Ich war bis jetzt immer nur stille Mitleserin.


    Erstmal war es natürlich doof dass sie dich bis zum Wochenende so hat zappeln lassen... aber naja.


    Dass über Probleme oder Unzufriedenheit in einer Beziehung nicht geredet wird ist leider so oft ein großes Problem.


    Mit meinem Freund und mir war (dachte ich) eigentlich alles in Ordnung. Bis es PLÖTZLICH aus ihm rausgeplatzt ist er sei schon so lange unzufrieden weil dies und das und so weiter... Und es waren alles Dinge an denen man arbeiten kann und ändern kann! Aber da er nichts gesagt hatte, konnte ich es natürlich nicht wissen...


    Mit der Initiative geht es mir ähnlich. Also zumindest hab ich immer Probleme damit Initiative zu zeigen. Und mein Partner hat das auch schonmal angesprochen. Habe versucht das zu ändern. Aber irgendwas hapert da bei mir. Wenn er Initiative zeigt bin ich sofort dabei! Aber bei mir selber krieg ich es einfach nicht wirklich hin. Manchmal denk ich hey das passt ja, aber nö... dem anderen gegenüber war es wohl doch nicht Initiative genug.


    Ich glaub einfach das liegt an der jeweiligen Person... die einen warten lieber dass der andere anfängt... die anderen fangen von sich aus lieber an. Ich könnte mir vorstellen dass das einfach "Veranlagungssache" ist.


    Ich könnte sie vielleicht verstehen dass sie aus Unsicherheit die Probleme nicht klarer angesprochen hat, aber da es bei ihr dann so weit ging die Beziehung zu beenden - verstehe ich das nicht. Man kann doch nicht erwarten dass der Partner sich ändert, ohne dass er weiß dass er eventuell etwas falsch macht ":/

    Zitat

    Man kann doch nicht erwarten dass der Partner sich ändert, ohne dass er weiß dass er eventuell etwas falsch macht ":/

    Mädel, es gibt doch auch die Möglichkeit, dass eine Frau MERKT, der Mann kann sich gar nicht so einfach ändern, weil er nun mal der Kuscheltyp ist, sie aber lieber einen richtigen Kerl hätte.

    Dass die Geschichte so ausgeht, war leider von Anfang an zu erwarten. Ihre plötzliche Abkehr von der gewohnten Kommunikationsroutine bezüglich der Status- und Liebesbekundungen wies darauf hin. Man muss die Lage nicht so sehen, dass der TE monatelang beschissen wurde, denn vermutlich befand sie sich in einem Zwiespalt der Unklarheit. Einerseits hat ihr die Nähe wohl gefallen (Nähe ganz ohne Gefallen längerfristig zuzulassen lässt sich nur schwer überzeugend vermitteln) und andererseits waren da die Gründe, die gegen eine Fortsetzung der Beziehung sprachen, welche auch immer es gewesen sein mögen und denen sie letztendlich nachgegeben hat.


    Ich habe letztes Jahr etwas ganz Ähnliches erlebt, wenn auch zu einem anderen Stand, es war nämlich noch keine Beziehung. An einem Samstag war unser drittes Date. Das lief wunderbar und ich dachte beim Abschied schon daran, sie zu fragen, ob sie sich eine Beziehung vorstellen könnte. Ich entschied mich dann aber, noch abzuwarten. Am Sonntag bekam sie meinen Brief zum Valentinstag und wir führeten ein langes, zuckersüßes Telefonat. Ab Montag dann überhaupt keine Zuneigung mehr per WhatsApp, kaum noch Telefonate und nicht den Ansatz einer Erklärung. Zehn Tage später gab es dann noch ein Treffen, bei dem es sowohl Nähe als auch halbherzige Ablehnungsbegründungen gab, z.B. dass ich was Besseres verdient hätte. 14 Tage später kam dann eine endgültige Absage.


    Man muss dazusagen, dass hier ein psychologisches Krankheitsbild vorlag, auch wenn ich den Hergang nicht darauf schieben möchte. Es beeinflusste aber meine Wahrnehmung während des Geschehens, weil ich mir nicht sicher war, wie ihr Verhalten einzuordnen war.


