• Meine Freundin macht mich fertig

    Hallo, Ich habe ein riesen Problem mit meiner Freundin , was sich für euch im ersten Moment vielleicht lustig anhört. Erstmal muss ich sagen das ich 28 Jahre alt bin und es leider erst meine erste Beziehung ist. Ich habe leider nicht viel Selbstbewusstsein da ich nicht besonders gut aussehe und deshalb auch sehr schüchtern bin. Nun habe ich seit 4…
  • 63 Antworten
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    Naja, als dritte Option gibt es immer noch die Änderung des EIGENEN Verhaltens.

    Bei mir hätte es nix genutzt. Wenn sie mir eine rein würgen wollte, hat sie was gefunden und Widerspruch von mir artete sofort in Streit aus. Sollte ihr Charakter ähnlich sein und mir kommt das so vor, wird er nichts ändern können.


    Also, neue Unterhose kaufen, nicht mehr fragen wann sie kommt und am besten frag auch nicht ob sie ein Getränk möchte, oder ob du helfen kannst.

    @ Tim:

    Klat ist eigenes verändertes Verhalten keine Garantie, dass die Freundin sich ändert. Aber dennoch langfristig ein sinnvoller Ansatz! ;-)

    @ Sunflower

    Nach dem wie sie der TE beschreibt, würde ich gern mal praktische Beispiele hören, wie er sich verhalten sollte.


    Neue Unterhose hatten wir schon, kein Frühstück mehr ans Bett. Was noch?

    Zitat
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    Quelle?

    Psychologie :)

    Seduction Communities bzw. Pick-Up-Theorien.


    In den 90-er Jahren kamen in den USA mehrere Bücher zum Thema "Wie kriege ich eine Frau rum?" raus. Sämtliche Titel basierten auf der Theorie, dass Frauen Männer auf ihre guten Eigenschaften als Vererber und Beschützer testen würden. Daraus abgeleitet wurden dann männliche Verhaltensweisen, die ihre Chancen bei den Frauen erhöhen würden.


    In den Seduction Communities (Foren, Blogs, Workshops) haben sich interessierte Männer dann zusammen getan, um an ihrem Verhalten und ihren Strategien zu arbeiten.


    Die Theorie ist wissenschaftlich nicht unumstritten. Es ist nachweisbar, dass Frauen selektionieren, besonders wenn sie sich längerfristig mit dem Thema Familiengründung auseinandersetzen. Gesunde, kräftige, erfolgreiche und selbstsichere Männer sind da im Vorteil. In der Regel können die sich auch gut verkaufen und haben keine Probleme Frauen kennenzulernen.


    Schüchterne, unsichere Männer haben es schwerer, jemanden kennen zu lernen. Und gemäss PU-Theorien fallen sie bei den Frauen generell durch oder geraten an sehr dominante Frauen, die sie zum Hanswurst machen.


    Nun wurden diverse Strategien entwickelt, die schüchterne und/oder erfolglose Männer im Umgang mit Frauen geschickter und erfolgreicher machen sollen. Einerseits soll der Mann an seiner eigenen Persönlichkeit arbeiten, wozu er sich und sein Verhalten und die Gründe dafür erst mal analysieren muss. Danach soll er lernen, diese erlernten Verhaltensweisen zu verändern.


    Danach kommt das Verhalten gegenüber der Aussenwelt. Auftritt, Gestik, Mimik, Interesse zeigen, im richtigen Moment auf Distanz gehen, adäquat reagieren, nicht nachrennen, die Frau verunsichern und in Zugzwang bringen, usw. usf.


    Die Theorie besagt, dass wenn ein Mann bis zu diesem Punkt alles richtig macht, er Frauen kennenlernen wird. Für ONS, Fickbeziehungen oder normale Beziehungen.


    Weiter geht es dann mit dem Verhalten in Beziehungen. Die Theorie sagt, dass in der Beziehung in der Regel die Frau die Hosen an hat. Und zwar weil sie am Sex-Hebel sitzt. Die Frau dosiert den Sex, damit hat sie den Mann in der Hand. Nun gibt es auch wieder diverse Handlungsansätze, wie Männer in einer Beziehung derart handeln können, dass die Frau den Sex-Hebel nicht ansetzen kann. Daneben werden Frauen diverse manipulative Verhaltensweisen unterstellt, die einzig dazu dienen den Mann zu verunsichern und enger an sich zu binden.


