@ NotMichaelCaine

    Natürlich lässt sich eine Sachaussage nie komplett von den anderen Komponenten loslösen. Ich schreibe hier aber nicht im Affekt, sondern nachdem ich vieles davon schon totanalysiert habe. Zum Grübeln (was auch nie gut ist) hab ich ja nun mehr als genug Zeit. Gerade beim Thema Beziehung kommt man nicht drumherum, die ganze Problematik aus zwei Perspektiven zu betrachten, da es niemals nur um die eigenen Bedürfnisse, sondern um das Zusammenspiel der Bedürfnisse von zwei Personen geht. Und genau dadurch hebt sich die emotionale Komponente weitgehend, wenn auch nicht vollständig auf.


    Beispiel bei der Alleinerziehenden: Ich empfinde nichts und habe ernsthafte Zweifel, dass sich da noch was einstellt und ich mich langfristig motivieren kann. Offensichtlich steht also auch in Frage, ob ich ihr gegenüber "liefern" kann. Gleichzeitig ist so eine Konstellation wegen des vorhandenen Kindes auch denkbar ungünstig für Experimente. Also lässt man die Finger davon, wenn man dem Gegenüber sowieso keine ehrlichen Gefühle erwidern kann. Ich sehe da keinen Grund, enttäuscht oder beleidigt zu sein. Von nichts kommt bekanntlich nichts und den Versuch war es wert. Außerdem ist es vollkommen normal, bei Verabredungen Zeit und Geld zu lassen. Woran ich mich stoße, sind aber Spielchen, Unwahrheiten und Inkonsistenzen.


    Und ich kann mir beim besten Willen nicht helfen, aber ich hab bei den letzten 5 Kontakten wirklich nichts empfunden. Die waren einfach nur vorbei, wie sie vorbei waren. 2 hab ich beendet und der Rest war kein Grund, sich weiter großartig ins Zeug zu legen. Die Gedanken, die in so einem Moment dominieren, sind eigentlich mehr: Läuft mir die Zeit davon und wie knüpfe ich Kontakt zu einer passenderen Person? Was auch sehr unvernünftig von mir ist: Diese ganzen Versuche beruhen mindestens zur Hälfte auf dem Wunsch/Bedürfnis, die Lücke, die meine erste Bekanntschaft hinterlassen hat, wenigstens teilweise zu schließen. Eigentlich hätte mir das bereits zu denken geben müssen, dass ich an der falschen Stelle suche.


    Wie gesagt - meine Methodik krankt und nicht die Personen, die ich zuletzt getroffen haben. Letztere sind sehr wahrscheinlich mit jemand anderem kompatibler, weshalb mir auch keine Wertung über ihren Lebensstil zusteht.

    WalkingGhost


    Aussage 1

    Zitat

    Eben diese Rückschlüsse von der Ausdrucksweise auf irgendwas anderes halte ich für problematisch, weil ich im Moment eigentlich nur Informationen transportiere.

    Aussage 2

    Zitat

    Natürlich lässt sich eine Sachaussage nie komplett von den anderen Komponenten loslösen.

    Für Dich kein Widerspruch?


    Du eierst.

    @ NotMichaelCaine

    Umgangssprachlich meinte ich mit beiden Aussagen dasselbe und ich habe auch weiterführend erläutert, warum ich das "nie komplett" hier für vernachlässigbar halte. Und Aussage 1 sollte eigentlich das Selbstverständliche implizieren - nämlich, dass bei allem, was man tut, immer auch eine psychologische Komponente dabei ist. Ob diese aber immer das maßgebliche Kriterium ist, steht auf einem anderen Blatt.


    Ich behaupte auch, dass du das Herumeiern, nachdem du suchst, in jedem anderen Beziehungs-Thread genauso findest. Und das rhetorische Herumeiern wird auch immer schlimmer, je gezielter jemand nach den entsprechenden Indizien sucht. Verunsichern lasse ich mich nämlich schnell mal, aber das ist auch kein Alleinstellungsmerkmal. Einen neutralen, unverfälschten Rückschluss auf den tatsächlichen Standpunkt von jemandem lässt das aber gar nicht mehr zu, da du in das System ja bereits eingegriffen hast. Genau genommen unterhalten wir uns hier über die Rechtfertigung zur Rechtfertigung zur Rechtfertigung und diese beinhalten nun mal auch negative Aussagen/Formulierungen (also neue Angriffsfläche für Deutungen), die ich sonst gar nicht als Gegenstand der Diskussion gebracht hätte.


