@ Isabell

    Zitat

    Der Punkt ist, dass man sich immer vor Auge halten muß, dass es nie für nichts eine Garantie gibt.

    Naja, ich weiß nicht. Ich finde schon, dass es die eine oder andere Garantie gibt. ;-D Solange man nicht heiratet, hat man z.B. die 100%-Garantie, niemals geschieden zu sein. ;-) 8-)


    Und dann gibt's auch vieles im Leben, wo man (gerade in den Industriestaaten) so viel selbst in der Hand hat, dass man auch von einer (Beinahe)Garantie sprechen kann: Wenn man den Führerschein macht und nicht durch die Prüfung fällt, hat man die Garantie, dass man danach Autofahren kann und darf. Oder wenn man eine Sportart (hobbymäßig) lernen will, wird das idR. auch klappen, wenn man bereit ist, den entsprechenden Aufwand zu betreiben. Natürlich gibt es immer Restunsicherheiten (man könnte ja morgen tot umfallen etc...), aber das ist eine andere Art von "Keine Garantie" als das "Keine Garantie" in "Keine Garantie auf das Treffen eines wirklich gut passenden Partners.", das ich meinte.

    Zitat

    Eine Garantie hat man niemals .

    Einfach so haben nicht. Aber wenn man erstmal jemanden gefunden hat, mit dem es gut passt, hat man m.E. schon recht viel in der Hand. Man kann sich gewissermaßen dann selbst seine Chancen auf Gelingen der Beziehung erhöhen. Man kann z.B. bei einem Gegenüber mit intaktem Selbstwertgefühl mit Beinahe-Garantie annehmen, dass es gut ankommt, wenn man die Person mit Respekt und Wertschätzung behandelt sowie, dass eine schlechte Behandlung der Person (egal aus welchen Gründen!) sich früher oder später rächen wird...

    Ich hatte gar nicht den Eindruck, dass es um Garantien geht, sondern darum, ob die TE den Glauben daran bewahren kann, dass es jemanden geben könnte, der sie genauso liebt wie sie ihn. Das ist im Grunde auch wieder ein Minenfeld, weil es darum geht, was man unter Liebe versteht, wann sie bereit ist zu glauben, dass jemand sie liebt, es aber anders äußert, ob sie vielleicht dazu neigt "zu viel" zu lieben etc. pp. Aber ging es denn vordergründig um Garantien?

    Kommt wahrscheinich auf die Definition von "Glaube" an. Die kann von einem simplen Für-Möglich-Halten über ein Für-Wahrscheinlich-Halten bis hin zur absoluten Gewissheit, dass es so kommen wird, reichen... Das größte Ausmaß an Zuversicht gibt wohl die letzte Art von Glaube. Nur wäre so eine Überzeugung m.E. primär Selbstbetrug und wenig auf Fakten basiert.

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    Mich interessieren besonders die Erfahrungen anderer Menschen mit "Päckchen", wie sie den Glauben nicht verloren oder erworben haben, dass auch sie nicht immer alleine bleiben müssen, dass doch irgendwie alles gut wird. Wie und unter welchen eigenen Bedingungen sie ihren Partner kennengelernt haben.

    Also... Ich versuch das mal.aif eine Linie zu bringen...


    Ich habe auch mehrere Päckchen zu tragen.


    Woher ich wusste, dass ich nicht alleine bleiben muss?


    Also ich wusste es nicht immer. Aber irgendwann (so mit Mitte 20 - nach einer wirklich miesen Beziehung mit Gewalt und Psychoterror), habe ich mir gesagt: "Ich lasse mir von diesem Stück Scheiße (mein ex) nicht den Glauben an die Liebe ruinieren. Ich lasse mir niemals von irgendwem den Glauben an die Liebe ruinieren!"


    Und ich wusste: egal, wie kaputt ich bin, wie schräg und falsch zusammengesetzt

    , egal, wie kaputt ich bin: ich bin liebenswert. Man kann mich lieben.


    Wir sind 7 Milliarden Menschen auf der Welt, ich bin nicht allein ??Hör dir einfach die pasenden Songs an-Musik gibt da unglaublich viel?? , ich KANN GARNICHT alleine sein mit dem, was ich fühle.


