Noch ein paar Worte:


    @Und die Schizoide Persönlichkeitsstörung ist ja nun wirklich eine der harmlosesten Persönlichkeitsstörung überhaupt.


    Ja, vielleicht, was die Wirkung auf das Umfeld betrifft. Du tust keinem Weh damit und nervst auch nicht. Man kann ganz gut über die Runden kommen damit. Mit den Jahren kommen aber schon viele Defizite. Man arbeitet stets unter Wert. Man kann mehr als viele andere und kommt nicht zum Zuge. Man kann sich schlechter wehren und wird gerne mal verdrängt. Hat auch ein paar Vorteile wenn man sehr gut mit sich alleine klarkommt und sich selbst gut beschäftigen kann. Man ist nicht auf andere angewiesen, dass die einem ständig Gesellschaft leisten oder was gegen die Langeweile machen. Man findet aber keinen Platz im Leben, dass man sagen könnte ich bin jetzt wirklich angekommen. Ein richtiges Zuhause. Keine Geborgenheit. Man ist ein leben lang auf der Reise, man kommt nicht am Ziel an. Das ist schon blöt. Eine Reise die kein Ende nimmt und man es irgendwann Müde ist. Solange man fit ist geht das auch noch. Wenn man aber jemand braucht, der für einen da ist, dann wird das schon schwieriger.

    @ ABC01

    Ja, das kommt mir alles ziemlich bekannt vor. Was im fortgeschrittenen Alter wird, ist mir aber ziemlich egal (mein Opa hat mit Mitte 80 noch Bäume gefällt), zumal ich wirklich nicht am Leben hänge. Das Ergebnis ist langfristig immer das gleiche und letztendlich geht sowieso alles vor die Hunde. In dem Punkt hab ich also eine ziemliche Leck-mich-am-Arsch-Haltung.

    @Ansonsten ist der Zug leider abgefahren: Mit 30 sicher noch nicht.


    @ sich auf einem realen oder virtuellen Partnermarkt präsent zu halten. Da bist Du auf der Reise und kommst nicht weiter damit. Ankommen sollte das Ziel sein.


    @Ich kann dann wirklich nur noch auf Zufälle hoffen, aber von nichts kommt bekanntlich nichts.Das ist der schizoide "Way of Life" -> Passiv warten, verharren, unterlassen um weiterhin seinen inneren Frieden zu haben. Wenn was kommt (An den Frauen war es bei mir übrigens nie gelegen) dann greift man es nicht oder kann es nicht greifen. Partnerwahl wird bei mir übrigens nicht mehr zufällig erfolgen. ich weiss, dass manche Persönlichkeitstypen nicht passen oder viel Stress machen. Es gibt aber auch Frauen, die die Beziehung echt mittragen und den Partner unterstützen. Also keine dauernde Gegenposition einnehmen. Ich meine damit keine hörigen Partner der sich befehlen lässt. Das würde mir auch nicht gefallen. Ein Partner mit dem man glücklich wird sieht die Beziehung wahrscheinlich ehr, als wie wenn beide eins sind. Das ist der Unterschied zur Persönlichkeitsstörung. Hier nimmt der Partner (dauerhaft) eine Position gegenüber dem anderen Partner ein. Vielleicht auch eine Maske oder Fassade, was auch eine Art Abstand bedeutet. Vielleicht beschreibt es das nicht ganz optimal. Grundsätzlich ist es aber echte Nähe zum Partner was es in einer guten Beziehung braucht. Zumindest in die Richtung geht es wohl.

    oops drüber weg gelesen.

    Zitat

    Nur warum sollte ich Absurditäten nicht veranschaulichen?

    Es ging mir überhaupt nicht darum dass Du etwas tun oder lassen sollst. Es ging mir darum ob Du, gerade weil Du gerne abstrakt denkst, Strukturen erkennen kannst und wenn das der Fall ist eben erkennen kannst, dass es unterschiedliche Arten von Strukturen gibt Absurditäten zu veranschaulichen und die dann zu unterschiedlichen Gesprächsausgängen führen. Ob Du also Deine Denkvorliebe produktiv einsetzt oder nicht. Da Du studiert hast weisst Du ja ansatzweise wie wissenschaftliches Arbeiten aussieht. Da gibts ja auch fächerübergreifende Formalien um Strukturen herauszuarbeiten, die unabhängig vom Inhalt angewandt werden können, weil alle Wissenschaft in Sprache und Zeichen festgehalten werden muss. Falls Du Kapazitäten hast und da momentan total auf dem Schlauch stehst findest Du dazu auch was im Netz. Ich hab vor längerer Zeit einen bei coursera gemacht. Meiner ist allerdings nicht mehr verfügbar - wie ich gerade gesehen habe.

    Zitat

    Ich bin aber Variante 4, ohne jegliches Verbiegen oder Verstecken.

    Wenn Du Variante 4 bist bist Du in den Situationen bedürfnislos und leidest nicht. Wenn Du nicht leidest worauf fusst Dein beklagen über ein Ungleichgewicht? Es ist ja dann keins da? Warum klagst Du Ungleichgewichte an, wenn Du wirklich Variante 4 bist? Das geht per Definition der Variante doch gar nicht?

    Zitat

    Umgekehrt erwarte ich, dass man mir darüber reinen Wein einschenkt und auch nicht irgendwelche faulen Patchwork-Vorschläge macht, die da wären, dass man noch einen "Zuchtbock" mit ins Boot holt, der bestimmte Beziehungsfacetten vielleicht besser beherrscht, weil er in seinem Leben kaum was anderes getan hat. Also ich erwarte entweder/oder und keine Teilung von Pflicht und Kür. Genau wegen dieser Teilung von Pflicht und Kür führe ich gesellschaftlich ja so ein Wandschrank-Dasein.

    erstens: Wenn jemand noch nicht weiss wie Du tickst ist es besser derjenige macht irgendwelche faulen Patchwork-Vorschläge, wenn derjenige die eben als wichtige gute Patchwork-Vorschläge empfindet statt einfach davon auszugehen dass Du die dann schon irgendwie schluckst wenn es soweit ist. Dein Job ist es dann auch in so einem Gespräch Deinen Standpunkt klar zu machen und zu zweit könnt ihr dann herausfinden ob ihr einen Kompromis findet oder ob jeder auf seiner Position verharrt woraus ihr dann wieder Konsequenzen zieht.


    Wenn dein Gegenüber schon weiss wie Du tickst und eben mit dieser Person z.b weil Kinder bereits da sind nur eine Patchworkfamilie möglich sein sollte und Du das nicht willst hättest Du wieder von vorn herein den schwarzen Peter zu sagen: ich will keine Beziehung mit einer bereits Mutter. Das ist für mich ein Ausschlusskriterium.


    Wenn ihr beide solo seid und klar darüber gesprochen habt wie Du Beziehung siehst - wie sie das sieht und ihre beide euch da einig über eine treue exklusive Beziehung ward, sie sich dann trotzdem nicht daran hält hast Du nur die Option zu reagieren sobald Du das herausfindest. Leider ist das so. Was wir nicht wissen darüber können wir nicht entscheiden. Dafür kannst Du sie verurteilen, so eine Situation ist auch sehr Persönlichkeitsverletzend (zumindest für emotionale Menschen): Fakt ist handeln musst auch hier Du wenn es rauskommt. Hier gibts sehr viele Fäden die von solchen Situationen handeln.


    Vertrauen zu jemandem aufzubauen ist immer etwas ohne Garantie. Emotionale Menschen verlassen sich dabei wieder auf ihr Bauchgefühl - einige erfolgreich andere nicht so erfolgreich.

    Zitat

    Beantwortet das deine Frage?

    Nicht die Fragen die ich zu Respekt gestellt habe. Ich vermute das gehört dann auch zur "zu abstrakt" Ecke. Bestimmte Arten von Vernunft tun sich sehr schwer mit Begriffen wie Respekt - sogar mit dem Begriff Vernunft selbst ;-) - weil diese Konzepte emotionale Komponenten haben.

    Zitat

    Wenn ich in einem freundschaftlichen Rahmen sage, dass es mich maßlos ankotzt, dass jeder in mir den Computerexperten sieht, der ich aber nicht bin, und darauf sinngemäß die Antwort "Apropos, ich hätte da auch ein PC-Problem. Vielleicht kannst du mal - bist ja da viel schneller als ich" kommt, dann brauche ich dazu nichts mehr zu sagen, sondern kann auch gleich meine Konsequenzen ziehen. Was soll Kommunikation da bitte noch bewirken? Das Schlimme ist, dass das der durchschnittlich intelligente Mensch ist.

