meine Frau schadet sich und macht mich damit fertig

    Hallo, ich habe eine sehr seltsame Situation die schon ein paar Jahre unverändert ist. Das heißt aber auch das sie langsam unerträglich wird, da ich kein Ende bzw. keine Besserung sehe. Im Moment bin ich so verzweifelt das ich sogar an Trennung denke!


    Alles fing vor ca. 4 Jahren an, da war ich mit meiner Frau schon ca. 6 Jahre zusammen. Dazu muss ich sagen, das meine Frau schon immer seitdem ich sie kenne krank ist. Sie hat schon immer Probleme mit dauernden Erkältungen, und eigentlich IMMER Halsschmerzen, Eiter im Rachen, Schleim im Hals etc.


    Sie klingt dann auch krank. Also eigentlich fast immer.


    In dieser Zeit ging es mir plötzlich psychisch immer schlechter, ich kam zum Psychiater, der mir nacheinander verschiedene Medikamente gab (Diagnose Angst/Depression/Überlastung). Keins hat bis heute so richtig geholfen. Auch eine längere Psychotherapie war ohne Erfolg.


    Was mich am meisten belastete (und bis heute belastet) ist, das ich die Stimme meiner Frau nicht mehr hören konnte ohne zu zittern und Herzrasen zu bekomme.


    Nun fiel mir aber etwas dabei auf: Ich stellte fest, das ich emotional so mit meiner Frau verbunden bin, das ich Schmerzen empfinde, da sie sich quält. Wir sprachen mit Ärzten und ich machte mich natürlich auch im Internet schlau. Meine Frau blieb dabei passiv. Nach vielen Versuchen und nochmehr Überzeugungsarbeit sprachen wir darüber einmal einen Logopäden um Rat zu fragen. Die logopädische Fachpraxis fand heraus, das meine Frau falsch atmet, falsch spricht, den Kehlkopf falsch belastet und dadurch die Schleimhäute austrocken, der Kehlkopf nicht mehr richtig schließen kann und dadurch die Schleimhäute dauerhaft rot und entzündet sind.


    Mit anderen Worten, Sie presst und haucht beim sprechen und handelt sich damit ihre Dauerkrankheit ein.


    Nun möchte man meinen, das Sie glücklich ist nun herausgefunden zu haben was es ist und an der Lösung zu arbeiten. Weit gefehlt. Sie war vor einem Jahr regelmässig mit einem Rezept beim Logopädie-Therapeuten. Danach hatte sie viele Wochen bzw. sogar Monate gar keine Beschwerden. Dadurch ging es mir auch wieder besser. Sie bekam Übungen die Sie regelmässig machen sollte.


    Das ist jetzt ca. etwas über 1 Jahr her.


    Seit ca. 7 Wochen ist meine Frau krank. Halsschmerzen, Husten etc. Davor ging es auch schon rapide schlechter.


    Sie benutzt wieder ihre "kranke" Stimme, sieht aber wieder absolut nichts ein. Ich sagte ihr, das es mir extrem schlecht dabei geht und ihr ja wohl auch auf Dauer und ich keine Lust habe, wegen ihrer Sturheit und Unvernunft Medikamente einzunehmen.


    Der Punkt ist: Ich sehe dabei, das Sie bis heute nicht eingesehen hat, das sie ein Problem hat was von Ärzten festgestellt wurde. Sie denkt das ist irgendwie alles nicht wichtig, oder würde so nicht stimmen. Wenn ich Sie damit konfrontiere, sagt Sie meistens gar nichts und ich rege mich auf.


    Das klingt alles so banal und unglaublich wenn ich es jetzt selbst lese. Ich bin fast ohnmächtig vor Wut, vor ungläubigem Entsetzen das sie alles so aufs Spiel setzt. Sie sagt, das Sie mich liebt. Wie kann Sie uns das mit ihrer Sturheit alles so kaputt machen?


    Ich weiß nicht mehr weiter... Ich bekomme Sie einfach nicht dazu, sich so zu verhalten das sie gesund ist. Sie sieht es glaube ich einfach nicht ein.

  • 16 Antworten

    Da sie auf die gelernten Übungen nicht zurückgreift, ist ihr Leidensdruck wohl nicht gross genug und zwingen kann man sie nicht.


    Hast du denn auch eine Therapie gemacht um dich psychisch und körperlich von ihrer Krankheit zu distanzieren? Denn die eigene Gesundheit bzw. mentale Stabilität vom Partner abhängig zu machen und ihm dieses "Päckchen" umzuhängen ("tu was damit ich wieder gesund und glücklich bin") ist ja auch nicht gesund.

    Zitat

    Oh je. Verstehe ich das richtig, dass deine Frau lieber krank als gesund ist

    Meine Vermutung zielt auch in diese Richtung. Manchen Menschen tut's das so, solange die Krankheit einigermaßen erträglich ist, aber ausreicht, um sonst nix großartig tun zu müssen.

