Meine Partnerin lässt sich total gehen

    Mir reicht’s und ich weiß nicht mehr weiter: Ich bin seit über 15 Jahren verheiratet und wir haben Kinder. Wir haben viel gemeinsam erlebt und durchlebt. Das hat uns lange zusammengeschweißt. Auch das erotische Moment war lange Zeit echt schön. Sprich wir sind wirklich lange Jahre aufeinander total abgefahren und hatten unseren Spaß.


    Und dann – ich weiß gar nicht mal so genau vor wie vielen Jahren es begann – hat sich alles so geändert: Nun lässt sie sich gehen, die Körperhygiene hat dermaßen nachgelassen, dass ich keine Lust mehr habe, sie zu küssen oder Sex mit ihr zu haben. Ich will nicht zu sehr in die Details gehen, aber ich habe keinen Hygiene Fimmel, ehrlich. Ich bin eher der Typ, der auf Körpergeruch steht als auf Parfüm. Aber doch bitte keinen penetranten Schweißgeruch, oder eine Woche ohne mal den Körper zu duschen oder zu baden… Und das man mal pupst ist auch o.k., aber als Frau den Hintern extra rauszustrecken und lautstark zu pupsen finde ich sehr befremdlich. Solche vulgären und unästhetischen Handlungen unterstellt man doch sonst uns Männern ;-P!


    Ich habe es ihr lange versucht, schonend beizubringen. Dann wurde ich immer direkter. Bis ich es eigentlich aufgegeben habe. Als ich vor etwa einem Jahr deutlich merkte, dass ich diese Frau nicht mehr lieben kann, wurde ich sehr direkt und habe genau formuliert, was sie ändern soll, wenn sie sich nicht trennen will. Schließlich haben wir Kinder und ich hänge eigentlich sehr an unserer Familie.


    Nach unserer Aussprache (es war wohl eher eine Ansprache ;-)) hat sie eigentlich begonnen etwas zu ändern: sie badet jetzt – dafür aber fast eine Stunde, die sie da einfach so im Wasser liegt und dann auch noch zu unmöglichen Zeiten, wenn wir z.B. eigentlich essen. So als wolle sie mir zeigen: So, das hast du jetzt davon. ??? Und seit kurzem macht sie mir Vorwürfe, dass ich ihr zu viele Vorwürfe mache. Ja Himmel, was soll ich denn tun%-|, das ist doch nicht zum aushalten! Selbst die Kinder äußern sich diesbezüglich schon manchmal.


    Beim Zahnarzt war sie auch schon sei Jahren nicht mehr, und nicht etwa, weil ihre Zähne so gut sind … Was glaubt sie, wie das endet? O.k. da ist die Ausrede Angst. Kann ich ja verstehen, wenn ich mir die kaputten Dinger in ihrem Mund so ansehe. Sch****, ich find es selber blöd hier so abzulästern, aber es muss ja mal irgendwo raus. |-o

  • 144 Antworten
    Zitat

    Aber doch bitte keinen penetranten Schweißgeruch, oder eine Woche ohne mal den Körper zu duschen oder zu baden… Und das man mal pupst ist auch o.k., aber als Frau den Hintern extra rauszustrecken und lautstark zu pupsen finde ich sehr befremdlich.

    Ich wäre wohl schon längst weg, ehrlich gesagt...:-o Das ist ja widerlich...Auf eine Frau, die sich so benimmt, könnte ich gar nimmer scharf werden. :|N Was für ein Vorbild soll das eigentl für die Kinder sein? Ne, sorry, aber ein unhygienischer Partner bzw Partnerin ginge für mich so überhaupt garnicht, da würd ich mich trennen. :|N

    O.k., ich habe die Nacht kein Auge zugetan, weil mich das alles so fertig macht. Aber ich will mal versuchen, den Faden weiter zu führen. Das ist eigentlich erst der Anfang. Also, erstmal gibt es ja immer für alles eine Ursache. Das mit dem extremen Schweißgeruch habe ich auf privaten und beruflichen Stress zurückgeführt, sozusagen Stressschweiß. Es war auch aus der Kleidung kaum rauszubekommen. Habe diesbezüglich einiges im Internet gelesen und halt auch gesehen, dass ich nicht alleine bin mit so einem Problem.


