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    Und ich kenne echt nur eine Familie näher, bei denen die Frau mitarbeiten muss, weil Mann Familie nicht alleine ernähren könnte.

    dann lebst du entweder in einer sehr sehr günstigen gegend, oder/und bewegst dich nur in kreisen, in denen dieser eine schon so richtig richtig gut verdient!

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    Nun frage ich mich aber - wieso funktionieren solche Ehen, wie von meinen Eltern, super, und unabhängige Frauen wie ich, haben Probleme einen Partner zu finden ???

    Das nennt sich wohl Bindungsangst. Bei Youtube gibts Videos. Gute und weniger gute. Einfach etwas passendes raussuchen.


    https://www.youtube.com/watch?v=0LKPW4OicPw


    https://www.youtube.com/watch?v=KfrvaOZBZ3I


    Ganz angenehm sind auch die Videos von Petra Fürst.


    https://www.youtube.com/watch?v=0Ovj6ImuuiQ&t=215s

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    ..... Und ich kenne echt nur eine Familie näher, bei denen die Frau mitarbeiten muss, weil Mann Familie nicht alleine ernähren könnte. Ab 1330 sind hier die kigas ausgestorben....

    Echt?


    Wenn ich an "unseren" Kindergarten denke und auch an die Freunde meiner Kinder ist das ganz anders. Ich würde sagen die Hälfte bis zwei Drittel der Gruppe geht auch in die Nachmittagsbetreuung. Die meisten zwar nicht täglich, aber so zwei oder drei Nachmittage durchaus. (Meine auch)


    Klar gibt es auch Kinder, die mittags abgeholt werden bzw. Mamas, die nicht arbeiten und zu Hause sind, aber bei denen, die ich grade auf den Schirm habe (und privat kenne), ist der Grund dafür die Elternzeit mit dem jüngeren Kind und nicht, dass der Mann die Familie alleine versorgt.


    Dagegen kommt auch das andere "Extrem" selten vor, also wenige Kinder, deren Eltern beide min. 40 Stunden arbeiten und die daher jeden Tag von morgens bis abends in der Kita verbringen.


    Aber bei der Mehrheit und auch im Freundes- und Kollegenkreis arbeiten beide Elternteile. Meist einer mit reduzierter Stundenzahl, damit man als Familie Kinder, Haushalt usw. gut unter einen Hut bekommt, aber das was du beschreibst, criecharlie, kann ich absolut nicht bestätigen.

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    Schwach" hat nichts mit "unfähig" zu tun

    Wenn Beides näherungsweise das Gleiche wäre, hätte ich dafür keine zwei Attribute erwähnt.


    Zudem bedeutet es heutzutage kaum Einschränkungen, wenn jemand körperlich schwächer ist, da es genügend technische Möglichkeiten gibt, Probleme die Kraft erfordern zu lösen- oft deutlich besser als mit Muskelkraft.


    Mit "unfähig" meine ich vor allem, dass eine Frau heutzutage deutlich mehr kann, als Kochen, Putzen, Saubermachen und Kinderbetreuen- insbesondere auch deshalb, weil man der Frau heute eine gleichartige Bildungsmöglichkeit zugesteht (das haben sich Frauen hart erkämpft und war vor etwas mehr als 100 Jahren eher unüblich). Wirtschaftliche, soziale, technische und naturwissenschaftliche Probleme lösen, das kann heute genauso eine Frau wie ein Mann und ist eben kein Mannding mehr.


    Dass Menschen es heute schwerer haben, mit nur einem Gehalt oder z.B. zwei halben Gehältern über die Runden zu kommen, hängt heute deutlich von den gehobenen materiellen Ansprüchen ab (Medien, Unterhaltung, Auto, Urlaub, Ernährung, Wohnungsgröße) aber auch mit einer erhöhten Ausbeutung (die die Werktätigen nicht mitbekommen, das der Level infolge technischer Entwicklung in der Gesellschaft insgesamt höher ist als früher- die Schere zwischen arm und reich ist dennoch deutlich größer geworden).


    Den Einwand von "that's the way it is", warum man die Rollen nicht tauchen kann, halte ich für sehr berechtigt.


    Liebt eine Frau ihren Mann nicht, wenn diese nicht bereit ist, ihn mitzuversorgen? ]:D

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    Genauso wie ich meine Frau vor Gefahren beschützen und verteidigen oder ihr schwere Lasten abnehmen können möchte, so möchte ich sie auch materiell absichern und versorgen können.

    Ist da der Gedanke vielleicht: "Die arme schwache unfähige Frau"?

    Und damit verbunden eine (evtl. abgeschwächte) Art Helferkomplex.


    Natürlich kann man jemanden auch schön an sich binden, indem man die Versorgerrolle übernimmt. Wieviele Beziehungen halten nur deshalb vermeintlich gut, dass man nach einer Trennung sonst (finanziell, beruflich) wieder ganz unten wäre....


    Gilt dieses Versorgerdenken denn auch im Falle einer Scheidung, oder bekämpft man sich dann gerichtlich, um keinen Unterhalt leisten zu müssen?


    Oder wenn die Beziehung hält, man aber aus welchen gründen auch immer der Versorgerrolle nicht nachkommen kann und die Frau einspringen muss?