    Natürlich bewirkt da Kommunikation noch was. Da setz ich mich mit dem Freund hin und je nach Typ sage ich eben sowas wie:


    Nett dass Du mir ständig Jobs andrehen willst für die ich gar nicht qualifiziert bin?! Sag mal gehts noch? Wie oft haben wir diese Unterhaltung eigentlich schon geführt? Willst Du ab jetzt wöchentlich mein Auto waschen weil Du viel größere Hände hast als ich die den Schwamm besser halten? - Und wenn Du jetzt gerade mal wach bist: registrier endlich mal das ich kein Fussabtreter bin sonst verzichte ich zukünftig liebend gerne auf Deine Gesellschaft. Die Tür ist da drüben.


    oder


    A - ist schon wieder Samstag? Frag doch mal jemanden der sich damit auskennt und schon meine Nerven.


    oder


    Es gibt gute Computerkurse bei ***. Ich helf dir ja gern mal hin und wieder, aber Du nutzt mich in der letzten Zeit schon schamlos aus. Wann hast Du das letzte mal was für mich gemacht? Schon mal was von geben und nehmen gehört?


    oder


    Ich versteh ja das Dich das verunsichert. Du musst das jetzt wirklich mal angehen - es kann doch nicht sein, dass Du ständig auf andere angewiesen bist und Dein Zeug nicht allein auf die Reihe bekommst. Ich hab dir ein paar mal geholfen, aber irgendwann is auch mal gut. Ruf mich an wenn Du mal wieder ins Kino oder zum Essen oder zum *** willst.


    Es gibt Menschen mit denen musst Du auf Konfrontation gehen ganz direkt, weil sie einfach wirklich nicht merken was läuft. Manche meinen das nicht mal böse und sind dann auch ganz geknickt wenn man ihnen ordentlich eins vor der Bug schiesst.


    Wenn sie dann wach sind teilt sich in anschliessenden Diskussionen die Spreu vom Weizen. Du sagst ja du bist empathisch. Mit Empathie kann man auch erkennen wen man "härter" anfassen muss damit derjenige aufwacht und bei wem eher vorsichtig reicht. Wichtig ist immer Klarheit in der Aussage.

    @ NotMichaelCaine

    Zitat

    Es ging mir überhaupt nicht darum dass Du etwas tun oder lassen sollst. Es ging mir darum ob Du, gerade weil Du gerne abstrakt denkst, Strukturen erkennen kannst und wenn das der Fall ist eben erkennen kannst, dass es unterschiedliche Arten von Strukturen gibt Absurditäten zu veranschaulichen und die dann zu unterschiedlichen Gesprächsausgängen führen. Ob Du also Deine Denkvorliebe produktiv einsetzt oder nicht. Da Du studiert hast weisst Du ja ansatzweise wie wissenschaftliches Arbeiten aussieht. Da gibts ja auch fächerübergreifende Formalien um Strukturen herauszuarbeiten, die unabhängig vom Inhalt angewandt werden können, weil alle Wissenschaft in Sprache und Zeichen festgehalten werden muss. Falls Du Kapazitäten hast und da momentan total auf dem Schlauch stehst findest Du dazu auch was im Netz. Ich hab vor längerer Zeit einen bei coursera gemacht. Meiner ist allerdings nicht mehr verfügbar - wie ich gerade gesehen habe.

    Naja, Struktur kann vieles bedeuten. Falls du den Wechsel zwischen förmlicher Artikulation und Gossensprache meinst - das mache ich bewusst (quasi Monty Python für Arme), aber das hat eben auch nur stilistisch was zu bedeuten. Davon abgesehen lästere ich logischerweise gern. Ich arbeite immerhin im öffentlichen Dienst - was hast du erwartet? :-D

    Zitat

    Wenn Du Variante 4 bist bist Du in den Situationen bedürfnislos und leidest nicht. Wenn Du nicht leidest worauf fusst Dein beklagen über ein Ungleichgewicht? Es ist ja dann keins da? Warum klagst Du Ungleichgewichte an, wenn Du wirklich Variante 4 bist? Das geht per Definition der Variante doch gar nicht?

    Dein Beispiel bezog sich aber auf Sexualität (hier hab ich keine Bedürfnisse) und nirgendwo war dort die Rede davon, bestimmte Beziehungsfacetten auf eine dritte Person auszulagern. Letzteres geht für mich gar nicht, also liegt da ein Bedürfnis vor - allerdings nicht im Widerspruch zu Variante 4.

    Zitat

    erstens: Wenn jemand noch nicht weiss wie Du tickst ist es besser derjenige macht irgendwelche faulen Patchwork-Vorschläge, wenn derjenige die eben als wichtige gute Patchwork-Vorschläge empfindet statt einfach davon auszugehen dass Du die dann schon irgendwie schluckst wenn es soweit ist. Dein Job ist es dann auch in so einem Gespräch Deinen Standpunkt klar zu machen und zu zweit könnt ihr dann herausfinden ob ihr einen Kompromis findet oder ob jeder auf seiner Position verharrt woraus ihr dann wieder Konsequenzen zieht.

    Bevor ich mich mit jemandem treffe, hat meistens eine gewisse ungezwungene Kommunikation (mehr als beim Durchschnitt) stattgefunden, bei der auch allgemeine Beziehungsvorstellungen ausgetauscht wurden. Auch kann man davon ausgehen, dass ich eher Frauen date, die sexuell etwas mehr Zeit benötigen. Somit weiß man eigentlich, wie ich ticke (und ich, wie der andere tickt), bevor so ein Vorschlag überhaupt gebracht werden muss. Und das bezieht sich nur auf diesen einen Sachverhalt.

    Zitat

    Wenn dein Gegenüber schon weiss wie Du tickst und eben mit dieser Person z.b weil Kinder bereits da sind nur eine Patchworkfamilie möglich sein sollte und Du das nicht willst hättest Du wieder von vorn herein den schwarzen Peter zu sagen: ich will keine Beziehung mit einer bereits Mutter. Das ist für mich ein Ausschlusskriterium.

    Ich rede nicht von Patchwork-Familien (damit muss man sich heutzutage arrangieren), sondern von Patchwork-artigen Beziehungskonstellationen (die auch nur irgendwie in Richtung Polygamie gehen). Nicht falsch verstehen: Ich bin nicht besitzergreifend und jede kann selbstverständlich jederzeit gehen, wenn sie sich dafür entscheidet, ohne dass ich wie manch anderer Terror mache.

    Zitat

    Wenn ihr beide solo seid und klar darüber gesprochen habt wie Du Beziehung siehst - wie sie das sieht und ihre beide euch da einig über eine treue exklusive Beziehung ward, sie sich dann trotzdem nicht daran hält hast Du nur die Option zu reagieren sobald Du das herausfindest. Leider ist das so. Was wir nicht wissen darüber können wir nicht entscheiden. Dafür kannst Du sie verurteilen, so eine Situation ist auch sehr Persönlichkeitsverletzend (zumindest für emotionale Menschen): Fakt ist handeln musst auch hier Du wenn es rauskommt. Hier gibts sehr viele Fäden die von solchen Situationen handeln.


    Vertrauen zu jemandem aufzubauen ist immer etwas ohne Garantie. Emotionale Menschen verlassen sich dabei wieder auf ihr Bauchgefühl - einige erfolgreich andere nicht so erfolgreich.

    Naja, wir sprachen ja von (faktisch) einseitig offenen Beziehungen, also einer vereinbarten Sache, und nicht von Untreue. Bei Untreue sehe ich das noch mal anders: Eine zweite Chance, aber danach auf jeden Fall weg. Und ich weiß, dass diese Haltung weitverbreitet ist.

    Zitat

    Nicht die Fragen die ich zu Respekt gestellt habe. Ich vermute das gehört dann auch zur "zu abstrakt" Ecke. Bestimmte Arten von Vernunft tun sich sehr schwer mit Begriffen wie Respekt - sogar mit dem Begriff Vernunft selbst ;-) - weil diese Konzepte emotionale Komponenten haben.

    Abstrakt ja, aber zentral von Bedeutung war ja der Satz, den du nicht zitiert hast: Ich stehe niemandem bei seiner Selbstentfaltung im Weg. Wenn ich sexuell eine komplette Niete wäre, die andere Seite das aber braucht, dann mache ich logischerweise den Weg frei. Das hat aus meiner Sicht sehr viel mit Respekt zu tun.

    Zitat

    Natürlich bewirkt da Kommunikation noch was. Da setz ich mich mit dem Freund hin und je nach Typ sage ich eben sowas wie:


    [...]

    Also, ich sage durchaus, dass ich der Auffassung bin, dass derjenige einfach nur zu faul ist, Google zu benutzen und seinen Kopf einzuschalten. Meistens ist auch das nicht deutlich genug.


    Davon abgesehen kann man nicht jedes soziale Umfeld beliebig wechseln, sondern teilweise nur den freundschaftlichen Kontakt unterbinden. Das sind die Stellen, die mit gewissen Pflichten verbunden sind.

    Zitat

    Ich hab dir ein paar mal geholfen, aber irgendwann is auch mal gut. Ruf mich an wenn Du mal wieder ins Kino oder zum Essen oder zum *** willst.