    Falls du nicht zufällig Psychologie studiert hast, würde ich dich bitten, das zu lassen. Es wird so wirklich nur Gepfusche und ich weiß, dass meine ehemalige Psychologin anders, sprich unvoreingenommener, damit umgegangen ist.

    Zitat

    Umgangssprachlich meinte ich mit beiden Aussagen dasselbe und ich habe auch weiterführend erläutert, warum ich das "nie komplett" hier für vernachlässigbar halte. Und Aussage 1 sollte eigentlich das Selbstverständliche implizieren - nämlich, dass bei allem, was man tut, immer auch eine psychologische Komponente dabei ist.

    Die psychologische Komponente, wie Du das bezeichnest, spiegelt die emotionalen Teile einer Aussage in der Kommunikationspsychologie wieder.


    Aber belassen wirs dabei. Mach Dein Ding. Alles Gute damit.

    @ NotMichaelCaine

    Zitat

    Die psychologische Komponente, wie Du das bezeichnest, spiegelt die emotionalen Teile einer Aussage in der Kommunikationspsychologie wieder.


    Aber belassen wirs dabei. Mach Dein Ding. Alles Gute damit.

    Noch mal danke für deine Hilfe. Und sorry, aber ich kann dir in dem einen Punkt einfach nicht zustimmen. Du deutest in meinen Zynismus zu viel rein und unterschätzt, dass Kommunikation eben auch Interaktion ist.

    Du musst mir nicht zustimmen, aber ich lass mir hier nicht unwidersprochen vorwerfen ich würde basislos etwas unterstellen! Das tu ich nicht. Ich habe für diese Aussagen sehr wohl ein nachvollziehbares Fundament. Eine Möglichkeit das zu überprüfen habe ich Dir genannt.


    Du hattest die These, dass ich - oder auch andere hier - aufgrund Deiner Texte fehlende Authentizität unterstellen und das muss ich nicht auf mir sitzen lassen.


    Wir unterstellen die nicht, sondern sie ist für uns erkennbar vorhanden, weil wir im Gegensatz zu Dir nicht nur die sachliche Ebene Deiner Kommunikation, sondern auch die 3 anderen Ebenen (viele von uns vermutlich unbewusst) mit einbeziehn. Es ist nichts schlimmes nicht authentisch zu sein, weil uns das allen so geht - manchen länger, manchen kürzer, manchen immer, manchen immer wieder. Du bist da eben keine Ausnahme. Das Problem ist, dass Du Dich selbst als rational kommunizierst. Dein kommuniziertes Selbstbild ist also anders als das "erlesene" Fremdbild.


    Dein Selbstbild ist im Widerspruch zu Deiner schriftlichen Argumentation und ich habe auf ein analytische Tool aus der Kommunikationspsychologie verwiesen, was dazu verwendet werden kann, um die Widersprüche in Deiner Argumentation - vielleicht auch für Dich selbst - klarer auseinander zu nehmen und zu erkennen worauf der Eindruck den anderen Menschen von Dir haben gründet. Dass die Widersprüche da sind haben Dir mehrere Teilnehmer im Faden rückgemeldet. Ich versuche hier Deiner von Dir ins Spiel gebrachten Fähigkeit der Selbstreflektion und Analyse Rechnung zu tragen und dir für diese Fähigkeit ein Tool vorzustellen was Dir weiter helfen könnte.

    Zitat

    Authentizität bezeichnet eine kritische Qualität von Wahrnehmungsinhalten (Gegenständen oder Menschen, Ereignissen oder menschliches Handeln), die den Gegensatz von Schein und Sein als Möglichkeit zu Täuschung und Fälschung voraussetzt. Als authentisch gilt ein solcher Inhalt, wenn beide Aspekte der Wahrnehmung, unmittelbarer Schein und eigentliches Sein, in Übereinstimmung befunden werden. Die Scheidung des Authentischen vom vermeintlich Echten oder Gefälschten kann als spezifisch menschliche Form der Welt- und Selbsterkenntnis gelten.


    Quelle: Wikipedia

    @ NotMichaelCaine

    Nehmen wir einfach mal als gegeben an, dass einige meiner Aussagen suboptimal ausgestaltet waren (und das sind sie ohne Frage, aber auch nicht nur exklusiv bei mir), dann kann ich ja noch nachvollziehen, wenn das unauthentisch wirkt.


    Viel wesentlicher ist aber doch die zusammenhängende Argumentation zur eigentlichen Problemfrage. Mich würde interessieren, wo du da die Widersprüche siehst (den Nebenschauplatz mit der Authentizitätsfrage kann man wie gesagt in nahezu allen Beziehungs-Threads aufmachen). Oder anders ausgedrückt: Wo stehe ich nicht zu einem vorhandenen Bedürfnis?


