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    Ich denke, dass hier die wichtigsten Infos fehlen: wie versteht Ihr Euch? Wie sehr akzeptieren die Eltern Dich als Erwachsene, wie sehr können sie Grenzen wahrnehmen und akzeptieren...

    Ich verstehe mich mit meiner Mutter gut und weiß meine Grenzen zu wahren, würde aber trotzdem - oder gerade deswegen, also damit das so bleibt - niemals wieder mit ihr zusammen ziehen. Von zuhause ausziehen und auf eigenen Beinen stehen, mein Ding machen, meine Ruhe haben, das ist ein Entwicklungsschritt, den ich garantiert nicht mehr rückwärts gehen werde.

    Ich auch nicht, aber ich denke, dass es Konstellationen geben kann, wo es ohne größere Einbußen an Freiheit möglich ist. Ich weiß nicht, vielleicht auch nicht ]:D aber ich kann das eben nur für mich/uns durchdenken, da ginge es nicht. Ist doch möglich, dass es anderen da anders geht? Aber die TE hat gar nicht mehr geantwortet und daher ist auch nicht klar, wie gut sie sich mit ihren eltern versteht...

    Ich bin mit 40 für ein halbes Jahr bei meiner verwitweten Mutter eingezogen.


    Ich war froh, dass nach dieser Zeit Schluss war, und ich eine neue Lebensperspektive hatte. Lässt sich aber sicherlich nicht verallgemeinern.

    Ich bin mit 17 Zuhause ausgezogen (bin jetzt 24), erst in eine eigene Wohnung, dann mit 19 200 km weit weg von Zuhause, dennoch besuche ich meine Familie natürlich noch öfter (das Verhältnis ist sogar viel besser geworden), dabei ist mir aufgefallen, dass ich teilweise nach 1-2 Tagen ziemlich genervt bin und auch in alte Muster verfalle. Lasse mich dann auch gerne bedienen :)D und mache Arbeiten nicht, welche ich Zuhause mit Selbstverständlichkeit mache. Ich überlege auch schon seit längerer Zeit, wieder zurück in meine Heimat zu ziehen, dennoch habe ich mich erstmal dagegen entschieden, da ich weiss, dass meine Privatsphäre nicht so akzeptiert werden würde und ich einfach meine Freiheit brauche.


    Auch, wenn du 3 Zimmer hast, wirst du trotzdem ständig mit deinen Eltern zusammenhängen.


    Du bist Ü30, also ich würde es nicht machen. Außerdem hast du bereits eine Wohnung gefunden und es klingt alles nach Bequemlichkeit "meine Möbel würden keinen weiteren Umzug schaffen.." etc.


    Du könntest dir eine 1-Zimmer-Wohnung nehmen, welche vielleicht 500 Euro kostet, diese spartanisch mit IKEA einrichten (MALM-Bett und Kommoden, Fernsehtisch und Schrankwand vllt alles 1000EURO) und fleißig für dein Eigenheim sparen. @:)


    Ich fände es übrigens sehr abturnend, wenn mir ein Typ Ü30 erzählen würde, er wohnt noch bei seinen Eltern. :(v

    Also ich würde nie wieder bei meinen Eltern einziehen.


    Ich bin vor einigen Jahren für knappe 3 Wochen bei meinen Eltern "eingezogen". Die ersten 2 Tagen waren echt nett, aber dann sind wir alle in alte Muster gefallen.


    "Räumst du bitte deine Schüssel in die Spülmaschine" ... brrrr ;-)


    Also ich kann es wirklich niemandem empfehlen, wieder bei den Eltern einzuziehen. So gern ich die beiden habe, aber unter einem Dach wohnen ist einfach etwas anderes.


    Meine Empfehlung: Nimm die Mietwohnung und genieße deine Freiheit. Sobald eine passende ETW gefunden wurde, kannst du ja immer noch umziehen.

