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    Also ich finde das für eine erwachsene, selbständige Frau weder passend noch angemessen, sondern irgendwie sogar ziemlich schäbig... :=o

    Nö, also das finde ich nun ja nicht. Wenn Eltern und Tochter sich bombig verstehen und die Eltern gerne die Tochter wieder aufnehmen würden, warum nicht? Manche Eltern reißen sich ja regelrecht darum.


    Wenn sie allerdings nur widerwillig machen, dann fände ich es auch irgendwie....schäbig, dass dann auszunutzen.

    Ich melde mich mal als Mutter von Sohn und Tochter etwa in deinem Alter.


    Ich könnte mir diese Wohnsituation für eine begrenzte Zeit vorstellen, aber nicht unbedingt langfristig. Es droht die Gefahr, dass bei längerem Zusammenleben im Haus der Eltern wieder Gewohnheiten aus früheren Tagen aufgenommen werden: das Kind lässt sich verwöhnen, Mama macht sich Sorgen wenn das Kind abends mal länger unterwegs ist, ...

    Ich bin in den letzten Jahre zweimal notgedrungen für kurze Zeit (4-6 Wochen) wieder bei meinen Eltern eingezogen und würde auf keinen Fall länger dort wohnen wollen. Ich habe ein sehr gutes Verhältnis zu meinen Eltern und sie haben mich jedes Mal mit offenen Armen empfangen aber ich werde in diesem Haus einfach immer Kind bleiben.


    Ich konnte nicht in der Küche runwerkeln wie ich wollte, musste mich an die Einkäufe meiner Eltern anpassen, mich ständig an-/abmelden damit sich keiner Sorgen macht usw.


    Obwohl meine Eltern es wirklich nicht böse meinten, habe ich in diesem Wochen immer einen Großteil meiner Selbstständigkeit eingebüßt.


    Aktuell könnte ich auch wieder einige Wochen bei meinen Eltern leben, zahle aber lieber für eine Zweitwohnung.


    Im übrigen würde ich es auch befremdlich finden wenn ich einen Mann über 30 treffe und dieser noch in seinem Kinderzimmer wohnt.

    Hallo,


    für mich kommt es seh auf die Umstände an.


    1. Es ist für mich etwas völlig Anderes ob jetzt jemand nie ausgezogen ist und sich nie abgenabelt hat oder ob jemand Jahre- oder Jahrzehntelang seine eigene Wohnung hatte, dabei nicht jeden Tag bei Mama war sondern monatelang nicht bei den Eltern war, also richtig selbstständig und dann wieder zu den Eltern zieht.


    2. Kommt es für mich darauf an was erwartet wird: Wenn Mama wieder zur Verwöhnmami wird und alles übernimmt finde ich das bedenklich. Anders ,wenn feste Absprachen herrschen und man quasi als WG festlegt wer welche Pflichten wann hat. Aber: Wenn man wieder in die Kinderrolle zu rutschen droht ist das sinnlos.


    Es kommt auf die Personen an - ist wirklich Einzelfallabhängig wie Ich das beurteilen würde.


    Wenn die Eltern zum Beispiel alt sind und es hinnen zunehmend schwerer fällt den Haushalt zu versorgen, und dann die "Kinder" einziehen und viel übernehmen, sich darum kümmern, ist das anders als wenn sich eine Dreißigjährige von der 60jährigen Mama das volle Verwöhnprogramm holt ;-)


    Ich würde immer sagen, dass es ok ist wenn es ein Geben- und Nehmen ist. Und kein "Mutter-Vater-Kind" in gehobenem Alter ;-)

    Naja, die Sache an sich, mit 30 wieder bei den Eltern ein zu ziehen find ich jetzt nicht so arg.


    Aber die Erklärung dazu find ich jetzt auch.... ....ich weiß nicht. Das wirkt auf mich irgendwie unselbstständig...


    Was sprach denn dagegen sich auch jetzt eine ETW zu suchen? Das wäre nämlich nochmal "günstiger" für alle gewesen.


    Da Zeit gespart wird und diese Zwischenfinanzierungen wegfallen....

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    Meine Eltern haben mir nun den Vorschlag gemacht bei ihnen wieder einzuziehen.


    [...]


    Klar, ist es auch einfach bequem wieder zu Hause einzuziehen - alles wird von Mama & Papa gemacht, man wird bewirtet, muss nichts aufräumen/putzen usw. Ich habe aber schon gesagt, dass - falls ich das machen sollte - für meine Zimmer selbst verantwortlich sein will und ihnen auch eine Art "Miete" und ab und an den Familieneinkauf zahlen möchte.