    Hallo und vielen Dank für die schnellen Rückmeldungen und Denkanstöße.


    Zum Thema Leidensdruck: Sie leidet schon sehr darunter! Das ist ja das seltsame, aber sie sagt sowas wie: Ich kann ja nichts dazu das ich krank bin.


    Meine Frau arbeitet und hat natürlich sehr viele Krankheitstage, geht aber auch manchmal krank auf Arbeit (also fast ohne Stimme).


    Ich habe eine Therapie gemacht, aber so einfach mit dem anderen für seine Krankheit verantwortlich zu machen ist es ja leider nicht. Man kann ja auch so sehen, wenn Sie nie zum Arzt deswegen gegangen wäre würde es ihr noch schlechter gehen.


    Die Diagnose und die Therapie stehen ja. Ich bin übrigens abgesehen von dieser Sache kein Typ, der anderen etwas vorschreibt.


    Ich nehme mal an, das meine Psyche irgendwann zu mir gesagt hat: " Sie hustet ja fast Blut, jetzt sag ihr doch mal das das krank ist. Sie soll zum Arzt gehen dann gehts IHR besser." Und danach hat mein Körper immer "Alarm" gebrüllt wenn Sie ihre Stimme vergewaltigt.


    Der Punkt ist ja: Erst würde es ihr besser gehen, danach mir. Ich weiss nicht, ob das so therapie-bedürftig von mir ist, lass mich aber gern eines anderen belehren.

    Viele machen so etwas für Aufmerksamkeit und andere sekundär Gewinn. Du muss es anders sehen. Sie schadet nur dich und nicht sich selber (definitiv nicht dauerhaft). Sie hat dir wie ein Hund trainiert. Sie triggert deine psychische Symptome nur durch eine wechseln der Stimme. Kann sie nach Belieben tun.


    Frage warum sie das macht. Findest sie es "gut", dass du krank bist?


    Klingt ehrlich gesagt wie Machtspiele ihrerseits. Frage ist wie lange du noch mitspielt.Oder mitspielen kannst.


    Zeit die Machtverhältnisse in deine Beziehung zu überdenken. Was sie macht ist schlimmer als körperliche Gewalt mit dir. Ist quasi das Äquivalenz.

    Zitat

    Ich sagte ihr, das es mir extrem schlecht dabei geht und ihr ja wohl auch auf Dauer und ich keine Lust habe, wegen ihrer Sturheit und Unvernunft Medikamente einzunehmen.

    Dann tu es nicht. Die Schuldzuweisungen für deine Probleme ihr allein zuzuschieben, ist nicht richtig. Es ist auch eine Form von Erpressung.


    Es kann wahrscheinlich jeder nachvollziehen, dass man nicht gerne mit ansieht, wie eine geliebte Person sich schadet, obwohl die Lösung eigentlich so einfach ist wie in diesem Fall. Alles klar. Natürlich bedrückt dich das, vollstes Verständnis.


    Es liegt in deiner Hand, dir selbst einen anderen Umgang mit der Sache anzugewöhnen. Du ordnest dich ihr komplett unter. An deiner Stelle würde ich ihre Wehwehchen fortan ignorieren. Vielleicht kapiert sie dann was.

    Nein, ich bin mir sicher das Sie es nicht bewusst tut. Wenn, dann eher unbewusst. Sie merkt es nicht mal, bis ich sie anfauche.


    Ich kann es mir nicht vorstellen, das es ihr gut tut wenn ich Sie anfahre (da ich mich ja erschrecke und leider). Das merke ich an ihrer Reaktion danach. Sie denkt einfach nicht dran. Ist zweitrangig.


    Der wichtige Punkt ist: Ich merke, das Sie die Diagnosen und auch das es ihr zeitweilig gut ging (sie war bei der Therapie noch NIE so lange ohne Beschwerden) irgendwie verdrängt.


    Sie sagt einfach nichts, wenn ich sie damit konfrontiere.


    Aber Sie hat ja auch nichts davon, wenn Sie mich quält. Ich glaube, da ich ja nicht immer reagiere, sondern nur manchmal akzeptiert Sie es als Übel. Für Sie selber übrigens (das hat Sie mir mal gesagt) redet sie immer gleich. Was ja nicht stimmt.


    Ich reagiere nur wenn Sie wieder mal die Stimme schleifen lässt. (und Sie danach wieder mit Halsschmerzen dasteht)


    Sturheit pur.

    Spontan fallen mir gewisse Parallelen zwischen euch auf:


    Deine Frau sagt, dass sie nichts dafür kann, dass sie krank ist. Erkennt ihren Eigenanteil daran nicht an und wendet die Gegenmittel auch nicht an.


