• Mit Partner über Fetisch reden

    In Anlehnung an einen aktuellen Faden hier im Forum und nach dessen Lektüre würde mich interessieren, wie hier im allgemeinen mit Fetischen des Partners umgegangen wird. Egal ob Männlein, oder Weiblein, wenn Ihr von Euren Partner damit konfrontiert werdet, dass er/sie etwas aussergewöhnliche sexuelle Vorlieben hat, könntet Ihr damit umgehen? Sie…
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    Ich bin in meinen letzten beiden Beziehungen ehrlich mit meinen Vorlieben/Fetisch umgegangen und habe das auch von meinen Partnerinnen erwartet. Und das Gespräch schon sehr weit am Anfang darauf gelenkt. Ich denke das ist sinnvoll, bevor man hinterher unglücklich ist. Wir haben Sachen von Ihr umgesetzt, von mir, alles konnten wir uns beide nicht geben. Aber immerhin soviel das es für ein gutes Sexualleben gereicht hat.

    Auch ich bin da bei Benetton, wenn es meinen Mann nicht zumindest irgendwie anzumachen scheint was wir da tun, würde das bei mir im Kopf eine ziemliche Blokade im Kopf aufbauen. Das heißt nicht, dass wir jedesmal Geschlechtsverkehr beim Sex haben müssen, das heißt auch nicht dass er oder ich jedesmal kommen muss, aber wenn ich den Eindruck habe dass es von seiner Seite eine rein mechanische "Pflichterfüllung" ohne jeglich erregung seienrsets ist, will ich das nicht. Die Erregung muss ja nich jedesmal 100% sein, aber anmachen sollte es ihn.


    Ebenso möchte ich auch sagen dürfen, das gewisse Sachen über meine Grenzen gehen werden - ich glaub das kann ich aus Erfahrung vorher abschätzen - und dabei nicht mitmachen möchte (ist mir bis dato nur bei etwas heftigeren BDSM Praktiken und bei dem Wunsch nach Sex in der Öffentlichkeit passiert). Das bin ich nicht. Und wenn ihm diese spezielle Spielart des Sexes wichtiger ist als der Sex mit mir, bin ich wohl die Falsche.


    Trotzdem glaube ich dass in der Hitze des Getümmels, manchmal gewisse Praktiken durchaus geiler sein können, als man unerregt glauben mag - das sind aber meiner Erfahrug nach Sachen die nicht vorher abstoßen wirken, sondern meisten nur vorher ein "aha? Und was soll das bringen?" auslösen.


    Also ich glaube durchaus das Grenzen verschiebbar sind - aber vor allem dann wenn der Sex allgemein gut ist.


    Womit sich die Katze in den Schwanz beißt - der Sex ist für manche Leut besser wenn gewisse Vorlieben erfüllt werden, der/die andere macht aber leichter mit wenn der Sex auch ohne diese schon gut ist.

    Zitat

    Ich kann noch so oft "wie geil ist das denn?" herausposaunen, wenn das Ding zwischen meinen Beinen schlaff bleibt, glaubt mir meine Frau eh nicht. ;-D

    ]:D ]:D

    Ich denke, dass man in jeder gesunden und funktionierenden Beziehung Vorlieben, Neigungen, Fetische oder Wünsche ansprechen können muss. Ist das nicht möglich ist der Partner definitiv der Falsche ! Und um diesbezüglich weitergehende Probleme zu vermeiden bin ich ehrlich gesagt auch der Meinung, dass man soche Dinge vielleicht nicht bei den ersten 1-2 Dates anspricht, aber doch relativ früh.


    Immerhin kan man ja nur gewinnen: Man muss sich nicht länger verstellen und verstecken und wenn der andere vollkommen verbohrt und intolerant ist ist man ihn endlich los. Aber die chance dafür schätze ich mit dem richtigen Partner als ehergwing ein, denn in erster Linie geht es ja "nur" darum, dass er einen mit seinen Fantasien, Neigungen und Wünschen akzeptiert und nicht zwangsweise, dass er auch teilhaben muss. Das wäre dann nämlich erst ein möglicher zweiter Schritt...

    Zitat

    Auch ich bin da bei Benetton, wenn es meinen Mann nicht zumindest irgendwie anzumachen scheint was wir da tun, würde das bei mir im Kopf eine ziemliche Blokade im Kopf aufbauen.

    Ich denke so etwas ist aber auch eine Art Gratwanderung. Aus meiner Sicht müsste man nämlich mittnichten unbedingt alles erotisch oder erregend finden. Was ist bitte schlimm daran, wenn eine einzelne Praktik für einen einfach nur 'ok' ist man sie aber aus Liebe zum Partner dann letztendlich doch gerne mit macht ?Und wenn es nur ist um das glitzern in seinen Augen zu sehen ?-)

    Ich denke auch so wie benetton: wenns ihm keinen spaß macht, hab ich auch keinen spass dabei. Hingegen stört es mich gar nicht wenn ich mal keine lust habe, aber trotzdem für ihn da bin, weil er möchte. ":/

    Bei frauen funktioniert die sexualität nunmal mehr über den kopf als bei männern, so unlogisch ist das mmn also nicht ;-D

    Ich erlebe aber auch immer wieder, dass er durch meine Lust Lust empfindet die er von der Handlung selbst wohl nicht (in der Intensität) erlangen würde.

