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    Ich weiß, teilweise waren meine Worte nicht ganz sortiert, ich hoffe, ihr habt sie dennoch verstanden.

    Aber total :)z .

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    Wir haben uns auch vorgenommen, wieder aktiv mehr Zeit miteinander zu verbringen. Gestern hat er dann seinen Zockerabend abgesagt (ohne das ich es explizit verlangt habe) und wir haben zusammen Film geschaut und gekuschelt. Handys aus und nur wir zwei. Das hatte ich echt vermisst. |-o Insgesamt war unser Ton und unser Miteinander dann anders und liebevoller.

    Und, hast du für dich auch gemerkt, welche Gerölllawine von mehreren Tagen da vom Herzen fallen kann, wenn man einfach den Mund aufmacht? Präge dir dieses positive Erlebnis fest ein und bleibe nie wieder im duldsamen Schweigen und bei Andeutungen. Etwas Unausgesprochenes ist oft sehr belastend und führt dazu, dass man immer verschlossener wird, weil die Konstruktion des Unausgesprochenen mit der Zeit wächst. Dinge bauen darauf auf, bleiben dann in der vermeintlich logischen Konsequenz ebenfalls unausgesprochen oder werden anders dargestellt, und plötzlich weicht die eigene Gefühlswelt von der Außenwirkung komplett ab.


    Die Begründung, auch mal ohne Mädels wegzugehen, finde ich auch ein bisschen merkwürdig, zumal ja auch andere Frauen gelegentlich anwesend waren. Wohl mit dem Unterschied, dass man sich für diese nicht verantwortlich fühlt.

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    Man gestaltet eine Beziehung nicht dadurhc positiv, dass man dem Partern sagt, was er tun SOLLTE (oder noch shclimmer: Was er hätte tun sollen), sondern dadurch, dass man ihm sagt, was einem fehlt, was man sich wünscht und was einen glücklich oder zufrieden machen würde.

    Noch besser finde ich es, wenn man, wie in deinem 1. Vorschlag, etwas herausgreift, was der Partner gut gemacht hat.


    Wenn ich ihm sage was mir (bei ihm) fehlt, ist das eine Kritik. Und auch in einem Wunsch ist eine Kritik enthalten, weil ich den Wunsch ja nicht hätte, wenn er ihn mir bereits erfüllen würde/ erfüllt hätte. Ein reines Lob wirkt da viel besser, das ist ausschließlich positiv.

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    Ein reines Lob wirkt da viel besser, das ist ausschließlich positiv.

    Kann aber auch komisch rüberkommen, finde ich. Wenn mich jemand lobt, dass ich etwas genauso gemacht habe, wie er es sich von mir wünscht, komme ich mir vor wie ein Hund und könnte das überhaupt nicht annehmen. Finde ich irgendwie schräg.


    Dann ist es mir doch lieber, der andere spricht lediglich davon, was er sich vorstellt und braucht und ich kann gucken, was ich dazu beitragen kann. Damit verbundene Kritik sehe ich da eigentlich nicht direkt.

    Danke noch einmal für eure lieben Worte. :)_


    Ja, ich denke wirklich ein "Gestern Abend war sehr schön, das hat echt gut getan." (nicht wortwörtlich, aber so in der Art), wird besser ankommen, als "Das müssen wir wiederholen."


    Ich muss wirklich versuchen, den Druck vom "müssen" aus meinen Worten zu bekommen. (Wie beim Thema küssen beispielsweise)


    Mit Männerabend meinte ich hier übrigens einen wirklich reinen Männerabend, weil ein Kumpel drängt, dass das mal nötig wäre und da wirklich explizit gesagt wurde "Ohne Frauen". Damit war nicht diese Sache, wo die anderen Damen anwesend waren, gemeint. Das habe ich tatsächlich nicht angesprochen und auf sich beruhen lassen. Dort hatte er ja mehrmals gefragt, ob ich mitkommen möchte.


    Noch einmal zu seinem Beschützerinstinkt: Ich glaube der wurde ihm anerzogen. Sein Bruder ist da genauso. Frauen werden nie (!) allein nach Hause geschickt, man begeitet sie. Und eben aufgrund einiger negativer Erlebnisse, auch mit mir, ist er nun noch vorsichtiger geworden. Ein paar der Kumpels in Bezug auf deren Freundinnen ebenso. Da kann man als Frau mit Freund wo sein, und wird trotzdem belästigt (oder zur Toilette verfolgt :-o ). Früher war das eine normale, angenehme Disco. Inzwischen meiden wir aber wegen dieser Leute, die inzwischen in jedem Club rumlaufen, solche Läden komplett.

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    Und, hast du für dich auch gemerkt, welche Gerölllawine von mehreren Tagen da vom Herzen fallen kann, wenn man einfach den Mund aufmacht? Präge dir dieses positive Erlebnis fest ein und bleibe nie wieder im duldsamen Schweigen und bei Andeutungen.

