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    einen "ausrutscher" würde ich nicht wissen wollen! damit würde er sein schlechtes gewissen erleichtern, mir aber aufbürden, für mich eine innere entscheidung treffen zu müssen - **und ich unterstelle jetzt mal geschützten sex!

    Ich denke du würdest es ja bemerken, wenn dein Partner auf einmal kommt und mit Kondom verhüten will ??? (Eher ist es ja umgekehrt - Männer wollen ja immer OHNE Kondom)

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    ich hab das so verstanden, dass sie davon ausgeht, dass der Mann geschützten Sex hatte bei dem Seitensprung.

    genau so hatte ich es auch gemeint! dass er verantwortungsvoll handelt und mich keiner gefahr aussetzen würde, wäre dann noch mal eine andere geschichte!

    Ich würde es wissen wollen, am liebsten natürlich vorher, ansonsten aber schnellstens hinterher. Wäre für mich die einzige Möglichkeit die Beziehung noch weiter zu führen. Grundsätzlich habe ich kein Problem damit wenn meine Partnerin Sex mit anderen hat, gerne zusammen mit mir als Dreier, aber auch ohne mich, wenn ohne mich, dann will ich es aber wissen. Heimlichkeiten dabei würde ich nicht akzeptieren, erfahre ich es, bevor sie es mir erzählt hat, wäre die Beziehung am Ende.

    Wäre es ein einmaliges, sexuelles Vorkommnis, und keine Affaire, würde ich es nicht wissen wollen.


    Orchester erwarten, dass mein Partner mich schützt, und es mit sich selbst ausmacht.


    Das ist - obwohl wir da beide kein Bedürfnis haben, da unser Sexleben auch noch nach Jahren wundervoll ist - auch so abgesprochen.


    Wieso sollte ein einmaliger, schlimmer Fehler auch noch dem Partner leid bringen?


    Meines Erachtens beichtet ein Partner so etwas i.d.R. sowieso nur um sein Gewissen zu erleichtern.

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    Weil ein Vertrauensbruch ist der außerpartnerschaftliche Sex ja schon.

    Dir geht es also nicht um das reine "Fremdgehen" (das kann ja auch geduldet sein), sondern wirklich um den Betrug. Dass jemand fremdgegangen ist, obwohl man eine monogame Beziehung führt.

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    genau so hatte ich es auch gemeint! dass er verantwortungsvoll handelt

    Seherin, also das Modell "edler Fremdgeher" ;-) . Jemand, der gegen die partnerschaftliche Abmachung handelt und betrügt, der würde in meinen Augen aber sofort auf der Vertrauensskala rapide nach unten fallen. Wie könnte ich ihm dann noch abnehmen, dass er doch vertrauensvoll gehandelt hätte?


    Fremdgehen als Betrug ist für mich eine schwerwiegende Lüge, die nicht im Affekt begangen wird, sondern vorsätzlich. Ich sehe Alkohol auch nicht als schuldmindernd an - zumindest nicht mehr in meinem Alter. Wenn ich wüsste, dass meine Frau trotz aller Erfahrung dennoch so viel trinkt, dass sie einen Kontrollverlust hat, dann würde ich das Vertrauen in sie verlieren. Mit 30 hätte ich vielleicht noch anders darüber gedacht, aber hackedicht sein ist für mich mittlerweile ein Tabu.


    Wir lieben das Spiel mit fremden Reizen, belassen es aber bei Reizen. Nicht unsere Beziehung ist offen, sondern unser Umgang damit. Wir haben nichts dagegen, dass beim Sex ähnlich gesinnte Paare anwesend sind. Wir reden offen über attraktive Dritte und verstellen uns dafür auch nicht. Dies alles führt auch nicht zur Eifersucht, weil wir genau wissen, dass wir die Kontrolle über den letzten Schritt haben. Und dass niemand von uns beiden diesen Schritt geht. Insofern leben wir zwar monogam, aber sexuell im weiteren Sinne dennoch irgendwie offen. Und wenn da ein Partner nun die Kontrolle verlieren würde, wäre das ganze Vertrauen, was dieses Zulassen überhaupt ermöglicht, dahin. Es wäre ein schwerer Schlag.


    Ob ich es wissen wollte, da bin ich mir selbst nicht ganz sicher. Einerseits ja, weil ich nur damit die Chance habe, damit umzugehen und die Beziehung unter Berücksichtigung aller Fakten neu zu bewerten (oder zu beenden). Andererseits würde ein feiges Nein eine Menge Schmerz ersparen.

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    Wieso sollte ein einmaliger, schlimmer Fehler auch noch dem Partner leid bringen?

    Das ist (für mich) eine bequeme Ausrede, wenn man die unschöne Wahrheit seinem Gegenüber nicht aussprechen möchte.

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    Meines Erachtens beichtet ein Partner so etwas i.d.R. sowieso nur um sein Gewissen zu erleichtern

    Ich finde, das hat etwas mit Charakterstärke zu tun, offen zu seinen Fehlern zu stehen und seinen Partner darüber in Kenntnis zu setzen.

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    Und das beim Fremdgehen - hmmm - irgendwie passt das nicht zusammen.

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    Seherin, also das Modell "edler Fremdgeher"

    tja... das ist widersprüchlich - aber das ganze leben ist voller widersprüche ;-D

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    Ich finde, das hat etwas mit Charakterstärke zu tun, offen zu seinen Fehlern zu stehen und seinen Partner darüber in Kenntnis zu setzen.

    ganz davon abgesehen, dass fremdgehen ja schon nicht unbedingt für charakterstärke spricht, sollte aber schon berücksichtigt werden, wenn etwas anderes ausgemacht ist!

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    Das ist (für mich) eine bequeme Ausrede, wenn man die unschöne Wahrheit seinem Gegenüber nicht aussprechen möchte.

    Ich würde es aber wirklich nicht wissen wollen. :-)


    Wir haben da drüber geredet (da ein Freubd von ihm in einer solchen Läge war), und sind für uns auf diesen Wunsch gekommen.

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    Ich finde, das hat etwas mit Charakterstärke zu tun, offen zu seinen Fehlern zu stehen und seinen Partner darüber in Kenntnis zu setzen.

    Charakterstärke wäre für mich dann, wenn mein Partner mich schützt, dass ich das nie erfahren muss, und seine Lehre daraus für sich zieht.


    Was soll ich denn mit dieser "Kenntnis"?

    Ich bin mir unsicher, ob ich es wissen möchte, denn dann müsste ICH ja eine Entscheidung treffen, die SEIN Fehlverhalten mir auferlegt wird. Aber wenn es denn schon passieren sollte, möchte ich es lieber von ihm als durch Dritte oder durch Zufall erfahren. Wer mutig genug ist fremdzugehen, sollte auch mutig genug sein, dazu zu stehen.

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    Meistens kommt das früher oder später raus dann hat sich das erledigt ob's vorher anders besprochen wurde.

    Genau DAS war meine Bitte und sich seine an mich:


    Dass es niemals rauskommt, sollte es - und das kann passieren, wenn man plant das ganze Leben miteinander zu verbringen ! - einmalig vorkommen!


    Wir haben uns gegenseitig versprochen, dass der andere das nie erfahren wird.


    Kein Namen austauschen, keine Nummern, keinen Kontakt, niemandem davon erzählen.


    Aber das ist nur der "Notfallplan" sollte es wirklich dazu kommen! Was wir natürlich nicht hoffen.


    Aber ein Leben lang, ist eben eine lange Zeit. :)_