    Böse Falle! Damit würde ich entgegen meiner inneren Überzeugung sagen, dass ich im Gegenzug zu meinen Hilfestellungen sozialen Kontakt mit dieser Person möchte, obwohl das beiden von uns fern liegt. Mit bestimmten Leuten will ich nichts zu tun haben und auch sonst handle ich mir keine sozialen Kontakte für irgendwas heraus. Es kommt da schon auf die intrinsische Motivation des anderen an und ich bekomme das sofort mit, ob jemand es ernst meint oder mir einfach nur Almosen zuschiebt. Trotzdem kann so jemand seine Haltung im Nachhinein noch wechseln (wie bei meiner zweiten ernsthafteren Bekanntschaft, aber da war ja sowieso nur die Entfernung mein Handicap).

    Zitat

    Es gibt Menschen mit denen musst Du auf Konfrontation gehen ganz direkt, weil sie einfach wirklich nicht merken was läuft. Manche meinen das nicht mal böse und sind dann auch ganz geknickt wenn man ihnen ordentlich eins vor der Bug schiesst.


    Wenn sie dann wach sind teilt sich in anschliessenden Diskussionen die Spreu vom Weizen. Du sagst ja du bist empathisch. Mit Empathie kann man auch erkennen wen man "härter" anfassen muss damit derjenige aufwacht und bei wem eher vorsichtig reicht. Wichtig ist immer Klarheit in der Aussage.

    Mach das mal beim stellvertretenden Leiter in der ehrenamtlichen Tätigkeit, der in religiöser Überzeugung glaubt, ich müsste auch bei ihm privat wiederholt was machen, wenn ich zuvor einem guten Freund geholfen habe. Diese Leute leiten sich daraus ernsthaft einen Gleichbehandlungsanspruch ab! Und gerade bei diesem Typen muss ich vorsichtig sein, weil der ein machtgeiler Soziopath ist, der sich an alle möglichen (auch politischen) Ämter herandrängelt und mich entgegen meiner Fähigkeiten klein hält. Dieses Arschloch hat mich schon in einer anderen ehrenamtlichen Tätigkeit abservieren lassen, weil er meinte, man könnte es noch besser machen. Tatsächlich wurde es anschließend nicht besser und er war die eigentliche Fehlerursache. Ach so, der Typ ist hauptberuflich (Religions-)Lehrer, also bring da mal Kritik auf Augenhöhe an. Das geht noch nicht mal zwischen Akademikern.

    Zitat

    Ich weise so was schon zurück, aber der nächste versucht es trotzdem wieder. Und es haut teilweise immer wieder in dieselbe Kerbe.

    Ja. Das passiert wohl den meisten Menschen. Sicher in unterschiedlichem Ausmaß und auch abhängig davon wie sensibel sie sind.


    Der/die nächste neue Mensch kann nicht wissen wer Du bist. Woher auch? Deshalb umgeben sich viele normalerweise ja auch gerne mit Menschen, die sie kennen und die akzeptiert haben wer und wie sie sind. Das ist es ja was Freundschaften so unbezahlbar macht, wenn Du eine gewisse Nähe erreicht hast. Um dahin zu kommen bleibt keinem von uns eine andere Möglichkeit als die Spreu vom Weizen zu trennen.

    Zitat

    Struktur kann vieles bedeuten. Falls du den Wechsel zwischen förmlicher Artikulation und Gossensprache meinst - das mache ich bewusst (quasi Monty Python für Arme), aber das hat eben auch nur stilistisch was zu bedeuten. Davon abgesehen lästere ich logischerweise gern. Ich arbeite immerhin im öffentlichen Dienst - was hast du erwartet? :-D

    Ich erwarte da nichts - wir diskutieren ja nur ;-). Sprache ist ein Tool. Frag Politiker. Wenn Du gerne lästerst weisst Du das ja auch schon. Sie bewirkt etwas. Außerdem drückt sie etwas aus dem inneren aus. Eben auch unbewusstes. Wenn das zu einem guten Leben führt mit dem man zufrieden ist - klasse! Wenn nicht ist es Zeit das Tool anzuschaun und mal zu vergleichen wie andere, möglicherweise diejenigen die Du selbst respektieren kannst, sie verwenden und ob das strukturell entscheidend davon abweicht wie Du das tust. Nur als Idee.

    Zitat

    Bevor ich mich mit jemandem treffe, hat meistens eine gewisse ungezwungene Kommunikation (mehr als beim Durchschnitt) stattgefunden, bei der auch allgemeine Beziehungsvorstellungen ausgetauscht wurden. Auch kann man davon ausgehen, dass ich eher Frauen date, die sexuell etwas mehr Zeit benötigen. Somit weiß man eigentlich, wie ich ticke (und ich, wie der andere tickt), bevor so ein Vorschlag überhaupt gebracht werden muss. Und das bezieht sich nur auf diesen einen Sachverhalt.

    Verabschiedest Du Dich höflich von ihr, wenn sie nicht zu Deinen Vorstellungen passt?

    Zitat

    Ich bin nicht besitzergreifend und jede kann selbstverständlich jederzeit gehen, wenn sie sich dafür entscheidet, ohne dass ich wie manch anderer Terror mache.

    Es geht nicht darum was sie will - es geht darum ob Du gehst, wenn Deine Bedürfnisse nach "nicht-polygamie" nicht erfüllt werden und Du damit Deine Interessen vertrittst anerkennend, dass Du damit möglicherweise die Interessen Deines Gegenübers (wenn sie noch eine Beziehung will) massiv enttäuschst?


    Du eierst ständig drum herum anzuerkennen, dass auch Deine Bedürfnisse potentielle Beziehungen verhindern, andere Menschen genauso verletzen wie Du verletzt wirst und nicht nur die Dein Gegenüber verantwortlich ist. Momentan tust Du zwar "vernünftig" und "unemotional" indem Du vom Kopf her natürlich hinnimmst wenn eine Beziehung aufgrund ihrer Entscheidung nicht zu stande kommt. Gleichzeitig braucht Dein Gefühl aber offensichtlich noch das Lästerventil wo immer wieder durchleaked wie furchtbar die Frauen sind, die Du triffst - sonst würdest Du nicht so über die Frauen schreiben wie du schreibst. (schizoid - zweigeteilt)


    Wenn Du auch gefühlsmässig anerkennen kannst, dass Du selbst es bist, der potentielle Beziehungen verhindert, Menschen verletzt (genausowenig absichtlich wie eine Frau die Dich ablehnt, weil es für sie einfach nicht passt), weil Du für Deine eigene Bedürfniss sorgst (wie die Frau eben auch), fällt es mit der Zeit auch leichter Rückschläge hinzunehmen, weil Du dann irgendwann auch gefühlsmässig verstehen kannst, dass Dein Gegenüber nichts anderes tut. Mitgefühl nennt man so etwas. Ab da wird lästern unnötig und das loslassen von negativen Erfahrungen wird leichter.


    Momentan rationalisierst Du das wohl noch indem Du Dich selbst abwertest: Wenn sie Dich nicht will liegt es "natürlich" daran, dass Du von anderen eben als "Würstchen" wahrgenommen wirst oder nur ein "Anrecht" auf lower Levels hast ( oder was auch immer). Das ist aber nur eine rationalisierte Krücke, die mit der Realität nichts zu tun hat.


    Dein Kopf möglicherweise auch diesen Kreislauf - du bist ja nicht blöd - also eierst du wieder zurück nachdem Du über die anderen gelästert hast und relativierst alles mit Sätzen: "Mir ist klar dass...". Es geht hier nicht um Kopfwachstum ;-).


    Es geht darum, dass Du mit allen Mitteln Dein emotionales Wachstum verhinderst, weil es - auch - schmerzhaft ist. Du lehnst Emotionalität als Tool ab, weil Du in der Entwicklung - verglichen mit dem Durchschnitt - etwas hinterher hinkst. Das wird nix. ABC01 ist da schon auf der richtigen Spur.

    Zitat

    Naja, wir sprachen ja von (faktisch) einseitig offenen Beziehungen, also einer vereinbarten Sache, und nicht von Untreue.

    Der Du zustimmen oder die Du ablehnen kannst. Passt doch. Wenn jemand eine einseitig offene Beziehung mit Dir will und von vorn herein offen ist - Du das aber nicht willst (Dein Bedürfnis) wird daraus eben keine Beziehung, weil Du das nicht möchtest. Das ist doch völlig in Ordnung? Wo soll da das Problem sein?

    Zitat

    Bei Untreue sehe ich das noch mal anders: Eine zweite Chance, aber danach auf jeden Fall weg. Und ich weiß, dass diese Haltung weitverbreitet ist.

    Gut - wenn das für Dich in Ordnung geht dann ist das eben so. Es geht darum was für Dich richtig ist. Nicht welche Haltung weitverbreitet ist.

    Zitat

    Ich stehe niemandem bei seiner Selbstentfaltung im Weg. Wenn ich sexuell eine komplette Niete wäre, die andere Seite das aber braucht, dann mache ich logischerweise den Weg frei. Das hat aus meiner Sicht sehr viel mit Respekt zu tun.

    Super. Aber es geht nicht darum was Du für andere tust. Es geht darum was Du für Dich tust.

