Spannende Frage! Erinnert mich an ein Thema während meiner letzten Beziehung (5,5 Jahre).


    [gelöschter Text]


    Das, was die Schokoladensüchtige schreibt, passt. Zu 100%. :)^ Meine Beziehungserfahrung zeigt .... es kommt immer alles anders, als man es sich (wenn man noch alleine ist) ausmalt.

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    Ich schätze die klassische Rollenveteilung in einer Partnerschaft und deshalb würde für mich auch nur eine Frau als Partnerin in Frage kommen, die das genauso sieht und sich selbst in der klassischen Frauenrolle wohlfühlt. Und da wäre es für mich als Mann einfach nur selbstverständlich, die Familie zu versorgen und abzusichern und meiner Frau einen sicheren und geborgenen Rahmen zu schaffen, in dem sie sich ohne den Druck der Arbeitswelt und die Bürde des Broterwerbs unseren Kindern und dem Heim widmen kann.

    Wenn Du Mann und Frau tauschst, passt das für mich auch....


    zu Hause bleiben, klar . aber es muss nicht die Frau sein...


    Und sensibleman ist in der DDR aufgewachsen,


    kein Wunder, dass das so bei ihm zu Hause lief.


    Und früher....


    ist bei uns mittlerweile ja wohl eher so etwas wie 60er oder 70 Jahre und da hatte man ja wohl meistens in der BRD schon Spülmaschine, Waschmaschine, Trockner, Staubsauger... oft sogar schon Videorekorder, Telespiele...


    sorry, das ist doch keine Steinzeit gewesen.


    Spülmaschinen wurden um 1850 erfunden,


    Waschmaschine circa 100 Jahre später...


    bei uns gab es in der Familie die Waschmaschine nach dem Krieg (!) und in den 50iger Waschmaschine und gleich die Mangelmaschine dazu....


    das war früh, klar, aber so in den 70iger Jahren, also "früher" war das Zeug doch wohl schon ziemlich vorhanden. ....

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    Selbst die Milch kam noch vom Milchauto (als 4-Jähriger habe ich die immer mit 1-Liter Kanne geholt).

    Manchmal sogar vom Bauer. Nach dem Melken lies man die Milch etwas stehen oder so ähnlich. Der Rahm kam glaube ich etwas weg oder wurde abgeschöpft. Das ist alles schon so lange her. Die Erinnerungen sind nur noch blass. Die rohe Milch wurde dann abgekocht und verwendet.

    Wenn Leute seit den 70igern Stress mit dem Haushalt haben, dann doch nur, weil sie ihn zu ernst oder als Lebensaufgabe verstehen.....denn an Hilfsgeräten mangelt es seit 30 oder 40 Jahren nicht mehr....


    ich sehe den Sinn im Zuhause bleiben, wenn man ein Haus baut oder Kinder erzieht. Bei beiden läuft nämlich nicht alles immer so glatt....dann geht einer arbeiten und der andere hat das als Job - aber zu Hause bleiben wegen HAUSHALT.


    Sorry, das ist doch schon ewig überholt....

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    ei uns gab es in der Familie die Waschmaschine nach dem Krieg (!) und in den 50iger Waschmaschine und gleich die Mangelmaschine dazu....

    Spülmaschine nach dem Krieg...


    ich glaube,


    man muss auch zwischen Stadt und Land und den einzelnen wirtschaftlichen Möglichkeiten unterscheiden, aber bei den 70iger Jahren lag das nicht mehr an der Zeit, dass der Haushalt viel Mühe gekostet hat.... für viele bestimmt, aber nicht, weil es nicht anders möglich gewesen wäre.

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    Also Obst aus dem Garten einzukochen, Marmelade selbst zu machen, Brot selbst zu backen, einen Gemüsegarten zu haben, sind doch nun wirklich keine Dinge, die man zuletzt vor 100 Jahren gemacht hätte. Sowas wird auch heute noch gemacht.

    Hast du soetwas schon mal selbst gemacht? Ich ja. Irgendwann kam die Erkenntnis: Was soll dieser Aufwand? Der Bauer mit Landwirtschaftsmaschinen bekommt den Obst- und Gemüseanbau viel effektiver hin- und seit es genügend Bioware gibt, erst recht. Und die Konservenfabrik bekommt das noch mal einen Ticken besser hin, ebenso das Einfrieren (Schockfrostung). U.a. deswegen haben wir größeren Obst- und Gemüseanbau im Garten aufgegeben (zudem kann das wirkliche Knochenarbeit sein, die für eine Frau, so sie ihren Rücken und Knochengerüst halbwegs lange erhalten will, eher ungeeignet ist- deswegen hatte ich das weitgehend übernommen).

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    Hast du soetwas schon mal selbst gemacht? Ich ja. Irgendwann kam die Erkenntnis: Was soll dieser Aufwand?

    Ich finde der Aufwand lohnt sich. Erstens spart man bares Geld, wenn man möglichst viele Lebensmittel selbst aus dem Garten ernten kann. Zweitens schmeckt es einfach besser, weil man sich z.B. Marmelade, Kompott etc. geschmacklich individuell einkochen kann und nicht alles einheitlich schmeckt wie Industrieware. Drittens ist es vermutlich am gesündesten, Früchte und Gemüse nach der Ernte sofort zu verarbeiten und zu verzehren. Und viertens gibt es einfach ein gutes Gefühl etwas zu essen, was man selbst gesäht, selbst hochgezogen und selbst geerntet hat. ;-)

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    Irgendwann kam die Erkenntnis: Was soll dieser Aufwand?

