Meine beste Freundin, Borderline, ihre Familie und ich

    Vorsicht das wird lang und ich stelle es bewusst unter Beziehungen, weil es zwar auch um die Krankheit Borderline geht, aber vor allem um die dadurch gestörten Beziehungen. Wenn es verschoben werden soll und woanders mehr Sinn macht, ist das natürlich in Ordnung.


    Ich erhoffe mir hier ernstgeleinten Rat, da der Bruder meiner besten Freundin, der selbst ihretwegen in Behandlung ist, mir empfohlen hat, mir auch Hilfe zu suchen - ich aber nicht extra ihretwegen eine Therapie anfangen werde. Kurzum: Wir wissen uns mit ihr alle nicht mehr zu helfen.. hier kommt also die Geschichte:


    Ich kenne meine besten Freundin seit 20 Jahren. In der Schule war sie sehr eigensinnig, lief oft von zuhause weg und wiederholte mehrmals eine Klasse bis zum Schulabbruch. Dennoch war ich damals sehr viel bei ihrer Familie zuhause und kenne ihre Mutter, ihren Stiefpapa und ihren Bruder sehr, sehr gut. Lange waren sie wie eine zweite Familie für mich, ich hab wohl hunderte Male da übernachtet.


    In den frühen Zwanzigern zog ich in eine andere Stadt, wir blieben uns aber immer sehr nahe, da ich sie regelmässig besuchte und wir eigentlich immer Kontakt hatten. Sie hatte eine siebenjährige Beziehung, lebte mit diesem Partner auch zusammen. Zu dem Zeitpunkt war sie - für ihre Verhältnisse - relativ unauffällig, arbeitete auch von Zeit zu Zeit. War aber auch viel zuhause. Vielleicht ist noch interessant zu erwähnen, dass sie aus einem eher reichen Haus kommt, eine Wohnung von ihrem Vater besitzt und immer wieder zeitweilig vom Staat gelebt hat, aber generell immer wieder auch Geld von der Familie bekommt. Ihr damaliger Partner war ein angehender Alkoholiker und es war nicht alles ganz einfach, man kann aber noch nicht von besonders extremen Verhältnissen sprechen.


    Gegen Mitte Zwanzig ging die Beziehung dann auseinander und ab da wurde alles turbulent. Sie lernte einen Mann kennen, der damals in einer Beziehung gelebt hat. Er war ca. 15 Jahre älter und sie hatten eine Affaire. Damals erzählte sie ständig, sie wäre "on und off" was die Antibabypille angeht. Ich habe sie damals noch gewarnt und meinte, es würde wahnsinnig kompliziert werden wenn sie jetzt nicht ordentlich verhütet und sie solle sich überlegen ob sie mit jemandem ein Kind möchte, der mit ihr nicht zusammen sein will. Natürlich wurde sie schwanger. Selbstverständlich ist auch der Kindesvater daran beteiligt gewesen und nicht nur sie alleine.


    In der Schwangerschaft war sie erstmal ohne Mann, er blieb bei seiner damaligen Partnerin. Das hat sie dem Kindesvater später immer vorgeworfen, obwohl er immer sehr deutlich gesagt hatte, er möchte keine Beziehung mit ihr haben. Das Kind kam zur Welt und die beiden arrangierten sich irgendwie, führten eine Art on und off Beziehung. Schon als das Kind sehr klein war, begann meine Freundin intensiv auszugehen und zu trinken. Die "on und off" Beziehung mit dem Kindesvater, die immer noch neben der andren Frau herlief, war wie man sich vorstellen kann nicht einfach.


    Man muss an dieser Stelle erzählen, dass diese Frau ein schwer gestörtes Verhältnis zu ihrer eigenen Mutter hat. Das begann schon in unserer Jugend, als sie immer wieder von zuhause weglief und verstärkte sich dann bei der Geburt ihres Sohnes. Es gab immer wieder Kontaktabbrüche und böses Blut ohne Ende. Als der Sohn ca zwei Jahres alt war, hatte sie das Gefühl ihre Mutter und der Kindesvater würden sich gegen sie verbünden. Irgendwie müssen sie ihr das Gefühl gegeben haben, keine gute Mutter zu sein. Jedenfalls entstand da ein Graben zwischen ihr auf der einen Seite und dem Kindesvater und der Mutter auf der anderen. Da gab es so Vorfälle wie z.b. das meine Freundin die Polizei rief, weil die Großeltern das Kind mal nicht pünktlich zu ihr heimgebracht hatten.


