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    Und einem zukünftigen Mann würde ich erst, wenn ich ihn gut kenne erzählen, dass ich bei meinen Eltern wohne und warum. Vorher würde ich nur von menem ZuHause, meinen Vier Wänden sprechen. ;-)


    Wenn ihr dann schon fest zusammen seid (...)


    Vorher, gleich am Anfang könnte es schon sein, dass da jemand oberflächlich betrachtet irgendeine Unselbstständigkeit, sich nicht lösen können davon ableitet. Vorurteile haben ja manche schnell.

    Ich wäre mit niemandem "fest zusammen" ohne je seine Wohnung gesehen zu haben. Und wenn jemand meint, meine "Vorurteile" umschiffen zu können, indem er mir etwas Bestimmtes absichtlich verschweigt, kriegt er mega Ärger und ganz sicher keine Beziehung mehr von mir.

    Ich würde es nicht machen. Irgendwann sollte man einfach abgenabelt sein und bleiben. Ich hätte keine Lust, mich ausfragen zu lassen, mir hinterherräumen zu lassen oder ihren Erwartungen entsprechen zu müssen.

    Ich bin zweimal wieder zuhause eingezogen mit Ü25. Damals für ein Jahr um meine Oma zuhause pflegen zu können (Ich bin in einem Drei-Generationen-Haus aufgewachsen). Da habe ich dann meine Mutter und den Mann meinen Stiefopa unterstützt, das war einfacher als jeden Tag anzureisen, ich habe mich viel um das medizinische Drumherum und den Haushalt gekümmert. Nach dem Tod meiner Oma bin ich schnell wieder ausgezogen.


    Und dann einmal mit Ü30 für 4 Monate nach einer Trennung bis ich eine neue Wohnung hatte.


    Ich muss ehrlich sagen: Das würde ich nur noch machen, wenn mir die Obdachlosigkeit drohen würde.


    Für meine Oma habe ich das sehr gerne gemacht, ich war aber auch in einer anderen Position, meine Familie brauchte meine Hilfe.


    Das zweite Mal war schon anstrengend, viele Eltern schaffen es nicht ihre Elternrolle beim erwachsenen Kind aufzugeben und ich war äusserst schnell entnervt als man mich wiederholt danach frug wann ich abends wiederkomme, was ich vorhabe oder was ich zum Essen möchte.


    Ich genieße nach der Arbeit die Ruhe zuhause und das familiäre Verhältnis ist besser wenn ein paar km zwischen uns liegen. Ich lebe allerdings auch mit meinem Lebensgefährten zusammen und es wäre für uns beide unvorstellbar.


    Bald kommen wir in die umgekehrte Situation:


    Seine Mutter wird sich ihren Traum erfüllen und wo das letzte Kind nun flügge ist wieder studieren. Da ihr Studienort nah bei uns ist wird sie für ein paar Wochen im Semester zu uns ziehen. Wir werden mal sehen wie es läuft. Seine Mum ist wesentlich umgänglicher als meine, ich habe sie gern.


    Trotzdem - sollte es Differenzen geben: Sie hat sich an unseren Lebensentwurf anzupassen so lange sie unter unserem Dach ist.


    Wofür auch immer du dich entscheidest: Viel Erfolg. @:)

    Gerade wenn die Eltern wirklich schon sehr alt sind kenne ich schon einige denen eher eine Rollenumkehrung stattfindet: Sprich, da schmeißen die erwachsenen Kinder den Haushalt entweder komplett oder größtenteils, versorgen die Eltern bei im Alter leichter mal vorkommender Krankheit und sind alles, aber nicht mehr in der klassischen Kinderrolle.


    Ins Haus der Eltern zu ziehen würde ich nur dem raten der auf dem Schirm hat dass es auch so herum laufen kann.


    Ideal ist für mich, wenn jeder so viel beiträgt wie er kann, und wenn auch mal drüber geschmunzelt werden kann wenn die achtzigjährige Mutter Angst hat dass ihre vierzigjährige Tochter alleine im Haus ist ;-D

    Ach ja: Ich meine natürlich, dass es wichtig ist, dass dann beide Parteien das auf dem Schirm haben, dass man alles mit Humor nehmen und an sich arbeiten sollte. Und auch Eltern die alt sind können wenn sie wollen noch lernen daran zu denken das ihr Kind nicht 13 sondern 31 ist.

    Ich bin auch zweimal für einen kurzen Zeitraum wieder zuhause eingezogen.


    Nach meinem Bachelorabschluss von Juli bis Mitte September, da allerdings zusaetzlich mit gerissenem Kreuzband ;-D


    Geklappt hat es mal so, mal so. Ich habe, soweit es ging, im Haushalt geholfen, habe Papas 60. Geburtstag detailliert geplant(der war dann auch echt toll) und war trotzdem froh als ich dann meinen Kram in die neue Wohnung geschafft habe;-)


    Beim zweiten Mal war es nochmal ein bisschen anders, da habe ich einen Monat unweit meines Heimatortes Praktikum gemacht und fuer einen Monat lohnt es sich ja auch nicht wirklich, was zu suchen. Da mein Papa letztes Jahr gestorben ist, fand ich es auch ganz gut, mal zu sehen, ob Mama alleine zurecht kommt. Wir zwei haben es ziemlich gut hinbekommen und keiner hat den anderen "gestoert". Trotzdem war ich auch da froh, als ich meine Wohnung und meinen Job hatte und wieder unabhaengig war.


    Es ist einfach so, dass das Verhaeltnis zwischen Eltern und Kindern im Normalfall ein ganz besonderes ist. Und es ist nicht so einfach, es in "Leben und leben lassen" umzuwandeln.