    Ich sah, dass meine Frau ja nur bedingt etwas dafür konnte, und hatte deshalb Schuldgefühle, dass mich dieser Geruch so abstößt. Auf der anderen Seite warf ich ihr vor, sich zu sehr gehen zu lassen (Waschen hilft gegen Geruch :=o), was wiederum zwar durch ihren Stress zu erklären war. Allerdings muss es doch auch mal ein Ende haben!


    Und das Stress auch auf den Magen schlägt, ist ja auch nicht selten. Also auch für das andere eine Erklärung. Dann nimmt sie sich auf der Arbeit vermutlich zusammen und unterdrückt es. Und das kann ja auch nicht gut sein. Zuhause soll man sich ja wohl fühlen, und darf sich auch mal gehen lassen. Also hab ich auch da (zu?) lange geschwiegen.


    Jetzt ist das mit dem Schweiß zur Zeit beendet - wollen hoffen für immer!!! Wobei ich allerdings nicht verstehe, wieso sie sich nicht mal eben morgens oder abends unter die Dusche stellt, statt da anscheinend Seifenfrei und Buch lesend stundenlang in der Wanne zu hängen, wenn Familienprogramm angesagt ist. ??? Ich sehe ja auch zu, dass ich solche Dinge kurz und schmerzlos sowie möglichst außerhalb des Familienprogramms erledige.


    Was mich aber am meisten aufregt ist, dass sie mir jetzt vorwirft, dass ich an ihr rumkritisiere. Aber mich turnt das halt alles so unheimlich ab. Wir haben versucht unser Sexleben zu aktivieren, das klappt aber so nicht. Dann befürchte ich, dass es eigentlich schon zu spät ist. Mittlerweile bin ich so "allergisch" gegen vieles an ihr, dass ich Angst habe, sie gar nicht mehr erotisch finden zu können.


    Ach Mist, was mache ich bloß? Vielleicht fehlt mir ja nur die Geduld? Schließlich braucht es Zeit, etwas zu verändern. Allerdings habe ich in diesem Faden Ungepflegter Partner eher das Gefühl bekommen, die Menschen ändern sich in diesen Dingen eh nicht?! Aber sie scheint sich ja geändert zu haben. Jedenfalls hat sie diese Sachen früher nicht gemacht. Oder es lag daran, dass sie jünger war und es deshalb egal war???


    Oh Mann, ich will ja nix anderes, als sie wieder "riechen zu können" ...:°( Warum kümmert sie sich nicht um sich? Sie könnte ja auch mal zum Arzt gehen, ob ihr mit dem Magen was fehlt! Ihre Vorgehensweise bei solchen Dingen ist immer Abwarten, ob es nicht von allein verschwindet. Und wenn ich mich um mich und meinen Körper und meine Gesundheit kümmere lästert sie darüber. Auch wird belächelt, dass ich mittlerweile mehr Pflegeprodukte verwende als sie hat.


    Aber das ist ja falschrum: die fünf Teile sind doch nicht wirklich viel! Ich nehme eine Handcreme wegen extrem trockner Haut im Winter, gelegentlich eine Fußcreme gegen Hornhaut, täglich ein Mittel gegen männlichen Haarausfall, täglich 2 mal Zahnpasta und alle paar Tage Duschzeug. Selbst wenn manches übertriebene Eitelkeit oder Angst vor dem Alter sein sollte, so meine ich, dass sie sich als Partner doch freuen sollte, dass ich versuche meinen Körper attraktiv zu erhalten. Ich wäre jedenfalls froh, sie würde sich um sich kümmern! Und Zähneputzen - dafür findet man doch immer Zeit (zumindest mal abends), oder?


    Und wenn man solche Blähungen hat, kann man ja auch mal kurz nach draußen verschwinden, um wenigstens das Gröbst loszuwerden. Davon ab, kennt ihr die Unsitte, Toilettentüren offen zu lassen, wenn man auf dem Klo sitzt? Wer hat das erfunden?!