    Zitat

    Also, ich sage durchaus, dass ich der Auffassung bin, dass derjenige einfach nur zu faul ist, Google zu benutzen und seinen Kopf einzuschalten. Meistens ist auch das nicht deutlich genug.

    Dann versuch es mit "Nein" und wechsle das Thema. Wenn das nicht wirkt dann werd deutlicher: Ich habe die Nase voll davon, Dir zu helfen - frag mich nicht mehr oder leb damit das ich Anfragen ignoriere.

    Zitat

    Mach das mal beim stellvertretenden Leiter in der ehrenamtlichen Tätigkeit, der in religiöser Überzeugung glaubt, ich müsste auch bei ihm privat wiederholt was machen, wenn ich zuvor einem guten Freund geholfen habe. Diese Leute leiten sich daraus ernsthaft einen Gleichbehandlungsanspruch ab! Und gerade bei diesem Typen muss ich vorsichtig sein, weil der ein machtgeiler Soziopath ist, der sich an alle möglichen (auch politischen) Ämter herandrängelt und mich entgegen meiner Fähigkeiten klein hält. Dieses Arschloch hat mich schon in einer anderen ehrenamtlichen Tätigkeit abservieren lassen, weil er meinte, man könnte es noch besser machen. Tatsächlich wurde es anschließend nicht besser und er war die eigentliche Fehlerursache. Ach so, der Typ ist hauptberuflich (Religions-)Lehrer, also bring da mal Kritik auf Augenhöhe an. Das geht noch nicht mal zwischen Akademikern.

    Solche Typen gibt es überall. Es ist egal was die sich für Gleichbehandlungsansprüche ableiten, wenn sie die aus Deiner Sicht nicht haben - dann kannst Du mit strahlendem Lächeln sagen: Sorry ich mach sowas nur noch für enge Freunde.


    Ob Du jemanden kritisierst oder nicht ist Deine Entscheidung. Wenn Dir die ehrenamtliche Tätigkeit in dieser Organisation mehr gibt als er Dich nervt wirst Du wohl entscheiden ihn nicht zu kritisieren. Wenn das nicht der Fall ist musst Du Dich fragen was mit Dir los ist?


    Wenn er tatsächlich so viel Einfluss hat wie Du glaubst und Du nicht der Einzige bist der darunter leidet - schliess Dich mit anderen zusammen und übe die ehrenamtliche Tätigkeit ausserhalb seines "Machtgebiets" aus. Natürlich kann "man" so jemandem auf Augenhöhe die Meinung sagen. "Man" kann sich vorher auch auf mögliche Folgen daraus vorbereiten wenn "man" das möchte.


    Es geht hier um Konfliktaustragung. Wie Du Dich dazu weiter bildest oder auch nicht ist deine Sache. Es ist auf jeden Fall eine erlernbare Fähigkeit.

    @ NotMichaelCaine

    Zitat

    Ja. Das passiert wohl den meisten Menschen. Sicher in unterschiedlichem Ausmaß und auch abhängig davon wie sensibel sie sind.


    Der/die nächste neue Mensch kann nicht wissen wer Du bist. Woher auch? Deshalb umgeben sich viele normalerweise ja auch gerne mit Menschen, die sie kennen und die akzeptiert haben wer und wie sie sind. Das ist es ja was Freundschaften so unbezahlbar macht, wenn Du eine gewisse Nähe erreicht hast. Um dahin zu kommen bleibt keinem von uns eine andere Möglichkeit als die Spreu vom Weizen zu trennen.

    Diese Leute kennen zumindest meine Beziehungssituation und die unterschwellige Denke ist immer: Der hat sowieso nix zu tun, also kann der das mal machen. Mittlerweile lässt mich so was auch weitgehend kalt und ich denke auch, dass jeder solche Erfahrungen macht. Man braucht nur noch was anderes im Leben, um sich quasi wieder "aufzuladen". Klingt jetzt vielleicht überdramatisch, aber nach einer längeren Durststrecke manifestiert sich dieser Eindruck immer mehr.

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    Ich erwarte da nichts - wir diskutieren ja nur ;-). Sprache ist ein Tool. Frag Politiker. Wenn Du gerne lästerst weisst Du das ja auch schon. Sie bewirkt etwas. Außerdem drückt sie etwas aus dem inneren aus. Eben auch unbewusstes. Wenn das zu einem guten Leben führt mit dem man zufrieden ist - klasse! Wenn nicht ist es Zeit das Tool anzuschaun und mal zu vergleichen wie andere, möglicherweise diejenigen die Du selbst respektieren kannst, sie verwenden und ob das strukturell entscheidend davon abweicht wie Du das tust. Nur als Idee.

    Das ganze Negative, was ich hier schreibe, dient ja im Endeffekt der Veranschaulichung. Beim Kennenlernen fahre ich das natürlich zurück, aber es gibt dort auch keinen Grund, zu lästern oder negative Formulierungen zu gebrauchen. Insoweit ist beides authentisch. Und der Zweck dieses Threads ist ja nicht, Aufmerksamkeit zu erhaschen und daraus für mich Kapital zu schlagen.

    Zitat

    Verabschiedest Du Dich höflich von ihr, wenn sie nicht zu Deinen Vorstellungen passt?

    Ja, das sollte eine Selbstverständlichkeit sein. Und ich breche auch nicht von jetzt auf jetzt den Kontakt ab, indem ich mit tot stelle.

    Zitat

    Es geht nicht darum was sie will - es geht darum ob Du gehst, wenn Deine Bedürfnisse nach "nicht-polygamie" nicht erfüllt werden und Du damit Deine Interessen vertrittst anerkennend, dass Du damit möglicherweise die Interessen Deines Gegenübers (wenn sie noch eine Beziehung will) massiv enttäuschst?


    Du eierst ständig drum herum anzuerkennen, dass auch Deine Bedürfnisse potentielle Beziehungen verhindern, andere Menschen genauso verletzen wie Du verletzt wirst und nicht nur die Dein Gegenüber verantwortlich ist. Momentan tust Du zwar "vernünftig" und "unemotional" indem Du vom Kopf her natürlich hinnimmst wenn eine Beziehung aufgrund ihrer Entscheidung nicht zu stande kommt. Gleichzeitig braucht Dein Gefühl aber offensichtlich noch das Lästerventil wo immer wieder durchleaked wie furchtbar die Frauen sind, die Du triffst - sonst würdest Du nicht so über die Frauen schreiben wie du schreibst. (schizoid - zweigeteilt)


    Wenn Du auch gefühlsmässig anerkennen kannst, dass Du selbst es bist, der potentielle Beziehungen verhindert, Menschen verletzt (genausowenig absichtlich wie eine Frau die Dich ablehnt, weil es für sie einfach nicht passt), weil Du für Deine eigene Bedürfniss sorgst (wie die Frau eben auch), fällt es mit der Zeit auch leichter Rückschläge hinzunehmen, weil Du dann irgendwann auch gefühlsmässig verstehen kannst, dass Dein Gegenüber nichts anderes tut. Mitgefühl nennt man so etwas. Ab da wird lästern unnötig und das loslassen von negativen Erfahrungen wird leichter.

    Warum sollte es so was überhaupt geben? Ich kenne das überhaupt nicht, dass jemand in Bezug auf bestimmte Beziehungsfacetten exklusiv an mir Interesse hat und mich nicht gegen jemand anderen austauschen würde. Für jemanden mit sexuellen Bedürfnissen steht und fällt die Beziehung doch mit deren Erfüllung. Warum sollte das meine Beziehung sein, wenn ich das nicht leisten kann (was ich nicht weiß)?


    Würde dieser Fall dennoch eintreten, müsste ich mir dazu tiefergreifende Gedanken machen. Ein Interesse an mir als Person, das so was wie eine Eigendynamik entwickelt, hatte aber noch nie jemand, also bin ich auch meilenweit davon entfernt.


    Zu der zweiten Sache - ich brauche bei einer sauberen Trennung kein Lästerventil. Aufgeregt hab ich mich immer nur über das Wie. Meine wichtigste Bekanntschaft und ich haben ja gezeigt, wie man etwas im Guten und ohne irgendein Drama beendet. Liest du von der hier irgendwas?

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    Momentan rationalisierst Du das wohl noch indem Du Dich selbst abwertest: Wenn sie Dich nicht will liegt es "natürlich" daran, dass Du von anderen eben als "Würstchen" wahrgenommen wirst oder nur ein "Anrecht" auf lower Levels hast ( oder was auch immer). Das ist aber nur eine rationalisierte Krücke, die mit der Realität nichts zu tun hat.

    Zwei Fakten:


    1. An mir hat als Beziehungspartner momentan niemand ein Interesse.


    2. Dass ich niemanden mehr aus der gleichen Liga erreiche, liegt nicht daran, dass ich als "Würstchen" wahrgenommen werde, sondern weil der Partnermarkt (besonders online) massiv zugunsten der Frauenseite geartet ist.


