Hi,


    das Gefühl kenne ich auch sehr gut, dass die Unbeschwertheit weg ist und so weiter.


    Ich weiß im Moment bloß eines: Ich kann nichts "machen", um dem Richtigen zu begegnen. Natürlich kann ich rausgehen usw., aber genauso wenig wie Haare schneller wachsen, wenn man daran zieht, kann ich "machen", dass ich den Richtigen (oder einen Richtigen?) treffe.

    Zitat

    Frei lieben heißt sich auf jemand ohne Vorbehalte einzulassen.

    Dieser Satz erscheint mir - zweischneidig. Gefährlich, wenn man deswegen nicht mehr selektiert, was für einen selber gut ist. Gar zu oft liest man hier im Forum Fäden mit dem Tenor "Es ist dies und jenes passiert [Aufschrei der Forencommunity] aber ich kann mich nicht trennen, ich liebe ihn/sie doch so".


    Ich denk mittlerweile, was von Anfang an hätte klar sein sollen und was mir keiner aktiv beigebracht zu haben scheint, nämlich dass sich einzulassen dann und nur dann Sinn hat, wenn der andere das auch tut.


    Dazu muss man erst einmal wissen, ob man das selber will und danach handeln, wenn ein/e Kandidat/in "in Sicht" kommt. Generell bin ich mittlerweile der Ansicht, wenn sich 1. die Beziehung nicht nach Bindung anfühlt und 2. jemand sich nicht wie ein Partner verhält (und zwar überall gleichermaßen (wenn man nicht gerade Leib und Leben dabei riskiert, was in unserem Lande nicht der Fall sein dürfte)!), hat es keinen Sinn.


    Da gibt es Leute, die haben z.B. Probleme mit sich. Angeblich wollen sie, aber irgendwie sind die Probleme immer größer als die Wunsch, ganz beim Partner zu sein. Da wird dann Verständnis erheischt vom Partner, da es ja ach so schwierig sei und EIGENTLICH will man ja und liebt man ja usw. usw.


    Ich bin mittlerweile der Ansicht, dass es mir egal ist, WARUM der Mann innerlich oder auch äußerlich nicht bei mir sein/zu mir stehen etc. will. Es ist mir egal, ob er nicht kann oder nicht will, weil es am Ende auf das Gleiche herauskommt. Am Ende habe ich jahrelang zugewartet, ohne dass der Herr geruht hätte...


    Es spielt für mich auch keine Rolle mehr, ob er mich angeblich liebt, wenn er sich nicht danach verhält. Und wenn er irgendwelche Probleme vorschiebt (insbesondere persönlicher Natur), dann muss ich daraus folgern, dass diese Probleme ihm a) wichtiger sind als ich oder wenn er aus anderen Gründen nicht mitzieht (z.B. bei Zukunftsplanung und -umsetzung [meinen die eigentlich, dass sie die einzigen sind, denen da vielleicht die Muffe geht, oder was?!]), dass b) er mich nicht (so?) liebt, wie es wichtig und für beide gut wäre.


    BEIDES KOMMT AUF DAS GLEICHE HERAUS - das ist m.M.n. das Entscheidende. Alles "ich liebe ihn/sie doch so" nützt überhaupt nichts, sobald man hinterher der Gelackmeierte ist.


    Versteht mich recht, ich habe nichts gegen Freiheit in Beziehungen (etwa Hobbys, Berufsausübung...), im Gegenteil, ich habe nur etwas gegen diese Blindheit, die ich selber hatte (hatte?) und mit der man alle die Zeichen, dass man nicht wirklich geliebt und/oder ernst genommen wird, ignoriert, entweder weil man es so will und oder weil man in dem Moment nicht anders kann. Oder weil man nicht (gleich) den Mut hat, die Frage (in den Raum) zu stellen, wie es denn jetzt eigentlich um die Beziehung steht und was ihre Natur ist.


    Solche oder ähnliche Schlüsse habe ich aus den Päckchen (jaja, auch einstige Geschenkpäckchen - waren es mal Geschenkpäckchen? - wollen geschleppt werden, wie es scheint) der Vergangenheit versucht zu ziehen ... ":/


    Schönen Gruß

    Was heißt denn sich ohne Vorbehalten einzulassen?