    Ich habe allerdings nie so recht nachvollziehen können, warum man dem Partner eindeutig signalisiert, dass etwas an der Beziehung fundamental nicht in Ordnung ist und es dann aber tage- oder wochenlang aushält, überhaupt keine Erklärung abzugeben.

    Ja klar war zu erwarten das es schlecht ausgeht.. wollte es irgendwie nicht wahrhaben da ich eigentlich dachte alles ist gut, und ich sie halt nicht verlieren wollte. Aber was hättes für nen Sinn gemacht für jemand zu kämpfen der einen garnicht mehr will. Sie hat vor längerer Zeit schon innerlich mit mir abgeschlossen. Von daher sollte ich eigentlich froh sein das es jetzt passiert ist und nicht in X jahren, vlt. sogar noch mit gemeinsamer Wohnung oder schlimmerem.


    Wie gesagt.. ich mache mir klar das es nicht gepasst hat aus diversen Gründen. Nächstes mal wirds besser. Ich bin ich, und das ist auch gut so. Ich weiß woran ich vielleicht etwas arbeiten sollte und das werde ich.


    Jetzt heißts erstmal ablenken :)

    Wenn man von vornherein davon ausgeht, es wird schlecht ausgehen, dann wird es schlecht ausgehen.


    Das ist die Logik der sich selbst erfüllenden Prophezeiung.


    Ich will jetzt nicht darüber spekulieren, ob der Pessimismus einiger User dazu beigetragen hat, dass es soweit gekommen ist. Sondern ich würde gerne daran erinnern, dass Du mit unserem Beistand ganz gut über die Wartezeit hinweggekommen bist. Sonst wäre es vermutlich noch schlimmer gekommen.


    Und ja, falls es jemand nicht glauben mag, schlimmer geht immer.


    Also, lasst uns froh und munter sein, und uns recht von Herzen freuen, sage ich angesichts der herannahenden Adventszeit.


    :)-


    :-)

    Naja ich habe ja schon zu ihr vorher gesagt "will dich nicht verlieren" und "hoffe wir bekommen das hin" sowie als ich samstag zu ihr kam hab ich noch gesagt "du hast mir echt gefehlt weißt du das?" und auf nichts davon kam eine reaktion von ihr.


    Glaube da hätte ich so positiv eingestellt sein können wie ich wollte. Sie hats für sich schon bereits entschieden gehabt.

    Zitat

    Ich finde das gebietet die Fairness, wenn man sich nach (für mich nicht "gerade mal" 1 Jahr) einer "normalen" Beziehung (also ohne ständige Streitereien, die selbsterklärend sind) für den anderen überraschend trennt.

    Ich würde nicht ins Detail gehen, weil ich nicht sehen, was das für den anderen bringen könnte. Jeder ist nun mal wie er ist und ich selber will in so einer Situation auch keine Details wissen. Hat vielleicht jeder mal von jeder Seite erlebt und beurteilt es nach seinem eigenen Dafürhalten. Kommt auch darauf an, wie man sich trennt. Ich finde schon, dass sich das normalerweise schon spürbar anbahnt und man dann ja auch darüber spricht oder streitet oder was auch immer. Komplett überraschend kenne ich echt nur aus der Anfangsphase, aber 1 Jahr mit 1-3 Mal pro Woche treffen ist ja fast noch Anfangsphase in meinen Augen.

    Zitat

    Naja ich habe ja schon zu ihr vorher gesagt "will dich nicht verlieren" und "hoffe wir bekommen das hin" sowie als ich samstag zu ihr kam hab ich noch gesagt "du hast mir echt gefehlt weißt du das?" und auf nichts davon kam eine reaktion von ihr.


    Glaube da hätte ich so positiv eingestellt sein können wie ich wollte. Sie hats für sich schon bereits entschieden gehabt.

    Wollen wir uns darüber noch Gedanken machen, nachdem das Kind in den Brunnen gefallen ist?


