Zitat

    auch unter dem Gesichtspunkt, was ich mir denn eigentlich leisten kann

    Kannst du dieses Dings mit dem Marktwert und dem wer-sich-was-leisten-kann denn gedanklich beiseite schieben? Ich weiß, dass das vor allem für viele Männer wirklich ein Ding ist. Dennoch bin ich fest davon überzeugt, dass das nicht zielführend ist.


    Zwischenmenschliche Beziehungen sind kein Kuhhandel. Es ist nicht so, dass Menschen, die nicht investieren keinen Erfolg haben. Und es ist auch nicht so, dass Menschen, die viel investieren mehr Erfolg haben. Klar, kommt auch drauf an wie man Erfolg definiert. Eine nach aussen hin gute Beziehung mit einem attraktiven Menschen mag nach den Kriterien vieler als Erfolg zu werten sein, ich sehe das anders. Erfolg ist, wenn man Menschen (egal ob freundschaftlich, familiär oder partnerschaftlich) in seinem Leben hat, die man als Bereicherung empfindet. Unabhängig von Status und was auch immer.


    Ich weiß, dass dieses Statusdenken, warum auch immer, bei ziemlich vielen Männern ziemlich fest verankert ist. Um irgendeine Partnerin zu finden mag das durchaus hilfreich sein, um DIE Partnerin zu finden ist es, meiner Meinung nach, irrelevant. Entweder es passt, oder eben nicht.


    Vielleicht kannst du dich als Experiment mal drauf einlassen und dieses Ligendenken bei der Partnersuche beiseite schieben? Und vielleicht auch den Aspekt der Partnersuche an sich ;-D


    Du siehst es, wenn ich es richtig verstanden habe, so, dass du Zeit und Mühe in die Partnersuche (und auch in Feinschliffe an dir selbst) investierst. Deshalb bist du auch gefrustet, wenn nichts oder nur wenig dabei herauskommt.


    Würdest du es nun schaffen quasi als Hobby Kontakte mit Menschen zu knüpfen, die du interessant findest und die möglicherweise auch als potentielle Partnerinnen in Frage kommen, wäre das Gefühl bei der Suche ein ganz anderes. Und ich denke, das würde sich auch positiv auf die Härte und Unnachgiebigkeit auswirken, die du teils ausstrahlst, obwohl du genau das Gegenteil meinst.


    Versuch mal nicht so viel an deinen vermeintlichen Schwächen zu arbeiten, sondern rücke mehr deine Stärken in den Vordergrund und baue an den Stellen weiter. Das fühlt sich für einen selbst deutlich besser an, macht glücklicher, runder und weicher. Was und wie man denkt und was man ausstrahlt, das hat man durchaus zum Teil selbst in der Hand :-)

    @ blackheartedqueen

    Zitat

    Kannst du dieses Dings mit dem Marktwert und dem wer-sich-was-leisten-kann denn gedanklich beiseite schieben? Ich weiß, dass das vor allem für viele Männer wirklich ein Ding ist. Dennoch bin ich fest davon überzeugt, dass das nicht zielführend ist.

    Ursprünglich hatte ich mich von dem Marktwertdenken eigentlich mal distanziert, zumal solche Formulierungen beim Kennenlernen eher kontraproduktiv sind bzw. unbedingt vermieden werden sollten. Mittlerweile sehe ich aber ein, dass viel davon einfach nur Realität ist. Ich hab ja schon mehrfach erwähnt, dass in meiner Region auf 3 Weiblein 4 Männlein kommen, und wenn man dann sieht, wie sich mehr und mehr Frauen im eigenen Umfeld bei facebook in der Aufmerksamkeit von hunderten bis tausenden männlichen "Freunden" suhlen, dann bezweifelt man doch stark, dass Frauen und Männer auf dem Partnermarkt auch nur annähernd den gleichen Wert haben sollen. Man muss "Marktwert" ja an ein engstirniges Statusdenken koppeln, sondern hat gewisse Toleranzbereiche, innerhalb von denen man sich bewegt. Unterbewusst wissen wir doch aber alle, dass es auf dem Partnermarkt Personen gibt, die für uns unerreichbar sind, und umgekehrt auch solche, für die wiederum wir unerreichbar sind.


    Und in dem konkreten Fall war mein Gedankengang ja: Möglicherweise hatte ich zu Beginn einfach nur Glück und kann gar nicht mehr als diesen Kompromiss erwarten. Ich hab dieser Person ja keine Abfuhr verpasst, weil deren Marktwert subjektiv niedriger war, sondern weil es weder charakterlich noch optisch auch nur irgendwie passen wollte.