    Das hätte ich gerne erklärt. Niemand lässt sich einfach so auf irgendjemanden ein. Eine gewisse Anziehungskraft/Interesse muss vorhanden sein.


    Mir nützt es nichts mich auf jemanden einzulassen der so gar nicht mein Geschmack ist, vielleicht ist derjenige super toll, dass jetzt rein zu den Oberflächlichkeiten. Aber ich bin auch niemand der jetzt eine exakte Vorstellung von demjenigen hat was das Aussehen betrifft. Es sollte mir auf Anhieb sympathisch sein, alles weitere klärt sich dann beim intensiven kennenlernen.


    Darum verstehe ich den Satz mit den Vorbehalten nicht. Bei mir ist es so, ich wage mich einfach mal ran an einen Mann mit Kind, ich probiere es mal aus-das wäre so etwas wo ich mir sage: Ohne vorbehalte, teste es doch mal. Bevor man sofort ablehnt! Da sollte man vielleicht ansätzen, jemanden den man sympathisch findet eine Chance zu geben obwohl er einen kleinen Makel hat in unseren Augen-was auch immer dieser Makel für jeden sein mag, ist individuell.

    Ich hatte am Wochenende eine nette Begegnung, wo ich spontan gedacht habe "Danke, Leben, du alter Überraschungstäter hast ja recht, ich sollte dir ruhig mehr vertrauen".


    Ich habe kürzlich einen Kurs zu einem meiner Hobbies belegt, wo eine Frau war, die mir spontan sympathisch erschien und ich ihr auch. Wir haben ein bisschen gequatscht, aber keine Nummern ausgetauscht oder uns für die Fortführung des Kurses verabredet. Am Wochenende war ich in einem Geschäft für Hobbybedarf einkaufen und hab mich noch geärgert, dass ihre Kontaktdaten nicht habe und mich gefragt, ob ich die Kursleitung deshalb kontaktiere oder ob das sehr schräg wirkt, weil es mir ja erstmal nur um eine Bekanntschaft/Partnerin für das Hobby geht.


    Jedenfalls habe ich weiter Besorgungen gemacht und spontan einen Laden aufgesucht, indem ich vor Jahren das letzte Mal war. Wen treffe ich? Besagte Dame, die mich auch direkt angequatscht und gefragt hat, ob wir einen Kurs zusammen belegen wollen. :-D


    Solche Begebenheiten und Zufälle mag ich. Ist nur eine Kleinigkeit, aber für mich auch immer Sinnbild für die verschlungenen Wege des Lebens... 8-)

    Ich schiebe meinen eigenen Faden mal wieder hoch, weil heute einer dieser Tage ist, an denen ich ein paar nette Worte gebrauchen könnte. Und ich mag meine Freunde nicht immer belagern. Ich bin ja seit etwa vier Monaten getrennt und irgendwie immer noch nicht gänzlich darüber hinweg. Es gibt Phasen, wo ich denke, dass die Trauerarbeit abgeschlossen ist und dann kommen doch wieder so Episoden wie in den letzten Tagen. Mein Herz hinkt meinem Kopf noch hinterher.


    In den letzten Nächten - so auch heute - träume ich morgens immer von meinem Ex-Freund und seiner neuen Freundin. Er hat mich nicht mit ihr betrogen und sie war auch nicht der Trennungsgrund, aber es beschäftigt mich am meisten, dass er mich unmittelbar nach der Trennung quasi ersetzt hat. Sie planen auch hier wegzuziehen, dabei kennen sie sich kaum (sind noch in der Kennenlernphase) und es war auch nie sein Plan, wegzuziehen. Und auch wenn mein Kopf weiß, dass die Trennung an sich voll in Ordnung geht und wir beide passendere Partner finden können und ich das rational einordnen kann, nagt das Gefühl an mir, was sie hat, das ich nicht habe. >:(


    Ich würde so gerne endlich damit abschließen und nach vorne sehen. Mein Leben ist ansonsten ja schön, aber ab und an fühle ich mich dann doch allein. In meine Trauer fließen bestimmt auch immer noch alte Verlusterfahrungen und das Grundgefühl irgendwie allein auf dieser Welt zu sein. Das nervt. :-( :°(

    :°_ Kenn ich, bei mir kommen die beiden auch ab und zu mal in den Träumen vor. Zum Glück aber immer nur mit einiger Zeit Abstand und sie ist dann immer so dermaßen strohdoof, dass ichs eigentlich ganz gut verkraften kann. ;-D Aber es wühlt einfach irgendwie auf, oder?


