Mit Familie nicht glücklich

    Ich ( m, 37 ) bin seit 20 Jahren mit meiner Frau zusammen, seit 5 Jahren verheiratet und habe mit ihr zwei Söhne ( 2 und 4 ). Vor allem seit unser kleinster auf der Welt ist, merke ich daß mich diese Leben nicht glücklich macht.


    Ich bevorzuge weiterhin die Dinge die ich vorher auch schon gemacht habe ( Kneipe, Fußball, Sport ) statt mich mit meiner Familie zu beschäftigen. Meine Frau ist sehr tolerant und läßt mich auch machen zumal sie auf Kinder gedrängt hat, aber zufrieden sind wir beide nicht mit der Situation.


    Ich bin eher Einzelgänger und Egoist und wenn ich bilanziere, hat mir das Familiending nur Nachteile gebracht. Von Kleinigkeiten ( Zeit- und Schlafmangel, Unordnung in der Wohnung etc. ) über finanzielle Themen und fehlender Zeit mit meiner Frau mit der ich mich im Grunde immer noch gut verstehe.


    Ich denke ernsthaft darüber nach aufzugeben und wieder alleine zu leben, habe aber auch Angst einen Riesenfehler zu begehen und hoffe immer noch, daß sich alles normalisiert wenn die Kinder größer sind.


    Allerdings weiß ich nicht wie lange das noch gutgeht, jedes Wochenende ist purer Stress für mich und ich würde viel lieber arbeiten gehen, von gemeinsamen Urlauben ganz zu schweigen.

  • 99 Antworten
    Zitat

    Ich bevorzuge weiterhin die Dinge die ich vorher auch schon gemacht habe ( Kneipe, Fußball, Sport ) statt mich mit meiner Familie zu beschäftigen.

    Du musst dich in einer Familie/Beziehung nicht komplett aufgeben. Eigene Hobbies dürfen schon noch sein. ABER du hast mit Heirat und Familiengründung auch Verantwortung übernommen...für deine Frau und eure gemeinsamen Kinder! Überleg dir, wie dein Leben aussehen würde, wenn du das alles aufgibst. Und überleg dir auch, was das für Auswirkungen auf deine Frau und deine Kinder hat.


    Beschäftigst du dich denn manchmal alleine mit deinen Kindern? Geht ihr mal zusammen schwimmen oder unternehmt sonst was? Kannst du bei und mit den Kindern alles machen, was deine Frau auch macht? Oder hast du dich da von Anfang an eher rausgehalten?


    Schafft ihr euch regelmäßig Freiräume als Paar (gibts nen Babysitter?) in denen es nur um euch beide geht?

    Frage mich was mit Deiner Frau los ist, dass sie 20 Jahre lang in einer Beziehung mit jemanden, der sagt, er ist "Einzelgänger und Egoist" bleibt. Ist doch irgendwie beiderseits merkwürdig. Vielleicht solltet ihr einen Familientherapeuten aufsuchen.

    Hin und wieder mache ich schon was mit den Kindern, allein es ist für mich mehr Stress als Spaß, es erfüllt mich nicht.


    Babysitter könnten wir nehmen, aber es sind die spontanen Aktionen die mir fehlen, einfach mal Essen gehen statt kochen etc. ohne vorher zu fragen wer die Kinder nimmt.


    Wenn ich alles Wochen im voraus planen muß macht es mir auch keinen Spaß mehr.

    Du hast scheiße gebaut....


    Wenn du bereits nachdem ersten Sohn keine Lust auf dein Kind hattest!


    Wieso hast du noch eins gezeugt :)=

    Du selbst nennst Dich Egoist- und so kommst Du auch ganz stark rüber:


    ..."merke ICH, dass MICH dieses Leben nicht glücklich macht"..


    ..."hat MIR das Familiending nur Nachteile gebracht..."


    ..."ist purer Stress für MICH..."


    "ICH bevorzuge .. " usw


    Als Familienvater, der Verantwortung für seine Familie hat, bist Du mit Deinen Interessen (Kneipe, Fußball, Sport) total ungeeignet.