    Grundsätzlich finde ich diese Theorien nicht schlecht. Menschen – und besondern Frauen und Männer – agieren untereinander, sprich wir bedingen gegenseitig unser Verhalten. Ich denke auch, dass Männer, die an ihrer Persönlichkeit arbeiten (sich selbst bewusst werden!) persönlich und im Umgang mit Frauen profitieren (im Grunde genommen gilt aber für jeden Menschen).


    Was die Wissenschaft kritisch beäugt (und auch ich heikel finde) ist, dass Menschen hier sehr stark in Kategorien aufgeteilt werden und die Methoden als todsicher verkauft werden. In den Communities pushen sich die Männer z.T. gegenseitig extrem stark, was dazu führt, dass Männer extrem aufgewertet, Frauen hingegen zu reinen Ziel-Objekten (Targets) abgewertet werden. Und vereinzelt sind Anflüge von regelrechtem Frauenhass zu finden, was aber nicht im Sinne der PUAs der ersten Stunde ist.


    Ich denke, zwei Dinge sind der Theorie hinderlich: das eine ist, die Kunst solche Methoden virtuos anwenden zu können, d.h. ein Gefühl, dafür zu haben, wenn man aufhören muss mit der Manipuliererei. Das haben viele Menschen nicht, sie übertreiben es und der Schuss geht nach hinten los. Der andere Punkt ist, dass die ganzen Theorien zu öffentlich diskutiert und vermarktet wurden. Mittlererweiles wissen viele Frauen, was PU ist und sind argwöhnisch, wenn ihnen beim Verhalten eines Mannes grössere Diskrepanzen auffallen.


    Persönlich denke ich, dass die grosse Stärke von Frauen die Intuition ist. Das Fühlen, Spüren, mit Bauchgefühl wahrnehmen. Das ist ein enorm starkes Sensorium. Männer sind viel kopflastiger, sie spüren ihren "Bauch" oft gar nicht oder können mit dem, was sie fühlen, nichts anfangen. Ich denke, Männer würde für sich persönlich und auch im Umgang mit Frauen sehr profitieren, wenn sie lernen würden, mehr auf ihr Bauchgefühl zu hören und diese Informationen dann in ihre rationalen Entscheidungen einfliessen lassen würden.

    Zitat

    Ich denke, Männer würde für sich persönlich und auch im Umgang mit Frauen sehr profitieren, wenn sie lernen würden, mehr auf ihr Bauchgefühl zu hören und diese Informationen dann in ihre rationalen Entscheidungen einfliessen lassen würden.

    Ich zitier mich selbst ;-)


    Aber genau das würde ich dem TE raten: was für Gefühle löst das Verhalten der Freundin aus: Traurigkeit? Sich nicht geschätzt fühlen? Klein gemacht werden? Ausgelacht werden? Verhöhnt werden? Missbraucht werden? Wut? Frust?


    Und diese analysierten Gefühle dann in die rationale Auswertung und Entscheidung rübernehmen: will ich mit jemandem, der mir solche Gefühle beschert, zusammen sein? Gibt es positive Aspekte, die all das aufwerten würden (Vorsicht, wenn "Sex" die Antwort wäre)? Was macht das längerfristig aus mir? Macht mich diese Frau längerfristig zum "Krüppel"?


    Wenn man die Antworten zu diesen Fragen gefunden hat, gilt es Bilanz zu ziehen und eine egoistische Entscheidung zu treffen. Gut ist, was mir gut tut und mich stärkt. Schlecht ist, was mich kaputt macht oder schwächt. Menschen, die mir nicht gut tun, sollte ich aus meinem näheren Umfeld entfernen. Und zwar so rasch als möglich.