    Der Vorschlag kam also von deinen Eltern, sie würden sich offensichtlich freuen, wenn du deine Füße wieder unter ihren Tisch strecken würdest. Und sie würde es dir daheim im Schoße der Familie auch wieder richtig bequem machen.


    Am schrägsten finde ich, dass du ihnen erst mal verklickern musst, dass du für deine eigenen Räumlichkeiten selbst verantwortlich sein möchtest ":/


    Ich bin mir sicher: zuhause würde dann auch wieder "mein Haus, meine Regeln" gelten. Und zwar: das Haus deiner Eltern und ihre Regeln. Yay.


    ICH würde mich da nie im Leben drauf einlassen und ich bin froh, dass meine Eltern mich zwar jederzeit in Notsituationen wieder aufnehmen würden, aber niemals im Leben vorschlagen würden wieder bei ihnen einzuziehen ;-D


    Mein Papa und seine Frau sind froh ihr eigenes Leben in ihrem eigenen Heim führen zu können und bei meiner Mama würde ich schneller durch die Decke gehen, als ich gucken könnte ]:D Putzen würde sie für mich sicher nicht, mich aber mehrfach wöchentlich erinnern, dass ich doch bitte meine eigenen Räumlichkeiten rein halten solle. Das würde sie aber nicht davon abhalten ihre Nase während meine Abwesenheit dennoch in meine Angelegenheiten zu stecken ;-D Ich bin alt genug um mich nicht mehr permanent wegen jedem Furz rechtfertigen zu müssen. Zuhause müsste ich, in meinen eigenen vier Wänden muss ich das nicht.


    Eine separate Wohnung (mit eigenen Türen und Schlössern) im Elternhaus wäre schon grenzwertig für mich, mit den Eltern in eine WG ziehen: Nie im Leben.


    In anderen Familien mag das funktionieren, für mich aber nicht.


    Und da du offensichtlich auch nicht überquillst vor Begeisterung, sondern durchaus zwiegespalten bist, würde ich davon absehen wieder bei den Eltern einzuziehen.

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    wie wirkt es speziell auf Männer, wenn eine Frau kennengelernt wird, die noch bei den Eltern wohnt? Auch wenn es zum Geld sparen für eine ETW ist und sie einige Jahre bereits alleine gewohnt hat - könnte man nicht denken, dass sie einfach "bequem" und unselbständig ist?

    Das sind doch ungelegte Eier, über die muss man sich nicht jetzt den Kopf zerbrechen.


    Triff eine für dich gute Entscheidung, hinter der du auch voll und ganz stehst. Für einen wirklich passenden Partner sollte das kein Problem darstellen. Wie das die restlichen 99,99% der Männer sehen, das kann dir ja herzlich egal sein.

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    Und meine Eltern hoffen ja auch, dass ich ihnen irgendwann mal Enkel schenke - ich denke, wenn ich einen festen Partner mitbringen würde, wäre das kein Problem.

    Puh, in deine noch nicht existente Familienplanung stecken deine Eltern also auch ihre Nase hinein %:|

    Ich habe jetzt lange darüber nachgedacht...Ich würde es nicht machen. Ich würde die eigene Wohnung bevorzugen. Im Notfall: super und da ist es toll, wenn man auf seine Eltern zählen kann. Aber wen Du eigentlich schon eine Wohnung hast? Nööö....


    Ich verstehe mich auch super mit meinen Eltern, aber mein Papa hat immer schon gesagt, dass er "mit Keinem seiner 3 Kinder unter einem Dach leben möchte, das ginge selten auf Dauer gut".


    Und ich weiß nicht, ob ICH begeistert wäre, wenn meine Tochter mit 30 wieder nach Hause käme. ;-)

    Ich würde das schon wegen dem was ICH darüber denke niemals machen, außer die Alternative wäre Obdachlosigkeit. Um auf eine ETW zu sparen: never ever. Ich komme mit meiner Mutter gut aus, aber gerade weil ich eine eigene Wohnung und ein eigenes Leben habe. Als ich von zuhause ausgezogen bin, war es höchste Zeit, ich konnte die "Lebensäußerungen" meiner Eltern einfach nicht mehr ab.


    Was potenzielle Partner angeht: Es ist für mich UNDENKBAR, wie ein Teenager "einen Freund zu Mami und Papi nach Hause zu bringen". Sex im Haus meiner Eltern, gar in meinem Kinderzimmer? Nee, wirklich nicht. Und wenn ein Mann aus angeblichen Ersparnisgründen und weil er da nicht putzen muss (hä?!) zuhause wohnen würde, würden bei mir alles Alarmglocken schrillen.