    Sorry, aber ich wollte Dich weder als Ehemann noch als Vater für meine Kinder.

    Du bist anscheinend nicht der geborene Vater und kannst auch mit (Klein-)Kindern wenig anfangen!? So ist mein Bruder auch, deshalb hat er sich (zusammen mit seiner Frau) gegen Kinder entschieden. Schade, dass du es erst hinterher gemerkt hast, bzw. wollte deine Frau offensichtlich gerne welche, da wird's dann schwierig, wenn man unterschiedliche Lebensentwürfe hat, aber mit dem Menschen grundsätzlich zusammen bleiben will.


    Deine Frau scheint allerdings verständnisvoll zu sein (?), da sie dir für deine Hobbys Zeit gibt ... schon mal überlegt, ganz offen mit ihr über diese Problematik zu sprechen? Das wäre sicher besser, als weiterhin alles in sich hinein zu fressen, denn so, wie es dir mit der Gesamtsituation geht, könntest du irgendwann explodieren ... das hilft dann auch niemandem. Und so könntet ihr gemeinsam nach Wegen/Lösungen suchen und du wärst auch nicht mehr alleine damit.

    Zitat

    einfach mal Essen gehen statt kochen etc. ohne vorher zu fragen wer die Kinder nimmt

    Ich nehme nur mal das hier raus.


    Hast du dir nicht VOR den Kindern überlegt, was das bedeutet, wenn sie da sind?


    Bilanzieren.......da sind Kinder immer ein Minusgeschäft!


    Und ja, es wird besser, wenn sie älter werden – dann kannst du mit ihnen in den Wald gehen, Drachen steigen lassen, usw.


    Noch sind sie dazu zu klein.


    Als Motivation:


    Überleg dir mal, wie es später ist, wenn du Rentner bist – ohne Kinder wäre da keiner mehr ausser vielleicht deiner Frau und ein paar Freunden (wenn die dann noch leben).


    Ich kann dich sehr gut verstehen, weil ich mich auch wieder auf Zeiten ohne Kinder im Haus freue, wo ich dann nur noch für mich alleine verantwotlich bin, mir meine freie Zeit so einteilen kann, wie ich es möchte, schlafen kann, wie lange ich möchte (am Wochenenden und im Urlaub), essen kann, was und wann ich will, usw.


    Meine sind 18 und fast 17 Jahre alt, es dauert also nicht mehr lange. ;-)


    Du hast dich bewusst mit deiner Frau zusammen für Kinder entschieden und ich fände es sehr unfair, wenn du dich da jetzt rausziehen würdest und ihr alleine alles überlassen würdest!

    Also wenn es für dich wirklich so brutaler Stress ist, dass dein komplettes Leben hinüber ist, dann würde ich sagen, trenne dich und führe wieder ein eigenes Leben. Denn trotz Familie und Verantwortung hast du nicht die Pflicht, dich dauerhaft zu quälen und dein Leben im Nonstophorrormodus zu führen.


    Aber so schlimm scheint es ja dann doch nicht zu sein, weil du ja sagst, du hoffst, es normalisiert sich, wenn die Kinder grösser sind. Ok, kann sein...kann aber auch noch schlimmer werden, je nachdem wie die Kinder in der Pubertät so drauf sind.


    Liebst du deine Frau noch? Oder ist es "nur noch" -wir verstehen uns noch gut-.


    Wenn auch da keine Liebe mehr ist, dann sieht es schlecht aus.


    Liebst du deine Kinder?

    Nun, wenn man die EIGENEN Probleme schildern will, was jeder hier im Forum macht, dann lässt sich die ICH-Form bei der Formulierung wohl nur schwer vermeiden. %-|


    Wenn hier jemand Bauchschmerzen im Forum hat und schreibt: ICH habe Bauchschmerzen bekommt er ja auch keine Vorwürfe...wäre auch absurd.

