• Mit Familie nicht glücklich

    Ich ( m, 37 ) bin seit 20 Jahren mit meiner Frau zusammen, seit 5 Jahren verheiratet und habe mit ihr zwei Söhne ( 2 und 4 ). Vor allem seit unser kleinster auf der Welt ist, merke ich daß mich diese Leben nicht glücklich macht. Ich bevorzuge weiterhin die Dinge die ich vorher auch schon gemacht habe ( Kneipe, Fußball, Sport ) statt mich mit meiner…
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    zwei Söhne ( 2 und 4 ) aus der einzigen Beziehung und sicherlich Liebe als Last zu empfinden, ist meiner Meinung nach nicht nur ein starkes Stück! Dass du selbst zugibst, was du für einer bist, macht es nicht besser!


    Deine eigene Rettung, nicht nur deiner Familie, wäre, wenn du ab sofort einsiehst, dass du deinen Kindern ein normales Aufwachsen schuldest, all deine Scherze mit dem Egoismus vergißt und brav jedes Wochenende dich voll und ganz deinen Kindern widmest. Nach langer Zeit wirst du die Erleuchtung haben, dass du rechtzeitig richtig gehandelt hast :) :) :)

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    und brav jedes Wochenende dich voll und ganz deinen Kindern widmest

    Holy fuck, was für ein Ratschlag mit Betonung auf "Schlag". Täte ich das – mich jedes Wochenende brav voll und ganz meinem Kind widmen –, wäre ich in kürzester Zeit schlachtreif. ;-D ;-D ;-D

    Mein letzter Beitrag denn wie sich einige anmaßen mich zu beurteilen ohne mich je persönlich getroffen zu haben ist schon ein starkes Stück, auch wenn ich nie Forumsmember des Jahres werden wollte ;-)


    Heute waren wir mit den Kids im Tierpark. Ja, es war schön, noch nicht mal besonders anstrengend. Alle hatten ihren Spaß, keine schlechte Laune, kein Geschreie, kein Stress.


    Doch darum geht es nicht. Es geht weiterhin darum ob dieses Leben einem Mann Erfüllung bringen kann, wenn darüberhinaus recht wenig auf ihn wartet. Meine Kinder haben jetzt zwei Wochen Ferien, ich habe absichtlich keinen Urlaub eingereicht, denn das würde nur wieder im gegenseitigen annerven enden.


    Dennoch nochmal Danke für alle Tipps, nur den einen, mich möglichst schnell scheiden zu lassen, den werde ich sicher nicht beherzigen. Denn ich bin weiterhin der Meinung bislang ein guter Vater zu sein, allein es ist gar so anstrengend.

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    Denn ich bin weiterhin der Meinung bislang ein guter Vater zu sein, allein es ist gar so anstrengend.

    das stimmt. eltern sein ist der anstrengenste job, den ich kenne... :)z

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    Wir reden nicht mehr viel, es ist ja alles tausendmal gesagt, sie weiß was mich stört, kann oder will es aber nicht ändern. Und sie ist genervt weil ich genervt bin und meistens nur am rumnörgeln bin.

    Ich hab die Erfahrung gemacht, dass wenn ich mein Verhalten ändere, auch mein Gegenüber sein Verhalten ändert. Also nicht rumnörgeln....sondern das, was einen nervt, konsequent angehen und verändern.

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    Es geht weiterhin darum ob dieses Leben einem Mann Erfüllung bringen kann, wenn darüberhinaus recht wenig auf ihn wartet.

    Diese Frage kannst du dir leider nur selbst und nur für dich selbst beantworten. Wäre es denn ohne Frau und Kinder für dich erfüllender? Glaubst du, dass das Leben, das ihr führt, für deine Frau die Erfüllung ist? Hast du sie mal danach gefragt?


    Erfüllung...das kommt aus meiner Sicht nicht von außen, sondern zunächst mal aus dir selbst. Wie wir eine Situation empfinden, hängt stark von unseren eigenen Bewertungen ab. Wenn ich mir z.B. tagtäglich sage, wie blöd es ist, dass ich eine Fernbeziehung führen muss, dann fühle ich mich wesentlich schlechter als wenn ich mir sage: das ist jetzt halt so, ich kann es im Moment nicht ändern, es geht vorbei. Wenn ich mein Leben ständig negativ bewerte, geht ganz viel Energie drauf, die ich für andere Sachen brauchen könnte.

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    Denn ich bin weiterhin der Meinung bislang ein guter Vater zu sein, allein es ist gar so anstrengend.

    Vielleicht würde euch ein bisschen Hilfe von außen gut tun? Eheberatung z.B.?? Eine unabhängige Person kann da sehr hilfreich sein.


    Alles Gute!!!

    Deine Sicht der Dinge trifft meines Umfelds Wissen nach auf die meisten aller Männer (Väter) zu. Natürlich gibt es ein paar Superväter, die sich sozusagen als Zweitmutter definieren, aber beim Großteil der Familienväter ist es wie von Dir beschrieben. Gewisse Dinge werden zwar mit zunehmendem Alter der Kinder besser, leichter oder anders, doch dieses ungezwungene Lebensgefühl beim Leben ohne Kinder kommt nicht mehr zurück. Spontan Essen oder weggehen, Sex, kurz mal für ein paar Tage wegfahren, schmink Dir das für die nächsten 10 bis 15 Jahre ab.


