Meine Frau will sich trennen - ich stehe vor dem nichts . . .

    Hallo !


    Meine Frau hat mir vor zwei Wochen verkündet das Sie sich nach 8 Jahren Ehe von mir trennen will.


    Das vorallem in letzter Zeit einiges nocht so richtig lief habe ich sicher gemerkt, allerdings arbeitet Sie seit ca. 1.5 Jahren auch ein Traume aus Ihrer Kindheit auf (das ist das genauste was ich weis), von daher war es gerade in dieser Zeit sehr schwer für micht zu erkennen welche Probleme denn wirklich von 'uns' kommen uns welche durch ihre Therapie bedingt sind.


    Naja, jetzt hat Sie mir verkündet das Sie keine Basis mehr für unsere Ehe sieht und Sie sich trennen will.


    Klar, so eine Trennung kann sicher helfen beiden Seiten die eigene Position zu überprüfen.


    Die Situation heute ist so das mit meine Frau äußert von Ihrer Seite ist die Sache komplett gelaufen - ohne jede Chance auf einen Neuanfang.


    Dem wiedersprechen allerdings ein paar andere Äußerungen und Verhaltensweisen, z.B: das Sie mindestens das Trennungsjahr vor einer Scheidung abwarten will. Wäre wirklich alles vorbei dann könnte man sich das ja eigendlich auch gleich sparen, oder ?


    Es kommt auch immer wieder 'wir können ja gute Freunde bleiben' und 'ich bin natürlich immer für die da'. Irgendwie wäre Ihr wohl eine Form der Beziehung ohne irgendwelche Verbindlichkeiten am liebsten.


    Klar - wie schon geschrieben - eine temporäre Trennung ist sicher gut um den jeweiligen Standpunkt mal festzulegen.


    Nur mir ist nicht wirklich klar wie ich mich verhalten soll, denn ich will meine Familie (wir haben immerhin 2 Kinder) nicht verlieren.


    Genau hier weiss ich jetzt nicht was am besten ist:


    1. Wirklich schnellstmöglich auf grösstmöglichen Abstand zu gehen, denn dann merkt Sie am schnellsten was 'Trennung' denn für Sie bedeuten und ob Sie so wirklich glücklicher ist.


    Hier sehe ich halt das Risiko das Sie meine auf jeden Fall noch vorhandene Zuneigung auch gleich vergisst.


    2. Trotz allem möglichst die Nähe suchen um ihr klar zu machen wie wichtig meine Familie mir trotz dieser Kriese ist.


    Das Riskio hiebei ist halt das diese 'Trennung' halt doch keine echte ist und ihr nicht wirklich zeigt ob sie alleine besser dran ist.


    Und was nu ? Was ist da jetzt richtig ?


    Bringt jetzt eigendlich eine Eheberatung noch was - und sei es nur um herauszufinden ob es wirklich 'Ich' bin mit dem sie nicht mehr klar kommt oder doch etwas anderes, und sie projeziert es halt jetzt auch micht.


    Oder ist das Jahre zu spät ?


    ... das ist übrigends aktuell auch eines Ihrer Aussagen 'Du wolltest ja nie eine Eheberatung / Therapie' ...


    Stimmt, als Sie das vor gut 2 Monaten mal angesprochen hat bin ich nicht sofort wirklich darauf angesprungen, was aber sicherlich darin begründet war das mir der Gedanke einen psychologen zu brauchen halt erst einmal etwas fremd ist.


    Zumindest will Sie mal mit ihrem Psychologen besprechen was er dazu meint.


    Gruß


    habakuk

  • 2 Antworten

    Hi habakuk07,

    scheiss Situation, in der du da bist.


    Sie sieht keine Basis mehr für die EHE? Wie hat sie denn die Basis definiert, welche Vorgänge haben zu diesem Basisverlust geführt?


    Ich persönlich finde es extrem feige sich hinter solchen Gemeinplätzen wie "keine Basis mehr" zu verstecken. Du hast ja keinen Ansatzpunkt für eine Neuorientierung innerhalb der Beziehung, da du ja keine Ahnung hast, was deiner Frau fehlt, bzw. was sie so sehr stört, dass sie keine andere Lösung als die Trennung sieht.


    Zuerst solltest du erfragen was falsch läuft, dann könnt ihr auch an dem Problem arbeiten.


    der Mitfühlende


    uwwo62

    habakuk07

    Zitat

    Dem wiedersprechen allerdings ein paar andere Äußerungen und Verhaltensweisen, z.B: das Sie mindestens das Trennungsjahr vor einer Scheidung abwarten will. Wäre wirklich alles vorbei dann könnte man sich das ja eigendlich auch gleich sparen, oder ?

    Deine Frau hat den Sinn des Trennungsjahres schon richtig verstanden: Trennen und wenn es innerhalb eines Jahres keine Bereitschaft da ist, die Ehe wieder aufzunehmen/fortzusetzen, wird die Trennung durch Scheidung "besiegelt".


    Wie wäre es mit Möglichkeit 3? Eine räumliche Trennung mit der Bereitschaft zur Eheberatung, Bereitschaft zu schauen, ob man noch irgendwo ansetzen kann.

    Zitat

    Stimmt, als Sie das vor gut 2 Monaten mal angesprochen hat bin ich nicht sofort wirklich darauf angesprungen, was aber sicherlich darin begründet war das mir der Gedanke einen psychologen zu brauchen halt erst einmal etwas fremd ist.

    Verständlich, dass sie dem gegenüber jetzt Skeptisch ist. Vor 2 Monaten, wolltest du nicht, hast die Notwendigkeit nicht gesehen und jetzt wo sie sich getrennt hat bzw. trennen will, ist es dir ganz wichtig. Für mich nachvollziehbar, dass sie deinem Vorschlag erstmal mit Vorsicht genießt. :-/