    Mayflower


    Das hier ist für mich in all' diesen Theorien, Strategien, Manipulationen usw., der Dreh- und Angelpunkt:

    Zitat

    Die Theorie besagt, dass wenn ein Mann bis zu diesem Punkt alles richtig macht, er Frauen kennenlernen wird.

    Man kann nicht Alles richtig machen. Genauso wie man auch nicht Alles falsch machen kann.


    Der Denkfehler, vor allem bei sowas wie dem PU ist es, von immer denselben Grundvoraussetzungen auszugehen. Das will Mann, dies will Frau, Mann hat diese Bedürfnisse, Frau hat jede Bedürfnisse....


    Nun ist aber jeder Mensch durch 100erte oder gar 1000ende kleine sowie große Begebenheiten, Vorfälle usw. in seinem Leben geprägt. Ist an den unterschiedlichsten Stellen sensibler/verletzlicher, der Eine findet Dinge attracktiv, die den Anderen wiederum abschrecken und wieder: usw...


    Ich streite nicht ab, dass es evolutionsbedingte (naturgegebenen) Umstände, Positionen geben mag, die mehr oder weniger unbewußt ablaufen, die noch immer Frauen von Männern unterscheiden (bzw. umgekehrt ;-)).


    Doch solche "Praktiken" wie eben PU, zielen eben fast ausschließlich darauf ab und von daher ist es aus meiner Sicht schon zum Scheitern verurteilt. Nicht den Menschen zu sehen, sondern nur das Geschlecht – das ist fatal.


    Wenn ein Mann zu mir sagen würde, oder mir auch nur signalisiert: "Aber "ihr Frauen" steht doch auf sowas" – "Du bist eine Frau, Du mußt darauf stehen" – dann weiß er schneller wo der Zimmermann das Loch gelassen hat als er gucken kann (kein Smilie, weil ich das absolut ernst meine).


    Der_Tim

    Zitat

    Nach dem wie sie der TE beschreibt, würde ich gern mal praktische Beispiele hören, wie er sich verhalten sollte.


    Neue Unterhose hatten wir schon, kein Frühstück mehr ans Bett. Was noch?

    Ich finde das mit dem Frühstück etwas zwiespältig: Hat sie ihn da blöd angemacht oder nur gesagt, dass sie so früh nichts essen kann?


    Ich will damit sagen: Überraschungen, Geschenke, Angebote jeglicher Art, so nett sie auch gemeint sind, dürfen nicht unter der Voraussetzung gemacht werden, dass sie auch freudestrahlend in Empfang genommen werden.


    ABER: Man sollte – als der Überraschte, Beschenkte....- andererseits den guten Willen dahinter schon erkennen und zumindest nett reagieren.


    Nur ist sie ja offensichtlich so nicht drauf sondern spielt eher die Diva.


    Was er machen kann?


    Wurde ja hier schon gesagt: Es sich nicht gefallen lassen. Den Mund aufmachen und Grenzen setzen. Je nachdem wie extrem das Gegenüber agiert auch einfach gehen, bzw. das Gegenüber bitten zu gehen.


    Wenn man sich in irgendeiner Situation beschissen/verletzt/gedemütigt (behandelt) fühlt, dann hat man das Recht so zu fühlen und man darf das auch äußern. Wie man das tut, das ist -schon wieder ;-)- der Dreh- und Angelpunkt, liegt aber ausschließlich an Einem selber. Hier ist die Grenze dazu dem Anderen eine "Schuld" zuzuweisen.


    Die "Schuld" des Anderen liegt darin wie er sich verhält, wie respektlos etc.. Er kann aber nichts dafür, wie man selber daraufhin reagiert oder agiert.


    Wenn also Verzweifelt 1984 sich ihr Verhalten (weiterhin) gefallen lässt, dann ist er selbstverständlich nicht für ihr Verhalten veranwortlich – sehr wohl aber dafür, wie er damit umgeht.


    Ich war selber bis vor 10 Jahren in einer längeren, destruktiven Beziehung. Zwar ziemlich anders gelagert als die Situation hier – dennoch sage ich heute (wie auch damals schon!): Es war immer meine Entscheidung, wann ich mich trenne, was ich wie hinnehme usw.

