Mein! Warum ich keinen Bock habe allein zurecht zu kommen....

    Also ich war fast immer in einer Partnerschaft. Auch jetzt und zufrieden. Ich sage bewusst nicht glücklich. Ist mir zu Abstrakt der Begriff.


    Warum ist es so schlimm nicht alleine zurecht zu kommen? Ich hasse es alleine zu sein. Ich bin gerne mit einer Frau zusammen.


    Ich finde, da ist viel Heuchelei dabei und neuerdings bestimmt auch so etwas wie Gesellschaftsverträgliche Stärke.


    Ist es Schwäche? So what? Was ist schlimm daran schwach zu sein?


    Ich bin gespannt wie ihr dazu steht. Ist es schwäche? Ist es Stärke? Ist es toll alleine zu sein? Ist es schön zu sehen wie andere Zärtlichkeit geniessen?

  • 22 Antworten
    Zitat

    Ist es schwäche? Ist es Stärke?

    in meinen augen ist es nichts von beiden!


    ich bin z.b. der totale zweisamkeits-mensch. es gab zeiten, in denen ich single war und die fand ich jetzt nicht dramatisch, sondern habe das beste draus gemacht. schöner fand und finde ich es jedach zu zweit :)z


    und es gibt menschen, die eher einzelgänger sind, für die ist es vielleicht viel anstrengender, sich auf eine beziehung einzulassen?

    Zitat

    Ist es schwäche? Ist es Stärke? Ist es toll alleine zu sein? Ist es schön zu sehen wie andere Zärtlichkeit geniessen?

    wenn für jemanden das einzig glücklichmachende im leben ist, - egal mit wem - in einer beziehung zu sein, nur um diesen status zu haben, finde ich es weder stark noch schwach, sondern höchst befremdlich. das wäre ein extremfall.


    alles dazwischen ist doch sehr abhängig von den umständen. so wird jemand in einer unglücklichen beziehung wohl nicht glücklicher sein, als jemand, der sich gut mit dem single-dasein arrangieren kann. genauso wird jemand, der gern einen partner finden würde, aber nicht fündig wird, nicht glücklicher sein, als ein glückliches paar.


    für mich persönlich ist primäres ziel, mit mir und meinem leben zufrieden zu sein. ein zu mir passender partner komplettiert dies. der status beziehung allein hingegen macht mich nicht zufriedener, genauso wenig, wie der status single mich unzufriedener macht.

    @ yessesnee

    Was glaubst Du, würde Deine Partnerin empfinden, könnte sie diesen Deinen Beitrag lesen? Oder weiß sie ohnehin Bescheid über diese Deine Haltung?


    Auf mich wirkt das irgendwie wenig liebevoll, hmm.


    Klingt eher nach Gewohnheit, Bedürfniserfüllung und Konvention.


    Vielleicht auch noch nach Austauschbarkeit.

    @ Ella,

    sie weiß sehr genau Bescheid wie ich ticke. Mich hat einfach mal interessiert warum es so "verwerflich" ist zu sagen, dass man nicht gerne alleine ist. Natürlich nicht um des Verrenkens willen. Aber eben weil man es nicht gerne ist. Es gibt Leute die mögen Rot oder Blau und es gibt Menschen die nicht gerne alleine sind. Natürlich sollte es passen. Aber warum ist in unserer Gesellschaft ein Problem erwachsen, zu sagen, dass Menschen nicht gerne alleine sind? Klingt so ein bisschen wie eine Mode bzw. "das macht man so".

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    Warum ist es so schlimm nicht alleine zurecht zu kommen?

    Weil Personen, die nicht allein zurecht kommen dazu neigen, sich an den Partner, die Partnerin zu klammern. Das geht auf die Dauer nicht gut.

    Zitat

    Ist es Schwäche? So what? Was ist schlimm daran schwach zu sein?

    Schwäche kann wohl ein Grund sein. Ein Erwachsener, der klein und schwach ist wie ein Kind und einen Partner als Elternersatz braucht, weil er allein nicht zurecht kommt.


    Mich schüttelt es bei dieser Vorstellung. Aber wenn es Dir gefällt, warum nicht?

    Zitat

    Ist es toll alleine zu sein?

    Nein, es ist nicht toll und darum geht es auch nicht. Es geht darum, allein sein zu können, selbständig zu sein, auf eigenen Füßen zu stehen.

    Zitat

    Ist es schön zu sehen wie andere Zärtlichkeit geniessen?

    Ja, ich finde es schön. War das eine Frage?

