Zitat

    Sollte Mama versterben und du holst dir deine Affäre dann sofort ins Haus, dann breche ich den Kontakt ab" und die Antwort meines Vaters ist dann nur "Also der Kontaktabbruch würde mich dann schon total betroffen machen"

    ja.


    kann den daddy gut verstehen.


    bin da ganz bei deinem dad..


    aber hey! was soll er da noch groß sagen zu deiner fundamentalen ansage?


    ich hätte genau so geantwortet.


    lg charlie


    ??der seit 35 jahren in einer beziehung lebt, die wir seit 10 jahren geöffnet haben, zum 30sten haben wir geheiratet.


    unsere beiden kinder 26 und 28 wissen und akzeptieren es. die tochter mag allerdings nix davon hören...??

    Zitat

    Wie kann ich mich in meiner Situation klarer abgrenzen, so dass es mich nicht mehr so belastet und ich es besser aushalten kann? Hat jemand einen Tipp?

    Get your own life.


    Abnabeln von Mutter + Vater, Pflegebedürftigkeit durch den Vater stark reduzieren, suche dir eigene Bezugspersonen: soziale Kontakte, Freunde, vielleicht einen Partner. Dann konzentriert sich dein Leben auch wieder auf dich, und dein Vater hat eine abhängige Person weniger, sondern er bekommt eine Tochter, die z.B. für sich eine Pflegestufe beantragt, eine Wohnung oder einen Heimplatz sucht, sich doch Einkommensmöglichkeiten erkundigt (Tippen am Computer geht doch auf jeden Fall), sich um eigene soziale Kontakte bemüht. Komm aus der Mitleidsnummer raus und gib dir Mühe, selbst im Leben Fuß zu fassen.


    Und du merkst dann, wie störend es wäre, wenn andere von außen deine Partnersuche oder soziale Kontakte beeinflussen wollen. Deinem Vater kannst du dankbar sein, dass er sich auf deine Machtspielchen nicht einlässt (du willst ihm vorschreiben, dass er seine Freundin nicht erwähnen soll und er in der Zeit nicht mit ihr telefonieren soll?), sondern dass er natürlich von den Personen spricht, die nun mal in seinem Leben eine Rolle spielen.

    Zitat

    Die Affäre hat sich der Familie nicht aufzudrängen.


    Die Tochter will mit der Affäre nichts zu tun haben. Sollte respektiert werden.

    zustimmung.


    offensichtlich checkt das die affärenfrau ned.


    und der däd auch ned.


    deshalb wär zuzusätzlich zur verbalen ansage von morwena vielleicht ein brief von ihr an den vater hilfreich...

    Naja, die Ansage von Morwena war vielleicht nicht so wahnsinnig sinnvoll (war klar, dass Vater darauf nicht mit "Ok, verstehe, dann lass ich es." anwortet. Aber wozu man sagen muss "der Tod deiner Mutter und meiner Frau wäre mir egal" (das steckt da drin) ist genauso geschmacklos und das hört vermutlich keine Tochter (egal wie alt) gerne, schon gar nicht vom eigenen Vater. Nun war das vermutlich eine eher aufgehitzte Situation und da sagt man bekanntermaßen Dinge, die man nicht so meinte, aber wie man hier ernsthaft sagen kann, sowas hätte man genau so gesagt, ist mir schleierhaft bis abstoßend.

    Zitat

    wie deine eltern ihre "ehe" arrangiert haben ist die sache zwischen den beiden!

    Nein, nicht wenn die Mutter sich bei ihren Kindern

    ausweint. Nicht, wenn der Vater seinen Kindern bei jedem (?) Treffen mit Themen in den Ohren liegt, von denen er weiß, dass es sie sehr belastet. Und und und (muss ich nicht nochmal alles afzählen).


    Die "Geht dich nichts an!"-Keule ist ja schön und gut, sehe ich auch oft so, wenn es auch von denjenigen, die es (eigentlich) nur was angeht eine klare Trennung gibt. Andere Personen in die eigenen Beziehungskisten mit reinziehen (!), aber eine (negative) Reaktion mit "geht dich nichts an!" abwürgen und als verwerflich zu verurteilen, das ist ne ganz hinterhältige Nummer. Morwenas Vater tut das ja zum Glück soweit ich gelesen habe nicht, wohl aber die User hier. Im Umkehrschluss hieße das, Morwena ist nur dann nicht die egozentrische blöde Kuh für euch, wenn sie nur noch existiert und sich alles emotionslos anhört. Sehr fair.