    Vor zwei Jahren ist das Ganze dann eskaliert. ":/


    Es muss einen großen Streit und um den Jungen gegeben haben. Ich kenne ja nur die Erzählweise meiner Freundin. Jedenfalls wollte die Großmutter, also ihre Mutter das Jugendamt einschalten, woraufhin meine Freundin, die davor im Sommer sechs Wochen ohne den Kleinen in Frankreich gewesen war und dort einige Männer kennen gelernt hatte, den Kleinen einpackte, mit ihm bei Nacht und Nebel an der Flughafen fuhr und nach Paris auswanderte. Von da an durfte niemand ihre genaue Adresse wissen, zu mir hatte sie per Telefon Kontakt und meinte, ihre Mutter und der Kindesvater wären völlig ausgetickt und sie möchte mit beiden nichts mehr zutun haben. Sie hat dem Vater somit den Sohn entzogen, der ihn erst über ein halbes Jahr später wiedersehen sollte.. :-/ Ich hab den Vater oft mit dem Kleinen erlebt, er hat das Kind vergöttert und ist verständlicherweise völlig ausgerastet als er erfahren hat, dass sie das Kind ins Ausland mitgenommen hat. Rechtlich hatte sie das Sorgerecht, da die beiden nicht verheiratet waren.


    Ich musste damals schon ziemlich schlucken, weil ich es sehr schwierig fand, ein Kind ohne psychische Vorbereitung, ohne Verabschiedung von Großeltern und Vater und ohne Verabschiedung von den Freunden mitten in ein neues Umfeld zu zerren. Sie hat in den darauffolgenden Jahren immer gesagt, wie schrecklich schwierig der Junge ist, dass er vom Charakter her ein sehr nerviges Kind sei - was ich auch traurig fand. Denn natürlich gab es Gründe für sein Verhalten.


    Aber zurück zur Geschichte. In Frankreich lebte sie dann in der Einzimmerwohnung eines Mannes, der Anfangs "ihr neuer Freund" war. Suchte sich sogar Arbeit und kurze Zeit dachte ich, sie hätte vielleicht wirklich den Abstand gebraucht und das ganze Schreckensszenario würde sich vielleicht zum besten werden. Sie fand dann sogar eine Vollleitstelle, bei der ihre deutschen Sprachkenntnisse ihr Vorteile verschafften, da es ein deutsch-französisches Unternehmen war. Für das Kind fand sie einen Kindergartenplatz. Also hatte sie vorerst alles organisiert um in Frankreich zu bleiben.


    Doch es dauerte kein halbes Jahr bis das alles auseinander fiel. Der neue Partner ging ihr schnell auf die Nerven und sie begann sich mit unzähligen Männern auf Tinder zu verabreden. In der Arbeit fehlte sie ständig, so dass der Chef sie nach vier Monaten bat, doch bitte von ihr aus zu kündigen. Das tat sie aber nicht, sondern saß den Job noch die letzten zwei Monate aus, um vom französischen Staat Anrecht auf Arbeitslose zu haben. Danach meinte sie zu mir, se würde nie wieder etwas arbeiten, was ihr nicht gefällt sondern bleibe bei der Sozialhilfe. Ausserdem vermietete sie ihre Wohnung zuhause - was rechtlich eigentlich auch nicht erlaubt ist, weil man normalerweise keine Sozialhilfe erhält wenn man Besitz hat. Doch da es zwei verschiedene Länder sind, wurde sie da nie geprüft. Das hat sie jahrelang so gemacht.


    Jedenfalls begann dann die Phase, über die ich mir am meisten Gedanken mache. Man muss sich vorstellen, zu dem Zeitpunkt war sie bereits ca 6 Monate im Ausland, die Großeltern sowie der Kindesvater hatten den Kleinen solange nicht gesehen. Es gab dann auch einen gerichtlichen Sorgenrechtsstreit zu dem sie in ihre Heimat fliegen musste, zu dem Zeitpunkt konnte sie noch ihr damals noch intaktes Arbeitsverhältnis und die Beziehung in Paris vorweisen und das Sorgerecht wurde zwischen ihr und dem Kindesvater aufgeteilt. Da sich die Großmutter aber auch eingemischt hatte, ist diese nun komplett auf der Abschussliste meiner Freundin und es besteht ein regelrechter Hass zwischen den beiden. Die Großmutter bzw. ihre Mutter wirfst meiner Freundin vor, den kleinen Enkel von der Familie weggerissen zu haben, meine Freundin wirfst ihrer Mutter vor, sie würde ihr das Kind wegnehmen wollen.