    Ok, heute gibt es genug Alternativen. Man ist auf die Selbstversorgung nicht mehr angewiesen. Meine Oma hat es ja auch gemacht um Geld zu sparen. Das sparen war damals ein wesentliches Argument. Wenn man Vorräte angelegt hat war das wie ein kleines Zubrot. Gesammelte Pilze hat meine Oma damals auch weiterverkauft. Als Kinder hatten wir noch mitgesammelt. Das waren dann auch 10 oder 20DM, Taschengeld, (west).


    Wenn man wieder zur Frage der TE am Anfang oder zu den klasischen Rollen zurückkehrt.

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    Nun frage ich mich aber - wieso funktionieren solche Ehen, wie von meinen Eltern, super, und unabhängige Frauen wie ich, haben Probleme einen Partner zu finden

    Ein Punkt ist wahrscheinlich die Zufriedenheit. Für die Leute früher war das selbstverständlich. Ich kenne eine Reihe von Frauen von damals die bei den Kindern zu hause geblieben sind. Gar nicht so wenige hatten keinen besonders qualifizierten Beruf, oder manchmal gar keinen. Einige dieser Frauen gingen durchaus mal ein paar Jahre arbeiten. Das sind aber Jobs wo man keine gute Position hat. Das will man nicht lange machen. Diejenigen die Zuhause geblieben sind hatten nachdem die Kinder aus dem Gröbsten waren eine sehr ruhige Zeit bis hin zu ihrem Tod. Auf dem Land im Eigenheim mit Garten (typisch 1000m² Grundstück).

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    und unabhängige Frauen wie ich, haben Probleme einen Partner zu finden

    Da habe ich ja hier schon geschrieben das dies vermutlich Bindungsangst ist. Die Personen die in funktionierenden Ehen sind haben das nicht.

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    Mein Vater ist nicht der leibliche Vater sondern hat mich adoptiert, er hat meine Mama also alleinerziehend kennengelernt.

    Störungen in der Entwicklung eines Kindes, wie die Trennung der Eltern. Vorher vermutlich schon Probleme in der Ehe/Familie bis zur Trennung, können eine sichere Bindung bestimmt verhindern.


    Das führt dann dazu keinen Partner zu "finden". Die Betroffen werden und bleiben unabhängig. Sie binden sich nicht und finden da die verschiedenste Gründe wenn es einmal darauf hinauslaufen würde.

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    und unabhängige Frauen wie ich, haben Probleme einen Partner zu finden

    Das finde ich traurig. Vielleicht ist es nur das falsche Umfeld, wo du nach passenden Männern suchst? Wohnst du auf dem Lande oder in einer Stadt? Wohnst du in Norddeutschland oder in Süddeutschland?

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    Vielleicht ist es nur das falsche Umfeld, wo du nach passenden Männern suchst? Wohnst du auf dem Lande oder in einer Stadt? Wohnst du in Norddeutschland oder in Süddeutschland?

    genau-so wird es sein ;-D ...wohnst im norden-dann zieh in den süden-passt es da auch nicht, bleibt immer noch der westen, oder der osten....stadt, land,berg oder meer-von irgendwo bekommst sicher einen her-musst nur in der richtigen umgebung schauen-und schon ist es gut :)^

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    ...wohnst im norden-dann zieh in den süden-passt es da auch nicht, bleibt immer noch der westen, oder der osten.

    Im Norden und im Osten als auch in der Stadt ist die Wahrscheinlichkeit größer, auf Männer zu treffen, die unabhängige Frauen bevorzugen. Ebenso dürfte im Umfeld technischer Berufe die Wahrscheinlichkeit größer sein, auf Männer zu treffen, die unabhängige Frauen bevorzugen.

    @ ABC01

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    Störungen in der Entwicklung eines Kindes, wie die Trennung der Eltern. Vorher vermutlich schon Probleme in der Ehe/Familie bis zur Trennung, können eine sichere Bindung bestimmt verhindern.


    Das führt dann dazu keinen Partner zu "finden". Die Betroffen werden und bleiben unabhängig. Sie binden sich nicht und finden da die verschiedenste Gründe wenn es einmal darauf hinauslaufen würde.

    Dazu muss ich sagen, dass ich durchaus partnerschaftliches Interesse an Männern habe. Aber leider will ich die Männer, die dann keine Beziehung mit mir wollen, und die Männer, die eine Beziehung mit mir wollen, will ich nicht...das klassische Problem ]:D

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    Hast du soetwas schon mal selbst gemacht? Ich ja. Irgendwann kam die Erkenntnis: Was soll dieser Aufwand? Der Bauer mit Landwirtschaftsmaschinen bekommt den Obst- und Gemüseanbau viel effektiver hin- und seit es genügend Bioware gibt, erst recht. Und die Konservenfabrik bekommt das noch mal einen Ticken besser hin, ebenso das Einfrieren (Schockfrostung). U.a. deswegen haben wir größeren Obst- und Gemüseanbau im Garten aufgegeben (zudem kann das wirkliche Knochenarbeit sein, die für eine Frau, so sie ihren Rücken und Knochengerüst halbwegs lange erhalten will, eher ungeeignet ist- deswegen hatte ich das weitgehend übernommen).

    alsomal ehrlich, ich bin im 3 Schichtsystem arbeiten und schaffe es trotzdem meine gesammelten früchte zu marmelade zu kochen umd als kompott einzukochen und Brot,Kuchen,Plätzchen mach ich auch selbst.


    Das schaff t man alles auch als vollzeitarbeitende Mama,nebenbei....quasi Beruf UND KInd UND Haushalt UND versorgung der Familie