    Ich denke es hängt davon ab, wie du das einschätzt mit deinen Eltern. Wenn sie dich als Erwachsene beahndeln und nicht reinreden klammer...klar , dann würde ich zu ihnen ziehen. Wenn man in der Famile ein gutes Verhätnis hat ist das doch sinnvoll.


    Und einem zukünftigen Mann würde ich erst, wenn ich ihn gut kenne erzählen, dass ich bei meinen Eltern wohne und warum. Vorher würde ich nur von menem ZuHause, meinen Vier Wänden sprechen. ;-)


    Wenn ihr dann schon fest zusammen seid und euch gut versteht, ist das dann sicherlich kein Grund zur Trennung. ;-) Vorher, gleich am Anfang könnte es schon sein, dass da jemand oberflächlich betrachtet irgendeine Unselbstständigkeit, sich nicht lösen können davon ableitet. Vorurteile haben ja manche schnell.

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    Puh, in deine noch nicht existente Familienplanung stecken deine Eltern also auch ihre Nase hinein %:|

    Was ist denn das für eine oberflächliche Unterstellung....Nase reinstecken in Familienplanung. Dass sich Eltern für ihre Kinder Partner und Enkelkinder wünschen ist ja nun mal nichts abartiges...und wenn es anders kommt, die Kinder allein lebend bleiben, akzeptieren sie das doch auch (meistens).


    Also da wird den Eltern schon mal viel böses unterstellt. :(v

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    Ergo: __Deine Eltern finanzieren Dir Deinen Traum von der **Eigentumswohnung!

    Diese Kritik ist schon ziemlich kurios. Genau das ist doch Zweck der ganzen Sache und wurde auch von den Eltern so vorgeschlagen, also kein heimliches und deswegen unangenehmes oder schäbiges Ausnutzen. Andere Eltern schenken ihren Kindern halt direkt einen Geldbetrag für den Erwerb von Wohneigentum.

    @ Lalina_86

    Ich würde es nicht machen. Wenn die Dauer von vornherein klar begrenzt wäre eventuell schon (also ein paar Monate bis zum Bezug der ETW), aber nicht so. Küche in Gemeinschaftsnutzung ist schon arg doof, das dürfte letztlich darauf hinauslaufen, dass du in einem Eckchen im Kühlschrank 2 Joghurts stehen hast und Mama kümmert sich um den Rest und kocht für alle. Dann musst du dich abmelden, wenn du nicht daheim essen willst und schon ist die ganze erwachsene Eigenständigkeit flöten.

    Wieso.... entweder man sagt von vornherein, man isst nicht mit oder wenn man gerne zusammen isst, ist es dann doch auch o.k., das man sich abmeldet.


    Würde man doch in WG auch machen.


    Ist echt eine Frage des Verhältnisses miteinander und wenn man schon mal viele Jahre weg war, kann es doch durchaus gleichberechtigt sein und nicht mehr einEltern - Kind Verhältnis, sondern ein Verhätnis zwischen gleichberechtigten Erwachsenen. :)z


    Aber wie es be der TE ist, muss sie selber ehrlich einschätzen. Letzteres wäre schon notwendig, sonst gibt es schnell Spannungen oder man fühlt sich doch wieder als Kind.

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    Klar, ist es auch einfach bequem wieder zu Hause einzuziehen - alles wird von Mama & Papa gemacht, man wird bewirtet, muss nichts aufräumen/putzen usw.

    ja genau ;-D du spinnst ja, ich würde dich mit über 30 echt jagen, wenn dir nur ansatzweise so etwas einfallen würde, das dürfen sich nicht mal meine U20 kids erlauben.


    ansonsten hat es der sohn unserer nachbarn inkl. frau so gemacht und sich so nach ein paar jahren ein grundstück + fertighaus angespart.

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    Wieso.... entweder man sagt von vornherein, man isst nicht mit oder wenn man gerne zusammen isst, ist es dann doch auch o.k., das man sich abmeldet.


    Würde man doch in WG auch machen.

    In den mir so bekannten WGs ist das gemeinsame Essen eher die Ausnahme. Da macht jeder sein eigenes Ding und keinen störts wenn man abends nur Cornflakes isst oder ständig unterwegs ist. In der Familie besteht viel eher die Gefahr in alte Eltern-Kind-Muster zurückzufallen.


    Kommt natürlich sehr auf die Persönlichkeit der Beteiligten an. Ich kenne einen, der demnächst wieder auf unbestimmte Zeit daheim einzieht und der wird sich mit Freude bekochen und hinterherräumen lassen.