@ Garou78

    das klingt ja schrecklich %:| :°_. Ich bin auch ein Mensch, der sehr schwer verzeihen kann. Und diese Lügen hätte ich nie verziehen, genauso wie du.


    Mein Vater hat mir auch als ich 17 war, einfach Geld vom Konto "geklaut" und mir davon nichts erzählt. Als ich meinen Führerschein bezahlen wollte, habe ich nicht schlecht gestaunt. Er hat es mir dann vor einigen Monaten zurückgezahlt. Ich hätte es ihm auch gegeben, aber, dass er nie gefragt hat, fand ich sehr schlimm.


    Außerdem hatte ich früher schlimme psychische Probleme durch eine Stoffwechselstörung ausgelöst und habe an Panikattacken und zeitweise auch an depressiven Episoden gelitten. Ich konnte ein halbes Jahr nicht zur Schule gehen und mein Vater meinte immer, er würde das nicht verstehen und war nie für mich da. Ich musste immer um Anerkennung betteln. Er hat mir nie erlaubt, zur Maniküre zu gehen, weil er es schrecklich fand. Kontakt mit Ausländern hat er mir immer verboten, weil das kein guter Umgang sei.


    Komisch, dass seine Exfreundin ein Jahr in der geschlossenen verbracht hat und er krampfhaft versucht hat sie zu heilen. Der neuen Freundin bezahlt er die Gelfuß- und Fingernägel und die Exex war Muslimin. Wie kann man seine Prinzipien so ändern? Die neue Freundin macht auch wieder eine Therapie. Das ist alles so widersprüchlich. Er liebt es im Mittelpunkt zu stehen und möchte sich überall aufbrüsten. Ich könnte wochenlang davon schreiben.. Aber naja.. Es gibt halt Menschen, denen ihre Familie nichts mehr bedeutet, wenn sie verliebt sind. ":/

    Zitat

    Es gibt halt Menschen, denen ihre Familie nichts mehr bedeutet, wenn sie verliebt sind.

    ach so ist das nicht, dein Vater hat eben eine mehr oder weniger gestörte Persönlichkeit und wirft sich deshalb von einer katastrophalen Beziehung in die nächste......er scheint das zu brauchen, und ihr solltet ihn einfach lassen und nicht so viel Energie reinstecken darüber nachzudenken oder ihn zu trösten.


    ein wenig mehr Gelassenheit würde dir gut tun, shcließlich hat jeder Mensch das Recht unglücklich zu sein - du bist auch nicht verpflichtet ihn zu trösten, und du kannst ihm ruhig sagen dass seine Beziehungsdramen mittlerweile so häufig sind dass du ihn nicht mehr aufpäppeln wirst wenn es ihm wieder shclecht geht, immerhin ist er erwachsen.

    Zitat

    Es gibt halt Menschen, denen ihre Familie nichts mehr bedeutet, wenn sie verliebt sind.

    Dem ist so. Ersetze das Wort Familie noch mit Freunde, die haben in der Zeit auch Scheu und Ohrenklappen auf.

    Zitat

    Ich könnte wochenlang davon schreiben...

    weißt du, wenn es dir hilft, um damit abschließen zu können, ist das vielleicht gar keine so schlechte idee.


    allerdings habe ich ein wenig die befürchtung, dass du damit immer mehr in die emotionale spirale der enttäuschten erwartungen hineinrutscht - in meinen augen würde mehr sinn machen, dass du dir mal überlegst, was du eigentlich erwartest. du wirst deinen vater nicht ändern können, sondern nur deinen umgang mit ihm. du wirst ihn nicht dazu bringen, dass er deine erwartungen (oder hoffnungen) erfüllt, aber du kannst an deinen erwartungen schrauben :)_

    @ Die Seherin

    Ja, was ich erwarte weiss ich ganz genau.