    Irgendwann kommt ER, derjenige welche der mich so akzeptiert wie ich bin, der versteht was es heißt, so wie ich zu sein und der mich trotzdem liebt.


    Das hat bis letzen Jahr März gedauerz.


    Seitdem bin ich wirklich glücklich, weil ich nen super Mann kennengelernt habe, der mir so ähnlich ist im Denken und fühlen. Ich bin zu Hause. Endlich zu Hause. Angekommen. Alltag. Gemeinsamkeit. Wärme. x:)

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    Aber ich kann sagen, dass ich aus vielen dieser tragischen Ereignisse die richtigen Schlussfolgerungen gezogen habe. Aus mir ist kein egomanes Arschloch geworden. Ich bin (Achtung, jetzt kommt eine fette Portion Selbstlob) ein tiefsinniger,warmherziger, humorvoller und ausgeglichener Mensch und darauf bin ich auch noch stolz.

    Jo! Super Einstellung, Baldurh!


    Ich sehe es auch so: wenigstens bin ich kein Arschloch geworden, das verbittert andere wegen des erlittenen Schicksals fertig macht... :-D


    Denn so wie diese Menschen, die irgendwann nichts Gutes mehr annehmen können, die Liebe nicht mal mehr dann erkennen, wenn sie ihnen in die Nase beisst, SO wollte ich auch nie werden. :|N

    @ Benutzerin005

    Dann bist Du zu beneiden, wenn Du angekommen bist, aber Dir sollte auch klar sein, dass auch Du immer an dieser Beziehung arbeiten musst und Du dich niemals zurücklehnen und sagen kannst: " So, ich habe die Beziehung erreicht, welche ich mir gewünscht habe, ich geniesse nur noch, auf welcher Basis auch immer!!!"


    Das ist nämlich der Trugschluss, den viele Frauen begehen.


    Leider sind so viele Beziehungen zugrunde gegangen und viele Partner können sich daraus nicht lösen und leben eben, "Gemeinsam - einsam", nebeneinander her bis eben der unvermeidliche Exit eines Partners kommt.


    Das übersehen die meisten nach Partnerschaft gierenden Personen.


    Wer mit offenen Augen die Paare im Leben betrachtet, sieht, je nachdem wie geschärft sein Auge ist, die kleinen aber feinen Nuancen, welche den Zustand der Partnerschaft offenbaren.


    Viele der Paare, die ich gesehen habe, haben sich nichts mehr zu sagen!!

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    Wer mit offenen Augen die Paare im Leben betrachtet, sieht, je nachdem wie geschärft sein Auge ist, die kleinen aber feinen Nuancen, welche den Zustand der Partnerschaft offenbaren.

    Wie kommt man denn auf so eine Idee? Mit "geschärften Augen" anderer Leute Partnerschaft aburteilen? :|N

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    Und ich weiß, dass es irgendwie weitergehen wird, aber ich bin mir wirklich nicht sicher, ob man jemandem diese Päckchen überhaupt aufbürden kann.

    bürdet man denn wirklich dem anderen seine last auf? Benutzerin hat es ganz schön geschrieben:

    Zitat

    Irgendwann kommt ER, derjenige welche der mich so akzeptiert wie ich bin, der versteht was es heißt, so wie ich zu sein und der mich trotzdem liebt.

    und ich würde sogar sagen, dass dieser mensch einen dann nicht trotzdem liebt, sondern gerade deswegen! der sieht, wie man mit seinen erlebnissen umgegangen ist, wie man gewachsen ist, rückschläge weggesteckt hat, sich nicht vom leben fertig machen lassen hat...

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    Wer mit offenen Augen die Paare im Leben betrachtet, sieht, je nachdem wie geschärft sein Auge ist, die kleinen aber feinen Nuancen, welche den Zustand der Partnerschaft offenbaren.

    Wie kommt man denn auf so eine Idee? Mit "geschärften Augen" anderer Leute Partnerschaft aburteilen?