    So, jetzt seit ihr an der Reihe ...:)D

    Ich weiss echt nicht, was ich dazu noch sagen soll...:-/ Mit dem Stress- Schweiss sehe ich auch nicht als Entschuldigung, also bitte, wenn man sich ne Woche lang weder duscht noch badet...da würde jeder penetrant nach altem Schweiss müffeln, Stress oder nicht...:-/ Ausserdem vergeht es mir gerade zu frühstücken, da in mir die widerliche Vorstellung aufkeimt, dass sich die Gerüche ja bestimmt nicht auf Schweissgeruch aus den Achselhöhlen beschränken, sondern da auch andere Körperteile unangenehm riechen...:-/ Und nein, normal ist das keineswegs, auch das Vernachlässigen der Zahnpflege...:-/ Auch ganz und gar kein Vorbild für die Kinder. Es ist heutzutage ja wohl selbstverständlich, dass man 2-3mal täglich die Zähne putzt, den Zahnarzt besucht, und sich einmal täglich duscht oder zumindest gründlich wäscht (Gibt ja Leute, die bei täglichem Duschen Hautprobleme kriegen...) Und von einer Std seifenlosem Herumliegen in der Wanne wird auch keiner sauber. :-/ Da brngen 5 min duschen mit Seife, wenigstens an kritischen Stellen, mehr...Das mit den Blähungen ist auch ein Unding, also normalerweise wird schon kleinen Kindern beigebracht, dass man nicht in Gegenwart anderer so mir nix dir nix einen fahren lässt...:-/ Deiner Frau scheint ja jegliches Benehmen abzugehen, und nee, einen solchen Menschen könnte ich beim besten Willen nimmer erotisch finden...:-/ Genauso das Offenlassen der Klotür...:-/ Ich könnte das nicht, und wolte das auch nicht bei anderen...:-/ Zu dem Thema hatte ich übrigens mal eigens nen Faden eröffnet ;-D mal scheun, ob ich den noch finde...5 Pflegeprodukte sind ja garnix...da hab ich gut doppelt so viele...Nicht du machst zuviel, sie macht zuwenig an sich. :-/ Und scheint das noch für nomal zu halten...na lecker. :(v

    Hexenheuler


    Denke, dass Dich Deine Frau sozusagen hautnah an ihrer "seelischen Verwahrlosung" teilhaben lässt, die sich allzu oft in der Vernachlässigung der körperlichen Hygiene äußert und auf das Umfeld auf eine sehr merkwürdig anstimmende und wenig nachvollziehbare Art ein Hinweis ist, dass in den Tiefen der Psyche Deiner Frau etwas ganz furchtbar aus dem Ruder läuft, denn diese Vernachlässigung ist ein selbstzerstörender Akt, mit dem die Leute nicht nur ihrer Umgebung, sondern auch sich selbst demonstrieren, wie wenig sie sich wert sind.
    Und ich vermute, ihre wilde Rumpupserei, wenn sie dieses Verhalten erst entwickelt hat, ist ebenso eine Art des Protests. Auch dass sie sich zu den unmöglichsten Zeiten stundenlang in die Badewanne legt und tatenlos darauf wartet, dass der Schmutz von alleine abfällt ist ein Indiz dafür. Ich denke, Deine Frau braucht keinen Benimm-Kurs in Hygiene, auch geht es nicht darum, ob und wie Du Deine Frau wieder erotisch anziehend finden kannst, sondern meine, Deine Frau braucht dringend therapeutische Hilfe.

    @ Sydney

    Danke@:), ich frag mich, wieso ich da nicht von alleine drauf gekommen bin! Das erklärt auch noch viele andere Dinge und passt auch zum Stress, von dem ich oben sprach. Denn es handelt sich die ganze Zeit um seelischen Stress. Sie hat auch schon mal eine Therapie zur Trauerbewältigung gemacht. Es gibt wirklich einiges, durch das wir in den letzten Jahren belastet wurden.


    Und dann ist der ganz normale Wahnsinn mit Kindern ja da. Ich habe immer nur gesehen, wieviel Arbeit für Familie, Erziehung, Haushalt und Beruf an mir hängen bleibt. Dabei entwickelte sich immer mehr das Gefühl der Einseitigkeit: das ich sie zwar so gut es geht unterstütze, von ihr aber keinen Halt zurückbekomme (hatte kürzlich auch einen Totalzusammenbruch mit Diagnose "Burnout") und schon rutscht man in die Vorwurfsfalle.


    Dabei ist sie einfach nur krank und braucht Hilfe. Diese Erkenntnis hilft mir wirklich weiter. Denn jetzt ändert sich der Fokus meiner Überlegungen. Das gibt Kraft für einen Neuanfang im neuen Jahr. Danke :)*!

