• Meine Partnerin lässt sich total gehen

    Mir reicht’s und ich weiß nicht mehr weiter: Ich bin seit über 15 Jahren verheiratet und wir haben Kinder. Wir haben viel gemeinsam erlebt und durchlebt. Das hat uns lange zusammengeschweißt. Auch das erotische Moment war lange Zeit echt schön. Sprich wir sind wirklich lange Jahre aufeinander total abgefahren und hatten unseren Spaß. Und dann – ich…
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    Seltsam, erst muss ich gegen das Bild von Frankensteins stinkender Braut angehen, jetzt gegen das der verwahrlosten Brunnenkinder. Sehe ich alles so defizitär, dass meine Äußerungen solche Horrorvorstellungen bewirken? Sicher, die anderen bekommen alles scheinbar immer ganz "lässig" hin, selbst mit schwierigen Situationen scheinen sie problemlos fertig zu werden.


    Hallo? Gibt es da auch Eltern, die eingestehen, dass sie auch Fehler machen? Dass sie mit ihrem Verhalten nicht immer zufrieden sind. Das es Zeiten gibt, in denen sie denken, ihrer Aufgabe nicht gewachsen zu sein? Ich jedenfalls bin genau in so einer Zeit, und nein, ich kann nicht mit behinderten Kindern dienen.


    Natürlich habe ich versucht professionelle Hilfe zu bekommen. Habe eine Odyssee von Arzt zu Arzt hinter mir wegen der Migräne und mit den Kindern eine Kur gemacht. Danach ging es auch erstmal wieder bergauf. Und dann kamen weitere Schicksalsschläge. Seit dem Sommer hat die Migräne erneut begonnen und seit November fühlte ich mich total überlastet und von meiner Frau enttäuscht. Und ja, ich bin in Therapie und werde auch versuchen, meine Frau zu einer zu bewegen. Die Migräne scheine ich langsam wieder in den Griff zu bekommen und psychisch geht es mir auch wieder besser, allerdings mit Pillen.

    Es mag nicht mein Hauptproblem sein,

    aber jetzt würde ich gerne zum Thema zurückkommen!


    Es scheint mir so zu sein, dass manche Partner sich einfach mit der Zeit immer mehr gehen lassen. Das wird ja durch die Studie zum Fremdgehen unterstützt (36 %!). Gibt es hier wen, der das auch erlebt hat, und der sich traut, davon zu erzählen?


    Woran kann das liegen?


    Kann ich erkennen, ob es sich um ein verstecktes psychisches Problem handelt, oder einfach um eine intrinsische Charaktereigenschaft?


    Warum gibt es eigentlich soviel Abwehr dagegen, sich mal für seinen Partner schick zu machen von Seiten der Frauenwelt? ("Iiiiih, bloß keine Pumps!")


    Belächelt ihr Frauen den männlichen Kampf eurer Partner gegen Haarausfall, Bauchspeck, etc. als Eitelkeit oder denkt, die haben Angst vorm Alter? Oder freut ihr Euch, dass die Jungs was tun für ihr Aussehen.


    Eben alles, was damit zu tun hat, dass der Partner es einem auch nach Jahren noch Wert ist, sich zu pflegen und auch mal schick zu machen.:p>


    Und was ist mit der These: Bevor Mann Frau sagt, dass sie zu schlampig wird, trennt Mann sich lieber, da Mann weiß, Frau reagiert eingeschnappt oder schlimmer, ändert aber nix. Geht natürlich auch andersrum.


    Damit ist mein Seelenstrip erstmal beendet :-p und ihr seit mal an der Reihe *:)

    @ Hexenheuler,

    warum hast du denn nicht schon früher geschrieben das du in Therapie bist und Tabletten nimmst??? Hätte man sich so manchen Beitrag sparen können. Jetzt ist es noch wichtig deine Frau in Therapie zu bekommen, und dann seit ihr schon mal auf dem richtigen Weg. Was sich über Jahre eingeschlichen hat, das wird man nicht von heut auf morgen wieder los. :)^

    *:) Hm, gibt wohl nix mehr mit dem eigentlichen Thema? Schade.

    Also dann noch ein paar Nachträge:

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    Verwahrlost hat keiner geschrieben!

    Wörtlich nicht, aber:

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    Kinder sind aber nunmal kein Fernseher oder Radio. Bevor man Kinder in die Welt setzt muss man sich mit allen Konsequenzen klar sein ob man dieser Aufgabe gerecht werden kann.