    Und wenn man schon so auf das "Jeder hat nur auf sich zu schauen"-Prinzip pocht, dann gilt das für alle, nicht nur für Morwena. Würde aber heißen, dass sie z.B. ihre Mutter im Stich lassen müsse, um sich den Sermon ihres Vaters nicht mehr geben zu müssen. So einfach ist es aber nicht.

    Zitat

    Und du merkst dann, wie störend es wäre, wenn andere von außen deine Partnersuche oder soziale Kontakte beeinflussen wollen.

    Es belastet ihre Mutter. Wäre dir egal, wenn deine Mutter, die schon ohnehin in einer sehr schlechten Verfassung ist, unter irgendwas leidet? "Mir egal, ich kriegs ja nicht mit!"?



    Zitat

    Und du merkst dann, wie störend es wäre, wenn andere von außen deine Partnersuche oder soziale Kontakte beeinflussen wollen.

    Das will sie doch gar nicht.

    Zitat

    Deinem Vater kannst du dankbar sein, dass er sich auf deine Machtspielchen nicht einlässt (du willst ihm vorschreiben, dass er seine Freundin nicht erwähnen soll und er in der Zeit nicht mit ihr telefonieren soll?), sondern dass er natürlich von den Personen spricht, die nun mal in seinem Leben eine Rolle spielen.

    Das ist offenbar nicht nur Morwenas Wunsch und das "Telefonverbot" stammte von ihrer Schwester, nicht alles durcheinanderwürfeln ("Eine extrem böse Ansage meiner Schwester hat ihn dann immerhin dazu gebracht, nicht abzunehmen.")




    @Morwena Na gut (oder schlecht) aber deine Mutter wird ja vermutlich nicht seit 50 Jahren im lebensbedrohlichen Bereich sein mit ihrem Gewicht?

    Oben ist ein falsches Zitat, mein Absatz

    Zitat

    Es belastet ihre Mutter. Wäre dir egal, wenn deine Mutter, die schon ohnehin in einer sehr schlechten Verfassung ist, unter irgendwas leidet? "Mir egal, ich kriegs ja nicht mit!"?

    bezog sich auf Katercharlies Frage, warum es Morwena störe, dass die Frau ums Familienhaus schleicht.

    @ mnef

    Vielleicht habe ich etwas überlesen, aber wo genau steht, dass die Affäre des Vaters die Mutter belastet?


    Morwena schreibt eine Seite vorher auf die Frage von Sweet Fanny Adams:

    Zitat
    Zitat

    Was stellt diese Frau denn für dich dar? Eine Bedrohung? Eine weiterer Sauger am Futternapf? Oder ein unangenehmes Spiegelbild?

    Eine immer wieder erwähnte Erinnerung daran, dass im Grunde auf das Ableben meiner Mutter gewartet wird. Und meine Mutter ist meine wichtigste Bezugsperson und ich persönlich empfinde das als gruselig, respektlos und beleidigend ihr gegenüber.

    Auch das auf das Ableben der Mutter vom Vater gewartet wird lese ich nirgendwo heraus aus dem beschriebenen Verhalten des Vaters.


    Die Mutter hat die offene Beziehung immer akzeptiert, hauptsache der Vater unterstützt sie weiterhin, lässt sie nicht alleine. Auch hat der Vater laut der Berichte mit keinem Wort gesagt, dass er die Mutter verlassen will oder wird. Das Auftauchen der Affäre hat die Mutter zwar irritiert, wurde aber mittlerweile vom Vater unterbunden. Wenn ich die Beiträge von Morwena richtig verstanden haben.


    Ebenso lese ich aus den Beiträgen heraus, dass die Eltern wohl offen kommunizieren und sich auf ihrer Ebene sogar gut verstehen.


    Ich kann ehrlich gesagt das Problem von Morwena nicht richtig greifen. Zumindest nicht ohne sie als vereinnahmend oder übergriffig gegenüber den Eltern zu empfinden.

    @ Morwena

    Entschuldige, aber das ist mein Empfinden. Ich habe von Anfang an mitgelesen.


    Du sagst auf der einen Seite Du willst schon sehr lange, dass Deine Eltern sich lieber trennen sollten. Andererseits aber passt Dir dann eine neue Frau an der Seite Deines Vaters nicht?

    Zitat

    deshalb wär zuzusätzlich zur verbalen ansage von morwena vielleicht ein brief von ihr an den vater hilfreich...