    Na das ist schon interessant bzw. einem fällt schon oft was auf...Es ist bestimmt nicht so, dass jeder alle Beziehungen von außen richtig einschätzen kann und außerdem setzt ja jeder andere Maßstäbe, was eine gute Beziehung ist, aber sowas wie die Körpersprache der Partner, wie wird übereinander geredet (also in welchem Ton, nicht was) usw. finde ich oft einfach interessant und auch oft aufschlussreich. Und es stimmt, dass Leute sich da oft durch ungewollte Zwischentöne "verraten". Also ganz von der Hand zu weisen ist das nicht, finde ich.

    Das mag sein, aber warum ist das wichtig? Wieso macht man das überhaupt?


    Abgesehen davon finde ich trotzdem, dass es keine Rückschlüsse zulässt, wenn man die Leute nicht wirklich kennt, zumal es auch so unterschiedliche Vorstellungen davon gibt, was man als gute Beziehung empfindet.

    Zitat

    Das mag sein, aber warum ist das wichtig? Wieso macht man das überhaupt?

    Ich finde es auch nicht wichtig, aber manchmal kann man gar nicht anders als etwas zu bemerken. Und ih finde es spannend, um meine Menschenkenntnis zu schulen. Was nehme ich wahr, was bestätigt sich später, wo hatte ich etwas richtig eingeschätzt usw. (man muss den Leuten seine Beobachtungen ja auch gar nicht auf die Nase binden).

    Zitat

    Abgesehen davon finde ich trotzdem, dass es keine Rückschlüsse zulässt, wenn man die Leute nicht wirklich kennt,

    Einerseits ja, andererseits kann man das auch manchmal besser, gerade wenn man die Leute nicht gut kennt und der Eindruck durch Gespräche usw. verwässert wird.


    Also wie gesagt, ich finde es einfach interessant, nichts weiter.

    FaSoLa


    Mein Rat an Dich wäre, dass Du Dein 'Lebenspäckchen' in Dir nicht mehr als schwere Bürde empfindest, sondern als Deinen eigenen Reifeprozess für dieses Leben. In diesen Prozess wurdest Du geworfen, ohne daran aktiven Anteil zu haben. Du hast es Dir nicht ausgesucht, aber das Schicksal selbst auch nicht. Es ist passiert, dass zum Leben selbst dazu gehört. Den einen erwischt es mehr, den anderen etwas weniger ohne immer einges Zutun daran.


    Es gibt viele bittere und schmerzliche Erfahrungen. Viele Menschen zerbrechen daran phasenweise oder auch für immer. Wer es erlebt hat liebende Menschen zu verlieren, anfänglich positive Partnerschaften scheitern zu sehen, die brutale Härte von Krankheit, Tod und darüber empfundene Trauer - wird häufig genau dadurch ein innerlich starker Mensch.


    Das alles in Deinem Werdegang hat Dich geprägt. Aber Dinge, die man oft erlebt verlieren dadurch auch eine gewisse Art von Schrecken. Was soll noch schlimmer als die emotionale Hölle werden, wenn man bereits in ihr war?


    Nimm es für Dich zunehmend als positives Zeichen, dass Du nicht abgerutscht bist, sehr reflektiert auf Dein Leben zurück schauen kannst und sogar eigene Schwachpunkte in Deinem Alltag benennen kannst.


    Du bist heute die Persönlichkeit, die das Leben aus Dir gemacht hat. Jemand, der sich heute in Dich verliebt, kennt in den Anfängen Dein mit Dir getragenes "Lebenspäckchen" nicht. Dennoch entwickelt er empfundene Liebe und Vertrauen zu Dir. Das ist selbst dann so, wenn diese Beziehung nicht sofort ihre optimale Stabilität erreicht.


    Du hast ein innerlich geschärftes Auge für Menschen. Das ist meist bei Personen aufgeprägter, denen im Leben nicht nur die Sonnenscheinseiten gewogen waren, sondern viel Schatten und Schmerz im Leben begegnet ist.


    Du weißt aus Deiner Vergangenheit, dass Du aus falschem Instinkt heraus meist Partner erwählt hast, die Dir nicht diese Nähe gegeben haben, die Du Dir wünschst. Das hat aber nur bedingt mit Deinem "Lebenspäckchen" zu tun. Sondern eher damit, dass Du Dich vorsorglich schützen willst. Dich im voraus eilenden Glauben, was Dir eine Partnerschaft bietet ohnehin nicht bleiben wird. Innerlich schon eine Art "Vorsorgeprogramm" abläuft, damit der Schmerz am Ende nicht zu groß wird. Liege ich richtig mit meiner Vermutung? Es fehlt an stabilem Vertrauen, dass Dir so eine Liebe passieren kann, die unvoreingenommen Gefühle entstehen und wachsen lässt.