    @ Damian

    Und auch dir danke ich, denn es ist auch schön mal zu sehen, dass man da ganz normal dran verrückt wird. Ich weiß nämlich bald nicht mehr, was noch normal ist. Etwas abschwächend möchte ich noch sagen, dass meine Frau ja arbeitet und im normalen Alltag nicht auffällig ungepflegt erscheint (die Phase mit dem extremen Geruch ist ja vorüber).

    Zitat

    auch geht es nicht darum, ob und wie Du Deine Frau wieder erotisch anziehend finden kannst

    Es geht auch darum, aber nicht nur... Es gab letztes Jahr mehrere Situationen, in denen ich kurz davor war mich zu trennen. Und dann haben wir versucht, mehrere Rettungsaktionen zu starten: waren gemeinsam schöne Klamotten für sie kaufen; haben viel abends geredet, wenn die Kinder im Bett waren; haben versucht die einschlafende Erotik durch verstärkte Einbringung sexueller Phantasien zu beleben und sind zuletzt zur Paartherapie, wo wir bisher 4 Sitzungen hatten.


    (Ich seh' schon, das hätte vielleicht eher unter Psychologie als unter Beziehungen platziert werden sollen.) Jedenfalls fiel mir immer wieder ihre seltsame Selbstwahrnehmung auf. So sagte sie zur Therapeutin, sie könne mich ja klassisch verführen, habe aber keine Lust dazu. Dabei hat sie den Sockel, auf den ich sie als Frau gestellt habe, dermaßen demontiert, dass ich ihr das total abspreche. Ich war in dem Moment peinlicht berührt von ihrer totalen Selbstüberschätzung.


    In Bezug auf die Schweiß-Geschichte sagte sie, zu dem Zeitpunkt hätte sie ohnehin nicht attraktiv auf mich wirken wollen. Für mich ist es aber sehr wichtig, meinen Partner "riechen zu können". Als ich durch den Geruch abgestoßen wurde, fiel es mir schwer, ihr nah zu sein, sie zu trösten. Das geht viel tiefer. Es ging nicht nur darum, ob ich gerade mit ihr Sex wollte, da der Geruch sich ja in der Kleidung festsetzte und mich somit fast jeden Tag – beim Wäschewaschen, in ihrer Nähe – umgab.


    Das war übrigens der Ausgangspunkt unseres Problems. Zu dieser Zeit waren wir dermaßen voneinander entfernt, dass ich mich in eine andere Frau verliebt habe, die natürlich all das in besonderem Maße hatte, was ich bei meiner Frau vermisste: Selbstbewusstsein, Ausstrahlung, Power, Charme, Sexappeal, ...:p>

    Hexenheuler


    Natürlich geht es in einer Ehe um Erotik, keine Frage ;-), denke trotzdem, dass diese Rettungsversuche mit neuen Klamotten ... wie soll ich das sagen... auch wenn Deine Frau Engagement zeigte, Euer, bzw. IHR eigentliches Problem, dessen sie sich wahrscheinlich gar nicht bewußt ist, nicht tangierte.
    Wahrscheinlich bräuchtet Ihr erst einmal gar keine Paartherapie, denn ich denke, die Probleme Deiner Frau liegen wesentlich tiefer. Du schriebst da etwas von Trauerbewältigung und ich denke, da könnte der Hund begraben liegen, denn hygienische Verwahrlosung hat ganz viel mit Selbstaufgabe, Verweigerung und Protest zu tun...
    Ist zwar alles nur Spekulation, aber ich vermute, Deine Frau befindet sich in einer Krise, in der dieser Satz zum Tragen käme:
    Liebe mich, wenn ich es am wenigsten verdient habe, denn dann brauche ich deine Liebe am meisten.

    Zitat

    Liebe mich, wenn ich es am wenigsten verdient habe, denn dann brauche ich deine Liebe am meisten.

    Wow, das klingt ziemlich weise - und vermutlich ist da ne ganze Menge dran!


    In Bezug auf meine Kinder kann ich mir das auch sehr gut vorstellen. Bin aber doch nicht der Therapeut meiner Partnerin! Ich bin auch kein Heiliger und meine Märtyrer-Zeit wollte ich eigentlich eher beenden. Es ist so, dass ich auch am Limit bin.


