesst, ist nicht "draufhauen". Es ist wichtig, dass sie weiss, dass sie ihm nicht hilft, wenn sie ihn finanziell unterstützt. Er ist zu drogenkrank, um das Geld richtig einzuteilen.

    Polizei und Zwangseinweisung bringen auch Probleme mit sich. In der Familie tut man sich schwer damit. So einfach ist es also nicht.


    Alias muss es abwägen und die für sich beste Lösung finden. Es vehement zu fordern, ist übertrieben.

    Mal als Elternteil von einigen schwierigen Kindern:


    denk' mal daran, wie es war, als er klein war. Da gab es bestimmt viele Dinge, die er nicht wollte, bei denen Du aber als Erwachsener und Bevollmächtigter in seinem Namen entschieden hast, dass er es trotzdem durchziehen muss.


    Zum Beispiel auf einen Schulausflug gehen, wenn er nicht wollte, sich jemanden entschuldigen, obwohl es ihm peinlich ist...


    das ist gerade NICHTS anderes.


    Zwei Möglichkeiten:


    1. Du stellst in den Vordergrund, dass er Dein Sohn ist. Dann hilf ihm (!), indem Du ihn zu was zwingst, was er selbst nicht will, einfach, weil es ihm und damit Dir danach besser gehen wird. Gib' ihm die Hilfe, die er braucht und das ist dem Falle ihn zu zwingen,


    zu Experten zu gehen, damit er die Chance auf Gesundung hat.


    Denn er ist krank.


    2. Du entscheidest, dass er alt genug ist und Du nicht für ihn verantwortlich. Dann zeig' ihn an, zieh' um,


    brich' den Kontakt ab, behalte Dein Geld.


    Aber Du bist dazwischen, Du hilfst ihm nicht als Mutter, Du benimmst Dich aber auch nicht so, dass es für Dich gut ist, bei jedem anderen, der Dich so drangsaliert, hättest Du (hoffentlich) schon längst reagiert.


    Also übernimm' Verantwortung für Dein Kind, (1.) oder halt' Dich fern (2.).