    Einen Brief schreiben, wo sich doch Morwena und ihr Vater regelmäßig sehen und das auch unter 4 Augen miteinander bereden können? Wieso denn? Das Gespräch gibt die Möglichkeiten zur Reaktion, oder auch den anderen zu fragen und dann je nach Antwort weiter zu reden. Ich finde viel wichtiger, Sachen dann auch mal ruhen zu lassen, die schon x-mal besprochen wurden. Selbst das geht im Gespräch besser, weil man die Redebereitschaft ja auch bereden kann.

    @ mnef :)^

    Ich denke, der Vater macht immer den gleichen Fehler, er sucht sich bevorzugt Personen, die von ihm abhängig sind. Das gibt ihm, so schätze ich diese Affären-Konstellation ein, ein Gefühl von Nützlichkeit und wenn er dabei auch so etwas wie sexuelle Befriedigung empfinden kann, dann ist für ihn sein Leben wohl in Ordnung. Er hat inzwischen viele Abhängigkeiten. Aber anscheinend belastet ihn das nicht.


    Eine offene Ehe zu führen, wenn beide das wollen, die Gründe sind alle nachvollziehbar, ist eine mögliche Lösung. Allerdings ist der Umstand, dass die Frau ums Haus schleicht und weiteren Anschluss zur Familie sucht, der aber nicht gewollt ist, schon etwas, was eine Grenze klar überschreitet. Im Auto mal mitfahren, warum nicht, aber alles andere . . .


    Solche gegenseitigen Abhängigkeiten belasten einen natürlicherweise, wenn es um existenzielle Umstände ect. geht. Und die Angst machenden religiösen Ansagen, die der Vater einem überstülpt, halte ich auch nicht für besonders feinfühlig.


    Ich würde auch versuchen, etwas unabhängiger zu werden, Morwena.

    @ mnef

    Zitat

    Das ist offenbar nicht nur Morwenas Wunsch und das "Telefonverbot" stammte von ihrer Schwester, nicht alles durcheinanderwürfeln ("Eine extrem böse Ansage meiner Schwester hat ihn dann immerhin dazu gebracht, nicht abzunehmen.")


    -- mnef

    Dann hast du nicht alles gelesen, denn auf diesen Satz bezog ich mich, der eindeutig Morwenas Handyverbot an den Vater ausdrückt:

    Zitat

    Wieso kann er nicht einfach mal das Handy ausschalten, wenn wir vielleicht zwei Stunden die Woche miteinander verbringen, wenn er weiß, dass ich danach immer total fertig bin, wenn sie wieder anruft? Er kann sie doch einfach später zurückrufen...


    -- Morwena

    Und Wünsche: was bringt es denn, wenn sich die Töchter der Realität entziehen und lieber in ihrem Traumschloss der intakten Familie leben, wenn es diese so nicht mehr gibt? Wäre es nicht viel ehrlicher, wenn sich die Eltern dann trennen? Die Mutter braucht dann vielleicht eine Pflegestelle - und da sie kein Nähebedürfnis hat, wird sie auch kein Partnerschaftsbedürfnis haben. Ihre Sache. Schlimm ist aber ihr Hass auf die neue Freundin des Vaters. Der Vater hat seine neue Freundin - und klar, das sollte dann auch so akzeptiert werden, selbst wenn die "Trulla" (nach der Sicht der Mutter) als strunzdumm und eine Belastung für den Dann-Ex-Gatten empfunden wird. Der Vater ist erwachsen, seine Freundin auch, und erstmal haben sich beide offenbar so gefunden.


    Die Distanz für Morwena kommt dann, wenn alle Beteiligten mal sich nicht nur in irgendwelchen "Abhängigkeiten" wähnen (die so ja gar nicht sein müssen), sondern ihr eigenes Glück selbst in die Hand nehmen. Die Familienbande also ein bisschen aufbrechen und neue Partnerschaften suchen, in denen es besser passt.

    Affäre - ihre Kinder im Heim, sie abhängig und bedürftig.


    Warum sollte diese Abhängigkeit mehr Berechtigung haben, als dass der Vater der eigenen - gesundheitlich belasteten - Tochter hilft? Oder seiner kranken Frau?


    Die Affäre drängt sich auf. Die Tochter will mit der Affäre nichts zu tun haben. Sie verbietet ihrem Vater nichts, bittet aber, nicht tangiert zu werden.


    Affäre sollte Kontakt zum Vater haben und die Töchter/Ehefrau in Ruhe lassen. Eigentlich einfach.

    Das ist jetzt OT, aber ich frage mich wirklich die ganze Zeit, wie eine 68-Jährige mit 35kg schon über 50 Jahre mit Magersucht (über)leben kann. Die Frau muss eine sehr gute Genetik haben, was die körperliche Seite betrifft.