    Mayflower


    Was ich oben an Dich geschrieben habe, bezog sich auf Deinen ersten Beitrag, bzüglich des PU'.


    Deinem Beitrag danach stimme ich voll und ganz zu :)z ;-)

    Zitat

    Hat sie ihn da blöd angemacht oder nur gesagt, dass sie so früh nichts essen kann?

    Wenn ich es richtig verstanden habe, muß sie wohl ziemlich pampig gewesen sein.

    Zitat

    Es sich nicht gefallen lassen. Den Mund aufmachen und Grenzen setzen.

    Ich kann hier nur von meinen Erfahrungen ausgehen. Auch mir wurde mal von einer Frau geraten, meiner damaligen Freundin zu zeigen wo der Hammer hängt. Sie hatte mich auch nicht gut behandelt. Und siehe da, es funktionierte, sie hat wie ein Kätzchen geschnurrt. Aber nur so lange bis sie wieder Oberwasser hatte, dann hat sie es mich spüren lassen und mir nen Tritt verpasst.


    Diese Freundin des TE scheint nicht zu denen zu gehören, die sich was sagen lassen. Aber etwas muß sie an ihm finden. Vielleicht braucht sie einen Mann der sich gängeln läßt.


    Wäre ich selbst bei der letzten Frau devoter gewesen und hätte gesagt: Ja, du hast nie einen Unfall verursacht! AIDS ist eine Erfindung der Regierung und noch mehr Schwachsinn, dann wren wir wohl heute noch ganz dicke. Das war aber nicht mein Ding. Was ich damit sagen will ist, nicht immer hilft es sich durchzusetzen. Daher sehe ich eben auch nur diese 2 Wege für den TE.

    Der_Tim


    Ich sage nicht "setzte Dich durch" – sondern "setze (eigene) Grenzen". Noch weniger geht es darum Jemandem zu zeigen "wo der Hammer hängt", es sei denn, es ist der eigene "Hammer", womit wir wieder zu den Grenzen kommen.


    Es geht nicht darum sich selbst zu behaupten, seine Bedürfnisse/Belange durchzusetzen oder irgendwo "recht" zu haben. Sondern darum, wie wohl man sich fühlt, wie angenommen oder eben nicht angenommen. Mayflower hat das schon sehr gut ausgedrückt:

    Zitat

    Aber genau das würde ich dem TE raten: was für Gefühle löst das Verhalten der Freundin aus: Traurigkeit? Sich nicht geschätzt fühlen? Klein gemacht werden? Ausgelacht werden? Verhöhnt werden? Missbraucht werden? Wut? Frust?


    Und diese analysierten Gefühle dann in die rationale Auswertung und Entscheidung rübernehmen: will ich mit jemandem, der mir solche Gefühle beschert, zusammen sein? Gibt es positive Aspekte, die all das aufwerten würden (Vorsicht, wenn "Sex" die Antwort wäre)? Was macht das längerfristig aus mir? Macht mich diese Frau längerfristig zum "Krüppel"?


    Wenn man die Antworten zu diesen Fragen gefunden hat, gilt es Bilanz zu ziehen und eine egoistische Entscheidung zu treffen. Gut ist, was mir gut tut und mich stärkt. Schlecht ist, was mich kaputt macht oder schwächt. Menschen, die mir nicht gut tun, sollte ich aus meinem näheren Umfeld entfernen. Und zwar so rasch als möglich.

    Wenn mir etwas nicht gut tut, dann habe ich viele Wahlmöglichkeiten zu handeln:


    - ich nehme es hin, schlucke es runter und hoffe auf Besserung die von alleine kommt


    - ich spreche es an, versuche gemeinsam mit dem Anderen einen Kompromis zu finden


    - ich gehe sofort auf Abstand, haue ab oder schmeiße sie/ihn raus


    - ich haue meinem Gegenüber in die Fresse wenn mir nicht passt was er tut/sagt


    - ich leide still vor mich hin und überlege mir Strategien den Anderen zu ändern....