    Der Kleine durfte ein paar Wochen im Sommer seinen Vater und die Großeltern sehen, sie hatte ihn alleine mit dem Flugzeug nach hause geschickt. Damals war er vier Jahre alt. In der Zeit besuchte ich sie in Paris und war schlichtweg schockiert. Sie war von ihrem Pariser Freund ausgezogen in eine kleine Dachwohnung und hatte finanzielle Probleme in alle Richtungen. Soweit nichts ungewöhnliches als Alleinerzieherin in einer Großstadt, aber bei ihr sah das so aus, dass sie alle Verwandten mit Lügengeschichten anbettelte - also ihren Vater, ihre Tante etc. - ihr doch Geld zu überweisen und mich sogar anflehte ich möge ihren Vater anrufen, damit dieser ihr noch mehr Geld sendet. Der Vater hat mir dann am Telefon gesagt, er hätte bereits an die 20.000 Euro für sie vor Gericht und auch hier ausgegeben und er hätte auch keinen endlosen Geldhahn. Zum Schluss hat er ihr dann natürlich doch wieder etwas überwiesen. Der Arbeitgeber bei dem sie damals arbeitete, schrieb ihr eine lange Email, dass er eine Mitarbeiterin wie sie nicht brauchen würde, die ständig krank würde und teilweise eine Stunde vor Arbeitsbeginn einfach absagen würde, worauf sie ihm eine mit Lügen gespickte Geschichte schrieb, dass sie eine chronische Krankheit hätte und ein kleines Kind. Sie war eine Art Schreibaushilfe da und der Arbeitgeber hat danach, bis ihre Probezeit nach den sechs Monaten ein paar Wochen später auslief, kein Wort mehr mit ihr gewechselt. Sie log auch ihren Vermieter an, fälschte Unterschriften und erzählte mir, dass sie sich seit einem Jahr mit Antibiotika selbst medikamentös behandeln würde.


    ..Zweiter Teil folgt gleich..

  • 33 Antworten

    Und wo taucht in dieser Schilderung Borderline auf? ":/ Die Frau hat in meinen Augen einfach den Schuss nicht gehört!


    Es ist nur schade und traurig um das Kind. Hier sollte die Familie, der Kindsvater, die Großeltern usw. ansetzen. Immerhin hat der Vater nun ebenfalls das Sorgerecht!


    Sie allerdings muss wohl erst ganz unten hart auf den Boden aufschlagen. Und das sehe ich noch nicht. 20.000€ von ihrem Vater? Puhh...


    Ich weiß ja nicht was noch kommt, aber hier würde ich mich völlig auf das Kind und sein Leben und seine Zukunft konzentrieren. Egal wie die Beziehung auch immer aussah und was man von so einer Konstellation halten mag, als Vater scheint er zu taugen.


    Sie aber... scheint einfach nicht lebensfähig und nicht lebenswillig zu sein. Was willst du denn machen? Sie springt mit jedem ins Bett, ist an einer geregelten Arbeit nicht interessiert. Scheint sozial zu verkümmern. Sie ist erwachsen und selber für sich verantwortlich. Wenn sie so leben will, bitte. Wie weit soll man denn inkompatibles Verhalten heute mit irgendwelchen Krankheiten und Jahre/Jahrzahnte zurückliegende Problemen mit ihrer Mutter erklären und beschönigen? Ich sehe hier keine Krankheit.


    Sorry wenn das ein wenig selbstgerecht klingt.

    Ich erkannte sie kaum wieder. Zusätzlich wusste ich, dass sie teilweise an die vier bis fünf Männer in einer Woche über Tinder trag, Kette rauchte und extrem viel Alkohol trank. Ich war damals nur über ein verlängertes Wochenende bei ihr zu Besuch, führte aber vor der Abreise ein intensives Gespräch mit ihr, in dem ich ihr alle Sorgen meinerseits über ihren Zustand schilderte. Doch solche Dinge prallen mehr oder weniger an ihr ab. Sie hat ihr ganz eigenes Weltbild in dem meist alle anderen böse oder gemein sind. Sich selbst sieht sie als absolutes Opfer. Vom psychopathischen Kindesvater und der kranken Mutter ins Ausland getrieben. Gleichzeitig sieht sie sich auch fast heroisch und betonte immer, das sie Unmenschliches für den Kleinen leisten würde, da sie ihm ja ermöglicht Französisch zu lernen.