    Woher weißt du das alles über ihn denn? Hältst du den Kontakt? Würde ich dann an deiner Stelle mal ne Zeit lang einstampfen, wenn es dir nahe geht. Immerhin hast du ihn ja bald nicht mehr vor deiner Nase herumrennen. :°_ Ich glaub, so Rückschläge und schlechte Phasen sind in der Verarbeitung einfach normal, das geht eben nicht ganz von heute auf morgen. Kannst du dich irgendwie ablenken?

    Danke, Weihnachtssternchen3, wahrscheinlich ist das wirklich normal. Ich wünsche mir nur manchmal eine Vorspultaste, damit das endlich komplett abgehakt ist.


    Bei mir war sie im Traum auch strohdoof ;-D , aber es nagt trotzdem an mir, dass sie wundervoll und überhaupt alles sein könnte und ich wurde einfach nur abgelegt. Stimmt natürlich nicht, ich glaube da muss mein Kopf auch mal ein Machtwort gegen dumme Gedanken sprechen.


    Ich weiß das alles aus einem Nachtreffen von uns. Viel weiß ich ja eigentlich nicht und wollte eigentlich auch nichts über potentielle Partnerinnen hören, aber durch seine Umzugspläne wurde ich stutzig. Ansonsten haben wir derzeit auch keinen Kontakt, werden uns aber demnächst nochmal treffen, weil wir eigentlich gerne den Kontakt halten wollen. Mal schauen, ob das gelingt. Ich denke, das nächste Treffen wird mich auch wieder ein wenig aus der Spur bringen, aber ich habe es mir reiflich überlegt und will es auch tun. Wir verstehen uns ansonsten ja gut und können auch über die Trennung gut reden. Nur die "Neue" hat mich umgehauen. Grundsätzlich wünsche ich ihm Glück, aber ein kleiner mieser Teil will, dass er auch leidet, weil ich es ja auch tue.


    Naja, ich werde mich jetzt wirklich ein wenig ablenken :-)

    Hallo FaSoLa,


    aber warum möchtest Du ihn noch mal treffen, wenn Du noch Gefühle für ihn hast? Ich halte es für keine gute Idee. Ich würde, genauso wie Du leiden, wenn ich wüsste, dass er so schnell sich getröstet hat und in der kurzen Zeit schon so viele Zukunftspläne mit der Neuen hat...was ich zwar auch sehr bedenklich finde, aber egal, das ist hier nicht das Thema. Ich würde an Deiner Stelle erstmal Deine Wunden heilen lassen, bevor Du Dich mit ihm triffst....und das braucht manchmal Zeit. Ja, er war eine Zeit lang ein Mitreisender, aber DEINE Reise geht in eine andere Richtung und somit trennen sich Eure Wege.


    Und es kommt mit Sicherheit jemand, der Deinen Weg zum Euerem macht :-)


    Zum Thema "Päckchen"...: ich möchte es nicht verallgemeinern, aber die meisten Menschen mit Päckchen, die ich getroffen habe, waren tiefgründiger, nachdenklicher und (für mich) immer interessanter...

    @ :)

    Danke auch dir, Eistropfen, für deine Worte.