    Wo ich definitiv ein Authentizitätsproblem hatte, war meine ursprüngliche Haltung zu einseitig offenen Beziehungen (von denen man selbst betroffen ist). Das hatte ich aber bereinigt. Im Übrigen unterlag ich einer Fehleinschätzung, wie groß die gemeinsame Schnittmenge von Heterosexuellen und Asexuellen ist. Zumindest auf dem Online-Partnermarkt ist sie verschwindend gering. Dass ist aber ein Irrtum und kein Widerspruch.

    Mal bitte noch eine andere Frage:


    Sehr ihr eine Körpergröße von 1,73 m beim Thema Partnersuche als problematisch an? Ich nämlich eigentlich nicht, aber es gab hier ja immer mal wieder entsprechende Threads.


    Klar ist das grenzwertig und man ist damit kein Riese, aber eben auch kein Zwerg. Außerdem gibt es Millionen gleichgroße oder kleinere Männer, die in Beziehungen sind.


    Grundsätzlich kann ich jede Frau verstehen, die einen größeren Mann will, aber größer geht eben auch schon bei 1 cm los und ab 10 cm wird es überdeutlich. Deswegen würde ich auch niemals größere Frauen überhaupt nur ansprechen. Ich hab jetzt keinen konkreten Anlass für diese Frage oder überhaupt eine Erfahrung in der Richtung gemacht, aber irgendwie hab ich zunehmend den Verdacht, dass das Wunschdenken mancher Singles sich immer weiter von der Realität entfernt.

    Zitat

    Sehr ihr eine Körpergröße von 1,73 m beim Thema Partnersuche als problematisch an?

    Ich kann zwar nicht für alle Frauen sprechen, sondern nur für mich, aber nein. Körpergröße ist für mich kein wichtiger Faktor. Mindestens gleich groß wie ich wäre nett, also ab 165cm. Wobei 15-20cm größer ich wohl meine Traumprinzgröße wäre. So kann ich zum Partner auch mal Highheels anziehen, muss mich aber dennoch nicht für jeden Kuss nach oben strecken :-)


    Du weißt ja, dass ich auch auf einer Partnergröße gesucht habe, ich habe da gar nicht nach Körpergröße gefiltert, weil das eben nur einer von vielen Faktoren ist. Und noch dazu kein für mich sonderlich wichtiger.

    Zitat

    aber irgendwie hab ich zunehmend den Verdacht, dass das Wunschdenken mancher Singles sich immer weiter von der Realität entfernt

    Ja, das sind dann unter anderem die, die raunzen, dass es so überhaupt gar keine brauchbaren Menschen mehr auf dem Partnermarkt gibt, obwohl sie selbst alles andere als makellos sind.


    Sei froh über diejenigen, die sich schlicht und einfach selbst aussortieren ;-D

    @ blackheartedqueen

    Hi, danke dir.

    Zitat

    Ich kann zwar nicht für alle Frauen sprechen, sondern nur für mich, aber nein. Körpergröße ist für mich kein wichtiger Faktor. Mindestens gleich groß wie ich wäre nett, also ab 165cm. Wobei 15-20cm größer ich wohl meine Traumprinzgröße wäre. So kann ich zum Partner auch mal Highheels anziehen, muss mich aber dennoch nicht für jeden Kuss nach oben strecken :-)

    Sehe ich grundsätzlich genauso. Ich finde halt nur die Fälle krass, in denen eine 155cm-Frau mindestens einen 185cm-Mann erwartet und alle anderen wie Dreck behandelt. Klar kann jeder seine individuellen Ansprüche haben, aber das ersetzt noch lange nicht die normalen Umgangsformen. Und wenn Körpergröße so wichtig sein soll, dass sie jede

    Zitat

    Du weißt ja, dass ich auch auf einer Partnergröße gesucht habe, ich habe da gar nicht nach Körpergröße gefiltert, weil das eben nur einer von vielen Faktoren ist. Und noch dazu kein für mich sonderlich wichtiger.

    Wie gesagt, im Einzelfall hab ich diese Erfahrung auch nie gemacht. Mir wurde nur mal vor längerer Zeit im ElitePartner-Forum gesagt, dass die meisten Frauen bei 173 cm sowieso gleich wegklicken werden und dass man da eher noch einen Puffer nach unten einkalkulieren sollte (ist aber sowieso ein hochgradig behindertes Forum, in dem jede kritische Analyse des Geschäftsmodells sofort wegmoderiert wird). Komischerweise waren meine Frauenbekanntschaften immer fast genauso groß wie ich.