    On topic: ich würde sagen, da haben sich zwei oder besser gesagt drei gefunden. Für mich nehmen sich alle drei nichts. Auch die Mutter sehe ich hier nicht als nur zu bemitleidendes, alleiniges Opfer. Sie verhält sich mMn in gewissem Sinne ebenfalls egoistisch und manipulierend, v.a. auch der Tochter gegenüber.


    Der Vater dagegen spielt wenigstens keine Rolle, die er eigentlich gar nicht hat.

    Zitat

    Vielleicht habe ich etwas überlesen, aber wo genau steht, dass die Affäre des Vaters die Mutter belastet?


    elgusto

    Die Affären generell nicht, aber die vor der Tür stehende Affäre mit ihren Bananen z.B. oder die Aktion, mit ihr Spazierengehen zu wollen, dann doch wieder... Jedenfalls liest sich die Beschreibung dieser Szenen nicht so, als habe sie das gut gefunden. Die Beschreibung ihrer Hilflosigkeit und Erkrankung klingt auch nicht so, als sei sie total fein mit alldem, es ist eher die Kröte, die sie bereitwillig schluckt (aber dann muss man sie doch nicht mehr damit konfrontieren, als nötig...). Kann natürlich auch sein, dass es nicht so ist.



    Zitat

    Dann hast du nicht alles gelesen, denn auf diesen Satz bezog ich mich, der eindeutig Morwenas Handyverbot an den Vater ausdrückt:

    Zitat

    Wieso kann er nicht einfach mal das Handy ausschalten, wenn wir vielleicht zwei Stunden die Woche miteinander verbringen, wenn er weiß, dass ich danach immer total fertig bin, wenn sie wieder anruft? Er kann sie doch einfach später zurückrufen...


    -- Morwena

    Mobula

    Doch, das habe ich gelesen, nur würde ich einen Wunsch wie diesen nicht als "dem Vater etwas vorschreiben wollen" deuten. Wenn man nur einen Tag in der Woche mal wenige Stunden Zeit verbringt ist es doch eigentlich auch unabhängig davon, wer am anderen Ende des Apparates ist, nett, mal 2 Stunden nicht zu telefonieren. Wenn ich meine Eltern mal besuche tu ich das jedenfalls nicht, um dann die ganze Zeit mit meinem neusten Lover am Handy zu schäkern und wenn mir mal jemand anderes sagt "Mensch, jetzt leg doch mal das Teil weg, dafür haben wir uns doch nicht verabredet" tu ich das auch einsichtig, statt direkt auf "Ich mache was ich will! Du kannst mir nichts verbieten" zu pochen - du etwa nicht? ":/

    Zitat

    Und Wünsche: was bringt es denn, wenn sich die Töchter der Realität entziehen und lieber in ihrem Traumschloss der intakten Familie leben, wenn es diese so nicht mehr gibt?

    Ich glaube von der Vorstellung, eine klassische Bilderbuchfamilie zu haben, hat sich Morwena durchaus schon abgefunden. Spätestens, als bekannt wurde, dass Vater Affären haben darf und nicht nur Augen für Mama hat ;-)

    Zitat

    Die Affäre drängt sich auf. Die Tochter will mit der Affäre nichts zu tun haben. Sie verbietet ihrem Vater nichts, bittet aber, nicht tangiert zu werden.


    Affäre sollte Kontakt zum Vater haben und die Töchter/Ehefrau in Ruhe lassen. Eigentlich einfach.

    So isses.

    Wow, so viele Antworten! @:)


    Kleine Anmerkung: Meine nächste Antwort wird erst am Mittwoch sein; das Thema nimmt mich doch ziemlich mit und da ich am Dienstag bei meinen Eltern bin und erst spät wiederkomme, habe ich da keine Zeit und ich brauche den Montag erstmal, um etwas "runterzukommen" und den Dienstag dann auf die Reihe zu bekommen. @:)

    @ Tortue7

    Zitat

    Nebst ignorieren oder flüchten könntest Du auch Variante drei wählen: Akzeptieren.

    Ich kann akzeptieren, dass mein Vater Affären hat, aber die Übergriffigkeit kann ich nicht akzeptieren.

    @ criecharlie

    Zitat

    Ist doch normal dass er möchte, dass ihr zusammenkommt, eben auf Erwachsenenbasis.

    Ich habe nicht einmal den Eindruck, dass er das möchte. Und wenn ich mich täusche, dann hätte er das klar kommunizieren können und mir nicht eine Frau, die sich nicht einmal vorstellt, plötzlich und ohne jede Vorwarnung ins Auto setzen sollen.