    Wo siehst du darin eine Abwertung? Was mich verrückt macht, ist ja gerade, dass ich eigentlich durchschnittliche Chancen haben müsste und nicht, so wie es tatsächlich ist, an letzter Stelle rangiere.

    Zitat

    Kopf möglicherweise auch diesen Kreislauf - du bist ja nicht blöd - also eierst du wieder zurück nachdem Du über die anderen gelästert hast und relativierst alles mit Sätzen: "Mir ist klar dass...". Es geht hier nicht um Kopfwachstum ;-).


    Es geht darum, dass Du mit allen Mitteln Dein emotionales Wachstum verhinderst, weil es - auch - schmerzhaft ist. Du lehnst Emotionalität als Tool ab, weil Du in der Entwicklung - verglichen mit dem Durchschnitt - etwas hinterher hinkst. Das wird nix. ABC01 ist da schon auf der richtigen Spur.

    Ich bin an dem Punkt, an dem ich mich in der Theorie zwischenmenschlich und auch emotional so weit entwickelt habe, wie es allein geht. Anderenfalls wären meine Verabredungen alle ein Griff ins Klo und nicht überwiegend gelungen. Eine weitere Entwicklung kann ich nur noch auf wenigstens minimalem Entgegenkommen aufbauen, denn ohne einen formalen Rahmen (z. B. Beziehungsanbahnungsphase) kann ich mich niemandem weiter öffnen. Dafür hatte ich zu oft das Messer im Rücken, ohne dass ich mich so weit rausgewagt habe.

    Zitat

    Der Du zustimmen oder die Du ablehnen kannst. Passt doch. Wenn jemand eine einseitig offene Beziehung mit Dir will und von vorn herein offen ist - Du das aber nicht willst (Dein Bedürfnis) wird daraus eben keine Beziehung, weil Du das nicht möchtest. Das ist doch völlig in Ordnung? Wo soll da das Problem sein?

    Dass ich nicht verstehe, wo da das Herumgeeiere ist.

    Zitat

    Dann versuch es mit "Nein" und wechsle das Thema. Wenn das nicht wirkt dann werd deutlicher: Ich habe die Nase voll davon, Dir zu helfen - frag mich nicht mehr oder leb damit das ich Anfragen ignoriere.

    Ist zufällig auch der Weg, den ich zuletzt eingeschlagen habe, also minimaler, aber bestimmter Informationsgehalt.

    Du siehst das schon richtig. Für mich ist das eher ein Nebenkriegsschauplatz und ich würde diese Tätigkeit sowieso nicht aufgeben. Im Übrigen haben sich die Kritiker dieser Person zuletzt eher rar gemacht. Sagen wir mal, ich liebäugle seit einem 3/4 Jahr mit einem Wechsel in die Nachbarwehr, weil die Besetzung da bunter gemischt, also weniger proletenhaft ist, und die Missstände bei uns dort ziemlich klar wahrgenommen werden. So ein Schritt will aber gut überlegt sein, da Feuerwehr ja viel mit "Kameradschaftlichkeit" zu tun hat. Gerede gibt es so oder so, aber nach dem Wechsel muss es wirklich funktionieren, da die Ursachenvermutung sonst auf einen selbst zurückfällt.

    Zitat

    Man braucht nur noch was anderes im Leben, um sich quasi wieder "aufzuladen".

    Es geht darum was DU brauchst um wieder aufzuladen. Das unterscheidet sich z.B. ganz sicher von dem was ich brauche ;-). Jeder Mensch braucht (Bedürfnisse) etwas - aber was unterscheidet sich Minimal. Natürlich kannst Du's zusammenfassen und sagen: Jeder braucht Liebe! Aber Liebe ist ein weiter Begriff. Darunter fallen die unterschiedlichsten Ausdrucksmöglichkeiten. Es ist für Dein Leben in erster Linie wichtig welche Ausdrucksmöglichkeiten für DICH wichtig sind - nicht für man. Zumindest wenns Dir ums aufladen geht. Du sagst jetzt sicher "eine Freundin" (und meinst im Geiste einen idealen Menschen wie Du ihn brauchst, damit Du Dich aufgeladen fühlst. Das will jeder - aber das ist viel zu unkonkret um es mal kurz zu erreichen).

    Zitat

    Das ganze Negative, was ich hier schreibe, dient ja im Endeffekt der Veranschaulichung. Beim Kennenlernen fahre ich das natürlich zurück, aber es gibt dort auch keinen Grund, zu lästern oder negative Formulierungen zu gebrauchen. Insoweit ist beides authentisch. Und der Zweck dieses Threads ist ja nicht, Aufmerksamkeit zu erhaschen und daraus für mich Kapital zu schlagen.

    Für mich ist das was Du beschreibst so wie Du es beschreibst nicht authentisch. Das "wie" passt nicht zu dem "was". Zumindest schriftlich nehmen das auch andere so wahr ( kannst Du hier nachlesen).


    Wenn etwas "im Guten" auseinander geht kann ich natürlich sagen: wir hatten keine gemeinsame Basis - sie hat sich doch für jemand anderen entschieden - ich kam mit ihrer Art nicht zurecht - für mich passte es charakterlich nicht - sie forderte von mir sich festzulegen wozu ich nicht bereit war - sie lebte in einem völlig anderen Millieu als ich und das war nichts für mich / es war nichts für sie.


    All das beschreibt eine Reihe von Situationen neutral und ohne Bewertung des anderen. Wenn sich zwei trennen und emotional alles verarbeitet ist klingt das so. Wenn es emotional noch nicht verarbeitet ist klingt es so wie bei dir - da wird gewertet was das Zeug hält, der andere als eigentlich untragbar dargestellt und um Verständnis geworben warum man mit "so" einer Person nichts zu tun haben wollte oder erklärt wie blind diese Person doch für die eigenen Vorzüge ist und so weiter. Sprache drückt Gefühle aus. Sogar wenn "man" meint die gar nicht zu haben.


    Und damit wir uns nicht falsch verstehen: Wenn Du meinst nur dadurch dass Du Deine Sprache gestaltest würden sich Deine Gefühle ändern ist das natürlich falsch! Es geht mir nicht darum, dass Du Deine Sprache änderst - es geht darum, dass Du siehst wo Unterschiede in der Sprache liegen und wie das mit Dir zusammenhängt, um dadurch irgendwann einen Zugang dazu zu finden wie andere anders mit ihren Gefühlen umgehen was sich eben in deren Sprache äussert.

    Zitat

    Ja, das sollte eine Selbstverständlichkeit sein. Und ich breche auch nicht von jetzt auf jetzt den Kontakt ab, indem ich mit tot stelle.

    Super! Also agierst Du nach Deinen Regeln und beendest Kontakte, wenn sie nicht Deinen Bedürfnissen und Anforderungen entsprechen. Du machst das indem Du Dich höflich verabschiedest, weil das Deinen Werten entspricht - andere machen das indem sie den Kontakt abbrechen, weil das ihren Werten entspricht. Du brauchst deren Werte nicht gut zu finden - sie Deine nicht. Soweit so gut.

    Zitat

    Für jemanden mit sexuellen Bedürfnissen steht und fällt die Beziehung doch mit deren Erfüllung. Warum sollte das meine Beziehung sein, wenn ich das nicht leisten kann (was ich nicht weiß)?

    Es ging in dem Absatz auf den Du Dich beziehst nirgendwo um sexuelle Bedürfnisse. Es ging um die Entwicklung Deiner Emotionalität, die Du unterdrückst was Dir die Abkürzungen die die meisten emotionalen Menschen eben standartmässig gehen verunmöglichen und es Dir schwerer macht Beziehungen anzufangen. Und nein - es ist nicht der Job Deiner potentiellen Partnerin Deine Emotionalität für Dich zu entwickeln. Es ist Deine Entscheidung ob Du das tun willst oder nicht. Wenn das für Dich keine Option ist und Du der Meinung bist, dass es Dir die Dinge nicht erleichtern würde - lass es bleiben.


    Wenn Du sicher sein willst, dass Du nicht mit sexuellen Bedürfnissen von anderen konfrontierst wirst such unter den Asexuellen und schon weisst Du dass Du in diesem speziellen Segment den Anforderungen genügst. Die Lösung für dieses Problem liegt auch auf der Hand.


    Ich habe Dir nur Zusammenhänge aufgezeigt. Ob und was Du damit etwas anfängst ist selbstverständlich Deine Entscheidung.

    Zitat

    Zu der zweiten Sache - ich brauche bei einer sauberen Trennung kein Lästerventil. Aufgeregt hab ich mich immer nur über das Wie. Meine wichtigste Bekanntschaft und ich haben ja gezeigt, wie man etwas im Guten und ohne irgendein Drama beendet. Liest du von der hier irgendwas?

    Ich lese viel Geläster über die Frauen mit denen es nicht geklappt hat (egal wer nicht wollte) und die unter Deiner Würde waren. Weiter oben hast Du das ja zugegeben. Also brauchst Du ein Lästerventi, wenn die Trennung aufgrund - entweder von Dir veranlasst oder von Deinem Gegenüber veranlasst Deine Gefühle verletzt hat. Das bedeutet nichts anderes als dass diese Trennungen eben nicht so rational geprägt Deinerseits von statten gehen wie Du an anderen Stellen anmerkst. Das ist Rumgeeier wie ich es beschrieben habe.

