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    Reicht doch, wenn es einer ist.

    oder beide zur Hälfte ...

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    egal ob Mann oder Frau, gut ausgebildet zu sein, möglichst autark zu sein und für sich selbst sorgen zu können.

    Das Problem ist, wenn man länger raus ist, ist es schwer wieder reinzukommen. Die Autarkie bzw. das sich selbst versorgen können, geht mit der Zeit zunehmend verloren. Das umso mehr, je höhere Qualifikation der Job beansprucht.


    Zudem ist nicht für jeden Mann oder für jede Frau der Job nicht nur eine eher lästige Beschäftigung.

    Dieses Beziehungskonzept, dass der Mann für die Frau finanziell zu sorgen hat, geht solange gut, bis die Ehe scheitert und die Frau feststellt, dass sie ab dem Zeitpunkt auf sich allein gestellt ist finanziell. Und plötzlich merkt die Frau, dass sie Jahrzehnte aus ihrem gelernten Beruf raus ist, also schön auf den Unterhalt hoffen und zum Amt laufen und aufstocken lassen. Dann ist das Heulen groß.


    Und was heisst, im Gegenzug sorgt die Frau für den Mann?! Kochen, bügeln, Wäsche waschen? Ist ja wie vor hundert Jahren noch und einfach nur tot langweilig. Das kann doch kein Lebensinhalt sein.


    Und warum sollten Ehen mit dieser Rollenverteilung glücklicher sein, als die Ehen, wo beide gutes Geld verdienen? Vielleicht hält die Frau die sich von ihrem Mann finanziell durch füttern lässt einfach nur den Mund, wenn ernst gestritten wird, damit die heile Welt nicht zerbricht und damit man sein Leben nicht selbst in die Hand nehmen muss. Wäre unbequem. Also nicken und weiter machen.


    Aber im absoluten Gegensatz steht da die Sache, dass man eine Frau nachts nicht allein durch dunkle Gassen und U-Bahn Stationen ziehen lässt. Aber dafür ist nicht nur der Ehemann oder Freund verantwortlich, auch Bekannte oder Arbeitskollegen sollten da Verantwortung übernehmen. Ich verstehe da den Zusammenhang zwischen dem finanziellen und dem beschützendem Aspekt nicht.


    Ich glaube, dass manche Frauen sich einfach gerne ins gemachte Nest setzen und den äußeren Schein vom Einfamilienhaus mit Neuwagen lieben und dazu dann der treu sorgende Ehemann, der der Frau jeden Wunsch von den Lippen abließt..... Und schon ist ein neuer Märchen Film geboren. ]:D

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    Und was heisst, im Gegenzug sorgt die Frau für den Mann?! Kochen, bügeln, Wäsche waschen? Ist ja wie vor hundert Jahren noch und einfach nur tot langweilig. Das kann doch kein Lebensinhalt sein.

    Es mag Frauen/Männer geben, die das anders sehen. Das darf auch jeder für sich selbst entscheiden.

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    Und was heisst, im Gegenzug sorgt die Frau für den Mann?! Kochen, bügeln, Wäsche waschen? Ist ja wie vor hundert Jahren noch und einfach nur tot langweilig. Das kann doch kein Lebensinhalt sein.

    es soll frauen geben, die das gerne machen-und zwar weil sie es für ihre liebsten tun und dafür auch die nötige anerkennung und den respekt bekommen, denn sie zweifelsohne verdienen....und vor allem, weil sie auf ein intaktes familienleben wert legen-heisst zusammen essen-und nicht jeder wärmt sich selbstständig was im mikro, wenn er nach hause kommt....heisst zusammen kommunizieren-vor allem mit den kindern und deren sorgen erkennen, wahrnehmen und sie trösten, oder aufbauen etc

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    Und warum sollten Ehen mit dieser Rollenverteilung glücklicher sein, als die Ehen, wo beide gutes Geld verdienen? Vielleicht hält die Frau die sich von ihrem Mann finanziell durch füttern lässt einfach nur den Mund, wenn ernst gestritten wird, damit die heile Welt nicht zerbricht und damit man sein Leben nicht selbst in die Hand nehmen muss. Wäre unbequem. Also nicken und weiter machen.

    kein halbwegs vernüftiger mann, wird bei einer frau, die sich um die familie und deren wohlergehen sorgt, auf die idee kommen, sie durchzufüttern....sondern er wird froh sein, dass er solch eine frau hat....


    aber egal-letztendlich müssen alle selbst entscheiden, was sie im rahmen ihrer möglichkeiten, draus machen.....