    Warum ich ihn nochmal treffen möchte?! Abgesehen von der Information, dass er sofort eine Neue hat, war unser Treffen sehr gut. Ich hätte für mich eigentlich nicht unbedingt Antworten gebraucht, weil ich das Ende ganz gut reflektiert habe, aber ich habe trotzdem welche von ihm bekommen. Was ich ihm sehr hoch anrechne, ist, dass er mich wissen lassen wollte, dass der Hauptgrund für die Trennung nicht der Grund war., den er ursprünglich genannt hat. Klingt vielleicht etwas verworren, aber es war in unserer Beziehung so, dass ihn eine bestimmte Sache massiv gestört hat. Ich hab mir den Schuh schön zuschieben lassen und auch angezogen, hab daran gearbeitet etc., aber egal was ich machte, es war nie genug. Außerdem stand seine Wahrnehmung diesbezüglich konträr zu meiner, so dass ich manchmal nicht wusste, was ich noch machen könnte, damit es endlich bei ihm ankommt. Die Therapeutin, die ich manchmal konsultiere, hat mir schon im Sommer gesagt, dass er auch seinen Anteil daran trägt und ich mir nicht die ganze Schuld zuschieben lassen soll. Das habe ich dann nach der Trennung auch endlich verstanden und er auch, was ihm wichtig war mir mitzuteilen. Denn im Grunde hatte ich keine Chance, egal was ich getan habe.


    Dadurch, dass wir über solche Themen nach wie vor offen reden können und uns ja auch noch gerne haben, sehe ich die Chance gemeinsam zu reflektieren, wie wir den Karren gegen die Wand gefahren haben. Wann hat man schon die Gelegenheit mit dem Ex-Partner ein stückweit die Beziehung aufzuarbeiten?!


    Die Beziehung ist vorbei, darüber mache ich mir keine Illusionen und würde es auch nicht anders haben wollen. Trotzdem bin ich traurig, weil es für mich etwas besonderes war und auch wenn wir nur so handeln konnten wie wir gehandelt haben, ärgert und betrübt es mich, dass wir es nicht geschafft haben.


    Ich denke aber, dass nach dem Treffen wieder Ruhe einkehren wird, wir stehen abgesehen davon auch nicht in Kontakt und brauchen erstmal eine Weile, um zu überlegen, wie künftiger Umgang aussehen kann (durch meine vielen Verluste hasse ich es einen netten Menschen gehen zu lassen) Und ich werde mich dann ganz gemütlich daran machen die Augen für einen neuen Mitreisenden machen :-)

    Hey FaSoLa @:)


    Wie gehts dir denn mittlerweile? Hast du ihn nun nochmal gesehen oder Kontakt etabliert? Wie liefs?

    Zitat

    Ich weiß das alles aus einem Nachtreffen von uns. Viel weiß ich ja eigentlich nicht und wollte eigentlich auch nichts über potentielle Partnerinnen hören, aber durch seine Umzugspläne wurde ich stutzig.

    Kann aber auch reine Überkompensation sein, so schnell und zackig das plötzlich alles gehen muss. Macht mein Ex auch, aber das ist ja nicht mein Bier.

    Zitat

    Wir verstehen uns ansonsten ja gut und können auch über die Trennung gut reden.

    Hier so gar nicht. So ganz im Grunde bei so völlig neutralen Themen gings - da hätte ich wirklich fast darüber nachgedacht, eine Freundschaft nicht völlig auszuschließen, weils sich stellenweise fast normal angefühlt hat. Nachdem aber er immer und immer wieder im Laufe der Gespräche versucht hat, verletzend zu werden oder mich persönlich zu treffen, weil ihm meine momentane Abweisung zu schaffen macht (sorry, aber ICH hab da keinen Schalter an dem "Liebe bzw. Verletzung on/off" steht und hätte gerne erst mal Ruhe!), hab ich den Kontakt, der sowieso immer nur von ihm ausging, jetzt komplett eingestampft. Aufarbeiten wäre ja echt nett gewesen, aber er machte insgesamt mehr den Eindruck eines trotzigen Kindes - hat einfach nur noch genervt.


    Momentan lebt es sich als Single eigentlich ganz gut finde ich. Keine Verpflichtungen, kein Zeitmanagement, kein Stress, kein Druck, keine eingefahrenen Muster mehr. Freiheit halt! Tut meiner Seele ziemlich gut, vorallem in Kombination mit dem Frühling. Gehts dir da ähnlich? @:) Einen richtigen neuen Mitreisenden hab ich aber noch nicht gefunden, wobei ich immerhin so allmählich die Angst vor meinen Päckchen ablege, weil ich den Eindruck habe, das momentan Stück für Stück in den Griff zu bekommen.