    Oh ja, das konnte man deutlich spüren! Ich werde mir dieses "Schweigen" wirklich endgültig abgewöhnen müssen. Es macht doch viel mehr kaputt und schlimmer, als ich mir selbst eingestehen wollte.

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    Kann aber auch komisch rüberkommen, finde ich. Wenn mich jemand lobt, dass ich etwas genauso gemacht habe, wie er es sich von mir wünscht, komme ich mir vor wie ein Hund und könnte das überhaupt nicht annehmen. Finde ich irgendwie schräg.

    Naja, wenn du nur der Hundeerziehungssprache mächtig bist, ist das natürlich kein passender Tip für dich ]:D


    Ich kann nicht erkennen, was an einem "Gestern Abend war sehr schön, das hat echt gut getan." oder "Das war eine tolle Idee von dir, ..." schräg sein sollte.

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    Er sagte, dass er und zwei andere von den Männern immer in Alarmbereitschaft sind, wenn sie mit uns unterwegs sind, ob alles in Ordnung ist, ob uns jemand belästigt. Man müsse allgemein immer auf die Frauen achten, dass sie gut und sicher durch die Nacht kommen und wohlbehalten Zuhause ankommen.

    Das halte ich ziemlich bei den Haaren herbeigezogen.

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    Er sagte, er vermisst es auch, einfach in die Stadt zu gehen, aber dass es aktuell einfach keinen Spaß mehr macht, weil ich jedes Mal angequatscht werde oder teilweise versucht wird, die Tasche zu klauen. (Ist wirklich so schlimm)

    Wo soll denn das sein? Auch das halte ich für vorgeschoben. Klar kann es vorkommen, dass jemand zu klauen versucht- es ist aber relativ selten und es gibt Möglichkeiten, das deutlich zu erschweren- das Anquatschen steht nicht selten in unmittelbarem Zusammenhang mit dem Klauen (Ablenkung). Wenn mich jemand anquatscht (das passiert keineswegs nur bei Frauen), dann passe ich zuerst auf meine Wertsachen auf- ja ich wurde auch schon beklaut (eben auch nach Ansprechen)- nur hatte der Dieb nichts von seinem Diebesgut. Aber einmal in 10 Jahren halte ich nicht so problematisch.


    Und dass es wirklich so schlimm ist, ist meiner Erfahrung nach weitgehend eine mediale Erfahrung, die dann in die persönliche Welt übernommen wird- um es in Neudeutsch zu sagen- postfaktisch.


    Ansonsten wissen wir die wenigen Ecken, wo wir uns besser nicht aufhalten sollten- soviele sind das aber nicht.

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    sie das nur einfach ab und zu brauchen, sich dann zum zocken oder in einer Bar zu treffen. Völlig entspannt, ohne die innere Anspannung als "Beschützer".

    Scheint eine ziemlich archische Denkweise zu sein (oder auch wieder vorgeschoben). Ich fühle mich nie als Beschützer für meine Frau- ich helfe dennoch jedem Menschen, der beklaut oder bedroht wird (somit selbstverständlich auch meiner Frau). Ich sehe dennoch nicht permanente Gefahren für meine Frau, einstürzende Häuser und herumlaufende Michael Myers.


    Ansonsten kann meine Frau sehr gut auf sich selbst aufpassen.

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    Also mal wirklich allein essen gehen, ohne den Rest

    Auch wenn meine Frau und ich öfter nur zu zweit etwas unternehmen, so haben wir es eigentlich auch als hinreichende Zweisamkeit empfunden, wenn wir mit Freunden und Bekannten zusammen sind.

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    Da kann man als Frau mit Freund wo sein, und wird trotzdem belästigt (oder zur Toilette verfolgt

    Was ist denn das für eine billige Ecke?

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    Früher war das eine normale, angenehme Disco. Inzwischen meiden wir aber wegen dieser Leute, die inzwischen in jedem Club rumlaufen, solche Läden komplett.

    Solche Schuppen kenne ich noch aus DDR-Zeiten- ist also keineswegs eine neue Erscheinung. Solche Schuppen zu meiden, halte ich für die einfachste Methode- dann bedarf es keines Beschützers.

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    Auch wenn meine Frau und ich öfter nur zu zweit etwas unternehmen, so haben wir es eigentlich auch als hinreichende Zweisamkeit empfunden, wenn wir mit Freunden und Bekannten zusammen sind.

    Schön, dass bei euch es immer so perfekt ist und dass ihr das als hinreichende Zweisamkeit empfindet. Tut aber nicht jeder, und ist auch kein Standard. Ich persönlich würde es nicht als ausreichende Zweisamkeit sehen.

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    Wo soll denn das sein? Auch das halte ich für vorgeschoben. Klar kann es vorkommen, dass jemand zu klauen versucht

    Sie sagt selbst, dass sie es versteht und ihm das glaubt, weil es für sie schlüssig ist. Dementsprechend würde ich jetzt nicht sagen, das es vorgeschoben ist. Andere Menschen ticken anders.