    ...usw.....


    alle diese und noch mehr Punkte sind meine alleinige Entscheidung, obliegen meiner alleinigen Verantwortung, wie ich mit der Situation, bzw. mit dem jeweiligen Menschen umgehe.

    @ Tim:

    Zitat

    Nach dem wie sie der TE beschreibt, würde ich gern mal praktische Beispiele hören, wie er sich verhalten sollte.


    Neue Unterhose hatten wir schon, kein Frühstück mehr ans Bett. Was noch?

    Ich meine das nicht auf der konkreten Ebene. Ich meine, weniger "ihr gefallen wollen" und mehr eigene Meinung. Das ist schwer zu beschreiben und diese konkreten Situationen sind ja irgendwie auch nur ein "Vermeiden" von möglichen Kritikpunkten. Ich meine etwas Richtung selbstbewusster, zu sich stehend, souveräner, weniger angreifbar. Mehr abprallen lassen und sich manches nicht bieten lassen.


    Dann hat sich das mit der Beziehung vermutlich erledigt, weil sie nicht mehr auf ihm rumtrampeln kann. Aber der TE kommt mir so ein bisschen wie ein anhängliches Hündchen vor, was selber keinen Charakter hat, sich aber treten lässt und dennoch wieder angelaufen kommt. Ich hatte mal in ungen Jahren so einen Freund. Der war eigentlich ein feiner Kerl (und nicht nie mies zu ihm). Aber dieses anhängliche Mir-alles-Recht-machen hatte was... charakterloses... So böse es klingt. Er ist 20 Jahre später immer noch ein guter Freund (verheiratet, mit Kindern) und hat sich wirklich zum Positiven verändert. Indem er eben nicht seine Persönlichkeit/Interessen etc. hintenangestellt hat. Er ist immer noch eher ruhig und unsicherer und sehr aufmerksam, was Bedürfnisse anderer angeht. Aber eben nicht dieses Modell "getretener Hund der wiederkommt und alles mit sich machen lässt".


    Puuh, das klingt böse. Tut mir leid.


    Letztlich ist es mies, was die "Freundin" macht. Aber es gehören zwei zu: Einer DER es macht. Und einer, der es sich bieten lässt.

    @ Mayflower:

    Zitat

    Aber genau das würde ich dem TE raten: was für Gefühle löst das Verhalten der Freundin aus: Traurigkeit? Sich nicht geschätzt fühlen? Klein gemacht werden? Ausgelacht werden? Verhöhnt werden? Missbraucht werden? Wut? Frust?


    Und diese analysierten Gefühle dann in die rationale Auswertung und Entscheidung rübernehmen: will ich mit jemandem, der mir solche Gefühle beschert, zusammen sein? Gibt es positive Aspekte, die all das aufwerten würden (Vorsicht, wenn "Sex" die Antwort wäre)? Was macht das längerfristig aus mir? Macht mich diese Frau längerfristig zum "Krüppel"?


    Wenn man die Antworten zu diesen Fragen gefunden hat, gilt es Bilanz zu ziehen und eine egoistische Entscheidung zu treffen. Gut ist, was mir gut tut und mich stärkt. Schlecht ist, was mich kaputt macht oder schwächt. Menschen, die mir nicht gut tun, sollte ich aus meinem näheren Umfeld entfernen. Und zwar so rasch als möglich.

    Dem schließe ich mich an. Habe es im Ansatz ja auch geschrieben: Der TE lässt es mit sich machen. Was macht das mit ihm, möchte er sich so fühlen, ist es ihm das wert? Und: WARUM lässt er sich so behandeln? Da sollte er mal tief in sich gehen.


    Einige der hier geschriebenen Dinge sind mies. Andere können halt so oder so aufgefasst werden. Aber wie isabell schreibt: Man kann nicht immer freudestrahlende Zustimmung erwarten bei Überraschungen und auch ein Partner muss Kritik üben dürfen. Was halt nie auf der Strecke bleiben sollte ist eine grundsätzlich Wertschätzung (die in Zeiten von Casting-Shows doch aber eh abhanden kommt, je mehr gelästert wird desto besser die Quote, scheint auch im alltäglichen Miteinander der neue Trend zu werden, leider) und der Gedanke, dass die Absicht dahinter zählte, auch wenn die Idee ein Flop war.