    das traurige ist nur, dass sich immer mehr frauen nur über ihre arbeit identifizieren können und sich fast schämen würden, "nur" hausfrau zu sein.....dabei ist das der verantwortungsvollste fulltime-job überhaupt......wenn man ihn ernst nimmt....


    ist doch viel einfacher, irgendwo ein paar fetzen zu verkaufen und stolz zu behaupten, man steht mitten im leben-und die kinder sind eben viel sich selbst überlassen-denn um alles kann man sich ja beim besten willen nicht kümmern.... :-X

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    das traurige ist nur, dass sich immer mehr frauen nur über ihre arbeit identifizieren können und sich fast schämen würden, "nur" hausfrau zu sein.....dabei ist das der verantwortungsvollste fulltime-job überhaupt......wenn man ihn ernst nimmt....

    Sehe ich auch so. Ich gehe zwar arbeiten und das auch recht viel, aber ich bin auch sehr häuslich und liebe es zu backen, zu kochen, Marmelade zu machen etc. All diese Dinge sind aber zeitaufwendig, wenn man es selbst macht und vieles fällt unter den Tisch, weil ich es nicht schaffe.


    Deshalb ja:

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    Und was heisst, im Gegenzug sorgt die Frau für den Mann?! Kochen, bügeln, Wäsche waschen? Ist ja wie vor hundert Jahren noch und einfach nur tot langweilig. Das kann doch kein Lebensinhalt sein.

    Es mag Frauen/Männer geben, die das anders sehen. Das darf auch jeder für sich selbst entscheiden.

    Ich kann jede(n) verstehen, den das durchaus ausfüllt.

    Ich würde mich nie von einem Mann abhängig machen. Ich bin schon alt, der Mann hat, wenn ich ihn kennenlerne, doch seinen Krimskrams auch bis dahin geschafft, warum soll ich da nun Einsatz zeigen? Ich würde auch nie mit einem Mann mehr zusammen ziehen wollen.


    Ich bin versorgt aus eigenem Antrieb, darauf kann ich doch stolz sein. Ich käme gar nicht auf die Idee, mich da in eine Abhängigkeit zu begeben....


    Gut, wenn der noch kennenzulerndende Mann die Bündel Geldscheine so locker in der Hosentasche hat, kann er ja gerne das Kaffeetrinkengehen bezahlen.


    Mein letzter Mann war so. Schätzchen: guck mal, da ist ein Schuhgeschäft, möchtest Du ein paar Schuhe? Der Mann war einfach großzügig, der sah das nicht als Versorgung an sondern sein Motto - und das war ehrlich - Schätzchen, lass uns den Tag genießen. Womit kann ich Dir ne Freude machen....


    Ich habe auf Dating-Portalen Verabredungen getroffen. Wenn da schon beim 1. Treffen sichtbar ist, der Typ ist geizig (nee, die Torte ist aber teuer, ich nehme dann lieber Bienenstich und ich nehme einfachen Kaffee, Cappuccino ist zu teuer) - dann war es das. Da erwartet einen nur der ständige Preisvergleich.


    So etwas als "Versorger"? Gottchen. Nie nich....

    @ gerald aus wien

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    das traurige ist nur, dass sich immer mehr frauen nur über ihre arbeit identifizieren können und sich fast schämen würden, "nur" hausfrau zu sein.....dabei ist das der verantwortungsvollste fulltime-job überhaupt......wenn man ihn ernst nimmt....

    Würdest du denn "nur" Hausmann sein wollen?

    Ist es nicht egal, ob er es sein möchte? Es ist doch nur entscheidend, ob seine Frau sich in der Rolle wohlfühlt und sie sich freiwillig dafür entschieden hat?


    Ich kenne im übrigen auch Männer, die zu Hause geblieben sind (1 Jahr Elternzeit oder mehr) oder komplett zu Hause sind oder Teilzeit arbeiten. Nur sind diese Fälle halt seltener.


    Aber hey, egal ob Männlein oder Weiblein, wenn es für einen davon o.k. ist, den Hausmann oder die Hausfrau zu geben, dann ist das doch völlig in Ordnung, wenn der andere das nicht möchte. Das ist dann doch völlig egal.

    Wäre ich jung, würde ich lieber arbeiten gehen und für den Haushalt jemanden bezahlen.