    Weiß nicht, obs hier schon angesprochen wurde aber reden wir hier wirklich über Fetische oder nur über Vorlieben?


    Nach meiner Kenntnis grenzen sich Fetische von Vorlieben nicht über die Art dessen ab worauf man Bock hat, sondern um evtl. Leidensdruck wenn der Fetisch nicht erfüllt wird bzw. dass man eben nicht erregt wird, wenn die Befriedigung des Fetischgelüsts ausbleibt.


    Ich hab auch Vorlieben... einige davon werden gerne der Fetischecke zugeschrieben... ich mag NS und ich bin verrückt auf Füße. Aber das sind bei mir zB. einfach nur Vorlieben. Ich würde gerne was in der Richtung praktizieren aber wenns eben dazu nicht kommt, weil die Partnerin nicht drauf steht, dann quält mich das nicht (zu sehr^^). Dann fehlt mir kein substanzielles Teil meiner Auslebung der Sexualität, ich kann quasi auch ohne.


    Leute, die einen "echten" Fetisch haben können selbiges eben nicht. Sallopp gesagt kriegen Fetischisten halt garnicht erst einen hoch, ohne dass ihr Fetisch bedient wird.

    Für mich war ein fetisch immer gleichbedeutend mit einer vorliebe... ":/


    Just looking


    Ist bei uns anders. Ich empfinde es zb. Als komplett normal wenn wir oralsex haben zu einem vergnügen, da ich nicht kann/mag/ die situation grade nicht passt/ er einfach eben nur das will. Würde es allerdings anders herum sein, hätte ich ein schlechtes gewissen, weil er dann nur für mich da ist und ich nicht für ihn (weil er, wenn er nicht mag, eben wirklich mal nicht mag. Das kommt bei uns selten vor daher kann ich das so leicht akzeptieren)

    Das Problem mit dem Begriff Fetisch ist halt, dass er sowohl den Klassischen sexuellen Fetischismus meint der dann meist das Sexualleben mit dominiert als auch einfache sexuelle Neigungen und Vorlieben.


    Allerdings ist das hier für die eigentliche Frage vollkommen egal, weil es allein darum geht ob wann und wie man mit einem Partner darüber redet. Die Frage ob der Partner es ebenfalls mitmachen und ausprobieren würde und alles weitere Beziehungstechnische was mit daran hängt und beim klassischen sexuellen Fetischismus viel schwerer wiegen kann ist dafür vollkommen unerheblich, weil das dann schon / erst der nächste Schritt wäre.

    Zitat

    Allerdings ist das hier für die eigentliche Frage vollkommen egal, weil es allein darum geht ob wann und wie man mit einem Partner darüber redet.

    Ich finde das nicht egal, denn wenn man die hier schon öfter gebrauchte Abgrenzung zugrundelegt, dann wird einem bei einem Fetisch nichts anderes übrig bleiben als das dem Partner irgendwie zur Kenntnis zu bringen, weil man sonst kein erfülltes Sexualleben hat.

    Bei deiner These gehst du dann aber davon aus, dass es bei Vorlieben oder Neigungen nicht notwendig wäre darüber zu reden.Und auch wenn ich zugestehe, dass bei einem lsischen sexuellen Fetisch der Leidensdruck vielleicht geringfügig geringer wäre würde ich auf Dauer definitiv nicht auf diverse Prakiken verzichten wollen.


    Eingedenk dieser Tatsache bliebe mir dann bei einm neuen Partner / einem Parter der von diesen Vorlieben keine Ahnung hat nicht weiter übrig als mit ihm zu reden.


    Zumal hier noch niemand ein vernünftiges Argument gebracht hat warum man in einer gesunden Beziehung NICHT über Wünsche sprechen sollte...

    Ich würde z.B. für SM sagen, dass ist kein Fetisch, sondern eine Neigung / Vorliebe. Fetisch wäre Lack & Leder. Oder Bondage. Also etwas was sich auf ein Objekt etc. richtet. Windeln ist auch ein Fetisch. Eine Neigung ist eher was, was sich auf bestimmte Handlungen richtet. Wobei man das nicht immer so differenzieren kann, da gibt es wohl auch schwimmende Grenzen.


    Trotzdem bin ich der Meinung, dass es hier für dieses Thema ziemlich egal ist, was nun Fetisch ist und was Neigung. Und ich würde auch def. auch nicht behaupten, eine Neigung wäre etwas, worauf man ohne Probleme verzichten kann, wenn man es nicht ausleben kann. Denn je nachdem wie stark eine Neigung in einem ausgeprägt ist, muss man darüber reden oder man macht sich selbst unglücklich.

    Zitat

    Zumal hier noch niemand ein vernünftiges Argument gebracht hat warum man in einer gesunden Beziehung NICHT über Wünsche sprechen sollte...

    das ist Ansichtssache.


    Wenn mein Partner mir erzählen würde, er möchte beim Sex gerne Nylonstrümpfe tragen, wenn er in einer eingenässten Windel an mich gekuschelt daliegen möchte, dann verliert er für mich seine erotische Anziehung. Deshalb wüsste ich so etwas gerne schon vorher.


    Und das ist für mich durchaus ein gewichtiger Grund