    (Ich meine die Frage übrigens nicht so rhetorisch, wie es vielleicht klingt. Denn Du kannst Dich im Prinzip noch entscheiden, ob Du traurig sein willst, weil das Kind in den Brunnen gefallen ist, oder ob Du doch noch mal darüber nachdenkst, wie man es eventuell wieder rausholen könnte.)

    Eben. Und bisher gehts mir auch relativ gut damit. Habe zwischendurch natürlich momente wo ich sie echt übel vermisse und am liebsten hinfahren würde ums zu richten. Aber nein. Nicht nachgeben. Stark bleiben. Es hat nicht gepasst.

    Zitat

    Warum sollte ich zur ihr rennen? Sie hat 0 Gefühle mehr für mich. Sie hat klipp und klar gesagt keine Chance, auch als ich nochmal spezifisch danach gefragt habe.

    So habe ich das nicht gemeint.

    Zitat

    Habe zwischendurch natürlich momente wo ich sie echt übel vermisse und am liebsten hinfahren würde ums zu richten. Aber nein. Nicht nachgeben. Stark bleiben. Es hat nicht gepasst.

    ok.

    Zitat

    Ich würde nicht ins Detail gehen, weil ich nicht sehen, was das für den anderen bringen könnte. Jeder ist nun mal wie er ist und ich selber will in so einer Situation auch keine Details wissen. Hat vielleicht jeder mal von jeder Seite erlebt und beurteilt es nach seinem eigenen Dafürhalten. Kommt auch darauf an, wie man sich trennt. Ich finde schon, dass sich das normalerweise schon spürbar anbahnt und man dann ja auch darüber spricht oder streitet oder was auch immer. Komplett überraschend kenne ich echt nur aus der Anfangsphase, aber 1 Jahr mit 1-3 Mal pro Woche treffen ist ja fast noch Anfangsphase in meinen Augen.

    Naja du hattest ja geschrieben bzw ich hatte dich so verstanden dass du das Gespräch an sich verweigern würdest. Das würde ich eben nicht tun, weil ich das schwach (von mir) und unfair fände, wenn der andere ein Gespräch zu der von mir ausgehenden Trennung möchte.


    Und was Details für den anderen bringen, soll dann, wenn ich mich schon trenne, wenigstens der entscheiden dürfen. Wenn jemand explizit nach Details fragt, bekommt er die auch von mir, weil ich dann davon ausgehe, dass er sie wissen möchte.


    In dem Fall der mir passiert ist (im wahrsten Sinne des Wortes), war es für mich in keinster Weise spürbar, dass sich mein Freund trennen wollte. Das war eine Fernbeziehung, die ca 1 Jahr ging, aber als "Anfangsphase" werte ich das trotzdem nicht.


    Sicher, wenn sich aus Streitereien und Diskussionen schon der Trennungsgrund ergibt, braucht man ihn nicht nochmal zu wiederholen. Mache ich aber, wenn der, von dem ich mich getrennt habe, es nochmal hören muss, um damit abschließen (und mich daraufhin in Ruhe lassen*) zu können. * ist also durchaus auch in meinem Interesse

    Wie gesagt für mich fühlte sich die Beziehung bis wenige tage vorm schlussmachen eigentlich normal an.


    Es gab nie Streit oder Diskussion, sie hat nie eindeutig klar gemacht das ihr was fehlt oder ich sie falsch behandele, das etwas auf dem spiel stehen würde.


    Das einzige was von ihr kam war vor Monaten wenige kleine Andeutungen, woraufhin ich auch etwas mehr gemacht habe. Das ihr das aber nicht gereicht hat hat sie nicht weiter signalisiert sondern auf glücklich und liebe gespielt bis es dann aus war.


    Wer weiß ob das im Endeffekt der echte grund war. Ich werds und wills auch nicht erfahren, denn es ändert nichts dran das sie sich von mir trennen wollte und diesen Schritt ohne nachdenken über Chancen oder dran arbeiten durchgezogen hat.