    Zitat

    Zwei Fakten:


    1. An mir hat als Beziehungspartner momentan niemand ein Interesse.


    2. Dass ich niemanden mehr aus der gleichen Liga erreiche, liegt nicht daran, dass ich als "Würstchen" wahrgenommen werde, sondern weil der Partnermarkt (besonders online) massiv zugunsten der Frauenseite geartet ist.

    Trotzdem thematisierst Du ja Deine Probleme hier oder? Was sollen mir diese Fakten gerade sagen?

    Zitat

    Wo siehst du darin eine Abwertung? Was mich verrückt macht, ist ja gerade, dass ich eigentlich durchschnittliche Chancen haben müsste und nicht, so wie es tatsächlich ist, an letzter Stelle rangiere.

    Du rangierst da wo Du es versuchst. Ob Du jetzt "an letzter Stelle" keinen Erfolg hast oder wenn Du es bei den Dir Deiner Meinung nach zustehenden Frauen versuchst macht doch eigentlich keinen Unterschied oder? Der Unterschied ist nur, wenn es dann mal klappen sollte - hast Du mit einer aus Deiner Sicht "an letzter Stelle" stehenden Frau immer Dir selbst bewiesen wie ungerecht die Welt ist während Du bei einer Dir aus Deiner Sicht zustehenden Frau damit leben müsstest, dass die Welt Dir das gegeben hat was Du verdient hast. Ich wüsste was ich mir da aussuchen würde, aber ich tick da eher emotional.


    Die Abwertungen auf die ich mich bezogen habe waren diesselben auf die sich auch wave_seven bezogen hat.

    Zitat

    Für mich ist das eher ein Nebenkriegsschauplatz und ich würde diese Tätigkeit sowieso nicht aufgeben.

    Also ist auch das kein Problem, weil Du die Lösung schon kennst. Trotzdem hast Du es angesprochen. Um Problemlösung gings also nicht. Wenn Du jetzt nicht merkst, dass es Dir nur um Deinen Gefühlshaushalt geht - dann weiss ich es auch nicht. Der ist rational nicht lösbar. Nur verdrängbar.


    Wie gesagt - schau Dir ABC01 Beiträge und Empfehlungen an. Das passt schon.

    Zitat

    ach das mal beim stellvertretenden Leiter in der ehrenamtlichen Tätigkeit, der in religiöser Überzeugung glaubt, ich müsste auch bei ihm privat wiederholt was machen, wenn ich zuvor einem guten Freund geholfen habe. Diese Leute leiten sich daraus ernsthaft einen Gleichbehandlungsanspruch ab! Und gerade bei diesem Typen muss ich vorsichtig sein, weil der ein machtgeiler Soziopath ist, der sich an alle möglichen (auch politischen) Ämter herandrängelt und mich entgegen meiner Fähigkeiten klein hält. Dieses Arschloch hat mich schon in einer anderen ehrenamtlichen Tätigkeit abservieren lassen, weil er meinte, man könnte es noch besser machen. Tatsächlich wurde es anschließend nicht besser und er war die eigentliche Fehlerursache. Ach so, der Typ ist hauptberuflich (Religions-)Lehrer, also bring da mal Kritik auf Augenhöhe an. Das geht noch nicht mal zwischen Akademikern.

    Zitat

    Für mich ist das eher ein Nebenkriegsschauplatz und ich würde diese Tätigkeit sowieso nicht aufgeben. Im Übrigen haben sich die Kritiker dieser Person zuletzt eher rar gemacht. Sagen wir mal, ich liebäugle seit einem 3/4 Jahr mit einem Wechsel in die Nachbarwehr, weil die Besetzung da bunter gemischt, also weniger proletenhaft ist, und die Missstände bei uns dort ziemlich klar wahrgenommen werden. So ein Schritt will aber gut überlegt sein, da Feuerwehr ja viel mit "Kameradschaftlichkeit" zu tun hat. Gerede gibt es so oder so, aber nach dem Wechsel muss es wirklich funktionieren, da die Ursachenvermutung sonst auf einen selbst zurückfällt.

    ":/


    Kennst du jemanden in der Nachbarwehr, den du als Ansprechpartner hättest vor einem offiziellen Wechsel dorthin?


    Warum möchtest du in der ersten Feuerwehr bleiben, wenn es so übel dort ist für dich, wie du im ersten Zitat beschreibst?


    Du sagst doch an anderer Stelle selbst, dass "es dich auffrisst" (v.a. die Suche nach einer Partnerin) und du kaum Energie übrig hast. Dann würde ich es in der Nachbarwehr versuchen. Warum sich an den "Proleten" und einem "Soziopathen" in einem Ehrenamt (!) aufreiben?! Du machst das in deiner Freizeit. Freizeit ist zu kostbar, um sie mit sowas zu verschwenden. ... Du scheinst dort auch noch draufzuzahlen.


    Und da dir so wichtig ist, was andere von dir denken (s. letzter Satz im 2. Zitat):


    Was denken die in der ersten Wache wohl von dir, v. a. dein dich ausnutzender Leiter, wenn du weiter brav dort bleibst und dich so behandeln lässt?


    Gibt es eigentlich andere Möglichkeiten wie Sportvereine oder lose Interessensgruppen (z. B. online zu finden) an deinem Wohnort?

    Hallo WalkingGhost,


    grundsätzlich, um es einmal extrem auszudrücken: Der Krieg ist vorbei. Das musst Du jetzt kappieren. Du bist jetzt erwachsen. Als Kind konntest Du Dich nicht besser wehren. Jetzt stehen Dir andere Wege zur Verfügung. Man hat sein Kinderverhalten so verinnerlicht, dass man immer noch so handelt wie damals und sich nichts weiter dabei denkt. Hier liegt eines der Probleme. Das waren Notlösungen auf die Kindersituation zugeschnitten. Das Verhalten kommt im Erwachsenleben nicht so optimal an, wie Du ja auch selber bemerkst. Das gilt es nun zu verbessern und korrigieren! Ich hoffe, Du verstehst was ich meine. Man kann nur gewinnen dabei.


    Der Schizo (erst Kind , dann Schizo) geht weg, wenn er genervt wird -> Rückzug. In seiner Kindheit wurde er einfach zu oft genervt. Meine Mutter hat mich vor anderen gerne auch mal blosgestellt, was sie gestört hat an mir. Das ist einem dann peinlich und tut weh. Als Kind verinnerlicht man: Ich bin nicht ok. -> Bindungsprobleme später. (geringer Selbstwert)


    Außerdem war meine Mutter sehr emotinal (peinlich) und distanzlos und im Verhalten unberechenbar (Meinung nach Gefühl mal schnell geändert, usw.) . -> Das Vertrauen geht kaputt. Vorbildfunktion. Das Kind lernt: Menschen sind nicht berechenbar


    Ich habe mal gelesen vor 25 Jahren: Wer zu anderen Personen keine positiven Verhältnisse aufbauen kann wendet sich den Dingen zu. Das kann ich nur bestätigen -> Sachtyp, -> weggegangen. Den Satz damals habe ich mir gemerkt bis heute! Man beginnt Menschen zu meiden und macht sein eigenes Ding.


    Man entwickelt dadurch teilweise unangenehme Gefühle in Gegenwart von andern. Das Unheil nimmt seinen Lauf. Man lernt den sozialen Umgang mit anderen nicht so gut. Das wird man später nachholen müssen.


    Ich bin damals auf Distanz gegangen. Habe damals Gefühle abgeschaltet. Man wird dann emotional nicht mehr erreicht. -> innerlich weggegangen -> introvertiert. Spürt innerlich diese Gefühle nicht mehr mit. Auch was mir innerlich weh getan hat, z.B. mich zu schämen, rot zu werden. Ist ja voll peinlich. Auch sich freuen wird abgeschaltet. Man gibt sonst dem anderen eine Rückmeldung, dass er bei Dir angekommen ist -> Dir eine Freude gemacht hat. Es ihm gelungen ist. Du willst aber dass er wegbleibt, also freust Du dich nicht. Er oder sie (Mutter) kommt nicht mehr emotional an bei Dir. Ich habe das nicht bewußt gemacht. Irgenwann als Kind, so mit 8-10 Jahren habe ich an mir einmal bemerkt, dass ich kein Gefühl der "Freude" mehr habe. Vorher war das ein Glücksgefühl, die Freude. Das ist mir wirklich aufgefallen damals. Daran kann ich mich bis heute noch erinnern. So verändert man sich und wird das, was man schizoide nennt ...