    Erzähl mal, was macht dein Leben?

    Na Weihnachtssternchen, da hast du mich ja heute erwischt. Ich bin nämlich einigermaßen verwirrt und musste auch einen Moment überlegen, ob ich heute antworten will und in welchem Ausmaß, weil ich die Erfahrung gemacht habe, dass mich mein Umfeld nicht versteht und es mich zusätzlich anstrengt, mich zu erklären und Sorgen zu beschwichtigen. Warum das alles?


    Zu deiner Frage:

    Zitat

    Wie gehts dir denn mittlerweile? Hast du ihn nun nochmal gesehen oder Kontakt etabliert? Wie liefs?

    Wir haben uns im April wöchentlich gesehen und werden uns noch ein paar Mal treffen. Das hat damit zu tun, dass seine Zeit hier nur noch sehr begrenzt ist und wir das meiste "rausholen" wollten. Ansonsten wäre es in der Intensität nicht möglich oder sinnvoll gewesen. Die Treffen waren allesamt sehr schön, aber auch sehr aufwühlend und ab irgendeinem Punkt hat immer mindestens einer von uns geweint. Die Trennung ist und bleibt Fakt, aber er ist diesbezüglich nicht so eindeutig wie ich anfangs dachte. Auch was seine Motivation für den Umzug betrifft, habe ich jetzt einiges besser verstehen können. Die andere Frau ist dafür nur der Hebel, die Entscheidung hat allein was mit ihm und bestimmten inneren Entwicklungsschritten zu tun, die er machen will.


    Wir konnten/können auch viel über unsere Beziehung reden, was wir wie wahrgenommen haben und so. Das ist alles zum Glück komplett vorwurfsfrei und wahrscheinlich nur möglich, weil wir beide sehr offen umgehen und keiner diese Verletzlichkeit ausnutzt. Und es ist so, dass er auch noch sehr an mir hängt, insgesamt wirkt seine Entscheidung etwas irrational, wobei ich es nachvollziehen kann. Das liest sich alles sicher sehr wirr, aber ich mag nicht zu sehr ins Detail gehen, weil es zu umfangreich wäre und auch zu intim.


    Insgesamt ist es nicht ganz leicht, weil es so aufwühlt und kein Kontakt sicher einfacher wäre. Es ist aber auch nicht schwer, so dass ich leide oder so. Mir hilft es sehr, zu verstehen, warum er sich so entschieden hat und dass getrennt nicht gleichbedeutend mit gleichgültig sein muss. Und dass die Verbundenheit, die wir immer hatten, auch über eine Trennung hinweg Bestand hat. Ich weiß aber auch, dass ich nochmal traurig sein werde, wenn er hier wegzieht, aber das ist quasi einkalkuliert. Und so schlimm wie direkt nach der Trennung wird es nicht mehr. Und wie es dann über die Distanz wird und angesichts einer für ihn bislang noch völlig unklaren Lebenssituation, ist ein ganz anderes Thema...


    Insgesamt lerne ich gerade sehr viel, bin sehr verwirrt, sehr gefordert bin und teilweise auch recht angestrengt, weil ich mich auch permanent hinterfrage, vorausschauend sozusagen, weil ich weiß, was mich mein Umfeld fragt, und ich das Gefühl habe, denen zeigen zu müssen, dass sie sich nicht zu sorgen brauchen. Leider gibt es in meinem Umfeld kein Paar, an dem wir uns orientieren können, nur eines, dass gerade ähnliches versucht, die haben aber erst nach uns angefangen...

    Liebe FaSoLa,


    Verzeih, dass ich erst jetzt schreibe - ich wusste bei deinem Post nicht so recht, was ich antworten sollte. :°_ Du hättest dir auch ruhig Zeit mit der Antwort lassen können, ich bin da nicht pingelig. @:)

    Zitat

    Na Weihnachtssternchen, da hast du mich ja heute erwischt. Ich bin nämlich einigermaßen verwirrt und musste auch einen Moment überlegen, ob ich heute antworten will und in welchem Ausmaß, weil ich die Erfahrung gemacht habe, dass mich mein Umfeld nicht versteht und es mich zusätzlich anstrengt, mich zu erklären und Sorgen zu beschwichtigen. Warum das alles?