    Wie kommst du darauf dass es verwerflich ist wenn jemand ein Beziehungsmensch ist?


    Also in dem Sinne, dass er sich in einer Partnerschaft einfach wohler fühlt als allein und daher für sich die Partnerschaft als wünschenswerten Zustand empfindet.

    Lord...


    ich stelle die Frage weil ich es leider immer wieder erlebe wie , generell, es Menschen madig gemacht wird Beziehungen zu wollen. Gleichzeitig lese ich wie schwer es manchen Zeitgenossen fällt jemanden zu finden.

    Ich finde es muss da unterschieden werden. Es gibt Menschen die de facto alleine ihr Leben nicht auf die Reihe bekommen und daher einen Partner benötigt der sie unterstützt. Wenn dies dann eher Faulheit und dem Unwillen sich Dinge anzueignen so erscheint mir so eine Person in meinen Augen auch schwach.


    Ist es aber so, dass jemand einfach lieber in einer Beziehung ist und nicht weil er selbst sein Leben nicht geregelt kriegen könnte so hat das für mich nichts mit Stärke oder Schwäche zu tun, sondern einfach mit der Persönlichkeit.


    In der Partnersuche ist es so, wenn man ausstrahlt dringend einen Partner zu benötigen, also eine gewissen Bedürftigkeit, so wirkt das auf potentielle Partner eher abschreckend. Vielleicht weil man dann eher so einen Menschen wie oben vor Augen hat.

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    ich stelle die Frage weil ich es leider immer wieder erlebe wie , generell, es Menschen madig gemacht wird Beziehungen zu wollen.

    Davon habe ich noch nie etwas gehört, und das ist ganz etwas anderes als das, was Du im Eingangspost schriebst.


    Sehe ich zumindest so.

    Zitat

    Aber warum ist in unserer Gesellschaft ein Problem erwachsen, zu sagen, dass Menschen nicht gerne alleine sind?

    Ist es das? In meinen Single-Zeiten hatte ich eher das Gefühl, gesellschaftlich nicht auf der Spur zu sein. Mein Status wurde oft mit Verwunderung aufgenommen. Ich sei "doch eigentlich ein attraktiver Kerl", warum es denn nicht klappe. Alle gingen wie selbstverständlich davon aus, dass ich auf der Suche nach Zweisamkeit sei, obwohl ich zeitweise wirklich gerne allein war.

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    Vielleicht habe ich auch einfach nur eine falsche Sicht auf die Dinge. Ich kann ja auch nicht objektiv sein. Per Definition schon nicht.

    Auch ohne Deine Sichtweise genau verstanden zu haben, würde ich sagen, sie ist einfach nur subjektiv.


    Mit richtig oder falsch hat das für mein Verständnis eher wenig zu tun.

    Ich muss schon sagen, das es mich stören würde, wenn mein Freund sagt: "Ich bin nicht gerne alleine."


    Bedeutet das, Du kannst Dich nicht mal für bestimmte Zeit selbst beschäftigen?


    Außerdem wäre es mir zu austauschbar. Ich habe Menschen im Freundeskreis (Männer) wenn die sich trennen, dann baggern sie danach erst mal fast alles an was so rumläuft bis sie eine gefunden haben und dann sind sie verliebt und das hält dann auch wieder eine Weile. Ich finde das immer suspekt. Ich könnte Verliebtsein nie so planen.

    Ich rede nicht von mir direkt. Ich beobachte nur generell. Ich komme auch gut alleine zurecht. Auch wenn ich dazu keine Lust habe. Wie oben schon gesagt. Bin eher der Beziehungsmensch. Aber genau das meine ich. War ist verkehrt daran? Andere sind gerne alleine. Andere kommen alleine nicht zurecht. Dazwischen ist die Bandbreite doch gewaltig.

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    Aber warum ist in unserer Gesellschaft ein Problem erwachsen, zu sagen, dass Menschen nicht gerne alleine sind? (yessesneee)

    Ist es das? In meinen Single-Zeiten hatte ich eher das Gefühl, gesellschaftlich nicht auf der Spur zu sein. Mein Status wurde oft mit Verwunderung aufgenommen. Ich sei "doch eigentlich ein attraktiver Kerl", warum es denn nicht klappe. Alle gingen wie selbstverständlich davon aus, dass ich auf der Suche nach Zweisamkeit sei, obwohl ich zeitweise wirklich gerne allein war. (flo_eck)

    Ich schließe mich flo_eck an. Mein Empfinden geht auch eher in die Richtung, dass es eher gesellschaftskonform ist, in einer Beziehung zu sein bzw. danach zu streben und auch allgemein gesellige Menschen weniger skeptisch beäugt werden als Einzelgänger.