    Ich habe noch was gemacht. Ich habe zu meiner Mutter eine Gegenposition eingenommen. Immer das Gegenteil (auch widersprechen) oder eine alternativen Weg zu dem was sie (dominant) vorgegeben hat (Verweigern). Später im Leben macht man das dann automatisch immer. Im Gespräch: Ja, aber, was ist mit ... dann schlägt man seine (gegenteilige oder kritische, hauptsache andere) Sicht vor und möchte das bestätigt haben (Recht haben) . Das kommt überhaupt nicht gut an und gibt viel Streit = Distanz. Das ist Widerstand gegen den Anderen. Besonders schlecht in Partnerschaften. Man muss die Gedanken und die Ideen des Partner annehmen, mittragen, unterstützen. -> Wo es geht und passt, oder egal ist welchen Weg man geht. Hat mit Ja-sagertum nichts zu tun. Das habe ich mittlerweile geändert, als ich es verstanden hatte. Das hat mich jetzt nicht verbogen oder groß verändert. Da mache ich mir keine Gedanken mehr deswegen. Ich komme hier nur einfach besser an.


    Überprüfe mal ob das bei Dir auch so ist, dass Du im Gespräch Alternativpositionen, oder Gegenpositionen suchst. Durch kurzes Nachdenken wird einem das schnell klar.


    Weiter aus dem Ganzen erlebten: Begleitgefühle von Distanz, oder Belastung, Verpflichtung gegenüber den Partner. Wie bei einem wilden Tier, ein Fluchtgefühl in der Situation. Man hat keine Sehnsucht nach Verbindung mit dem Partner und Verbindung mit ihm. Man hat ehr das Gefühl wie einem Fremden gegenüber oder jemand den man nach einiger Zeit wieder loswerden will weil seine Anwesenheit einen irgenwie belastet (Kraft kostet). Man muss sich im Verhalten umstellen. Man will dann wieder seine Ruhe und entspannt alleine zuhause .... So funktioniert keine Beziehung. Die Rechnung geht nicht auf.

    @ NotMichaelCaine

    Zitat

    Es geht darum was DU brauchst um wieder aufzuladen. Das unterscheidet sich z.B. ganz sicher von dem was ich brauche ;-). Jeder Mensch braucht (Bedürfnisse) etwas - aber was unterscheidet sich Minimal. Natürlich kannst Du's zusammenfassen und sagen: Jeder braucht Liebe! Aber Liebe ist ein weiter Begriff. Darunter fallen die unterschiedlichsten Ausdrucksmöglichkeiten. Es ist für Dein Leben in erster Linie wichtig welche Ausdrucksmöglichkeiten für DICH wichtig sind - nicht für man. Zumindest wenns Dir ums aufladen geht. Du sagst jetzt sicher "eine Freundin" (und meinst im Geiste einen idealen Menschen wie Du ihn brauchst, damit Du Dich aufgeladen fühlst. Das will jeder - aber das ist viel zu unkonkret um es mal kurz zu erreichen).

    Ich kann dieses abstrakte Miteinander auch nicht wirklich in Worte fassen. Das, was ich weiß, ist, dass ich so, wie es jetzt ist, komplett ins Leere "wirtschafte". Da ist nichts.

    Zitat

    Für mich ist das was Du beschreibst so wie Du es beschreibst nicht authentisch. Das "wie" passt nicht zu dem "was". Zumindest schriftlich nehmen das auch andere so wahr ( kannst Du hier nachlesen).


    Wenn etwas "im Guten" auseinander geht kann ich natürlich sagen: wir hatten keine gemeinsame Basis - sie hat sich doch für jemand anderen entschieden - ich kam mit ihrer Art nicht zurecht - für mich passte es charakterlich nicht - sie forderte von mir sich festzulegen wozu ich nicht bereit war - sie lebte in einem völlig anderen Millieu als ich und das war nichts für mich / es war nichts für sie.

    Das beschreibt aber genau das Gegenteil von dem, wie es war. Wir hatten eine mindestens 95%ige gemeinsame Basis, aber empfindungsmäßig zueinander wie eine Art gedankliche Leere (bei ihr länger als bei mir), die wir nicht einordnen konnten. Das war ihr (verständlicherweise) zu wenig, um es weiter zu versuchen. Außerdem ist sie, wie sie für sich festgestellt hat, kein Beziehungsmensch und auch jetzt noch überzeugter Single. Hinzu kam, dass wir an zwei verschiedenen Enden von Deutschland leben und durch Beruf und Studium ortsgebunden waren. Ich dann irgendwann nicht mehr, aber das war nach der Beendigung des Ganzen. Alles sagt mir, dass sie sich ihrer Entscheidungen voll und ganz im Klaren ist, weshalb ich einen zweiten Versuch nicht wagen werde. Das hat auch was mit Respekt zu tun, denn anderenfalls würde ich damit unsere Freundschaft missbrauchen. Einfach ist das logischerweise nicht, weil ich noch nie so jemanden getroffen habe.

    Zitat

    All das beschreibt eine Reihe von Situationen neutral und ohne Bewertung des anderen. Wenn sich zwei trennen und emotional alles verarbeitet ist klingt das so. Wenn es emotional noch nicht verarbeitet ist klingt es so wie bei dir - da wird gewertet was das Zeug hält, der andere als eigentlich untragbar dargestellt und um Verständnis geworben warum man mit "so" einer Person nichts zu tun haben wollte oder erklärt wie blind diese Person doch für die eigenen Vorzüge ist und so weiter. Sprache drückt Gefühle aus. Sogar wenn "man" meint die gar nicht zu haben.


    Und damit wir uns nicht falsch verstehen: Wenn Du meinst nur dadurch dass Du Deine Sprache gestaltest würden sich Deine Gefühle ändern ist das natürlich falsch! Es geht mir nicht darum, dass Du Deine Sprache änderst - es geht darum, dass Du siehst wo Unterschiede in der Sprache liegen und wie das mit Dir zusammenhängt, um dadurch irgendwann einen Zugang dazu zu finden wie andere anders mit ihren Gefühlen umgehen was sich eben in deren Sprache äussert.

    Ganz ehrlich: Mich hat nur noch diese Verarsche mit der zweiten ernsthaften Bekanntschaft aus dem Rennen genommen (auch emotional). Seitdem betrachte ich alles Weitere aus der Distanz, weil ich einerseits zu abgestumpft bin und diese Fälle andererseits zu sehr von meiner Referenz-Bekanntschaft abweichen. Solche negativen Äußerungen findest du von mir in vielen Threads, ohne dass ich einen persönlichen Bezug zu etwas haben muss - das ist einfach meine allgemeine Misanthropie und ich sehe mich keineswegs persönlich gekränkt. Und diese Frauen waren auch nicht "furchtbar", sondern es ließ sich einfach eine gewisse Ignoranz nicht überwinden. Ist es deswegen allein deren Schuld? Nein, mindestens genauso auch meine, weil ich die Ignoranz durch meine verkopfte Herangehensweise nicht überwinden konnte.

    Zitat

    Super! Also agierst Du nach Deinen Regeln und beendest Kontakte, wenn sie nicht Deinen Bedürfnissen und Anforderungen entsprechen. Du machst das indem Du Dich höflich verabschiedest, weil das Deinen Werten entspricht - andere machen das indem sie den Kontakt abbrechen, weil das ihren Werten entspricht. Du brauchst deren Werte nicht gut zu finden - sie Deine nicht. Soweit so gut.

    Ich werde da niemandem reinreden, aber einen abrupten Kontaktabbruch, bei dem sich die andere Seite noch einen unbestimmten Zeitraum einen Kopf macht, ob der andere sich vielleicht doch noch meldet und was denn nun falsch gelaufen ist, halte ich moralisch nicht für in Ordnung.

    Zitat

    Es ging in dem Absatz auf den Du Dich beziehst nirgendwo um sexuelle Bedürfnisse. Es ging um die Entwicklung Deiner Emotionalität, die Du unterdrückst was Dir die Abkürzungen die die meisten emotionalen Menschen eben standartmässig gehen verunmöglichen und es Dir schwerer macht Beziehungen anzufangen. Und nein - es ist nicht der Job Deiner potentiellen Partnerin Deine Emotionalität für Dich zu entwickeln. Es ist Deine Entscheidung ob Du das tun willst oder nicht. Wenn das für Dich keine Option ist und Du der Meinung bist, dass es Dir die Dinge nicht erleichtern würde - lass es bleiben.


    Wenn Du sicher sein willst, dass Du nicht mit sexuellen Bedürfnissen von anderen konfrontierst wirst such unter den Asexuellen und schon weisst Du dass Du in diesem speziellen Segment den Anforderungen genügst. Die Lösung für dieses Problem liegt auch auf der Hand.


    Ich habe Dir nur Zusammenhänge aufgezeigt. Ob und was Du damit etwas anfängst ist selbstverständlich Deine Entscheidung.