    Deine Überlegung, Dich von Deiner Familie zu trennen, ist aber eine andere Frage. Meine persönliche Meinung ist, dass es Dir anfangs wahrscheinlich kurzfristig sogar besser ginge, möglicherweise würdest Du Dich sogar daran gewöhnen. Letztlich bleibt aber die Frage, ob Dich Dein Gewissen gegenüber Deiner Frau und den Kindern, dass Du sie quasi im Stich lässt und Du Dich aus dem Staub gemacht hast, in Ruhe lassen würde. Finanziell müsstest Du de facto weiterhin für alle und zusätzlich für Dich selbst auch aufkommen, aber das wäre sozusagen die rechtliche Auswirkung.


    Letzlich ist es sehr schwer, Dir einen Tipp zu geben, da keiner in Dich hineinschauen kann. Dass ein Leben mit Kindern sehr oft bei den Eltern an die grenzen geht und schon der kleinste Stress sich zu einem Famileindrama erheben kann, ist unbestritten. Du gibst zu, dass Du gehofft hast, in diese Dir unbekannte Situation hineinzuwachsen. Ich denke, Du bist es auch de facto, denn so, wie Du es schilderst, ist Deine Familie völlig normal und keine Ausnahme. Darauf zu hoffen, morgen wäre alles lieb und brav, wäre vollkommene Illusion. Letztlich wirst Du abwägen müssen, ob alles wert ist, es zu belassen wie es ist oder ob eine Trennung Dir auch jenen geistigen(!) Freiraum schaffen würde, den Du vielleicht auch benötigen würdest, um überhaupt unbeschwert alleine (also ohne Deiner aktuelle Familie) leben zu können. Diese Abwägung musst Du jedoch ganz für Dich alleine treffen. Denke aber auch daran, wie Deine Entscheidung, sofern gegen Deine Familie, von dieser und Außenstehenden aufgenommen würde. Jede Entscheidung zieht mitununter unumkehrbare Folgen nach sich, denen Du jedenfalls auch gewachsen sein müsstest. Viel Glück!

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    Es geht weiterhin darum ob dieses Leben einem Mann Erfüllung bringen kann, wenn darüberhinaus recht wenig auf ihn wartet.

    Glaubst du, dass es diese Leere, die du offenbar empfindest, nicht gäbe, wenn du "frei" und ungebunden wärst? Oder bist du vielleicht an einem Punkt in deinem Leben, an dem deine gegenwärtige Situation deutlich gemacht hat, dass dir etwas ganz Grundsätzliches fehlt, etwas, "was auf dich wartet", was dich ganz persönlich erfüllt und bereichert?


    Die oft unausgesprochene Forderung, man habe ganz in seiner Familie und seinen Kindern aufzugehen, empfinde ich im übrigen als problematisch. Es ist zwar schön für jemanden – meine Mutter ist so jemand –, wenn er in der Familie seine Erfüllung gefunden hat. Ich hätte mir allerdings gewünscht, sie hätte in ihrem Leben auch etwas für sich alleine gefunden, etwas, bei dem ihr Glück und ihre Erfüllung nicht auf anderen lastet.


    Auch wenn ich keine konkreten Lösungsvorschläge beisteuern kann, finde ich den Thread hier wichtig, denn der TE traut sich, ein Dilemma aufzuschreiben, das garantiert nicht nur das seine ist, über das so manch anderer aber wegen des unvermeidlichen "wie-kannst-du-nur"-Geblökes einiger lieber den Mund hält.

    Hallo!


    Ich habe mir jetzt alles durchgelesen und finde es eigentlich gar nicht soo schlimm. Auf der ersten Seite klang es noch nach einem garstigen Egoisten der sein altes Leben zurück haben will. Doch im Laufe der Diskussion klingt alles nacht recht normalen, aber planlosen und ein wenig undisziplinierten Eltern. Nichts was ein komplettes Drama wäre.


    - Deine Kinder sind lebhaft, klingt normal.


    - Deine Frau arbeitet halbtags, bekommt aber trotzdem nix auf die Reihe – > überfordert, keine Freiräume am Abend, typische Latte-Macchiato-Mutter die den Nachmittag rumtrödelt.


    - Du hast keinen Bock mehr und willst deine Hobbys ausleben und denkst dabei du bist ein fieser Rabenvater. Du denkst du kannst nicht mehr und musst deine Familie verlassen – > Quark mit Soße!


    Ich kenne deine Familienverhältnisse genau denn bis auf ein paar Jahreszahlen scheit die Ausgangssituation identisch. Es klingt vollkommen normal und wird spätestens besser wenn das erste Kind in der Schule ist. Zeit ist wichtiger als schnöder Mammon. Babysitter und Putzfrau mal zu engagieren ist vollkommen in Ordnung. Kinder mal ein Wochenende bei den Großeltern abgeben und auf ein Festival fahren! Hey du verstehst dich mit deiner Frau und ihr teilt euch die Arbeit, ist doch eine super Ausgangssituation! Perfekte Familien gibt es nur in Hollywood und dann hat 30 Minuten später auch einer ein Messer im Rücken. ]:D


    Strengere Erziehung und Freiräume....