    @ kamikaze

    Zitat

    Weiter oben hattest Du geschrieben, es wäre Dir am liebsten, wenn Deine Eltern komplett getrennt wären. Dann wäre aber die Situation vermutlich so, dass Deine Mutter in ihrer Wohnung alleine wäre, während Dein Vater mit seiner Affäre zusammenwohnen würde. Was hält ihn bei Deiner Mum? Er könnte doch auch jetzt schon gehen. Aber wäre sie dann wirklich besser dran?

    Aus ihrer Sicht wäre sie sicherlich nicht besser dran, einfach weil sie die Wohnung nicht mehr halten könnte. Sie hat also durchaus etwas davon und ich verstehe ihre Gründe absolut, wobei es auch immer eine Frage ist, wie lange sie die Treppen zur Wohnung überhaupt noch hochkommt. Das dürfte der Grund sein, warum mein Vater noch bei ihr bleibt - und die Tatsache, dass es halt bequem ist, meine Mutter seine Wäsche waschen und sich bekochen zu lassen, obwohl sie vor Schmerzen kaum stehen kann. Das Alleine-Sein macht meiner Mutter nichts aus, ist in ihrem Zustand nur objektiv gesehen ziemlich gefährlich, wenn sie halt stürzt (bei ihr mit so einem Notfallknopf anzukommen ist vergebliche Liebesmühe). Liebe ist da keine mehr.

    @ katercharlie

    Zitat

    schreib deinem vater doch einen brief dass er respektieren muss, dass du mit dem ganzen nicht in berührung kommen möchtest.

    Das ganze ist gerade zu Anfang, als alles etwas "hitzig" und übermotional war, genau deshalb (und wegen des Wohnabstandes) auch teilweise per Mail diskutiert worden.

    Zitat

    woher weisst du eigentlich, bzw.was stört dich daran, dass seine affärenfrau "um das haus stalkt" ?


    du schreibst, dass du gar nicht zuhause wohnst.

    Aussage meiner Mutter sowohl zu mir als auch zu anderen.

    Zitat

    ich denke, wenn diese einschätzung zum "charakter" deines vaters stimmen würde,


    dann wär dein vater schon längst über alle berge.

    Ich kann mich natürlich täuschen, das stimmt. Aber es spricht nunmal vieles dafür; sowohl seine eigenen Aussagen als auch Taten.

    Zitat

    hab grad deine "geschichte" gelesen.


    möchte mich für mein grobes urteil bei dir entschuldigen.

    @:) Du musst dich nicht entschuldigen. Jedem sei sein Urteil gegönnt und ich möchte ja nicht im geringsten behaupten, dass ich mit der Situation irgendwie souverän umgehe.

    Zitat

    hab mich total für die beiden gefreut


    noch bissi lust


    noch bissi sonnenschein

    Ich finde es total in Ordnung, auch nach dem Tod von jemandem einen neuen Partner zu haben. Das sei jedem gegönnt, egal wie alt er/sie ist. Aber den neuen Partner schon in der "Hinterhand" zu halten und nur drauf zu warten, dass er/sie endlich einziehen kann und der andere verstirbt, damit es moralisch nicht mehr anstößig ist, finde ich einfach unter aller Sau.

    Zitat

    aber hey! was soll er da noch groß sagen zu deiner fundamentalen ansage?

    Eine Ansage wie "Hey, wenn das so ist, dann werden wir natürlich erstmal alle gemeinsam trauern und ein bisschen zur Ruhe kommen und sie wird nicht schon am nächsten Tag vor der Tür stehen", hätte mir gereicht. Mir geht es nicht drum, dass sie nie einziehen und mein Vater Single bleiben soll. Ich finde das Bäumchen-wechsel-dich Prinzip einfach nur respektlos.

    Zitat

    unsere beiden kinder 26 und 28 wissen und akzeptieren es. die tochter mag allerdings nix davon hören...

    Siehst du, da bin ich dann bei deiner Tochter. @:)


    Übrigens: Bei den Vermietern meiner Eltern, wo der Mann dann mit der Pflegekraft seiner verstorbenen Frau während deren Pflege eine Affäre anfing und diese jetzt auch geheiratet hat, haben die Kinder (beide erwachsen und mit eigenen Familien) sogar bis zuletzt versucht, die Heirat zu verhindern. Die Mutter ist jetzt seit Jahren tot, weswegen auch ich das dann nicht verstanden habe, aber dass beide Kinder ein Problem damit hatten, dass da vor den Augen der todkranken Mutter der Vater eine Affäre anfing und diese dann auch direkt "vor Ort" blieb, das eben schon - ist ja gar nicht so weit von meinem Problem weg.