    Wenn man den Gesprächsverlauf zurückverfolgt, ging es aber noch um sexuelle Bedürfnisse des anderen. Und das ist ein Knackpunkt, wenn auch nicht der zentrale. Emotionalität brauche ich auch nicht zu unterdrücken - das ist das Produkt der letzten 10 Jahre, weil dieses Parallelwelt-Dasein eben nicht spurlos an einem vorübergeht. Und nein, es ist niemandes Aufgabe, mir dahingehend zu helfen - mit minimalem Entgegenkommen meinte ich wirklich weitaus grundlegendere Dinge als aktive Hilfe. Aven-forum.de wird wahrscheinlich wirklich meine letzte Option. Wenn ich denn dort mal den Gesprächseinstieg finde - ich will dort mein Problem knapper als hier umreißen, aber weiß auch nicht, in welchem Unterforum. Das Ziel ist natürlich der unmittelbare Kontakt mit Gleichgesinnten.

    Zitat

    Trotzdem thematisierst Du ja Deine Probleme hier oder? Was sollen mir diese Fakten gerade sagen?

    Dass ich mich nicht über Gebühr abwerte, weil vieles von dem, was ich sage, sich einfach nur auf tatsächliche Umstände bezieht.

    Zitat

    Du rangierst da wo Du es versuchst. Ob Du jetzt "an letzter Stelle" keinen Erfolg hast oder wenn Du es bei den Dir Deiner Meinung nach zustehenden Frauen versuchst macht doch eigentlich keinen Unterschied oder? Der Unterschied ist nur, wenn es dann mal klappen sollte - hast Du mit einer aus Deiner Sicht "an letzter Stelle" stehenden Frau immer Dir selbst bewiesen wie ungerecht die Welt ist während Du bei einer Dir aus Deiner Sicht zustehenden Frau damit leben müsstest, dass die Welt Dir das gegeben hat was Du verdient hast. Ich wüsste was ich mir da aussuchen würde, aber ich tick da eher emotional.

    Warum klingt das immer viel ungesünder als wie ich es geschrieben hab? Selbstverständlich steht mir überhaupt keine Frau zu. Was ist das bitte für eine Formulierung? Und ich habe nie geschrieben, dass ich nicht versucht hätte, online mit Frauen aus der "gleichen Liga" ins Gespräch zu kommen. Das funktioniert halt deutlich seltener - so selten, dass es dann i. d. R. an irgendwelchen praktischen Hindernissen scheitert (oder das Gespräch niemals richtig in Fahrt kommt, weil die Antworten nur aus "Hmm", "Ja" und "Ok" bestehen). Und jemanden in einer unrealistisch höheren Liga anzuschreiben, halte ich für Zeitverschwendung, besonders für den Angeschrieben. Man wäre sowieso nur ein winziger Teil von einem riesigen Gespamme. Online-Dating kennt halt nur Extreme.

    Zitat

    Also ist auch das kein Problem, weil Du die Lösung schon kennst. Trotzdem hast Du es angesprochen. Um Problemlösung gings also nicht. Wenn Du jetzt nicht merkst, dass es Dir nur um Deinen Gefühlshaushalt geht - dann weiss ich es auch nicht. Der ist rational nicht lösbar. Nur verdrängbar.

    Nein, es geht wirklich nicht um irgendeinen Gefühlshaushalt, zumal ich wesentlich "normaler" bin, als es durch dieses hochtheoretische Geschreibe rüberkommt. Die Wertung "Emotionalität = gut" ist mir echt zu kurz gegriffen, weil ich vieles auf einer anderen Ebene genauso wahrnehme. Und ich kann nicht meine Persönlichkeit durch eine ganz andere austauschen.

    @ _Zuschauer_

    Zitat

    Kennst du jemanden in der Nachbarwehr, den du als Ansprechpartner hättest vor einem offiziellen Wechsel dorthin?


    [...]

    Ja, und derjenige hat mir auch bestätigt, dass bei uns Einiges nicht in der normalen, annehmbaren Weise abläuft. Das berufsbegleitende Studium hat da bei mir viel reingerissen, weil ich nicht immer anwesend sein konnte. Der Soziopath hat natürlich schon nach einem anderthalben Jahr Druck gemacht, obwohl andere "Aktive" viel länger durchgängig und ohne Grund abwesend waren, obwohl er genau wusste, wie lang ein Studium dauert. Dann kamen einige Zugezogene dazu und mittlerweile arbeitet fast jeder beim selben Arbeitgeber, sodass man trotz langjähriger Zugehörigkeit eigentlich nur noch ein Fremder ist, der nach unten durchgereicht wird.


    Allerdings hab ich einem guten Freund zugesagt, keine Schnellschüsse zu machen. Wenn's mal knallt, dann wird halt oberflächlich nachgebessert, weil keine Wehr wegen der Außenwirkung sonderlich Wert darauf legt, dass Leute gehen. Ich warte eigentlich nur noch auf den einen großen, plausiblen Anlass, zumal das Masterstudium jetzt erst mal vorgeht (auch wenn das zeitlich nicht mehr mit der Feuerwehr kollidiert).

    Zitat

    Und da dir so wichtig ist, was andere von dir denken (s. letzter Satz im 2. Zitat):


    Was denken die in der ersten Wache wohl von dir, v. a. dein dich ausnutzender Leiter, wenn du weiter brav dort bleibst und dich so behandeln lässt?

    Dasselbe wie sonst auch. Ich bin dort aus Sicht des überwiegenden Teils ein Theoretiker unter Praktikern, also nicht mehr als eine Witzfigur. Ist sowieso nur eine Frage der Zeit, bis mir der Geduldsfaden reißt, da diese Rolle nicht zu meiner hauptberuflichen Stellung und Qualifikation passt.

    Zitat

    Gibt es eigentlich andere Möglichkeiten wie Sportvereine oder lose Interessensgruppen (z. B. online zu finden) an deinem Wohnort?

    Ich bin eigentlich nur an Feuerwehr interessiert und keiner dieser Vereine ist dazu geeignet, den sozialen Radius dorthin zu erweitern, worum es mir eigentlich geht.

    Zitat

    Sorry, ich kapiere da deine Prioritätensetzung einfach nicht. (Bei der Suche nach einer Freundin und auch bei der Sache mit dem Ehrenamt).

    Mit dem Ehrenamt kann ich so leben, das andere ist der zentrale Aspekt meiner Lebenssituation.


    Warum möchtest du in der ersten Feuerwehr bleiben, wenn es so übel dort ist für dich, wie du im ersten Zitat beschreibst?


    Du sagst doch an anderer Stelle selbst, dass "es dich auffrisst" (v.a. die Suche nach einer Partnerin) und du kaum Energie übrig hast. Dann würde ich es in der Nachbarwehr versuchen. Warum sich an den "Proleten" und einem "Soziopathen" in einem Ehrenamt (!) aufreiben?! Du machst das in deiner Freizeit. Freizeit ist zu kostbar, um sie mit sowas zu verschwenden. ... Du scheinst dort auch noch draufzuzahlen.


    Und da dir so wichtig ist, was andere von dir denken (s. letzter Satz im 2. Zitat):


    Was denken die in der ersten Wache wohl von dir, v. a. dein dich ausnutzender Leiter, wenn du weiter brav dort bleibst und dich so behandeln lässt?


    Gibt es eigentlich andere Möglichkeiten wie Sportvereine oder lose Interessensgruppen (z. B. online zu finden) an deinem Wohnort?

    Hallo WalkingGhost,


    @ Die Wertung "Emotionalität = gut" ist mir echt zu kurz gegriffen, weil ich vieles auf einer anderen Ebene genauso wahrnehme. Und ich kann nicht meine Persönlichkeit durch eine ganz andere austauschen.


    Zum Thema Gefühle. Wenn ich Blind bin oder die Augen zumache, dann kann ich mit den Fingern tasten um mir ein Bild zu machen. Bei den Gefühlen machst Du das ähnlich, Du versuchst das zu kompensieren. Ein Blinder kann nicht anderst. Wer aber die Augen aufmachen kann um zu sehen sollte das tun. Mit den Gefühlen ist das auch so. Sie haben einen exakten Sinn im Leben. Der Ersatz ist genauso mangelhaft wie beim Blinden das ertasten. Die Bierflasche kann er ertasten. Ins Freie rennen wird er aber kaum können. Er kommt nicht weit und das kostet ihm viel Kraft.


    Ich habe das Gefühl (blöte Formulierung "Gefühl") dass Gefühle bei Dir mit schlechten Erfahrungen und schmerzlichem Hintergrund belegt sind Du sie deshalb versuchst auszuklammern. Emotioinalität ist einfach nur eine Erweiterung der Persönlichkeit. Kein Austausch.


    Übrigens: Jeder kann das - aus dem Fenster schauen welches Wetter ist und die passende Kleidung wählen - warm/kalt nass , trocken usw.... Im Leben gibt es nicht nur emotionale oder sachliche Situationen. Man bleibt weiterhin sachlich wie bisher wo das optimal passt. Emotinaler da wo das angebracht ist, in Gesellschaft und Beziehungsthemen. -> Immer die optimale Kleidung zum Wetter passend und zur Situation. Wer Gefühle ausklammert tragt gnadenlos auch im Winter immer kurze Hosen. Um den Vergleich mit dem Wetter zu machen.