    Grundsätzlich finde ich persönlich es befremdlich, wenn Menschen einen Partner suchen, weil es mir das Gefühl gibt, dass nicht eine Person an sich, sondern der Beziehungsstatus im Vordergrund steht. Und ganz allgemein - das referiert jetzt aber tatsächlich sehr auf meine eigene Persönlichkeit - ist es mir suspekt, wenn Menschen nicht alleine sein können in dem Sinne, sich selbst auszuhalten bzw. sich selbst genug zu sein. Die völlig aufgeschmissen/verloren/gelangweilt/unausgefüllt sind, wenn sie Zeit alleine verbringen müss(t)en, weil sie den Input von außen so dringend benötigen. Das ist allerdings auch nicht wertend gemeint, ich kann mich da nur sehr schwer hineinversetzen und entsprechend kaum nachvollziehen.

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    Ist es schwäche? Ist es Stärke?

    Weder noch. Für mich ist es Unselbständigkeit und somit für mich persönlich nicht erstrebenswert und ich würde niemanden um mich haben wollen, der seine Zufriedenheit von mir abhängig macht.

    Zitat

    Ist es toll alleine zu sein?

    Soll Leute geben, die mehrere Identitäten haben. Somit ist es für mich ganz okay, allein zu sein. Das bin ich immer, egal ob in Gesellschaft, in einer Beziehung oder nicht.

    Zitat

    Ist es schön zu sehen wie andere Zärtlichkeit geniessen?

    Weder noch. In diesem Zusammenhang für mich eher uninteressant.

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    sie weiß sehr genau Bescheid wie ich ticke. Mich hat einfach mal interessiert warum es so "verwerflich" ist zu sagen, dass man nicht gerne alleine ist. Natürlich nicht um des Verrenkens willen. Aber eben weil man es nicht gerne ist. Es gibt Leute die mögen Rot oder Blau und es gibt Menschen die nicht gerne alleine sind. Natürlich sollte es passen. Aber warum ist in unserer Gesellschaft ein Problem erwachsen, zu sagen, dass Menschen nicht gerne alleine sind? Klingt so ein bisschen wie eine Mode bzw. "das macht man so".

    Es ist gesellschaftlich nicht verpönt, es ist ein Zeichen von Abhängigkeit und Unselbständigkeit.


    Beziehung ist freiwillig und jemand, der seine Gefühlslage von anderen derart abhängig macht, wäre mit mir nicht kompatibel. Ansonsten betrifft es mich nicht, welche Beziehungsformen andere eingehen.

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    Ich persönlich bin eher mit Seherin konform. Zweisamkeit. Ich bin ein Team Mensch.....Wenn man das überhaupt so sagen kann. Beziehungen sind ja keine Firma....

    Ich bin auch ein Team-Mensch und sehe diesbezüglich keinen Zusammenhang zu einer Partnerschaft bzw. unbedingt eine zu wollen. Ich bin als Single genauso zufrieden. Aber, dass ständig jemand an mir hängt, das würde ich nicht aushalten. In einer Beziehung wird aus "ich" nicht automatisch ein "wir", das "wir" kommt hinzu und das "ich" bleibt bei mir bestehen.

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    ich stelle die Frage weil ich es leider immer wieder erlebe wie , generell, es Menschen madig gemacht wird Beziehungen zu wollen. Gleichzeitig lese ich wie schwer es manchen Zeitgenossen fällt jemanden zu finden.

    Ich habe keine solche Erfahrung, eher im Gegenteil von Menschen, die meinen, dass sie alleine nicht vollsätndig sind, sondern nur in einer Partnerschaft und das nicht nur für sich so sehen, sondern andere unbedingt mit diesem Weltbild beglücken wollen.

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    Ich rede nicht von mir direkt.

    Eigentlich wolltest Du ja auch erfahren, wie es andere so sehen.

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    War ist verkehrt daran? Andere sind gerne alleine. Andere kommen alleine nicht zurecht. Dazwischen ist die Bandbreite doch gewaltig.

    Für mich ist es weder verkeht noch nicht verkehrt. Das entscheidet jeder nach seinem Gutdünken. Wenn Du unbedingt in einer Beziehung sein willst, dann ist es doch okay. Was es da mit Deinen Beobachtungen auf Sich hat, hat sich mir noch nicht erschlossen und auch nicht, was Du nun genau mit diesem Faden willst. Viel Interesse an den Antworten hast Du meiner Ansicht nach noch nicht gezeigt.