    Zitat

    Ja, das sind dann unter anderem die, die raunzen, dass es so überhaupt gar keine brauchbaren Menschen mehr auf dem Partnermarkt gibt, obwohl sie selbst alles andere als makellos sind.


    Sei froh über diejenigen, die sich schlicht und einfach selbst aussortieren ;-D

    Exakt. Meiner Erfahrung nach kann man die, die schon in ihrem Profiltext was von "jetzt mal jemand ernsthaften und ehrlichen" schwafeln, sowieso unmittelbar aussortieren. Denn das sind genau diese Unbelehrbaren, die nicht einen Millimeter von ihren überzogenen Ansprüchen abweichen und leichte Beute für diejenigen sind, die diese Ansprüche zwar vordergründig erfüllen, aber nur noch deswegen auf dem Partnermarkt unterwegs sind, weil sie nur auf schnelle Nummern aus sind.

    Der 3. Satz sollte vollständig heißen:


    Und wenn Körpergröße so wichtig sein soll, dass sie jede andere Abwägung von Kriterien (Persönlichkeit/Charakter, Ausstrahlung und sonstiges Aussehen) hinten ansteht, dann ist das einfach nur noch hochgradig oberflächlich.


    Diesen Vorwurf bringe ich sonst nie, da das Auge bekanntlich mitisst, aber die Vorstellung, dass man zu seinem Partner körperlich so weit aufschauen können möchte, dass man für gleiche Augenhöhe einen Stuhl oder Hocker braucht, ist irgendwo einseitig und überzogen.

    Ich habe jetzt nur die letzten Beiträge bezüglich der männlichen Körpergröße gelesen, den Rest des Fadens nicht. Ich kann nur sagen, dass eine Größe von 1,73m okay ist. Es ist doch so, dass es eigentlich egal ist... Ich glaube, viele haben eine ungefähre Wunschvorstellung, wie bestimmte optische Kriterien bei einem Partner sein sollten. Bei Frauen wäre es wahrscheinlich in der Regel ein 1,85m großer Mann mit breiten Schultern, muskolösen Armen, vollen Lippen, markantem Gesicht... Die meisten Männer stellen sich unter einer Traumfrau wahrscheinlich eine sehr schlanke Frau mit langen Haaren, breiten Hüften, schmaler Taille und C-Körbchen vor. Aber es ist doch so, dass sobald das passende Gegenstück vor einem steht, all diese Wunschvorstellungen zunichte gemacht werden.


    Was ich damit sagen möchte: Wenn du mit einer größe von 1,73m nicht gut bei Frauen ankommst, liegst es ganz bestimmt nicht daran. In der Regel wirkt ein selbstbewusster, besonnener, charakterstarker Mensch sehr anziehend auf andere. Deine Größe kannst du nicht ändern, aber deine Einstellung, wie du dich gibst, dein Selbstbewusstsein, deine gesamte Art.

    Zitat

    Und wenn Körpergröße so wichtig sein soll, dass sie jede andere Abwägung von Kriterien (Persönlichkeit/Charakter, Ausstrahlung und sonstiges Aussehen) hinten ansteht, dann ist das einfach nur noch hochgradig oberflächlich.

    Es wird dann wohl an Persönlichkeit/ Charakter, der Ausstrahlung und der sonstigen Optik mangeln, aber ganz bestimmt nicht an der Größe; die hat damit wirklich nichts zu tun. (Anders wäre es, wenn du vielleicht 1,60m oder noch kleiner wärst...)

    Das ist wieder der Partnerbörse Such Effekt: Wer Filter hat, kann die auch einsetzen um das eigene Ideal zu suchen. Wenn es diese Möglichkeit gibt kann man sie einsetzen und eben auch als "Deadline" nehmen. Solange das "genügend" Ergebnisse bringt - warum sollte derjenige einen Filter abstellen?


    Im realen Leben ist das anders - da wirkt der ganze Mensch - egal wie groß oder klein.

    Zitat

    Was ich damit sagen möchte: Wenn du mit einer größe von 1,73m nicht gut bei Frauen ankommst, liegst es ganz bestimmt nicht daran. In der Regel wirkt ein selbstbewusster, besonnener, charakterstarker Mensch sehr anziehend auf andere. Deine Größe kannst du nicht ändern, aber deine Einstellung, wie du dich gibst, dein Selbstbewusstsein, deine gesamte Art.

    So ist es.