    Zitat

    deshalb wär zuzusätzlich zur verbalen ansage von morwena vielleicht ein brief von ihr an den vater hilfreich...

    Wurde schon gemacht. Ist zugegeben aber schon 9 Monate her - vielleicht wäre eine erneute, schriftliche Erinnerung nicht ganz falsch. Das Thema wird sowieso in den nächsten Monaten nochmal wegen ein paar Dingen auf den Tisch kommen.

    @ CoteSauvage

    Zitat

    Jedesmal wenn du dich bei Gedanken ertappst, in denen du diese Dreiecksbeziehung bewertest: Diesen Gedanken stoppen und dir innerlich vorsagen: "Es geht mich nichts an."

    Danke für den Tipp, aber das hat die letzten Monate schon nicht gefruchtet, leider.

    @ danae87

    Zitat

    Ich greife mal das raus, weil ich den Eindruck habe die Beziehung zu deiner Mutter könnte der Schlüßel für dich sein um diese Situation gut zu regeln.


    Du schreibst du machst dir Sorgen und bemühst dich die meiste Zeit um eine unparteiische Beschreibung der Ehe deiner Eltern, aber so nebenbei kommt dennoch raus, dass du Partei ergreifst. Wenn du schreibst deine Mutter braucht deinen Vater halt, dein Papa aber "nutzt" sie quasi einfach aus Bequemlichkeit aus. Da scheint durch, dass sie ja irgendwie nicht anders kann, er aber sie längst hätte "befreien" können, in dem er gegangen wäre.


    Also das eine ist dein Kopf, der ihm das alles gönnt, dass andere wäre dein Herz, welches eben doch irgendwie der Meinung ist er sei nicht wirklich fair. Kann das sein?

    Dem kann ich 100% zustimmen, du hast es absolut getroffen. Ich war schon immer ein "Mamakind" und meine Beziehung zu meinem Vater war meine ganze Kinder- und Jugendzeit aus mehreren Gründen sehr schlecht und hat sich erst gebessert, als ich ausgezogen bin.


    Meine Mutter sagt auch öfter, dass sie am liebsten alleine ist, aber sie braucht meinen Vater halt. Ich finde seinen Wunsch nach einer neuen, festen Partnerschaft, wenn die Ehe am Ende ist, absolut okay - aber dann soll seine deutlich jüngere, fitte Frau sich doch um seine Wäsche und sein Essen kümmern und nicht meine Mutter, die dreimal am Tag stärkste Schmerzmittel nehmen muss und trotzdem kaum auf die Beine kommt.


    Und dann kommen halt noch so Sachen hinzu wie die Übergriffigkeit der Affärenfrau, die plötzlich bei meiner Mutter am Tag vor ihrer Darmspiegelung, als sie auf Abführmitteln war, in der Wohnung steht - aber auch die Tatsache, dass mein Vater an diesem Tag z.B. auch nicht nach der Arbeit zu ihr gefahren ist, sondern sich lieber noch bis spät Abends hobbymäßig ausgetobt hat, während wir Töchter mit meiner Mutter telefoniert haben und meine Schwester in Hut und Mantel stand, um im Notfall zu ihr zu fahren (denn bei dem Untergewicht kann ein Kreislaufproblem durch einen Tag gar kein Essen nunmal sehr gefährlich sein, eben weil meine Mutter nicht standfest ist, Blutdruckprobleme hat und auch Tabletten gegen Dauerschwindel schlucken muss).

    @ Seldom

    Zitat

    Die Affäre hat sich der Familie nicht aufzudrängen.

    :)z Das ist es eben auch. Wobei ich der Frau noch nicht einmal einen Vorwurf mache - ich finde ihr Verhalten nicht okay, aber in meinen Augen ist es mein Vater, an dem es wäre, das zu verhindern. Da er das nicht tut, ist es offensichtlich, wo seine Prioritäten liegen. Was ja auch okay ist, aber dann soll er eben nicht so tun, als wäre es anders und meiner Mutter abverlangen, ihre "Ehefrauenpflichten" (kochen, waschen usw.) noch zuzumuten.

    @ Mobula

    Zitat

    Abnabeln von Mutter + Vater, Pflegebedürftigkeit durch den Vater stark reduzieren, suche dir eigene Bezugspersonen: soziale Kontakte, Freunde, vielleicht einen Partner. [...]