    Soo wie ich das verstanden habe, ist es eine Übergangslösung um Eigentum zu schaffen, bis du eine passende Eigentumswohnung zum Kaufen gefunden hast?


    diesen Zustand würde ich zeitlich begrenzen und gezielte Schritte gehen und die auch auf Wirksamkeit überprüfen, es sollte ja kein Dauerzustand werden... insbesondere wenn dir Partnerschaft und ein neuer Partner wichtig ist, dann solltest du Räumlichkeiten schaffen, wo ihr privat sein könnt, euch in Ruhe treffen könnt etc. mit den eigenen Eltern im Haus ist das doch eher unpraktisch.


    davon abgesehen kenne ich zwei Beispiele von Frauen um die 30, die jetzt wieder bei ihren Eltern eingezogen sind und es klappt nur, weil die ein gutes Verhältnis haben und beide ihren Jobs weiter nachgehen, alle Beteiligten einen geregelten Tagesablauf haben... da wo Eltern und erwachsene Kinder den ganzen Tag zuhause sitzen, tritt irgendwie eine Stagnation und meistens ein Bevormunden gegenüber der erwachsenen Kinder ein.... aber allgemein denke ich, ist es kein ungewöhnliche Situation... es ist halt alles nicht mehr so wie früher dass man mit einem Einkommen am besten noch 2-3 Personen ernähren und sich ein Leben aufbauen kann...

    Ich finde man kann es pauschal nicht sagen. Es gibt soviele Faktoren die eine Rolle spielen und jeder Fall ist anders. Ich würde niemals darauf was geben was andere denken könnten. Denn ich lebe selbst zuhause, bin Ü30. Würden meine Eltern eine 3 Zimmer Wohnung haben, würde ich sicher nicht da wohnen wollen, dass meine ich mit Umstände. Ich bin Mutter, alleinerziehend und wir haben ein grosses Haus, wo ich die obere Etage bewohne. Miete zahle ich natürlich auch. Ein Teil Bequemlichkeit mag dabei sein-ich habe jemanden der immer vor Ort ist und aufs Kind aufpassen kann, wenn ich arbeiten muss etc. DAS ist für mich ein riesen Vorteil den ich daraus ziehe und bisher hatte niemand etwas dagegen, im Gegenteil, wenn ich mich mit anderen alleinerziehenden unterhalte, sowohl Männlein wie Weiblein, fanden sie es sogar toll, weil sie ja sehen wie "flexibel" ich dadurch sein kann. Diesen Luxus haben andere nicht. Dafür habe ich natürlich einbussen in meiner Privatsphäre, wenn man das so sagen kann. Andererseits habe ich mehr Geld zur Verfügung, da ich hie weniger Miete zahle als anders wo. Und da komme ich auf den Punkt, man muss den Einzelfall betrachten und kann auch nicht aburteilen das wer zuhause lebt alles vor den allerwertesten gesetzt bekommt, ist so nicht und selbst wenn manche das so handhaben, dann ist das deren Sache. Ich wasche und bügle jedenfalls alleine und lebe so, wie ich es alleine auch tun würde, was den Haushalt an geht, kochen tue ich auch liebend gern selbst;-).


    Es ist sowas von egal wo jemand lebt, spielt absolut keine Rolle in meinen Augen. Ich habe da keinerlei vorbehalte, für mich zählt der Mensch dahinter.

    Ich würde mir versuchen möglichst realistisch vorzustellen, wie das Zusammenleben aussehen und sich anfühlen würde. Wenn die Gefahr besteht, dass man sich irgendwie gegenseitig auf die Nerven geht, würde ich die eigene Wohnung vorziehen. Du sagst ja selbst, die wäre ein Glücksfall...


    LG

    Nochwas, in anderen Kulturen leben ganze Grossfamilien unter einem Dach und es ist völlig normal, damit will ich nur demonstrieren das man das zwar bei uns so nicht mehr handhabt, aber das es eben nicht völlig unnormal ist (auch wenn für uns eben nicht typisch). Aber in der heutigen Zeit ist wohnen auch teuer und man muss Prioritäten setzen. In meiner Nachbarschaft wohnt eine Frau mit ihren Eltern, sie unterstützt sie nebenbei. Die Leben aber wie eine Familie komplett, also den ganzen Tag zusammen und miteinander und machen auch alles zusammen. Die Frau ist mittleren Alters, die Eltern noch Fit, aber sie teilen sich ein Haus. Warum denn nicht..wenn alle zufrieden sind, ist doch kein Problem :-).