    Haushalt finde ich so was von ätzend. Erweitert auch nicht gerade den Horizont.... Meine Wahrnehmung, gerade in meinem Alter (Ende 60): genau die Frauen, die immer zu Hause waren, weil sie versorgt wurden, sind so was von obertrutschig. So alt, wie die im Kopf bereits sind - da will ich gerne hin, aber büdde sehr erst in 30 Jahren....


    Und wenn der Mann diesen Frauen dann auch noch wegstirbt, Himmel.... Meist haben diese Frauen auch keinen Führerschein, weil Männe den ja hatte und sich auch ums Auto kümmerte und einen brav zu Aldi gefahren hat....


    Solche Frauen dämmern in Depressionen oder nichtsagenden Gesprächen vor sich hin. Ziele haben die nicht mehr, da sind nur noch Reden in wie: man kann ja doch nix ändern, man muß zufrieden sein (ist es aber nicht ).


    Ich wohne in einer Seniorenanlage, ich weiß wovon ich rede. Ich bin da der bunte Kakadu, immer am Ausflattern, immer auf Achse, vermutlich neidisch beäugt. Ich erlebe was, der Rest nicht....


    Und Kinder: na, das wüßte ich aber, dass die dort zu Besuch kommen. Wer sich auf Kinder im Alter verläßt ist echt verlassen, die haben doch ihr eigenes Leben....


    Man schaffe sich selbst etwas statt sich versorgen zu lassen....

    Benita, ich bin da ganz bei Dir, mir war es auch immer wichtig, nicht von einem Mann abhängig zu sein. Deshalb mache es es ja anders.


    ABER ich weiß auch, wie groß die Aufgabe mit Kind und Haushalt und Familie ist und ich wünschte mir oft mehr Zeit dafür. Vieles fällt unter den Tisch und das ist schade. Es ist machbar, aber nicht leicht mit Job und Familie mit Kindern. Es ist oft Streß.


    Und deshalb kann ich jeden verstehen, der sich das so nicht antun möchte. Wenn man dann noch den Luxus hat, daß man nicht muß....


    Aber klar, vor dem Hintergrund Absicherung im Falle von Scheidung ist das so eine Sache. Deshalb bin ich ja der Meinung, daß sich kein Mann/keine Frau aus der Verantwortung stehlen darf, der/die sich gemeinsam mit dem Partner für ein Modell entschieden hat, wo einer daheim bleibt. Da muß man dann auch die Konsequenzen tragen. Aber das ist natürlich nur Theorie. Meist endet das dann wohl eher unschön. Leider.

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    Aber hey, egal ob Männlein oder Weiblein, wenn es für einen davon o.k. ist, den Hausmann oder die Hausfrau zu geben, dann ist das doch völlig in Ordnung, wenn der andere das nicht möchte. Das ist dann doch völlig egal.

    :)z ich bin eh der meinung, dass wir eine wirkliche gleichstellung erst dann erreicht haben, wenn eine familie für sich entscheiden kann, welches vereinbarkeit-von-familie-und-berufs-modell sie wählt! :)z

    schokoladensüchtige

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    Ich gehe zwar arbeiten und das auch recht viel, aber ich bin auch sehr häuslich und liebe es zu backen, zu kochen, Marmelade zu machen etc. All diese Dinge sind aber zeitaufwendig, wenn man es selbst macht und vieles fällt unter den Tisch, weil ich es nicht schaffe.

    hier ebenso. Also ich putze jetzt nicht gerne das Bad, aber vieles andere um die Familie herum, habe ich immer sehr gerne gemachz und mache es noch. Dabei definiere ich mich weder über den Titel Hausfrau, noch über meine Arbeit, die ich seit über 30 Jahren ausübe. Ich bin all das zusammen und noch viel mehr.


    Aber wenn ich so ganz vom Geld abgesehen könnte wie ich wollte, dann wäre ich sehr zufrieden damit, zu Hause zu sein :)z

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    Aber wenn ich so ganz vom Geld abgesehen könnte wie ich wollte, dann wäre ich sehr zufrieden damit, zu Hause zu sein :)z

    ist das nicht vielleicht auch eine altersfrage? mit 25/30 hätte ich mir niemals vorstellen können, "nur" den hausfrauen und mutterjob zu machen. nicht, dass ich jetzt karriergeil gewesen wäre, aber mich hätte das nicht ausgefüllt.


    jetz, mit über 50 habe ich alles erreicht, was man in meinem job erreichen kann, mein job macht mir echt spaß und das geld ist auch okay... wenn es geldmäßig ginge, hätte ich aber durchaus auch meine späße ohne "out-home-job" ;-)