    Zitat

    Zwischenmenschliche Beziehungen sind kein Kuhhandel. Es ist nicht so, dass Menschen, die nicht investieren keinen Erfolg haben. Und es ist auch nicht so, dass Menschen, die viel investieren mehr Erfolg haben. Klar, kommt auch drauf an wie man Erfolg definiert. Eine nach aussen hin gute Beziehung mit einem attraktiven Menschen mag nach den Kriterien vieler als Erfolg zu werten sein, ich sehe das anders. Erfolg ist, wenn man Menschen (egal ob freundschaftlich, familiär oder partnerschaftlich) in seinem Leben hat, die man als Bereicherung empfindet. Unabhängig von Status und was auch immer.

    Sehe ich genauso, aber das ist wie mit Qualifikationen: Das bloße Vorhandensein begründet noch keinen Anspruch darauf, dass man beruflich aufsteigt, aber ohne stößt man ja nach Eventualität schon mal an unüberwindbare Grenzen. So was macht einen allenfalls flexibler, nicht aber zwingend als Person besser.

    Zitat

    Ich weiß, dass dieses Statusdenken, warum auch immer, bei ziemlich vielen Männern ziemlich fest verankert ist. Um irgendeine Partnerin zu finden mag das durchaus hilfreich sein, um DIE Partnerin zu finden ist es, meiner Meinung nach, irrelevant. Entweder es passt, oder eben nicht.

    Frauen sprechen das vielleicht seltener aus, aber viele leben dieses Prinzip doch genauso. Und der optische Marktwert wird besonders von denen maximal ausgereizt, die sich selbst nicht zum Arbeit geschaffen sehen und dementsprechend auch nix allein zustandebringen. Umgekehrt würde ich jetzt nicht behaupten, dass ich irgendwie die Initiative inne hätte, (noch mal) DIE Partnerin zu finden. Ich kann eigentlich nur mit Bedacht nach gut passenden Frauen suchen und selbst da kann ich froh sein, wenn es überhaupt zu einem Gespräch kommt. Kennenlernen läuft für Frauen und Männer nun mal nicht gleich ab.

    Zitat

    Vielleicht kannst du dich als Experiment mal drauf einlassen und dieses Ligendenken bei der Partnersuche beiseite schieben? Und vielleicht auch den Aspekt der Partnersuche an sich ;-D

    Was genau würde das ändern? Dass ich für mich offenkundig unerreichbare Frauen anschreibe? Das wäre ja wohl Zeitverschwendung. Und meine "Liga" ist ja nun kein schmaler Grat, sondern durchaus ein gewisser Spielraum.

    Zitat

    Du siehst es, wenn ich es richtig verstanden habe, so, dass du Zeit und Mühe in die Partnersuche (und auch in Feinschliffe an dir selbst) investierst. Deshalb bist du auch gefrustet, wenn nichts oder nur wenig dabei herauskommt.

    Momentan bin ich eher gefrustet, dass die Feinschliffe ein Tropfen auf den heißen Stein sind, wenn ich nicht bald eine Alternative zu dem beschissenen "Bewerbungs-Foto" finde. Das macht doch im Ansatz mehr kaputt, als ich irgendwie wieder gut machen kann, was mich wiederum verunsichert.

    Zitat

    Würdest du es nun schaffen quasi als Hobby Kontakte mit Menschen zu knüpfen, die du interessant findest und die möglicherweise auch als potentielle Partnerinnen in Frage kommen, wäre das Gefühl bei der Suche ein ganz anderes. Und ich denke, das würde sich auch positiv auf die Härte und Unnachgiebigkeit auswirken, die du teils ausstrahlst, obwohl du genau das Gegenteil meinst.

    Ja, das wäre definitiv so, weil ich dann wüsste, dass ich nicht ständig wieder komplett auf Null falle. Härte und Unnachgiebigkeit strahle ich tatsächlich aus, aber das ist Teil meiner Weltanschauung und nicht das, wie ich den anderen beim Kennenlernen behandle.

    Zitat

    Versuch mal nicht so viel an deinen vermeintlichen Schwächen zu arbeiten, sondern rücke mehr deine Stärken in den Vordergrund und baue an den Stellen weiter. Das fühlt sich für einen selbst deutlich besser an, macht glücklicher, runder und weicher. Was und wie man denkt und was man ausstrahlt, das hat man durchaus zum Teil selbst in der Hand :-)

    Meine Stärken sind zwar für's praktische Leben relevant, aber auf dem Partnermarkt ein totales Auslaufmodell. Ich hab noch niemanden gesehen, der bei nicht Nichtvorhandensein dieser "Stärken" nicht auch weitergekommen wäre - wird ja mittlerweile alles staatlich weggepuffert.