    Jedenfalls fuhr ich schwer schockiert von der Situation wieder nach Hause. Ich überlegte damals die Freundschaft nach 19 Jahren abzubrechen, da mir ihr Verhalten so extrem erschienen war und ich sie einfach nicht mehr verstehen konnte. Auch hatte sie einen total süßen, wunderbaren Franzosen kennen gelernt, der ihr einen Umzug organisierte und alles für sie tat - dem sie mehr oder minder vormachte, er wäre ihr alleiniger Partner, während sie unzählige - und ich übertreibe nicht - unzählige andere Partner heimlich traf. Er ist ein monogamer Typ und durfte davon nichts wissen. Ich verstehe das viele Sexpartner zu haben etwas völlig normales ist - aber bei ihr hatte es etwas Krankhaftes. Alle waren auch gute 20 Jahre älter. Zu mir sagte sie immer, sie suche auch einen reicheren Mann mit Prestige, der sich ihr und ihrem Kind würde annehmen können. Natürlich blieb es für die vielen Männer beim schnellen Sex und sie ging leer aus was diese Wünsche betrifft.


    Im Herbst bekam sie dann Depressionen und verbachte viele Wochen in Paris im Bett. Das Kind war dennoch bei ihr, sie empfing Sozialhilfe in Frankreich. Danach begann wieder eine intensive Phase was Alkohol, Männer usw. angeht. Dafür packte sie ihren Sohn auch nachts in ein Taxi und nahm ihn mit zu ihrer SM Affaire, wo der Kleine dann auf die Couch gelegte wurde. Von all dem weiss natürlich ich, nicht aber ihre Familie zuhause. Die wurde natürlich nach Strich und Faden angelogen. Gleichzeitig wusste ihr "Partner", mit dem sie nicht zusammen lebte, der nette Pariser, nichts von alldem. Wenn ich mit ihr telefonierte, beschwerte sie sich immer über ihren Sohn, dass dieser ein Alptraum wäre, ständig herum quengeln würde und allgemein ein furchtbares Kind sei.


    Ich nahm in dieser ganzen Zeit immer mehr Abstand weil mir ihr Verhalten einfach nicht mehr normal erschien und ich das Gefühl hatte, sie so auch nicht zu kennen. Sie hatte mir vor ihre Nacht und Nebel Flucht ins Ausland erzählt, dass ihre Familie ihr "Borderline" andichten wollen würde. Dass sie vor allem auch deshalb von ihrer Familie geflüchtet war, da diese sie für eine Borderlinerin hielten, sie aber nicht "geistesgestört" sei.


    Nach dem ganzen Szenario in Paris und alles was ich über die vielen Telefonate wusste, begann ich auch über Borderline zu recherchieren. Und das öffnete mir die Augen. Im Prinzip hat sie fast alle Symptome und viele davon sehr stark ausgeprägt. Zum ersten Mal begann ich umzudenken und zu erwägen, ob die Familie nicht vielleicht doch Recht haben könnte. Man muss sich vorstellen, sie hatte mich was die Familie angeht regelrecht "gehirngewaschen", so dass ich zu niemandem in der Familie mehr ein Verhältnis hatte. Ihre Mutter sei ein Psychopath, der Kindesvater ein cholerischer Psychopath, der Bruder nicht zurechnungsfähig - ich solle bitte mit keinem von denen jemals wieder ein Wort wechseln. So war mein damaliger "Wissensstand".


    Im Frühjahr dann - wir hatten höchstens einmal in zwei Monaten Kontakt, kam dann eine weitere Hiobsbotschaft aus Paris. Sie habe jetzt erfahren, dass sie eine physische, unheilbare Krankheit habe. Eine Art Rückenmarkserkrankung, die es auf der Welt nur ein paar Mal gibt. Das sendete sie dann an alle Verwandte und auch an mich mit der Bitte, wir mögen doch ab jetzt nie mehr eine ihrer Handlungen hinterfragen, da sie krank sei und diese Krankheit ungefähr jedes Symptom annehmen könnte.


    Soweit so gut. Ich hatte natürlich furchtbares Mitleid, habe sogar geweint. Doch dann schrieb sie mir eines Tages, ich möge doch bitte alles böse, was mir über ihre Mutter einfällt aufschreiben und ihr unterschrieben schicken, sie brauche das für das Gericht. Als ich nachfragte, was das solle und was sie damit will, meinte sie vollen ernstes, sie wolle damit verhindern, dass ihre Mutter Obacht über sie erhalten würde, sollte sie jemals ein Pflegefall werden, denn sie sei überzeugt ihre eigene Mutter würde ihr im Krankenhaus die Geräte abdrehen, sollte sie jemals als Pflegefall dort landen... Weiters meinte sie noch, dass sie ihren Sohn im Sommer garnicht mehr zu ihrer Familie schicken würde, denn das Kind müsse ab jetzt immer bei ihr sein.