    Man lernt sich als Paar halt auch kennen, indem man in Fettnäpfchen latscht und kapiert, was der andere gar nicht leiden kann. Ebenso aber auch, indem man ggf. den Partner mal liebevoll (!) kritisiert.

    sunflower


    :)^


    Hierzu noch was:

    Zitat

    Aber eben nicht dieses Modell "getretener Hund der wiederkommt und alles mit sich machen lässt".


    Puuh, das klingt böse. Tut mir leid.

    Für mich klingt das nicht böse.


    Mein erster Freund, mit dem war ich 1,5 Jahre zusammen – also bis ich 17 war. Noch heute, fast 30 Jahre später sage ich: Er war zumindest damals der liebste Mensch den ich je kennengelernt habe.


    Aber ich kam nicht damit klar, dass ich ihn hätte fertig machen können wenn ich gewollt hätte und er sich trotzdem noch dafür entschuldigt hätte....es fehlten die Reibungsflächen (nicht zu verwechseln mit Streit) – aber immer diese "Ergebenheit"....ich weiß noch, u.A. meine Worte als ich Schluß machte waren: "Ich könnte zu Dir sogar 'Arschloch' sagen und Du bist mir nicht böse".


    Das ist einfach nicht authentisch. Kein Mensch macht für einen Anderen ALLES mit...

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    Sie respektiert Dich nicht, weil Du selbst Dich nicht respektierst.

    das ist doch keine schuldzuweisung, sondern eine mögliche erklärung für ihr verhalten. und ich möchte mich dem anschliessen. ist und bleibt absolut mies von ihr. aber sei scheint unterfordert mit ihm und steht vielleicht mehr auf die bösen buben. nicht jede frau kommt mit einem zu netten kerl klar. sie soll sich nen anderen kerl suchen und du dich nicht länger so bahendeln. ihr seid beide unglücklich in dieser konstellation, also müst ihr auch beide etwas ändern.

    Bin zwar absolut kein Freund von Pick Up und halte es für einen ziemlichen Unsinn, aber in dem Fall bin ich sogar ich, ein absoluter Gegner dieser Ideologie nicht wirklich abneigt dem TE zu raten sich die "Grundlagen" dieser Kunst zu verinnerlichen.


    Das Verhalten des TE ist ja durchaus verständlich. Er ist jetzt nach all den Jahren endlich zum Zug gekommen und ist für diesem Umstand aber natürlich unendlich dankbar und versucht jetzt der Frau alles recht zu machen, was diese jetzt scheinbar schamlos ausnutzt.


    Da kann man langfristig gesehen, nur eines tun. Der TE sollte wirklich seinen Mann stehen und nicht mehr versuchen dieser "Freundin" wirklich alles recht zu machen. Ihr alles nachzutragen ist wirklich ein No Go.


    Halte zwar wie bereits oben angemerkt wirklich nichts von den Pick Up Routinen und bin nach Pick UP Jargon wohl eher ein Nice Guy, aber so nett wie der TE könnte ich nie sein.


    Es wäre kein Ding, der Frau mal im Haushalt zu helfen, wenn sie mich darum bittet. Ihr auf Wunsch ein Getränk bringen Dito.


    Aber sich wie James, der Buttler zu verhalten und ihr automatisch alles nachtragen und den Versuch zu starten ihr jeden Wunsch von den Lippen abzulesen käme für mich nicht in Frage.


    Die Frage die sich mir stellt ist jetzt nur, ob es dem TE wirklich viel bringen würde, wenn er sein Verhalten ändert. Der Nutzen was die Beziehung betrifft dürfte eher gering sein.


    Wenn die Frau wirklich nur einen unterwürfigen Mann haben möchte, sie wie es der Beschreibung nach klingt, könnte sie ihn durchaus fallen lassen, wenn er etwas mehr an sich denkt.


    Das wäre aber kein großer Verlust, langfristig gesehen dürfte er von einer Persönlichkeitsentwicklung her nur profitieren, wenn er mal eine nettere Frau findet.