Naja, wenn es um dieses Sexding ging dann war es ja vllt wirklich so, dass sie es nicht direkt ansprechen konnte, weil es dann nicht mehr authentisch gewewesen wäre. Von wegen "sei mal dominanter"...

    Es ging nicht um Dominanz, es ging einfach um Initative, wer den Sex anfängt oder einleitet. Ich finde das sind schon noch 2 unterschiedliche begriffe.


    Und ja anscheinend konnte sie nicht mit mir über das thema reden, höchstens diese andeutungen machen. Dann wird sie in den nächsten beziehungen aber ggf. das gleiche Problem bekommen.


    So oder so ändert es nichts an der Tatsache das sie es einfach ignoriert hat und in sich gefressen hat und auch ignoriert hat das sie alle gefühle für mich verliert. Das zeugt einfach von keinem guten Charakter finde ich.

    Ich würde das nicht werten. Sie braucht einen Mann der Initiative zeigt. Wenn er es tut, kann sie sich schön mit ihm streiten, weil es die falsche Initiative im falschen Moment war.


    So etwas macht eine Beziehung lebendig.


    Viele Männer mögen das.


    Meine Geschmack wäre das nicht.


    Deiner anscheinend auch nicht.

    Zitat

    Es ging nicht um Dominanz, es ging einfach um Initative, wer den Sex anfängt oder einleitet. Ich finde das sind schon noch 2 unterschiedliche begriffe.

    Grundlegend ja, aber: Wenn sie es angesprochen hätte und du hättest daraufhin mehr die Initiative ergriffen, dann hätte sie (vielleicht) das Gefühl gehabt, dass du es nicht "freiwillig" machst bzw. nur erzwungen.


    Also eigentlich ganz ähnlich doof wie ihr "Ich spiele dir Kuschelbedürftigkeit vor, weil du gerne kuschelst", nur halt "Ich ergreife die Initiative, weil du das gerne möchtest".


    Das hat gar nichts damit zu tun, ob du Probleme damit hättest, die Initiative zu ergreifen oder nicht; das ist eine Gefühlssache. Wenn man etwas erstmal ansprechen muss, damit es passiert, bedeutet das ja eigentlich, dass der andere den Wunsch nicht von sich aus hat. Und damit fühl es sich nach dem Ansprechen automatisch "erzwungen" an.


    Besser macht das die Sache natürlich nicht. Denn im Grunde konntest du es nicht richtig machen. Sie aber auch nicht. Ergo: Es hat nicht gepasst, ihre monatelange Vorlügerei bleibt doof ohne Ende, aber am Ende kannst du dir jetzt eine Frau suchen, der es eben nichts ausmacht, wenn du so bist, wie du bist, was deine sexuellen Vorlieben bzw. Initiative angeht.

    man weiß es nicht.. und für "was wäre wenn" ists jetzt eh zu spät. sie hat ihre entscheidung getroffen, ich finde wir sind irgendwo beide schuld. sie hat mir jedoch samstag gesagt da die schuld größtenteils bei mir läge.


    ich muss nach vorne schauen.

    Zitat

    sie hat ihre entscheidung getroffen, ich finde wir sind irgendwo beide schuld. sie hat mir jedoch samstag gesagt da die schuld größtenteils bei mir läge.


    ich muss nach vorne schauen.

    Ja.


    Ihr habt nicht zusammengepasst. Wenn Du willst, kannst Du Dir überlegen, warum.


    Vielleicht kannst Du da irgendwelche Konsequenzen für die Zukunft draus ziehen.


    Aber ich habe den Eindruck, so weit bist Du noch nicht. Du würdest Dich lieber mit ihr streiten, wer von Euch beiden "schuld" ist.


    Auch das wäre eine Möglichkeit.

    Nein ich will nicht mit ihr streiten.


    Auch das "warum" überlegen macht keinen sinn mehr.


    Meine konsequenz für die zukunft ist das ich darauf achte eine partnerin zu finden die mit mir offen über ALLES reden kann. Und ich werde von vornherein versuchen initiative zu zeigen.. lieber sie sagt "hey nicht so viel" als "das ist zuwenig"

    Mittlerweile hab ich das Gefühl es geht mir langsam besser.