    Irgendwie hat es sich da bei mir aufgehört. Ich hatte das Gefühl, dass da irgendeine Psychose oder ähnliches im Spiel sein müsse und weil ich mir nicht mehr zu helfen wusste, schrieb ich ihrem jüngeren Bruder, den ich ja von früher sehr gut kenne und der immer ein feiner, ehrlicher und intelligenter Kerl gewesen ist.


    Ich schilderte ihm meine Eindrücke und er fiel mir "virtuell" um den Hals und meinte, er würde seit Jahren wissen, dass seine Schwester schwere Borderlinerin sei. Er wäre deshalb in Behandlung, seine Mutter (die laut meiner Freundin "Psychopathin") wäre ebenfalls in therapeutischer Behandlung und keiner wisse sich mehr zu helfen, die ganze Familie sei nur verwirrt. Weiters erzählte er mir, dass der Chef einer psychiatrischen Klinik aus der Stadt aus der diese und meine Familie stammen, meine Freundin nach einem langen Gespräch bereits als Borderlinerin diagnostiziert hatte... Eine Sache, die sie mir nie erzählt und immer verschwiegen hat. :-o :-o


    Mittlerweile ist die Lage so, dass ich ganz gerne mal von Angesicht zu Angesicht das Gespräch mit ihr suchen würde. Ich weiss aber nach all dem auch nicht mehr, ob ich überhaupt mit ihr befreundet sein möchte. Nach all dem was ich weiss, wieviel sie lügt, die Wahrheit verbiegt, andere ausrichtet, ihren Willen durchdrückt, andere finanziell manipuliert, das Kind dafür immer als Manipulationswerkzeug benutzt - ist bei mir auch fast alles Vertrauen weg.. Ich kenne sie aber doch 20 Jahre und das ist mir viel wert. Ich weiss also nicht nicht wie ich damit weiterverfahren will.


    Mittlerweile will sie in Paris wieder alle Zelte abbauen, ihr dortiger Freund soll noch als Fernbeziehung herhalten (der hinter dessen Rücken sie vermutlich fünfzig andere Männer hatte) und er soll dort ihre Wohnung auflassen. Sie ist gerade wieder in der Heimat und hat keine Lust mehr nach Paris zurückzufliegen. Stattdessen okkupiert sie die Wohnung ihres Bruders, weil sie ihre eigene aus finanziellen Gründen ja vermieten muss und der Bruder gerade im Ausland arbeitet.


    Ich mag jetzt garnicht mehr mehr schreiben. Tatsache ist, dass sie für ihr Kind das Verhältnis zu vielen Familienmitgliedern nachhaltig zerstört hat. Zum Vater, zu den Grosseltern, zum Onkel. Und dass sie - vermutlich aufgrund von Borderline - jedem inklusive mir immer nur Ausschnitte erzählt. Das heißt sie lügt uns im Prinzip alle an, so dass es immer einigermaßen für sie passt und sie sich irgendwie durch die Welt mogeln kann. Zu ihrem kleinen Sohn hab ich immer intuitiv Abstand gesucht, weil der mir von Anfang an so leid getan hat, dass ich kein Verhältnis haben wollte. Ratschläge, die ich zu tausenden gegeben habe, sind immer bei ihr abgeprallt. Sie nimmt diese dankend an, macht dann aber doch nur was sie will. Da sie für mich immer wie eine Schwester war, ist es schwer für mich sie völlig los zu lassen. Doch ich werde auch bald Mutter und eigentlich weiss ich nicht, ob ich so einen toxischen Menschen in meiner Umgebung brauche.


    Jetzt stellt sich noch die Frage ob ich sie nochmal mit allem konfrontieren sollte, und versuchen sollte sie dazu zu bewegen eine umfangreiche Therapie zu machen. Keine Ahnung ob das was bringt.


    Ich danke jedem von euch der das gelesen hat und würde mich über Gedanken freuen. Mein Freund versteht überhaupt nicht warum ich zu dieser Frau noch Kontakt habe. Versteht ihr es? Ihr Bruder meint: Wir sind halt alle Betroffene und wir sind alle mit unserem Latein am Ende. Können wir ihr überhaupt helfen? Und was kann man für ihr Kind tun?


    Nochmals DANKE für eure Gedanken und Ratschläge.. @:) :)* :)D

    @ Elaf und alle anderen:

    Kleiner Nachtrag: Diese Dinge von Paris, was sie da so alles gemacht hat und das der Kleine da ständig nachts zu irgendwelchen Männern fahren musste, weiss natürlich wieder nur ich. So werden Teile ihres Leben gespalten, den anderen erzählt sie dann natürlich völlig andere "Wahrheiten."