    Natürlich hast du Recht. Nur kann man auch nicht jeden Fall vorher abklären und überblicken. Dass z.B. der Partner irgendwann einmal psychische Probleme bekommen könnte und einen im Haushalt überhaupt nicht mehr unterstützen kann, man arbeiten, den Haushalt und die Kinder machen muss, kann man vorher weder riechen, noch geht man davon aus, wenn man sich für ein Kind entscheidet.

    Wer hat gesagt, dass unser erstes Kind ein Wunschkind war? Kann man sich nicht Gründe vorstellen, die leicht erklären, weshalb wir zwei Kinder haben könnten, obwohl wir uns das erste und das zweite nicht gewünscht haben? Habe ich jetzt gesagt, dass ich meine Kinder nicht gewünscht habe?


    Es ist nicht immer alles so einfach .. und ich kann auch nicht jedes Detail hier ausführen .. dass ich z.B. vorübergehend Tabletten nehme .. ob ich viel oder wenig Alkohol trinke .. ob ..


    M.E. kann man ja mal nachfragen, statt direkt so schnell zu urteilen :)z.

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    Jetzt wo das Mädchen fasst in den Brunnen gefallen ist

    ??? Falls ich das richtig verstehe, bezieht sich das auf die beschriebene Situation. Dann ist es nur teilweise so: Meine Tochter leidet meist darunter, dass unser Kleiner so viel Aufmerksamkeit auf sich lenkt .. aber das gehört wohl eher in den Bereich "Erziehung", als hier her. Aber du hast schon Recht, für die Kinder ist so eine Lage nicht einfach.

    ich habe zwar nur ein paar beiträge gelesen, aber dazu möchte ich sagen, dass man eigentlich schon für sich selbst gut aussehen sollte. hygiene ist ein absolutes muss. gestylt rumlaufen ist ne andere sache. im normalen alltag laufe ich "normal" rum. das heisst ordentlich gekleidet, augen etwas betont und im allgemeinen eben "ansprechend".


    aufstylen in dem sinne kommt nur bei mir vor, wenn ich was vor habe oder wenn ich mal wieder lust habe mich etwas hübscher zu machen. klar kann man das auch jeden tag machen, aber auch das wäre irgendwann wieder alltag. deswegen mal ab und an und mein freund findet es auch nett :-)


    zu hause lauf ich auch mal in jogginghose oder schlabberlook rum. aber mein gott, solche tage hat man nunmal und mein freund ist handwerker. das heisst ihn seh ich die woche über nur in arbeitsklamotten.


    was deine "pumps" betrifft hat mein freund ne tolle einstellung. erstens mag er solche klackerschuhe nicht und zweitens weiss er, dass man sich die füße in den dingern kapputt macht. man kann auch "geil" ;-) oder fraulich ohne stöckels aussehn.


    ich denke viele kommen in so einen trott rein, dass sie denken ihren partner "sicher" zu haben. man macht weniger aus sich, pflegt sich eventuell weniger usw.


    aber das sind meiner meinung nach charaktereigenschaften (leider schlechte)


    hygiene zb ist eine sache die sein muss und nicht um des partner willen!

    Ja, für einen normal gesunden Menschen ist es so, aber wenn einer in der Seele krank ist kann auch ein sonst normaler Tagesablauf zur Qual werden, und da braucht man therapeutische Hilfe.:)z

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    man macht weniger aus sich, pflegt sich eventuell weniger usw.


    aber das sind meiner meinung nach charaktereigenschaften

    Nein, das stimmt überhaupt nicht. Ich habe einen Fall in meiner Familie (mein Schwager), welcher solch eine "Theorie" widerlegt. Er hatte lange Zeit keinen Job und vernachlässigte sich. Als er aber Arbeit fand und demnach sein Selbstbewußtsein zurückkehrte, änderte sich seine Hygiene von einmal die Woche duschen auf einmal täglich!


    Ich habe jetzt mal den ganzen Faden durchgelesen und ich sehe unglaubliche Parallelen zwischen Hexenheuler's Fall und meinem (mir und meiner Frau).


    Zwar kann ich nicht sagen, daß meine Frau ihre Hygiene vernachlässigt, aber sonst sind die "Symptome" ganz ähnlich. Auch ich fühle mich "burned out" nach 10 Jahren Partnerschaft/Ehe und vernachlässigter Pflichten meiner Frau gegenüber ihren Kindern und daraus resultierenden Problemen in unserer Partnerschaft.


    Und ich bin....ja! Der "liebe" Stiefvater.


    Ich schreibe das nachher mal ganz ausführlich, muß leider jetzt los was erledigen.