    Ich versuche mir klar zu machen das es einfach nicht gepasst hat. Aus welchen Gründen auch immer. Ich finde es dennoch schade wie es auseinanderging, aber es hätte ja auch deutlich schlimmer/später passieren können, wer weiß.


    Über ihre Bemerkungen warum sie ihre gefühle verloren hätte (->mangelnde Initiative) werde ich mir Gedanken machen um herauszufinden ob sie wirklich recht hat, oder woran es lag das es so rüberkam. Vielleicht lag es an ihr das ich zuwenig gezeigt habe? Sie war am Anfang wirklich extrem aktiv was Initiative anging, in allen bereichen. Vielleicht hab ich mich unterbewusst dran gewöhnt.


    Dennoch. Ich werde mein Verhalten ihre gegenüber in dieser Hinsicht analysieren und an mir arbeiten.


    Desweiteren habe ich mit einer Bekannten vermehrt Kontakt aufgenommen, wir werden regelmäßig joggen gehen. Weiterhin werd ich mich im Fitnessstudio anmelden und möchte neue leute kennenlernen. Habe meinen Freunden mitgeteilt das wenn mal wo platz ist sollen sie mich ruhig mitschleppen, ich will unter Leute.

    Zitat

    sie hat mir jedoch samstag gesagt da die schuld größtenteils bei mir läge.

    Naja was soll man dazu sagen? Sie ist halt nicht selbstkritisch genug. Wer zu wieviel Prozent schuld an dem *Aus* ist, bringt doch zu nichts. Einer ist meistens dabei, der sich selber nicht genug hinterfragt. Nehme Dir sowas nicht zu Herzen, denn wenn einer nicht genug redet, so wie sie, der hat automatisch eine Mitschuld, evtl sogar den größeren Anteil daran. Denn durch reden hätte es vermieden werden können.

    Zitat

    Über ihre Bemerkungen warum sie ihre gefühle verloren hätte (->mangelnde Initiative) werde ich mir Gedanken machen um herauszufinden ob sie wirklich recht hat

    da fällt mir beim lesen noch ein satz ein, den du gebracht hast, den du da vielleicht beim selbstreflektieren dazunehmen solltest


    du schriebst, sie hätte gesagt,daß sie das gefühl hatte, du willst nur kuscheln, egal mit wem. also sie hat sich nich gemeint gefühl- verstehst was ich mein?


    da klingt durch, daß sie nich das gefühl hatte, was besonderes für dich zu sein.


    (ich will ihr gefühl in keiner weise bestätigen, aber als anstoß zum nachdenken geben)

    Zitat

    Einer ist meistens dabei, der sich selber nicht genug hinterfragt.

    Was gibt es zu hinterfragen? Nach gerade mal einem Jahr Beziehung schwinden Gefühle, merkt man, dass es nicht so richtig passt. Passiert doch häufig.


    Ich hätte mich nicht mal so wie sie auf ein "Warum"-Gespräch eingelassen.


    Wenn du jetzt dein Verhalten darauf abstimmst, dann hast du vielleicht das nächste Mal ein solches Gespräch nur umgekehrt. Bleib doch einfach mal bei dir, das ist die viel größere Aufgabe als den Versuch zu unternehmen, sich dem jeweiligen Partner anzupassen.


    Dass du ihre Erklärungen als Schuldzuweisungen auffasst ist auch so eine Sache. Sie hat dir versucht zu erklären, warum ihre Gefühle geschwunden sind (hätte ich zum Beispiel gar nicht gemacht), und du siehst das als "sie gibt mir die Schuld." So viel zum Thema reden, macht manchmal alles nur falsch. Weil reden allein gar nicht viel bringt. Es kommt auch immer darauf an, wie es beim andern ankommt.

    Zitat

    Ich hätte mich nicht mal so wie sie auf ein "Warum"-Gespräch eingelassen.


    (...) Sie hat dir versucht zu erklären, warum ihre Gefühle geschwunden sind (hätte ich zum Beispiel gar nicht gemacht)

    Ich schon. Ich finde das gebietet die Fairness, wenn man sich nach (für mich nicht "gerade mal" 1 Jahr) einer "normalen" Beziehung (also ohne ständige Streitereien, die selbsterklärend sind) für den anderen überraschend trennt.