    Puh das ist wirklich alles sehr schwer zu lesen was mir als erstes eingefallen ist warum du mit all deinem Wissen über sie dich nicht dazu durchringen konntest den armen kleinen.Jungen von ihr wegholen zu lassen oder es zumindest nicht versucht hast .


    Sorry dies kann ich nicht nachvollziehen


    Ich könnte mit so einem Wissen nicht mehr ruhig schlafen


    Noch viel weniger verstehe ich den Vater des Kindes und die Familie von ihr.


    Hier wird ein kleines Kind in unhaltbaren Zuständen gelassen und es wird zugeschaut wie ein Kind langsam aber sicher auch psychische Probleme bekommen wird .


    In was für einer Welt leben wir eigentlich ?


    Es mag dich ja durchaus ehren dass du um der Freundschaft willen solange den Kontakt zu ihr aufrecht erhalten hast doch deine Freundin wird dir dies bestimmt niemals anrechnen im Gegenteil wenn du ihr gegenüber deine Sicht der Dinge darlegen wirst wird sie dich genau so fallen lassen wie alle anderen auch .


    Und helfen kannst du ihr sowieso nicht dazu ist sie viel zu krank und bräuchte dringend ärztliche Hilfe und da wage ich noch zu bezweifeln dass man ihr überhaupt helfen kann so beratungsresistent wie sie ist .


    Solche Menschen können eins ganz besonders gut : andere mit in den Abgrund reißen.


    Der Unterschied ist nur die Erwachsenen können sich dagegen wehren der arme kleine Junge dagegen ist ihr hilflos ausgeliefert.


    Man kann jetzt schon erahnen wie bald er ebenso ein Fall für den Therapeuten werden wird

    Ich sehe das genauso! Statt dir Sorgen um deine Freundin zu machen solltest du dir lieber Sorgen um das Kind machen!


    Ich lese hier: "Ohhh, der Junge muss sogar mit zu ihren Freiern fahren aber es geht ihr ja sooo schlecht und hat bestimmt Borderline und ich will ihr helfen, die arme Frau".


    Und dann schweigst du weiter gegenüber ihrer Familie und den Behörden obwohl du all dieses Wissen hast?


    Sie sitzt schon viel zu tief in der Scheiße als das jemand von außen sie da nachhaltig rausholen könnte? Was glaubst du denn? Das du nur die richtigen Worte finmden musst und schon wird aus ihr ein neuer Mensch?


    Und was passiert in der zwischenzeit mit ihrem Kind? Ist das egal? Kommt bei all dem Mitleid gegenüber der besten Freundin das kleine, und an der situation unschuldige Kind/Opfer auch vor?


    Wie kannst du jetzt noch schweigen? Und musst dazu erst in einem Internetforum um Rat fragen?!?!

    @ Ankelina:

    Zitat

    Es mag dich ja durchaus ehren dass du um der Freundschaft willen solange den Kontakt zu ihr aufrecht erhalten hast doch deine Freundin wird dir dies bestimmt niemals anrechnen im Gegenteil wenn du ihr gegenüber deine Sicht der Dinge darlegen wirst wird sie dich genau so fallen lassen wie alle anderen auch .

    Das ist ja genau die Sachlage. Die Familie hat alles versucht, auch gerichtlich, den Kleinen von ihr wegzuholen. Bisher hatten sie damit keine Erfolge, weil sie natürlich die Sachlage bei der letzten Verhandlung vor einem Jahr zu ihren Gunsten darstellen konnte, sprich damals hatte sie Arbeit und einen Partner in Paris.


    Aber erstmal war es keine Straftat an sich den Kleinen als Mutter ins Ausland zu bringen, die Behörden wussten ja Bescheid und zweitens sind die Dinge die ich weiss - lügen, viele wechselnde Beziehungen haben, einen labilen Zustand aufweisen - auch keine Straftat und sind vor allem im Laufe des letztens Jahres entstanden. Das sie Borderlinerin ist, auf die Idee kam ich erst ganz spät, da sie sich ja immer als Opfer dargestellt ist. Also erst vor ca. einem halben Jahr. Und die Gewissheit habe ich erst seit einer Woche durch ihren Bruder.


    Sie hat es ja immer so dargestellt als würde ihre Familie ihr das Kind wegnehmen wollen und sie als schlechte Mutter darstellen lassen wollen. Zusätzlich hat sie mir immer erzählt, dass alle in ihrer Familie denken, dass ihre Mutter eine schwere psychische Störung hätte und ihr eben als Großmutter deshalb das Kind nicht gönnen würde. Ich habe ihr geglaubt und weiß erst heute über ihren Bruder, dass das überhaupt nicht wahr ist und das auch niemand in der Familie denkt.