    Während ich das hier schreibe steht mein Kleiner neben mir, und futtert die Rohkost, die er mit mir eben geschnibbelt hat. Er hat immer noch den Schlafanzug an und die meiste Zeit des Tages vor dem Fernseher verbracht, bist ich nach Hause kam. Meine Frau hatte "Lust auf einen Gammeltag", bzw. keine Lust, was aktives zu unternehmen. :(vZumindest hat sie auch mit ihm gespielt. Sie liegt gerade in der Badewanne und spielt dabei Nintendo.


    Insgesamt bin ich sehr unzufrieden mit der Gesamtsituation in unserer Familie:°(. Der Umgangston zwischen allen ist barsch. Die Kinder streiten viel miteinander. Unsere Tochter ist weinerlich und hat Wehwehchen (Bauchschmerzen, Aua hier, Aua da). Die Kinderärztin sagt, sie braucht viel Liebe und Aufmerksamkeit, da sie sehr sensibel ist und auch die Schwierigkeiten zwischen den Eltern mitbekommt.


    Und so geht das jetzt seit Jahren {:(. (Jetzt ist der Kleine in seinem Zimmer und dängelt irgendwas gegen die Zimmertüre - an Konzentration ist nicht zu denken).

    Hexenheuler,


    ich hab fast keine Ahnung vom Thema Psychologie und möchte mir auch nicht anmaßen mit irgendwelchen Theorien oder Diagnosen um mich zu werfen, aber mir kommt es so vor, als ob deine Frau wirklich ernsthafte Probleme hat (lässt sich gehen, ist sogar für die Kinder nicht mehr da, kapselt sich ab und hat auf nichts mehr Lust... etc.).


    Hatte sie vielleicht schon einmal Probleme mit Depressionen oder ähnlichem? Du sagst, sie sei shcon in Therapie? Gibt es denn seitdem Fortschritte, bzw. geht es ihr/ euch seitdem besser? Ich weiß nicht genau, wie da die Symptome einer Depression aussehen, aber vielleicht kennt sich hier ja jemand damit aus?!


    Ich wünsche dir Durchhaltekraft und Mut, an eurer Ehe festzuhalten, auch wenn es schwierig erscheint, denn Sydneys Zitat am Ende ihres Beitrages beinhaltet ganz viel Wahres :)^:)*

    Hexenheuler


    Bin aber doch nicht der Therapeut meiner Partnerin! Ich bin auch kein Heiliger und meine Märtyrer-Zeit wollte ich eigentlich eher beenden. Es ist so, dass ich auch am Limit bin.


    Ok, verstehe, aber was heißt das? Bitte verzeih, wenn ich jetzt direkt frage, aber worum geht es Dir? Willst Du, wenn Du schreibst, Du bist kein Heiliger, einfach ein wenig Ablenkung und Spaß mit einer anderen Frau, oder doch ganz aus Eurer Ehe aussteigen, oder denkst Du, Du kriegst sie mit einem Ultimatum, so nach dem Motto: "Entweder Du kriegst Dein Leben schnellstens wieder in den Griff, oder ich bin weg", wieder zur "Besinnung"? Nun, so einfach wird das nicht funktionieren. Aber es wäre hilfreich, wenn es Dir gelänge, sie mit viel Verständnis zur Einsicht zu bewegen, dass sie therapeutische Hilfe braucht, denn dass sie gemeinsame Familienaktivitäten sabotiert ist ja auch ein Zeichen der Verweigerung.


    Hexenheuler, natürlich bist Du nicht der Therapeut Deiner Frau, das ist auch nicht Deine Aufgabe, aber Du hast Deine Probleme geschildert und wie es aussieht verbergen sich hinter den Verhaltensweisen Deiner Frau, mehr als nur eine Ehe-Krise. Das heißt, bitte versteh mich nicht falsch, es geht eigentlich um mehr, als Dir Verständnis und Trost entgegen zu bringen, in dem man Dich versteht und bestärkt, dass Du keine Lust mehr auf diese Frau hast, die stinkt oder sich anderweilig vernachlässigt und gehen lässt. Verstehst Du, was ich meine?
    Aber nichts desto trotz ist es ganz alleine Deine Entscheidung, was Du daraus machen wirst und welche Schlüsse Du ziehst, meiner Meinung nach aber ist die verquerte sexuelle Kiste Euer geringstes Problem, auch wenn Du das ganz anders empfinden magst.