    Bis dann.....Hexenheuler, du bist nicht allein auf weiter Flur damit;-)


    Gruß

    @ hexenheuler

    kann es sein das du ihre krankheit nun als entschuldigung hernimmst für ihre unzureichende hygiene???


    wenn sie sich nicht mal mehr selbst um sich kümmern kann habe ich eine wage vermutung wie sie sich um die kids kümmert und wie die rumlaufen.


    bist du dir sicher das die kids nicht wo anders besser aufgehoben wären?:-/


    lg

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    bist du dir sicher das die kids nicht wo anders besser aufgehoben wären?

    Na ja.....ich denke das würde alles noch viel schlimmer für die Kinder machen:)z Selbst wenn die Eltern überfordert sind, heißt das noch lange nicht, daß die Kids nicht geliebt werden. Und die Kinder von ihren Eltern wegreißen? Ach komm, es ist doch alles so schon schwierig genug :-o


    Wie gesagt, ich werde später noch ausführlich auf meine Geschichte zurückkommen. Bei mir ist es ähnlich, nur daß unsere "Sprößlinge" schon erwachsen, bzw. fast erwachsen sind.


    Bis später,

    @ donna82,

    nun übertreibst du aber maßlos. Die Kids sind doch nicht verwahrlost. Er kümmert sich doch, und wären sie es, hätte die Schule oder der Kita schon das Jugendamt eingeschaltet. Ist doch auch nicht schlimm, wenn die Kids am WE mal den ganzen Tag im Pyjama rumlaufen. Die kids brauchen auch mal ne Auszeit, die müßen nicht den ganzen Tag von den Eltern beschäftigt werden. Und wenn sie mal ein TV TAG machen, tun wir Erwachsenen doch auch. ;-)

    Morgääähn:)D! Erstmal Danke Brooks&Dunn!

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    Hexenheuler, du bist nicht allein auf weiter Flur

    Jaaaaaahhhhhh! Mehr davon :-D.

    Zitat

    die kids nicht wo anders besser aufgehoben wären?

    Die Brunnenkinder? Na klar! :(v


    Wenn vielleicht mal alle versuchen würden, sich meine Familie nicht als totalen Horrorladen auszumalen??? Schaltet mal einen Gang runter, bitte, mir wird ja ganz schwindelig.

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    wenn sie sich nicht mal mehr selbst um sich kümmern kann habe ich eine wage vermutung wie sie sich um die kids kümmert und wie die rumlaufen.

    Wir haben die klassische Rollenverteilung eher umgedreht: Ich kümmere mich bisher weitestgehend um Kids und Haushalt. Habe aber meinen Halbtagsjob aufgestockt und meine Frau ihre volle Stelle reduziert. Ansonsten: Gang runter, bitte.

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    kann es sein das du ihre krankheit nun als entschuldigung hernimmst für ihre unzureichende hygiene

    ??? Hallo? Erstens (zum letzten mal): Das mit der Hygiene ist nicht (mehr) so dramatisch, war aber zu der Zeit als sie sehr trauerte sehr drastisch. Da konnte ich auch sehen, was das mit mir macht: es stößt mich zurück und zwar nicht nur im erotischen Sinn (s.o.).


    Zweitens: Das ist ja der Punkt, weshalb ich am Anfang des Fadens ja so dankbar war. Auf diese Idee bin ich ja seltsamer Weise gar nicht gekommen! Für mich war es eine Charaktereigenschaft, mit der ich Schwierigkeiten hatte. Habe nur nicht verstanden, woher sie kam. Dachte es wäre auch eine Altersfrage, bzw. wie oben geschriegen, eine Frage des Beziehungsalters. Nebenbei: Unter "schlechtem Charakter" verstehe ich eher einen Bösewicht, da man m.E. "schlecht" hier in moralischem Sinne verwendet.


    Seelenleid macht die Sache für mich verständlich und hilft mir sehr, es mehr zu akzeptieren, allerdings doch nur als vorübergehenden Zustand.

    Danke, MGD, dein Beitrag stand noch nicht da, als ich meinen schrieb. Ihr seht, ich brauch da manchmal etwas länger, will ja nicht noch mehr falsche Vorstellungen wecken %-|. Und nichts für ungut Donna, aber da musste mal ein Schluss-Strich gezogen werden.

    Nichts für Ungut, Hexenheuler. Meine Kids (nächsten Monat 7 + 10 J.) würden tierisch auf die Barikaden gehen, wenn ich denen TV Verbot geben würde. Ich handhabe es eher amerikanisch..... Die dürfen eigentlich gucken soviel sie wollen, und da der Reiz dadurch schon genommen wurde, gucken sie gar nicht so viel. Ich halte nichts von der halben Std. am Tag, aber nur wenn sie lieb waren. Totaler Quatsch. Ich gucke abends ja auch nicht nur eine halbe Std. von einem 2stündigen Film,;-D