    Das mein Vater zwischen seiner Freundin und Familie die Waage hält und bedenkt, wer immer für ihn da war und wer ihn immer aufgefangen hat. Ich finde es enttäuschend, wenn er mir jedesmal für eine Frau absagt, die ihm in dem Moment wichtiger ist, weil die Frauen es scheinbar immer wieder schaffen, meinen Vater zu unterdrücken, wobei er wohl gerne mit mir Essen gehen würde, jedoch den Stress mit der Freundin dann vermeiden möchte, deshalb enttäuscht er lieber mich. Ich glaube, es gibt wenig Männer, die von einer neuen Bekanntschaft sich den Kontakt mit Tochter und Mutter verbieten lassen würden.

    Zitat

    Ja, was ich erwarte weiss ich ganz genau.

    äähhh... aber genau das ist doch das problem! du erwartest ganz konkrte dinge, die dein vater nicht erfüllt, erfüllen kann, erfüllen will... ist ja auch egal! es ist an dir was zu ändern, bei deinen erwartungen (die du völlig verändern musst), bei deinem umgang mit ihm, was du an dich ranlässt...

    Ich kann Seherin nur zustimmen.


    Und:


    Gib' ihm nicht mehr soviel Raum in Deinem (emotionalen) Leben. Sich (z.B. hier) auszuko.... ist schön und gut, nur solltest Du aufpassen, dass es nicht insgesamt (weiterhin?) Dein Leben und Wohlbefinden beherrscht.


    Du wirst ihn nicht ändern, nicht an Deine Erwartungen anpassen können. Also passe Deine Erwartungen an ihn an. Und triff Deine eigenen Entscheidungen wie Du darauf basierend weiterhin mit ihm umgehen willst (oder auch nicht).


    Dass sie Dir nicht gefallen ist verständlich, damit solltest Du aber umgehen lernen ohne dabei auf der Strecke zu bleiben.


    Das ist definitv bei einem so nahestehenden Menschen (sau)schwer, es tut ebenso weh, ich weiß. Dennoch bringt es Dir für Dich selbst nun mal nichts hier zu verharren, denn letztlich ist außer Dir Niemand sonst verantwortlich für Dein Wohlbefinden und der Erfüllung Deiner Erwartungen/Bedürfnisse.

    Ich habe nicht alles gelesen...


    Liebe TE,


    ich würde mich, so schwer es dir auch fällt, aus dem Leben meines Vaters raushalten (hab ich auch immer getan).


    Er ist erwachsen und muss selbst die Konsquenzen seines Handelns tragen.


    Das würde ich ihm auch so sagen, wenn die nächste Frau ihn verlässt.


    Halte dich konsequent raus, auch wenn er angeheult kommt. Sonst lernt er das (in seinem Alter!!) nie. Ich kann mich nicht von meiner Familie abwenden, wenn es mir gut geht und wenn ich einen Fußabtreter brauche, dann gehe ich wieder hin. So läuft das nicht. In keiner Beziehung des Lebens.


    Hat für ihn aber jedes Mal funktioniert.


    Die ganze Situation belastet dich, deine Mutter und auch die Oma. Tut euch zusammen, seid füreinander da und lasst den "alten Wüstling" ;-D mal machen.


    Es ist schwer mit anzusehen, wie ein geliebter Mensch sehenden Auges immer wieder ins offene Messer rennt. Aber das ist sein Leben und du hast deins. Lass dich weder reinziehen, noch ausnutzen. Das hat bisher nichts gebracht und wird dir auch in Zukunft nur Scherereien bringen.


    Also: Kurswechsel!


    Und wenn er das nächste Mal auf der Straße schläft, dann ist das so.


    Man erntet, was man sät.


    :)*

    quisuisje


    Dass er dein Vater ist, macht es natuerlich schwer fuer dich, dich innerlich von ihm zu distanzieren.


    Es ist ja auch so, dass es sicherlich die eine oder andere Seite von dir gibt, die du von ihm hast. Er ist irgendwie auch in dir.


    Manchmal reagieren wir besonders empfindlich auf Verhalten unserer Eltern, wenn wir Spuren davon in uns selber entdecken, die uns nicht geheuer sind.


    Ich habe keine Ahnung, inwiefern das auf dich zutreffen koennte, aber ich an deiner Stelle wuerde mal darueber nachdenken. Gibt es da Spuren dieses Verhaltens, das mich so nervt, in mir selber, und wie kann ich mich davon distanzieren?