    Doch, es ist unnormal, im Sinne von außerhalb der Norm und einer hier als positiv eingeschätzten Entwicklung - in unserem Kulturkreis nämlich.


    Hier gilt es schon seit ewigen Zeiten als Zeichen von Abnabelung und Selbstständigkeit, in jungen Jahren von zuhause auszuziehen und sich auf eigene Füße zu stellen. Mag sein, dass sich das gerade ändert, aber an so mancher Reaktion in diesem Faden lässt sich doch feststellen, dass es viele noch immer so sehen.

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    Doch, es ist unnormal, im Sinne von außerhalb der Norm und einer hier als positiv eingeschätzten Entwicklung - in unserem Kulturkreis nämlich.


    Hier gilt es schon seit ewigen Zeiten als Zeichen von Abnabelung und Selbstständigkeit, in jungen Jahren von zuhause auszuziehen und sich auf eigene Füße zu stellen. Mag sein, dass sich das gerade ändert, aber an so mancher Reaktion in diesem Faden lässt sich doch feststellen, dass es viele noch immer so sehen.

    Du scheinst wirklich alt zu sein, deiner Einstellung nach :-). Ich finde solche Sätze wie du sie schreibst einfach nur abschreckend, sie erinnern mich an meine Tante, sie ist 65 und redet auch so daher und 4 Kinder hat sie ganz alleine gross gezogen (wird von allen belächelt, da es nicht stimmt). Leute die sich damit brüsten, mit 18 ausgezogen, Ausbildung gemeistert, eigene Wohnung. Soll das nun alles sein? Ich finde diesen Leistungsdruck in der Gesellschaft ganz schlimm und stimme der allgemeinen, veralteten deutschen Einstellung dazu, absolut nicht zu. Das ganze System ist veraltet. Vielleicht ist es ganz gut das wir durch die Einwanderung bzw. die Flüchtllinge auch mal andere Lebensweisen in Betracht ziehen :)z

    Deine Meinung ist halt veraltet und manche User hier sind auch ältere Semester die eine ähnliche Meinung wie du vertreten. Wenn mir einer unterkommt den es stört, oder der sich brüstet wie exakt du es tust, dann sind das ältere Leute. Von den jüngeren höre ich das so nicht ;-).

    Ist das so? ":/


    Ich bin Mitte 20 und würde es auch als eher unnormal ansehen, wieder zu den Eltern zurück zu ziehen oder sogar mit 30 noch nie ausgezogen zu sein.


    Und meinem Empfinden nach ist es auch nicht so, dass sich das gerade so erheblich ändert und es ganz normal wäre, als Erwachsene (und eigentlich selbstständige Person) noch mit den Eltern zusammen zu leben.


    Klar gibt es das und es kann bestimmt auch funktionieren - als erstrebenswert würde ich persönlich es aber wohl nicht ansehen.


    Und es ist ja nun bei der Fragestellerin auch absolut nicht so, dass sie sich keine eigene Wohnung leisten könnte oder die Eltern auf ihre Unterstützung angewiesen sind. ??Nicht dass die Fragestellerin sich überhaupt noch für die Diskussion interessieren würde??

    Definiere "ältere Leute"? Ich bin knapp ü30 und kenne niemanden in meinem Altersbereich, der bei seinen Eltern wohnt.


    Auch im europäischen Ausland bleiben die meisten Kinder nur während der Ausbildung/Studium bei den Eltern wohnen. In Spanien z.B. bleiben unverheiratete noch ein wenig länger, da es wenig unbefristete Stellen und Mietwohnungen gibt.


    Meine arabischen Bekannten leben auch nicht mehr bei ihren Eltern, soviel zu deiner These. Ist für das Thema hier auch nur am Rande interessant.


    Liebe TE, ob es eine gute Idee ist, wieder bei deinen Eltern einzuziehen, musst du entscheiden. Du hast gefragt, ob es ungewöhnlich ist Ü30 wieder bei deinen Eltern einzuziehen, und ja, das ist es.


    Ich persönlich könnte mir das nicht vorstellen und ich habe ein sehr gutes Verhältnis mit meinen Eltern und das Zusammenleben funktionierte früher super.