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    das ist für eine Beziehung doch selbstverständlich. Unabhängig,wer die Family finanziert.

    :)^

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    Ist da der Gedanke vielleicht: "Die arme schwache unfähige Frau"?

    Mit "arm" und "unfähig" hat das überhaupt nichts zu tun.


    Der Gedanke ist eher:"Ich liebe Dich und werde immer gut für Dich sorgen und Dich beschützen. Du kannst Dich bei mir immer sicher fühlen und brauchst Dir keine Sorgen um gewisse Dinge zu machen. Ich mache das schon." In diesen Kontext gehört für mich auch der Anspruch und der Wunsch als Mann die materielle Absicherung und Versorgung der Frau bzw. der Familie zu übernehmen.

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    Der Gedanke ist eher:"Ich liebe Dich und werde immer gut für Dich sorgen und Dich beschützen. Du kannst Dich bei mir immer sicher fühlen und brauchst Dir keine Sorgen um gewisse Dinge zu machen. Ich mache das schon." In diesen Kontext gehört für mich auch der Anspruch und der Wunsch als Mann die materielle Absicherung und Versorgung der Frau bzw. der Familie zu übernehmen.

    für mich unvorstellbar, dass es tatsächlich Frauen gibt, die so leichtgläubig sind-

    Es ist auch völlig unrealisitisch. Im Film, süß, im wahren Leben eben auch unkalkulierbar. Jeder von uns kann morgen ein Schicksal erleiden, dass ihn als Versorger eben handlungsunfähig macht. Warum also Dinge versprechen, die man nicht versprechen kann?

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    und brauchst Dir keine Sorgen um gewisse Dinge zu machen.

    Vielleicht wollen manche Frauen sich Sorgen um Dinge machen und diese Probleme selbst lösen? Die wollen u.U. gar nicht, dass das jemand abnimmt? Vielleicht wollen sie keinen Beschützer, jemanden, der alles für sie übernimmt, sondern jemanden, der sie als gleichrangig und gleichwertig achtet? ... jemanden, der sie als selbstbestimmte und eigenständige Person wahrnimmt?

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    Vielleicht wollen manche Frauen sich Sorgen um Dinge machen und diese Probleme selbst lösen? Die wollen u.U. gar nicht, dass das jemand abnimmt? Vielleicht wollen sie keinen Beschützer, jemanden, der alles für sie übernimmt, sondern jemanden, der sie als gleichrangig und gleichwertig achtet? ... jemanden, der sie als selbstbestimmte und eigenständige Person wahrnimmt?

    Ich sehe das überhaupt nicht so negativ. Nicht als ein "Beweg dich nicht, dafür bist du zu unfähig, ich mach das schon" sondern ein "wenn du magst, nehm ich dir das ab".


    Ich finde es wichtig, egal ob Mann oder Frau, gut ausgebildet zu sein, möglichst autark zu sein und für sich selbst sorgen zu können. Aber ich sehe überhaupt nicht, dass man das dann auch tun sollte oder gar muss.


    Ich habe einen guten Job, mache meine Arbeit gerne. Wenn mir aber nun eine Frau sagen würde "Wenn du magst, bleib zuhause, ich kümmer mich um das Geld, und du könntest ja die Bude in Schuss halten, uns abends was Leckeres kochen und ansonsten deinen Hobbies frönen" - würde ich das machen.


    Warum sollen unbedingt beide abends groggy und genervt von der Arbeit sein? Reicht doch, wenn es einer ist. Und der (egal ob m oder w) freut sich dann doch sicher über ein schönes Zuhause mit einem entspannten Partner mehr als darüber, nach der Arbeit auch noch Hauskram erledigen zu müssen?


    Immer natürlich vorausgesetzt das Gehalt des Alleinverdieners stimmt, was ist denn daran das Negative für den Zuhausebleiber?

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    Vielleicht wollen manche Frauen sich Sorgen um Dinge machen und diese Probleme selbst lösen?

    Diese Frauen sind dann eben als Partnerin für DerNostalgiker nicht wirklich passend, was ja auch in Ordnung ist. Demgegenüber gibt es ja tatsächlich auch genug Frauen, die genau das, was er schreibt, gern hätten. Nur ist das eben wie gesagt komplett illusorisch. Kein Mensch der Welt kann irgendwem versprechen, bis dass der Tod sie scheidet immer da zu sein und immer alles erledigen zu können. So gern mal das auch geben will und annehmen will - kann man wirklich in solch einem Wolkenschloss leben, dass man völlig ausblendet, dass auch der Beschützer mal "ausfallen" kann (warum auch immer) und man wieder auf sich alleine gestellt ist? Vor manchen Dingen im Leben kann man sich nicht beschützen lassen, auch nicht vom Traummann. :-/

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    was ist denn daran das Negative für den Zuhausebleiber?

    Dass man, wenn man sich einmal entschieden hat langfristig nicht zu arbeiten, schwer wieder reinkommt, wenn man doch mal in die Situation kommt. Ist natürlich kein Grund, durchgängig arbeiten zu müssen. Sollte einem aber klar sein, dass es natürlich auch negative Seiten hat (die aber für den einzelnen nicht überwiegen müssen).