    Zunächst: Ich hoffe, dir geht es mittlerweile wieder besser? Sind ja nun doch wieder einige Wochen ins Land gegangen.


    Was genau haben sie denn nicht verstanden? Deine Intentionen in Bezug auf den Ex? Mich zu erklären versuche ich meist schon gar nicht mehr. Ist ja doch immer dasselbe und sowieso eher sinnlos.

    Zitat

    Wir haben uns im April wöchentlich gesehen und werden uns noch ein paar Mal treffen. Das hat damit zu tun, dass seine Zeit hier nur noch sehr begrenzt ist und wir das meiste "rausholen" wollten. Ansonsten wäre es in der Intensität nicht möglich oder sinnvoll gewesen. Die Treffen waren allesamt sehr schön, aber auch sehr aufwühlend und ab irgendeinem Punkt hat immer mindestens einer von uns geweint. Die Trennung ist und bleibt Fakt, aber er ist diesbezüglich nicht so eindeutig wie ich anfangs dachte. Auch was seine Motivation für den Umzug betrifft, habe ich jetzt einiges besser verstehen können. Die andere Frau ist dafür nur der Hebel, die Entscheidung hat allein was mit ihm und bestimmten inneren Entwicklungsschritten zu tun, die er machen will.


    Wir konnten/können auch viel über unsere Beziehung reden, was wir wie wahrgenommen haben und so. Das ist alles zum Glück komplett vorwurfsfrei und wahrscheinlich nur möglich, weil wir beide sehr offen umgehen und keiner diese Verletzlichkeit ausnutzt. Und es ist so, dass er auch noch sehr an mir hängt, insgesamt wirkt seine Entscheidung etwas irrational, wobei ich es nachvollziehen kann. Das liest sich alles sicher sehr wirr, aber ich mag nicht zu sehr ins Detail gehen, weil es zu umfangreich wäre und auch zu intim.

    Dass du nicht im Detail erzählen möchtest, kann ich gut nachvollziehen. Finde es aber grundsätzlich gut, dass ihr miteinander reden könnt. Ich weiß, du hattest geschrieben, du leidest nicht, aber ich hoffe dennoch schwer, dass sich seine Nicht-Eindeutigkeit angesichts von weiteren anstehenden Treffen nicht doch noch zum Problem entwickelt hat und dir nun irgendwie das Leben schwer macht?


    Was ich allerdings nicht so ganz einordnen kann, ist deine Verwirrung. Einerseits verstehst du seine Beweggründe, andererseits bist du verwirrt? Woraus resultiert die denn? Doch eher das Gefühlschaos?

    Zitat

    Mir hilft es sehr, zu verstehen, warum er sich so entschieden hat und dass getrennt nicht gleichbedeutend mit gleichgültig sein muss. Und dass die Verbundenheit, die wir immer hatten, auch über eine Trennung hinweg Bestand hat.

    Ja, das ist sicherlich eine schöne Erfahrung. Für mich allerdings noch immer vollkommen unverständlich - wenn mir jemand etwas bedeutet, weise ich ihn doch nicht von mir. Für mich geht das irgendwie nicht zusammen, allerdings nehme ich an, das liegt auch einfach an der Art der Trennung. Ihr konntet ja wohl in Ruhe reden und habt euch nicht vollkommen angeätzt, was bei mir ja gar nicht der Fall war.




    Mir dagegen machen gerade meine Päckchen wieder Angst. So allmählich krabbeln aus allen möglichen Ecken Männer, die mir auffallen. Sei es nun, weil ich Interesse hege oder sie - es erinnert mich daran, dass ich meine Päckchen habe. Zum momentanen Zeitpunkt weiß ich allerdings nicht einmal, wie weit fortgeschritten mein Umgang mit diesen Päckchen genau ist und wie sicher ich damit überhaupt umgehen könnte, wenn mir einer dieser Männer wirklich zu nahe käme. %:|

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