    Du sagst aber auch: Ich kann nichts dafür, dass ich krank bin. Wenn meine Frau gesund wäre, dann ....


    Ihr verhaltet euch beide passiv und handelt nicht eigenverantwortlich.


    Und ich empfinde es auch als teilweise kindliches Verhalten. Du: Ich bin krank und du bist schuld. Mach, dass ich wieder gesund werde. Sie (womöglich): Ich lass mir doch von dir nicht aufdrängen, was ich machen soll. Ich mach, was ich will. Wie ein bockiger Teenie sozusagen.


    Wie Luci32 schrieb, hat sie dich dadurch ganz schön im Griff und du spielst mit. Die Frage ist, was ihr beide daraus zieht? Kümmerst du dich besonders um sie, wenn sie krank ist? Bekommt sie Aufmerksamkeit, selbst wenn es negative sein sollte?


    Und du, wieso gelingt es dir nicht, dich davon abzugrenzen? Ich verstehe, dass es schwierig ist zu sehen, wie sich der Mensch, den man liebt, selbst schadet, aber wo bleibt da dein Selbstschutz?

    Achso nochetwas an Luci32. Man kann, wenn man jahrelang den falschen Stimmgebrauch trainiert hat im schlimmsten Fall auch gar nicht mehr sprechen. Das bedeutet das man seine Stimme zerstört hat und man nur noch krächzen kann, dauerhaft.


    Ich hoffe natürlich nicht das dies passiert.


    Ich habe das bis vor ein paar Jahren auch nicht gewusst, da es mich ja nicht betroffen hatte.

    Ich reagiere nicht bewusst darauf. Ich habe es nicht in meiner Hand, meine Reaktionen kommen genauso wie bei euch Angst, Freude oder andere Gefühle.


    Ich sage also nicht: Es ärgert mich jetzt total, das meine Frau so unvernünftig ist. Menno.


    Nein, ich denke gar nicht daran und dann: BÄÄÄM, Herzschlag bis zum Anschlag, schwitzen, Panik, weiß nicht wohin etc.


    Eine regelrechte Panikattacke. Danach bin ich fertig.


    Was ich damit sagen will: Ich mache das nicht bewusst!


    Über den Rest werde ich nochmal nachdenken...


    Ich bedanke mich! @:)

    An Fasola: Danke für deine Beitrag. Du schreibst: "Ihr verhaltet euch beide passiv".


    Ich schrieb allerdings, das ich die Lösung für meine Frau mit viel Arbeit und Überzeugung gefunden habe, ebenso das ich in Therapie war UND das ich Medikament nahm.


    Meine Frau: Hat zumindest mal eine Therapie gemacht ...


    So passiv hört sich das gar nicht an.

    Das hab ich wohl gelesen. Was ich meine, ist, dass ihr die jeweilige Verantwortung für eure Krankheiten abgebt. Deine Frau an äußere Umstände, die ihr die Krankheit scheinbar verschaffen und du an deine Frau. Ihr verkennt eure Eigenanteile, das meinte ich damit. Nachvollziehbarer?


    Nur du kannst dafür sorgen, dass du gesund bist. Das liegt nicht in ihrer Verantwortung.


    Da sie ihre Krankheit und das verursachende Fehlverhalten ja gar nicht zu erkennen scheint, wie du zuletzt schriebst, kannst du höchstens versuchen, sie darauf regelmäßig hinzuweisen, wenn sie in alte Muster verfällt. Das würde ich aber unbedingt mit ihr vorher absprechen, ob das für sie in Ordnung ist. Und ob sie sich vielleicht dir zuliebe nochmal auf Logopädie einlässt? Oder etwas anderes, Sprechtraining oder so? Und du arbeitest derweil an Abgrenzungsstrategien?

    Das hab ich wohl gelesen. Was ich meine, ist, dass ihr die jeweilige Verantwortung für eure Krankheiten abgebt. Deine Frau an äußere Umstände, die ihr die Krankheit scheinbar verschaffen und du an deine Frau. Ihr verkennt eure Eigenanteile, das meinte ich damit. Nachvollziehbarer?


    Nur du kannst dafür sorgen, dass du gesund bist. Das liegt nicht in ihrer Verantwortung.


    Da sie ihre Krankheit und das verursachende Fehlverhalten ja gar nicht zu erkennen scheint, wie du zuletzt schriebst, kannst du höchstens versuchen, sie darauf regelmäßig hinzuweisen, wenn sie in alte Muster verfällt. Das würde ich aber unbedingt mit ihr vorher absprechen, ob das für sie in Ordnung ist. Und ob sie sich vielleicht dir zuliebe nochmal auf Logopädie einlässt? Oder etwas anderes, Sprechtraining oder so? Und du arbeitest derweil an Abgrenzungsstrategien?