    Und zum Schluß noch kurz zu Eurem "barschen Umgangston". Ich schätze, wenigstens Du gehst mit gutem Beispiel voran, um Deinen Kindern (wie viele sind es eigentlich und in welchem Alter sind sie?) eine sichere, vertrauensvolle Atmosphäre zu schaffen. Nicht wahr? Und wie ist das bei Euch eigentlich unter der Woche? Ist sie zuhause und Du gehst arbeiten? Macht sie irgendwas? Geht sie raus, hat sie Freundinnen? Und was macht Ihr abends oder an den Wochenenden?

    Ich sehe auch ein psychisches Problem bei deiner Frau. Ist es vielleicht nach einer der Kindergeburten so schlimm geworden? Das du an ihrer Art verzweifelst kann ich schon verstehen, aber meinst du, das sich eure Probleme damit verringert haben, indem du Trost bei einer anderen Frau gesucht hast? Diese Affaire wird doch ewig zwischen euch stehen. Erzählst du ihr es, wird sie noch tiefer rutschen, behälst du es für dich, zieht das schlechte Gewissen dich irgendwann runter. Ich würde nicht nur vorschlagen, das sie in Behandlung geht, sondern ihr als Familie auch. Sieht so aus, als wenn eure Kinder auch schon drunter leiden. :)z

    Zitat

    Willst Du, wenn Du schreibst, Du bist kein Heiliger, einfach ein wenig Ablenkung und Spaß mit einer anderen Frau, oder doch ganz aus Eurer Ehe aussteigen, oder denkst Du, Du kriegst sie mit einem Ultimatum, so nach dem Motto: "Entweder Du kriegst Dein Leben schnellstens wieder in den Griff, oder ich bin weg", wieder zur "Besinnung"?

    O.k., ich denke, ich sollte hier mal meine Seite näher beschreiben. Das mach ich gleich, im Augenblick komme ich nicht dazu. Das ist aber gleichzeitig bereits ein Teil dessen, was ich meine. Meine Frau liegt im Bett, und der Kleine will dauernd zu ihr oder mit seiner Schwester spielen, die aber auch gerade knatscht.

    Hi


    Ich habe Deinen Faden und auch die bisherigen Antworten dazu gelesen.


    Ich bin der gleichen Meinung wie redheadlove, ohne auf dem Gebiet Experte sein. Ich bin selbst ziemlich depressiv, bei mir äußert sich dass nicht darin, dass ich meine Körperhygiene vernachlässige, aber ich habe zum Beispiel gravierende Probleme, unangenehme Post oder emails zu öffnen und verschlafe auch ganz gerne mal einen Tag. Ich glaube, dass sind aber nur unterschiedliche Symptome, jedoch die gleiche Ursache.


    Wenn das bei deiner Frau so sein sollte, wird es denk ich kontraproduktiv sein, wenn Du sie unter Druck setzt, an ihren Problemen etwas zu ändern.


    Ich habe das Problem, mit meinen 26 Jahren noch nicht wirklich viel auf die Beine gestellt zu haben, verschließe mich deswegen gegenüber allem, was mit meiner beruflichen/finanziellen Zukunft zu tun hat, deswegen neige ich dazu, unangenehmer Post oder auch unbequemen Tagesabläufen aus dem Weg zu gehen.


    Vielleicht hat Deine Frau ein inneres Problem mit ihrem Körper und vernachlässigt sich deswegen, um sich nicht mit ihrem Körper auseinanderzusetzen. Wenn sie aus dem Grund depressiv sein sollte und Du sie unter Druck setzt, tut sie halt beim Baden nur so, als ob sie sich waschen würde, kann sich aber nicht mit sich/ihrem Körper auseinander setzen und macht sich, während sie in der Wanne sitzt, selbst total fertig.


    Sag ihr vielleicht mal, was Du an ihrer Erscheinung positiv findest und bau sie ein bißchen auf, auch wenn es dir vielleicht schwer fällt. Hab Geduld mit ihr, wahrscheinlich fühlt sie sich selbst in ihrer Haut nicht wohl und mit jeder Ansprache von dir wird ihr Problem nur schlimmer.


    Gruß r

    Wie sieht es denn mit der Hygiene bei den Kindern aus? Legt sie denn darauf wert? Oder musst du es machen? Was ist mit der Hausarbeit? Geht sie arbeiten oder ist sie Hausfrau? Schreib doch mal.:)z