    Mein Mann war genauso! Wir haben uns als Jugendliebe kennengelernt, da war alles schön, ich bekam Kinderwunsch, wir debattierten länger und waren auch schon lange verheiratet. Dann kam unser Wunschkind. Mit mal änderte sich alles schlagartig. Er kümmerte sich nicht um das Kind, mehr als mal kurz festhalten war nicht dran zu denken. Er fing mit einem Hobby an was bis dato nie auf dem Plan stand, er fuhr alleine in den Urlaub usw. sein Argument war, ich habe nun ein Kind, eine Aufgabe, er kann sich wieder frei bewegen.


    Dabei sollte genau das Gegenteil der Fall sein. So war ich mit allem alleine. Ich bin heute getrennt von ihm, mein Kind ist 4 Jahre alt. Er kümmert sich auch weiter nicht drum.

    Was ich damit sagen will? Du hast verkackt sprichwörtlich. Mich wundert echt das deine Frau das mitmacht-wobei das nur noch eine Frage der Zeit ist. Bei mir war das nämlich auch so, ich war mit dem Kind so beschäftigt, dass ich nicht viel nachzudenken hatte ob ich mich trenne, wann wie wo. Erst wo sie in den Kindergarten kam mit 3 Jahren, hatte ich wieder mehr Zeit für mich und mehr Zeit zum genauem nachdenken..UND ich sah wie es in anderen Familien abläuft, da ich ab Kindergartenzeit auch Kontakte mit anderen Eltern intensiver herstellte. Da sah ich erst wie augenscheinlich glücklich eine Familie sein kann, wie ein richtiger Vater der sich kümmern möchte um die Kinder bemüht, welcher Umgang herrscht usw.

    Zitat

    Hin und wieder mache ich schon was mit den Kindern, allein es ist für mich mehr Stress als Spaß, es erfüllt mich nicht.

    Was genau stresst dich denn so an den Unternehmungen mit deinen Kindern?


    Wie muss ich mir so ein Wochendende bei euch vorstellen? Wann gehen die Kinder abends ins Bett? Was macht ihr da tagsüber so? Was macht ihr als Paar, wenn die Kinder im Bett sind?

    Zitat

    Babysitter könnten wir nehmen, aber es sind die spontanen Aktionen die mir fehlen, einfach mal Essen gehen statt kochen etc. ohne vorher zu fragen wer die Kinder nimmt. Wenn ich alles Wochen im voraus planen muß macht es mir auch keinen Spaß mehr.

    Ich denke, das geht vielen Paaren so wie dir. Aber....ich würd da halt regelmäßig einen Babysitter engagieren und das ganze mal von der anderen Seite betrachten. Ihr habt quasi ein "kinderfreies Date", auf das ihr euch freuen könnt. Wenn so spontane Aktionen immer möglich sind, sind sie auch nichts besonderes mehr...verstehst du, was ich meine?


    Überleg dir, was du willst. Entweder du willst ein ungebundenes Single-Leben...dann wirst du deine Frau und deine Kinder über kurz oder lang verlieren. Oder du arbeitest an dir (möglicherweise müsst ihr beide auch als Paar zusammen an euch und eurer Beziehung arbeiten) und ihr verändert etwas in eurem Leben.


    Vielleicht machst du dir auch mal Gedanken darüber, dass es DEINE Kinder sind. Sie sind ein Teil von dir. Und sie werden mit einem Vater, der sich nicht für sie interessiert sicherlich nicht glücklich sein...egal ob er nun in der Familie bleibt oder sich aus dem Staub macht.


    Du bist ein erwachsener Mensch. Du hast Kinder gezeugt und eine Familie gegründet. Ego hin oder her....jetzt solltest du zu deiner Verantwortung stehen und es dir nicht so leicht machen und einfach verduften. ;-)

    Leidtragende sind deine Kinder. hast du nicht mal im Ansatz das Bedürfnis eine Beziehung zu ihnen aufzubauen? immerhin sind sie dein eigen Fleisch und Blut.