    @ Elaf:

    Zitat

    Und dann schweigst du weiter gegenüber ihrer Familie und den Behörden obwohl du all dieses Wissen hast?

    Es hilft mir nicht hier angegriffen zu werden. Ich kopiere nochmal den Text den ich gerade an Angelika geschrieben habe.

    Zitat

    Das ist ja genau die Sachlage. Die Familie hat alles versucht, auch gerichtlich, den Kleinen von ihr wegzuholen. Bisher hatten sie damit keine Erfolge, weil sie natürlich die Sachlage bei der letzten Verhandlung vor einem Jahr zu ihren Gunsten darstellen konnte, sprich damals hatte sie Arbeit und einen Partner in Paris.


    Aber erstmal war es keine Straftat an sich den Kleinen als Mutter ins Ausland zu bringen, die Behörden wussten ja Bescheid und zweitens sind die Dinge die ich weiss - lügen, viele wechselnde Beziehungen haben, einen labilen Zustand aufweisen - auch keine Straftat und sind vor allem im Laufe des letztens Jahres entstanden. Das sie Borderlinerin ist, auf die Idee kam ich erst ganz spät, da sie sich ja immer als Opfer dargestellt ist. Also erst vor ca. einem halben Jahr. Und die Gewissheit habe ich erst seit einer Woche durch ihren Bruder.


    Sie hat es ja immer so dargestellt als würde ihre Familie ihr das Kind wegnehmen wollen und sie als schlechte Mutter darstellen lassen wollen. Zusätzlich hat sie mir immer erzählt, dass alle in ihrer Familie denken, dass ihre Mutter eine schwere psychische Störung hätte und ihr eben als Großmutter deshalb das Kind nicht gönnen würde. Ich habe ihr geglaubt und weiß erst heute über ihren Bruder, dass das überhaupt nicht wahr ist und das auch niemand in der Familie denkt.

    Zitat

    Und was passiert in der zwischenzeit mit ihrem Kind? Ist das egal? Kommt bei all dem Mitleid gegenüber der besten Freundin das kleine, und an der situation unschuldige Kind/Opfer auch vor?

    Ich finde das relativ gemein im Zusammenhang von allem was ich geschrieben habe. Ich habe doch mehrfach geschrieben, dass ich tausendmal auf sie eingeredet habe. Nachdem Gericht und Eltern keinen Zugriff haben, sollte ich den haben?


    Sei mal selber in der Situation und dann reden wir weiter.


    Danke für die "Hilfe.." %-|

    Sorry, aber der Punkt das sie das Verhalten ihrer Familie falsch dargestellt hat ist doch nur eine Randerscheinung. Ihre Lebensumstände kennst und kanntest du ja trotzdem. An dieser Stelle spielen Gründe dafür keine Rolle mehr, meiner Meinung nach. Jetzt muss zunächst mal etwas unternommen werden um die Situation zu entschärfen. Und erst in einem zweiten Schritt kann man die Gründe aufarbeiten (was nur mit ihrer Mitarbeit geht).


    Ehrlich. Ich kann dich nicht verstehen.

    PS: Es geht hier nicht um die Freundschaft, sondern um die ganze Lage. Vielleicht hab ich das nicht deutlich genug geschrieben. Und weder ich noch die Familie wissen sich da zu helfen.


    Wenn man sie angreift, bricht sie den Kontakt ab. Hat sie oft sehr deutlich bewiesen, wie schnell sie das macht.

    Zitat

    Sorry, aber der Punkt das sie das Verhalten ihrer Familie falsch dargestellt hat ist doch nur eine Randerscheinung. Ihre Lebensumstände kennst und kanntest du ja trotzdem. An dieser Stelle spielen Gründe dafür keine Rolle mehr, meiner Meinung nach. Jetzt muss zunächst mal etwas unternommen werden um die Situation zu entschärfen. Und erst in einem zweiten Schritt kann man die Gründe aufarbeiten (was nur mit ihrer Mitarbeit geht).


    Ehrlich. Ich kann dich nicht verstehen.

    Ok. Dann bitte eine klare Ausführung wie du jetzt vorgehen würdest.


    Das mit den Behörden haben die Eltern, also Großeltern bereits gemacht.


    Noch einmal möchte ich erwähnen, dass wechselnde Sexualpartner und ins Ausland ziehen behördlich kein Grund sind, einer Mutter das Kind wegzunehmen.

    Schalte die Behörden ein!