    Ein Weg aus dieser unheilvollen Schleife heraus zu finden wäre, dass Du erkennst, dass Du jemand bist der emotional gereift ist und mit den Facetten des Lebens umgehen kann. Der nicht von einer nur Illusion getragen durch sein Leben rennt, alles wird gelingen. Das tut es in vielen Leben nicht, und dennoch machen Menschen weiter. Wenn Du heute mit dem Mann und seiner Liebe zu Dir in Kontakt trittst, besteht sehr wohl die Möglichkeit, dass sie bleibt und eine tiefe Bindung erfährt. Das wird dann passieren, wenn Du für Dich zulassen kannst, Deine Vergangenheit als Wegweise in Dein Heute zu sehen, aber nicht als stetigen Prüfstein für alle menschlichen Beziehungen mit Dir als Person.


    Diese könnten wachsen und gedeihen, nicht weil Du Deine Vergangenheit hast, sondern weil Du sie bewältigen konntest ohne daran zerbrochen zu sein. Umgib Dich mit Menschen die mit positiver Energie bestrahlt sind, die durch ihre Art zu leben Hoffnungsträger für Dich sein könnten. Das kann Dir den Weg vereinfachen das Schmerzliche in Deinem Leben los zu lassen. Es gehört zu Deinem Leben, dass wird es immer. Aber es sollte Dir kein Klotz am Bein bleiben, dass Du weiter beständig hinter Dir her ziehst.


    Lerne Deine Bedürfnisse besser kennen, und tue Dir selbst Gutes. Wenn Du für Dich glückliche Momente lebst, strahlst Du es aus und es macht anziehend für Männer die Dir begegnen. Du kannst das Tempo bestimmen, wie schnell ein Mann den Platz in Deinem Herzen einnimmt. Du ihm Deine Vergangenheit offenbarst, die wichtig dafür sein wird, dass dieser Mann Deines Herzens Dich auch dann versteht, wenn Du nicht so reagieren kannst wie er es sich von Dir wünscht.


    Erfüllt gelebte Liebe, ist ein Hort des inneren Ankommens mit der Gewissheit auch dann dort hinzugelangen, wenn das Leben nicht problemlos läuft. So einen Mann kann es in Deinem Leben geben, wenn Du den Mut hast ihn bei Dir ankommen zu lassen und umgekehrt, trotz den damit verbundenen Risiken die auf eurem Weg eintreten können. Ohne dieses innere Einverständnis in Dir wird es schwer dorthin zu gelangen. Aber Du bist stark genug es zu versuchen, wenn Du den Mann Deines Herzens triffst. :)*:)z

    @ Monika65

    Durch meine langjährige Menschenkenntnis habe ich in meinem Leben so manche "haarige" Situation im Entstehen bemerkt und konnte entsprechend reagieren.


    Daher gehe ich mit offenen Augen durchs Leben und bin nicht ein "Blindo" wie die meisten und stolpere nicht von einem Fettnäpfchen ins andere.


    Dein echauffieren, weil ich meine nahe Umgebung sehr genau abscanne, ist für mich ein Hinweis, dass Du wohl auch eine "gefühlsmässige Geschädigte" bist. :-o

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    Dein echauffieren, weil ich meine nahe Umgebung sehr genau abscanne, ist für mich ein Hinweis, dass Du wohl auch eine "gefühlsmässige Geschädigte" bist.

    Ne, ganz daneben, ich hätte das jetzt eher von dir vermutet. ;-) Nein, mich interessieren anderer Leute Partnerschaften nur herzlich wenig, wenn ich nicht direkt damit konfrontiert werde und selbst dann, es ist ihr Sache, wie sie ihr Leben leben. Ich kann mir auch nur schwer vorstellen, was in dem Zusammenhang ein "Fettnäpfchen" darstellen soll.