    Ich möchte mich für deine Ratschläge bedanken, aber aus ganz verschiedenen Gründen kann oder will ich diese nicht umsetzen (bin asexuell, habe aus Mangel an Interesse alle Freundschaften ausschleichen lassen, Pflegestufe habe ich nicht bekommen (wurde versucht), Heimplatz hatte ich ja schon erläutert, ich bin erwerbsunfähig, und ich fände es super nicht mehr so abhängig zu sein und wieder im Betreuten Wohnen zu sein, aber die wollen mich nicht mehr - wurde versucht, hatte ich ja auch geschrieben.)


    (Weiter in Teil 2, verdammte Zeichenbegrenzung)

    Teil 2!

    @ mnef

    Zitat

    Aber wozu man sagen muss "der Tod deiner Mutter und meiner Frau wäre mir egal" (das steckt da drin) ist genauso geschmacklos und das hört vermutlich keine Tochter (egal wie alt) gerne, schon gar nicht vom eigenen Vater. Nun war das vermutlich eine eher aufgehitzte Situation und da sagt man bekanntermaßen Dinge, die man nicht so meinte, aber wie man hier ernsthaft sagen kann, sowas hätte man genau so gesagt, ist mir schleierhaft bis abstoßend.

    @ :) Ja,

    das ist es eben. Und die Situation war nicht aufgeheizt, sondern das war eine schriftliche Aussage per Mail. Und schwarz auf weiß tuts eben nochmal weh. Wenn die Dame jetzt immer wieder auf irgendeine Weise Thema wird, dann ist dieser Satz eben sofort in meiner Erinnerung und irgendwie schwingt dann immer so ein "Du weißt, der Countdown tickt und ich freu mich drauf, wenn er abgelaufen ist" mit. Das ist nicht von meinem Vater beabsichtigt, aber das ist jetzt in mir drin. Und ich will auch nicht leugnen, wie sehr mir ohnehin das wohl absehbare Ende meiner Mutter zu schaffen macht. Es dann so immer wieder unter die Nase gerieben zu bekommen, dass mein Vater drauf zu warten scheint...

    Zitat

    Nein, nicht wenn die Mutter sich bei ihren Kindern

    ausweint. Nicht, wenn der Vater seinen Kindern bei jedem (?) Treffen mit Themen in den Ohren liegt, von denen er weiß, dass es sie sehr belastet. Und und und (muss ich nicht nochmal alles afzählen).

    Ausweinen tut sie sich nicht - sie ist absolut die, die mit der Sache am souveränsten umgeht; ihr ists ja auch egal, was nach ihrem Tod ist (ist ja auch verständlich). Wir Kinder, die dann das "danach" erleben werden, sind halt die eher betroffenen.


    Denoch ist es richtig, dass auch meine Mutter manchmal über die Frau anfängt zu reden. Bei ihr kann ich das aber verzeihen, auch wenn es mir nicht guttut, weil ich sie halt als das Opfer sehe und ihr das zugestehe und als Tochter helfen will.

    Zitat

    Würde aber heißen, dass sie z.B. ihre Mutter im Stich lassen müsse, um sich den Sermon ihres Vaters nicht mehr geben zu müssen. So einfach ist es aber nicht.

    Das Problem, was ich mit einem Kontaktabbruch zu meinem Vater und einem Umzug ins Wohnheim auch hätte ist eben, dass meine Mutter mich nicht mehr besuchen könnte. Sie traut sich nicht mehr zu, unbekannte Strecken zu fahren - selbst Strecken, die sie früher einmal im Monat fuhr, sind ihr zu "unbekannt", so dass sie mich ohne meinen Vater nicht einmal besuchen kommen könnte. Klar könnte man telefonieren und ich kann ihr natürlich auch im Moment nicht viel helfen, aber das wäre für mich wirklich ein "im Stich lassen" und gerade weil ich nicht weiß, wieviel Zeit ihr bleibt, möchte ich das natürlich nicht.

    Zitat

    @Morwena Na gut (oder schlecht) aber deine Mutter wird ja vermutlich nicht seit 50 Jahren im lebensbedrohlichen Bereich sein mit ihrem Gewicht?