    Hab jetzt nicht den ganzen Faden gelesen, wollte nur einwerfen, dass du im Falle einer Trennung ganz bestimmt finanziell NICHT besser da stehst. Ganz im Gegenteil.

    Sei doch froh dass Du Dich mit Deiner Frau grundsätzlich noch gut verstehst.


    Zähne zusammenbeißen, keine Affäre anfangen und vielleicht ab und zu mal zu einer Hure gehen zum Druckabbau wenn es sonst gar nichts Befriedigendes mehr im Leben gibt. Ehelicher Sex ist natürlich zu bevorzugen. Es ist der Idealfall, wenn das nicht kaputt gegangen ist und noch ein bisschen am Leben ist. Das stärkt die Verbindung zueinander und setzt einen positiven Gegenpunkt. Nur denken gestresste Mütter oft an alles, nur nicht an Sex. m Gegensatz zu Männern, für die Sex auch Stressabbau bedeutet.


    Ich weiß ich weiß, jetzt wird sich die "wie kannst Du nur" Fraktion wohl auf mich stürzen. ;-D


    Ich kann ansonsten nur raten durchzuhalten und nicht so leicht alles aufzugeben. Schon allein der Kinder wegen. Die können nix dafür dass sie ins Leben geholt wurden. Also muss man nun auch für sie da sein und ihnen ein Heim bieten ohne Traumatisierungen, Scheidung und schlimme Stimmung. Als Erwachsener sollte man das irgendwie hinbekommen, dafür ist man ja Eltern.

    mag sein, dass der fadenersteller erstmal das alleinsein wieder genießen wird, sich austobt etc., aber ob das auf dauer befriedigend ist? mein ex tat genau dies und dann merkte er schnell, die familie fehlt und "freieheit" ist nicht alles.

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    finde ich den Thread hier wichtig, denn der TE traut sich, ein Dilemma aufzuschreiben, das garantiert nicht nur das seine ist, über das so manch anderer aber wegen des unvermeidlichen "wie-kannst-du-nur"-Geblökes einiger lieber den Mund hält.

    och, so ein paar fäden gibt es da schon (soho ;-) ). aber aus der sicht eines überforderten vaters tatsächlich noch nicht. ich finde das auch wichtig drüber zu schreiben.


    und der TE erhält hier wirklich viel verständiss, zuspruch und gute vorschläge :)^

    Also, ich bin eine Frau und verstehe dich gut. Familienleben ist auf eine völlig unvergleichliche Art anstrengend, egal ob man Vollzeit arbeitet oder daheim ist. Allerdings klingt es so, als liefe es so weit ja ganz okay, und dann hilft wirklich Zähne zusammenbeißen am Besten. Dann findet man halt Kinder unter 6 doch nerviger als vor der Geburt angenommen aber hey, die wachsen ja. Üb dein Hobby aus, deine Frau soll es dir gleich tun und ein Abend die Woche nehmt ihr euch mit Babysitter frei. Und Putzfrau! Putzfrau!

    Brad P.

    Doch darum geht es nicht. Es geht weiterhin darum ob dieses Leben einem Mann Erfüllung bringen kann, wenn darüberhinaus recht wenig auf ihn wartet.


    Wenn, dann wohl Dein Leben und nicht "eines Mannes".

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    Meine Kinder haben jetzt zwei Wochen Ferien, ich habe absichtlich keinen Urlaub eingereicht, denn das würde nur wieder im gegenseitigen annerven enden.

    Wieso änderst Du es nicht, anstatt davon zu laufen?

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    Dennoch nochmal Danke für alle Tipps, nur den einen, mich möglichst schnell scheiden zu lassen, den werde ich sicher nicht beherzigen. Denn ich bin weiterhin der Meinung bislang ein guter Vater zu sein, allein es ist gar so anstrengend.

    Finde ich befremdlich, denn du selbst schreibst doch:


    Ich denke ernsthaft darüber nach aufzugeben und wieder alleine zu leben, habe aber auch Angst einen Riesenfehler zu begehen und hoffe immer noch, daß sich alles normalisiert wenn die Kinder größer sind.


    also ist das durchaus Inhalt Deiner Überlegungen.


    Tips? Ich habe nirgends gelesen, dass Du etwas ändern willst und was willst Du ändern? Ein besserer Familienvater und Partner zu werden?


    Du schreibst, dass Du Dich weniger an der Erziehung und am Familienleben beteiligst, als Deine Frau, dass Du Dir sowieso Deine Freiheiten nimmst und mit ihr gar nicht mehr redest, weil es ja immer dieselben Dinge sind, die nicht passen. Du stellst rhetorische Fragen, wie: muss man denn die Konsequenzen seiner Entscheidung tragen. Ob Du willst oder nicht, so trägst Du sie. Du entscheidest doch ständig und jeden Tag. Worum geht es Dir konkret?