    Eins noch - dann lass ich es mal wieder für diese Runde:

    Zitat

    Sag mal, was soll das eigentlich? Meinst du, dass ich die betreffende Person jetzt aus Verzweiflung gleich anspringe bzw. jedes positive Feedback als Fuß in der Tür interpretiere?

    Thema Denkmuster! Wenn Du sowas als Fuss in der Tür interpretierst (interpretieren musst?) versperrst Du Dir eine Menge Möglichkeiten.


    Führ Dir eine vor Augen: Du schreibst lieber X anonyme Frauen in einer Partnerbörse gezielt an, die nichts von Dir und Deiner Stärke ( denn verbaler Umgang zählt ja Deiner Aussage nach zu Deinen Stärken) um Dir nach eigener Aussage ein hohes Mass an entweder gar nicht Antworten oder unverschämten Abfuhren (s.o.) abzuholen als einmal 10 Minuten in eine Kontaktaufnahme zu einer Frau zu investieren von der Du ansatzweise weisst, dass sie Dich und Deine Aussagen bezüglich eines Themenkomplexes wie hier versteht und nachvollziehen kann. Selbst wenn daraus keine Beziehung wird, kann daraus ein Kontakt entstehen, der Dir vielleicht weiterhilft. Aber nein "Soooo nötig" mal mit jemandem Kontakt aufzunehmen der etwas von Deiner Person weiss und gutheisst hast Du es natürlich nicht. Da ziehst Du die anonyme Unbekannte, die Dich ignoriert vor und investierst lieber da 10 Minuten oder sogar wesentlich mehr um eine Chance auf eine Antwort zu produzieren, die laut eigener Aussage sowieso so gut wie nie erfolgt.


    Das ist alles - nur nicht logisch. :|N

    @ NotMichaelCaine

    Zitat

    Thema Denkmuster! Wenn Du sowas als Fuss in der Tür interpretierst (interpretieren musst?) versperrst Du Dir eine Menge Möglichkeiten.

    Es würde wohl reichlich needy wirken, wenn ich jeden Zuspruch als Steilvorlage für ein Kontaktgesuch werten und nutzen würde, und das ist auch sicherlich nicht Sinn und Zweck dieses Forums ;-)


    Ach so, und in dem konkreten Fall will ich schlichtweg keine fremde Gutmütigkeit ausnutzen, da ich mir sicher bin, dass es anders gemeint war - nämlich im Sinne von: Verständnis gegenüber der Situation, nicht Interesse an meiner Person. So wichtig bin ich nicht.

    Zitat

    Führ Dir eine vor Augen: Du schreibst lieber X anonyme Frauen in einer Partnerbörse gezielt an, die nichts von Dir und Deiner Stärke ( denn verbaler Umgang zählt ja Deiner Aussage nach zu Deinen Stärken) um Dir nach eigener Aussage ein hohes Mass an entweder gar nicht Antworten oder unverschämten Abfuhren (s.o.) abzuholen als einmal 10 Minuten in eine Kontaktaufnahme zu einer Frau zu investieren von der Du ansatzweise weisst, dass sie Dich und Deine Aussagen bezüglich eines Themenkomplexes wie hier versteht und nachvollziehen kann. Selbst wenn daraus keine Beziehung wird, kann daraus ein Kontakt entstehen, der Dir vielleicht weiterhilft. Aber nein "Soooo nötig" mal mit jemandem Kontakt aufzunehmen der etwas von Deiner Person weiss und gutheisst hast Du es natürlich nicht. Da ziehst Du die anonyme Unbekannte, die Dich ignoriert vor und investierst lieber da 10 Minuten oder sogar wesentlich mehr um eine Chance auf eine Antwort zu produzieren, die laut eigener Aussage sowieso so gut wie nie erfolgt.


    Das ist alles - nur nicht logisch. :|N

    Hab ich das irgendwo behauptet? Ich investiere bis zu 2 Stunden in eine einzelne Anfrage (wird bei ElitePartner z. T. postwendend vom anderen gelöscht). Je nach Plattform ist es auch nur ein kurzer Standardtext und manchmal eine Mischung aus beidem. Wohlgemerkt mache ich so was nicht permanent, sondern hin und wieder in kürzeren Phasen. Außerdem häufe ich nicht massenweise offene Anfragen an, denn vieles erledigt sich innerhalb von Minuten (entweder durch fehlendes Interesse des anderen oder viel zu viel Konkurrenz).