    Auch die Einstellung von ihrem Freund mag archaisch anmuten, aber er sieht es nun mal so. Und wenn das ok für sie ist, dann passt es doch.

    @ TE:

    Es ist super, dass er so reagiert hat und es als euer Problem angenommen hat. Damit hatte ich nicht gerechnet, umso mehr freut es mich.

    ALso ich muss sagen, diese Aussagen zu dem Beschützerthema von ihm finde ich auch SEHR strange. Sowas hab ich echt noch nie gehört, und ich bin in einer Großstadt aufgewachsen und bin dort auch ausgegangen und kenne jede Menge junge Leute die das heute tun.


    Das KO-Tropfen-Ding gibts vermutlich überall, wo Leute feiern und sich besaufen. Entweder man lässt das oder man minimiert das Risiko. In eine Location, wo ich mich nicht entspannen kann, weil man dort angemacht und beklaut wird, würde ich schlicht nicht gehen, nicht mit Partnerin und natürlich auch nicht mit Kumpels oder alleine. Wenn man wo lebt, weiß man doch genau wie es an bestimmten Locations zugeht und die meidet man dann eben generell.


    Mein Bruder ist auch so erzogen, dass man Frauen nicht im Dunkeln alleine durch irgendwelche Gassen oder Parks latschen lässt, aber der ist da ganz entspannt. Die suchen sich halt angenehme Locations aus, die Frau wird nach Hause gebracht, und fertig.

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    Ich persönlich würde es nicht als ausreichende Zweisamkeit sehen.

    Es war im Zusammenhang mit genügend anderen Möglichkeiten einer tatsächlichen Zweisamkeit gedacht. Ausschließlich mit Freunden oder Bekannten etwas zu unternehmen, würde ich auch nicht als ausreichend empfinden. Aber eben auch in Anwesenheit von Freunden und Bekannten kann man Phasen der Zweisamkeit finden (sofern man sie sucht).

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    Sie sagt selbst, dass sie es versteht und ihm das glaubt, weil es für sie schlüssig ist.

    Was jemand glaubt und für schlüssig empfindet, muss noch lange nicht den Tatsachen entsprechen und tatsächlich schlüssig sein. Deswegen meine Kritik.


    Ich glaube zudem auch, dass die Wahrscheinlichkeit für Raucher deutlich größer ist, in irgendwelchen billigen Assiabsteigen zu landen.

    Hallo, ich melde mich noch mal wegen seinem "Beschützerinstinkt".


    Diesbezüglich kenne ich es wirklich nicht anders von ihm und ich muss sagen, dass das auch eine der Sachen war, die ich von Anfang an sehr anziehend fand. Erklären kann ich es nicht weiter, es ist halt einfach so, dass ich es mag, wenn ich weiß, er gibt auf mich Acht (auch aufgrund ziemlich negativer Erfahrungen bevor ich ihn kennenlernte).


    Vorgeschoben war und ist diese Begründung für mich wirklich nicht. Er darf mir ehrlich sagen, wenn ich ihn nerven würde, das habe ich ihm auch in unserem Gespräch, als es um Männerabende ging, gesagt. "Wenn ihr ohne Frauen sein wollt, damit ihr in Ruhe und ungestört reden könnt, versteh ich das doch.", habe ich gesagt. Er meinte dann, dass sie auch ungestört reden können, wenn alle zusammen sind. Dann entfernt man sich von der Gruppe und gut. Daraufhin hat er es halt erklärt, wie ich oben geschildert habe. Das man nicht ständig nach seiner Freundin schauen muss, was er nun mal immer macht, wenn wir zusammen weg sind.


    Und natürlich meiden wir solche Läden, wie ich es gesagt habe, auch komplett. Er geht da auch nicht allein oder mit den Kumpels hin. Aktuell gibt es in unserer Stadt leider keine gute Auswahl als Clubs, weshalb wir das dann einfach sein gelassen haben. Wir bevorzugen inzwischen Bars, weil man da wirklich ungestörter und privater ist.


    Ich würde mich gern weiter hier mit euch austauschen und mich mitteilen, wie es bei uns mit der Zeit klappt. Bitte zerbrecht euch nur nicht mehr den Kopf, ob seine Gründe für einen Männerabend plausibel klingen oder nicht. Für mich klang seine Aussage ehrlich und aufrichtig. Vor allem wenn ich an die anderen Frauen in unserem engeren Freundeskreis denke. Und so oder so, sollte ein "Männerabend" nicht der Rede wert sein - solange halt wirklich nur Männer anwesend sind. :-p

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    "Wenn ihr ohne Frauen sein wollt, damit ihr in Ruhe und ungestört reden könnt, versteh ich das doch.", habe ich gesagt. Er meinte dann, dass sie auch ungestört reden können, wenn alle zusammen sind. Dann entfernt man sich von der Gruppe und gut.

    Da kann ich mich nicht reindenken, denn alles was ich rede und bespreche, kann ich auch in Anwesenheit (m)einer Frau. Vielleicht kenne ich diesbezüglich keine Geheimnisse- warum auch?