    Nein, bis zu ihrem Kieferbruch vor einigen Jahren lag sie ziemlich konstant bei 40 Kilo. Immer noch viel zu wenig, aber sie nahm nicht weiter ab. Mittlerweile hat sich aber ihr ganzer Zustand seit ca. 2 Jahren, sicher auch durch das Gewicht, stark verschlechtert, weil Probleme wie niedriger Blutdruck, Dauerschwindel usw. dazugekommen sind. Dazu eben ihr Sturkopf, nicht zum Arzt zu gehen. Letztens waren ihre Leberwerte unterirdisch und sie soll seit Monaten zur Blutentnahme. Kleine Sache. Aber: "Was soll denn das, meine Werte sind wegen der Medikamente so schlecht und was bringt es mir, zu wissen, dass sie noch weiter schlecht sind, das Zeug muss ich eh schlucken. Da geh ich doch nicht morgens früh für in die Praxis und lass mich noch mit wer-weiß-was anstecken". Und so geht das immer. Wir haben Jahre gebraucht, um sie zur Darmspiegelung zu überreden, weil sie die Termine, sobald es einen Tag mal etwas besser ging, immer wieder abgesagt hat. Und durchgezogen hat sie es nur, weil alle wochenlang auf sie eingeredet haben, als sie dann einen Termin hatte - denn eigentlich war sie sich eh sicher, dass sie irgendwas hat und wollte es gar nicht wissen (war aber alles in Ordnung). %:|

    Zitat

    Wäre es nicht viel ehrlicher, wenn sich die Eltern dann trennen? Die Mutter braucht dann vielleicht eine Pflegestelle - und da sie kein Nähebedürfnis hat, wird sie auch kein Partnerschaftsbedürfnis haben. Ihre Sache.

    Das wäre aus meinen Augen das absolut beste, ja. Aber das möchte meine Mutter nicht. Verstehen kann ich das - sowas ist für alte Leute ja immer schlimm. Aber letztens hat sie sich nach einer Nacht aus dem Krankenhaus selbst entlassen, weil es für sie mit ihrer Zwangsstörung nicht möglich war, länger zu bleiben. Und da ich selbst eben wegen meiner eigenen Zwangsstörung schwerbehindert bin... kann ich das verstehen. Total sogar. Als OCD-Patient sind Veränderung scheiße. Und dann noch Leute um sich rum zu haben, die einem in die Zwänge pfuschen, ist absolut furchtbar und macht die Krankheit tausendmal schlimmer.

    Zitat

    Die Affären generell nicht, aber die vor der Tür stehende Affäre mit ihren Bananen z.B. oder die Aktion, mit ihr Spazierengehen zu wollen, dann doch wieder... Jedenfalls liest sich die Beschreibung dieser Szenen nicht so, als habe sie das gut gefunden. Die Beschreibung ihrer Hilflosigkeit und Erkrankung klingt auch nicht so, als sei sie total fein mit alldem, es ist eher die Kröte, die sie bereitwillig schluckt (aber dann muss man sie doch nicht mehr damit konfrontieren, als nötig...). Kann natürlich auch sein, dass es nicht so ist.

    :)z Das fasst es perfekt zusammen. Mit den früheren Affären war sie 100% konform und die waren auch nie so ausschweifend Thema, eben weil die sich nicht so verhalten haben.

    Zitat

    Doch, das habe ich gelesen, nur würde ich einen Wunsch wie diesen nicht als "dem Vater etwas vorschreiben wollen" deuten. Wenn man nur einen Tag in der Woche mal wenige Stunden Zeit verbringt ist es doch eigentlich auch unabhängig davon, wer am anderen Ende des Apparates ist, nett, mal 2 Stunden nicht zu telefonieren.

    Da muss ich meinen Vater in Schutz nehmen: Er geht nicht an den Apparat. Es bimmelt aber dann öfters mal und irgendwann schreibt er dann eine SMS. Aber Handy ausstellen geht nicht. Und der Dame verklickern, dass er an Tag X für zwei Stunden mal keine Zeit hat, mit ihr zu reden (obwohl er nach unserem Treffen immer sowieso zu ihr fährt), auch nicht.

    Zitat

    Ich glaube von der Vorstellung, eine klassische Bilderbuchfamilie zu haben, hat sich Morwena durchaus schon abgefunden. Spätestens, als bekannt wurde, dass Vater Affären haben darf und nicht nur Augen für Mama hat ;-)

    :)z Ja, tat weh, aber das ist jetzt sieben Jahre her. Und es war für mich in Ordnung, solange ich halt mit den Affären nicht konfrontiert wurde. Ich hätte übrigens bei "klaren Verhältnissen" (Trennung der Eltern, Vater lebt mit neuer Frau zusammen), keine Probleme, die neue Frau kennenzulernen. Nur dieses "Ausnutzen" meiner Mutter und die - für mich so empfundene - Respektlosigkeit ihr gegenüber und dann, da ich damit nicht umgehen kann, weitergehende Überschreiten meiner Grenzen finde ich nicht in Ordnung. Bei einer sauberen Trennung oder wenn mein Vater jetzt ein halbes Jahr nach dem Tod meiner Mutter jemanden kennengelernt hätte oder so hätte ich keine Probleme.


    (Teil 3 kommt...)