    Reden hilft nicht mehr. Das hast du doch schon lange selber bemerkt.


    Entschuldigung wenn ich dich so angehe! Hier liegt meiner Meinung nach eine Kindeswohlgefährdung vor (und ich möchte mich nicht wiederholen das du dabei jahrelang zugesehen hast).

    Zitat

    Schalte die Behörden ein!**//


    Reden hilft nicht mehr. Das hast du doch schon lange selber bemerkt.


    Entschuldigung wenn ich dich so angehe! Hier liegt meiner Meinung nach eine Kindeswohlgefährdung vor (und ich möchte mich nicht wiederholen das du dabei jahrelang zugesehen hast).

    Noch einmal ganz langsam:


    1. Das wurde bereits gemacht. Das Jugendamt wurde eingeschaltet. Die Familie hatte mehrere Gerichtsverhandlungen mit ihr.


    2. Wenn ich noch weitere Punkte anbringen würde, z.b. das ich weiß dass sie den Kleinen zu Liebhabern mitgenommen hat, ist auch das noch lange kein Beweisstück vor Gericht. Was meinst du wieviele Alleinerzieherinnen das machen, das sie ihr Kind mit zum Partner nehmen? Von Freiern wie du geschrieben hast, war niemals die Rede.


    3. Das Alleinerzieherinnen wechselnde Sexualpartner haben, ist auch keine Straftat und hat null Bestand vor Gericht.

    Zitat

    (und ich möchte mich nicht wiederholen das du dabei jahrelang zugesehen hast).

    Wie schon gesagt. Du bist ein sehr sensibler Mensch und Leser. Lassen wir das Thema einfach, du verstehst es ja sowieso nicht. Ihr eigener Bruder meinte, dass er sich seit Jahren heraushält und sehr vorsichtig mit dem Thema umgeht, weil es total schwierig ist einer Mutter das Kind wegzunehmen. Meine Schwester, die selbst Therapeutin ist, meinte, es gibt eigentlich nichts Schlimmeres für das Kind und man sollte das nur im Aller-Allerschlimmsten Notfall tun.


    Wenn du mich hier nur angreifst, hab ich genau garnichts davon. Wahrscheinlich werde ich doch mit einer neutralen Therapeutin sprechen, das Forum ist mir zu aggressiv.

    @alle die mir noch gerne Ratschläge hier geben wollen:


    Ich bedanke mich schon im Vorhinein für alle die sich hier noch auseinandersetzen wollten. Ihr könnt mir gerne PNs schreiben, wenn ihr einen guten Ratschlag habt.


    Hier öffentlich werde ich mich nicht mehr weiter äußern und schließe von meiner Seite den Faden. Denn ich habe mir konstruktive und auch sensible Kritik gewünscht und Beschuldigungen bringen nichts. Habe beschlossen mit einer Therapeutin ein paar Folgetermine auszumachen und über die Sache zu sprechen.


    Mir ist es vor über zehn Jahren hier schonmal passiert, mit einer hochsensiblen Angelegenheit die mir sehr am Herz lag, dass ein paar Schreiber mich mit Beschuldigungen überhäuft haben. Danach hatte ich jahrelang Gewissensbisse und es ging mir überproportional schlecht anstatt das eine Lösung dabei entstanden wäre. Ungefähr zehn Jahre später las ich einen fast identischen Thread einer anderen Userin - und da wurde sehr liebevoll und konstruktiv und wirklich helfend auf die 1:1 selbe Sachlage reagiert. Ich war total überrascht und dachte mir: Wenn ich das damals gehabt hätte, dann hätte ich mich nicht so in Selbstvorwürfe geworfen. Dann wäre alles einfacher gewesen.


    Daraus habe ich gelernt.


    Es ist mir zu anstrengend mich hier von Moralaposteln, die die Hälfte nicht lesen, mit Vorwürfen überschütten zu lassen, dafür ist mir meine Lebenszeit zu schade. Wie ich bereits geschrieben habe, weiss weder ich noch die eigene Familie wie wir vorgehen sollen und keiner weiss, wie dem Kind oder der Mutter zu helfen wäre. Behörden und Gericht wurden schon eingeschalten. Das Kind bleibt trotzdem bei der Mutter. Ihr Bruder und ich bleiben jetzt erstmal in Kontakt und überlegen welche Schritte es geben könnte und was wir gemeinsam tun können, jetzt wo ich weiss dass die Dinge die sie über die Familie erzählt hat, garnicht stimmen.


    Wenn jemand also helfende, konstruktive Vorschläge hat gerne PN! @:)


    Danke und alles Liebe.