    Allerdings wuerde ich mich in jedem Fall finanziell (zumindest anbieten, meine Eltern haetten das niemals angenommen) und vor allem taetlich im Haushalt beteiligen.


    Egal wie Du Dich entscheidest: alles Gute!

    Hallo,


    bist du dir ganz sicher, dass du über längere Zeit mit deinen Eltern gut auskommst?


    Da du bisher meist nur zu Besuch bei deinen Eltern warst, ist das ein ganz anderes Verhältnis.


    Ich kenne das aus eigener Erfahrung. Seit ich weiter weg wohne, ist das Verhältnis deutlich besser geworden.


    Zur Zeit würde ich nur für eine sehr begrenzte Zeit wieder zu Hause einziehen.


    Prüfe, wie das Verhältnis vor deinem wegzug du deinen Eltern war. Es wird sich etwas geändert haben, aber sicher nicht viel.


    Du bist immer noch die Tochter!

    Im Leben nicht würde ich wieder bei meinen Eltern einziehen. Ich lebe seit 15 jahren nicht mehr dort. Ist auch besser so. Eher würde ich in ein 20 qm-Wohnklo mit Tisch, Bett, Stuhl und Gemeinschaftsbad auf dem Flur ziehen, wenn es fianziell nicht anders machbar wäre. Wirklich, mir müsste schon Obdachlosigkeit drohen und dann würde ich drüber nachdenken für wenige Wochen dort einzuziehen. Aber niemals aus dem Grund, dass ich dort viel Geld für eine ETW zurücklegen könnte.


    Mir ist nämlich bewusst, dass Kinder immer Kinder und Eltern immer Eltern bleiben. Egal wie alt man ist.

    ....und das ist schlecht, weil?


    meine mutter ist mit uns kids zu ihren eltern gezogen, nachdem mein vater gestorben ist. meine teenie-tochter hat die schule absolviert und könnte ausziehen, aber in beiden fällen ist die bindung zu den eltern so gut,


    dass man auch länger zusammenwohnen kann. klar bleiben die rollen bestehen, aber das ist doch per se nichts schlechtes, sondern es ergegeben sich für beide seiten klare ansagen, klare vor - und ja, auch nachteile, aber muss man denn IMMER seinen stiefel durchziehen?

    Zitat

    ....und das ist schlecht, weil?

    Das ist nicht objektiv schlecht, würde ich sagen, aber für die meisten Menschen gehört erwachsen werden und damit eigenständig als Erwachsene leben zum selbstverständlichen Lebensverlauf dazu.


    Ich finde erwachsene Menschen, die bei oder mit ihren Eltern wohnen, seltsam. Zu meiner Mutter zurückzuziehen wäre für mich in einer Notsituation ohne andere Optionen denkbar, aber es würde für mich bedeuten, dass ich damit an meinem Leben erst einmal gescheitert bin; mein Lebensentwurf sieht nämlich nicht vor, wieder auf meine Mutter angewiesen zu sein. Man kann sich ja wieder sortieren und neu anfangen, also das Ende aller Tage wäre es natürlich nicht, aber nur um Geld zu sparen wäre das für mich keine Option.

    wenn das kind was abgibt, haben die eltern auch was davon, wenn man es schon auf das monetäre runterbricht.


    mir hat das beispiel unserer nachbarn imponiert und ich werde es meinen kids auch anbieten, wenn sie mal eigenkapital schaffen wollen. hängt aber nicht nur vom verhältnis, sondern sicher auch von den wohnverhältnissen ab, eben, damit diese sich nicht auf das verhältnis auswirken ;-D ;-D

    Ich hab ja schon geschrieben, warum ich (außer wenn sonst Obdachlosigkeit droht) nie wieder zu meinen Eltern zurück ziehen würde. Bei einem Partner würde ich das auch nicht akzeptieren. Aber andere können von mir aus gerne in einem Mehrgenerationenhaus wohnen, wenn ihnen das taugt.

    Ich denke, dass hier die wichtigsten Infos fehlen: wie versteht Ihr Euch? Wie sehr akzeptieren die Eltern Dich als Erwachsene, wie sehr können sie Grenzen wahrnehmen und akzeptieren...


    Ich würde es ganz, ganz sicher nicht tun, aber das liegt an unserer Konstellation. Wenn Ihr Euch gut versteht, Du glaubst, dass Du nicht all Deine Freiheiten einbüßt, sie auch so viel Platz haben, dass man sich gut aus dem Weg gehen kann, dann ist es schon eine Überlegung wert. Dann würde ich mir jetzt auch keinen Kopf drüber zerbrechen, was andere denken - auch wenn ic hes grundsätzlich auch etwas suspekt finde, wenn jemand in dem Alter bei den Eltern wohnt ;-D ]:D . Aber da musst Du einfach machen, was für Dich/Euch richtig ist und Dich nicht stören lassen.


    ??Die Idee, noch irgendwo eine Miniküche unterzubringen finde ich übrigens auch bedenkenswert.??

    Ich stamme ursprünglich aus einer ländlichen Region, wo Mehrgnerationenhäuser durchaus noch verbreitet sind. Aber: Die sind dann räumlich sehr explizit darauf ausgelegt, zumindest meiner Erfahrung nach. Und das ist etwas anderes als so ein "ich ziehe wier zu Hause ein, damit ich sparen kann". Das sind eher langangebahnte Entwicklungen, wo die ungen Leute z.T: nie richtig ausziehen. Und (Problem für sich) durchaus auch darunter leiden können, dass diese Erwartungshalten (bleiben und helfen) an sie gerichtet wird.