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    Hier geht es lediglich um Fähigkeiten, nicht um das Geschlecht. Wirfst du Frauen nun vor dass sie durchschnittlich gesehen Männern körperlich unterlegen sind?

    Ist das denn so, oder ist das auch wieder das Gesellschaftsbild? Bei uns im Verein (Kampfsport) gibt es so einige Frauen, die einen Mann der nicht trainiert ohne weiteres KO hauen würden. Diese Frauen erzählen aber immer wieder davon, wie sie von den nicht trainierenden Frauen als unweiblich und so weiter bezeichnet werden. Es ist ja nicht so, dass Frauen das Kämpfen nicht lernen könnten, [...]

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    Ist das denn so, oder ist das auch wieder das Gesellschaftsbild?

    Öh ja, das ist so. Durchschnittlich gesehen eben zumindest, ich habe nicht gesagt dass Männer immer stärker sind als Frauen.

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    Es ist ja nicht so, dass Frauen das Kämpfen nicht lernen könnten, [...]

    Nein, ich erwarte es nicht automatisch von Männern. Ich erwarte auch nicht von einem Mann, der körperlich absolut nicht dazu in der Lage ist, irgendwen zu verteidigen. Und von einer Kampfsport-erfahrenen Frau die dem Angreifer körperlich überlegen ist, würde ich es eben sehr wohl erwarten.


    So als Vergleich: Ich bin so um die 1,60m und recht unsportlich, mein Freund ist über 1,90m - der hat nie "kämpfen gelernt", muss er auch nicht, der kann auch so jeden eine runterhauen, dass der sich umguckt..


    Und ich wäre bitter von ihm enttäuscht wenn er jemand anderem nicht hilft, in einer Situation in der er es könnte. Egal ob Mann oder Frau.

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    So als Vergleich: Ich bin so um die 1,60m und recht unsportlich, mein Freund ist über 1,90m - der hat nie "kämpfen gelernt", muss er auch nicht, der kann auch so jeden eine runterhauen, dass der sich umguckt..


    Und ich wäre bitter von ihm enttäuscht wenn er jemand anderem nicht hilft, in einer Situation in der er es könnte. Egal ob Mann oder Frau.

    Ich verstehe. Er ist moralisch gesehen in der Pflicht zu handeln weil er körperlich dazu in der Lage ist - völlig unabhängig davon ob er das wünscht oder nicht.


    [...]

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    Nein, ich erwarte es nicht automatisch von Männern. Ich erwarte auch nicht von einem Mann, der körperlich absolut nicht dazu in der Lage ist, irgendwen zu verteidigen. Und von einer Kampfsport-erfahrenen Frau die dem Angreifer körperlich überlegen ist, würde ich es eben sehr wohl erwarten.

    und wie willst du das in einer Krisensituation erkennen? Da siehst du nur ob Mann oder Frau. Kämpfen können ist eine Sache die man lernen muss, völlig unabhängig vom Geschlecht. Den einzigen Vorteil, den die Männer von Natur aus haben, ist die Masse. Aber damit muss man erst einmal umgehen können. Früher haben die Männer das als Kind und Jugendliche gelernt (Beulerei), aber genau das ist doch heute verpönnt. Also wo soll es dann herkommen, wenn sie nicht zufällig Kampfsport betreiben? Der Durschschnittsmann von heute kann genau so gut/ schlecht kämpfen wie die Durchschnittsfrau. Darum machen Sachen wie Pfefferspray auch Sinn, denn dann muss man sich um die Kampftechnik keine Sorgen machen.

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    So als Vergleich: Ich bin so um die 1,60m und recht unsportlich, mein Freund ist über 1,90m - der hat nie "kämpfen gelernt", muss er auch nicht, der kann auch so jeden eine runterhauen, dass der sich umguckt..


    Und ich wäre bitter von ihm enttäuscht wenn er jemand anderem nicht hilft, in einer Situation in der er es könnte. Egal ob Mann oder Frau.

    wenn er dann auch einstecken kann.... das ist ja auch ein weiterer Punkt, wo ich verstehen kann, warum viele ohne Kampferfahrung nicht eingreifen. Mit einem Schlag geht es ja erst richtig los, und dann bist du ohne Erfahrung schnell völlig hilflos, und während du dich wunderst, wie wenig dein Schlag in der Realität anrichtet, bekommste eine gezielt aufs Kinn... und gute Nacht.


    Leider ist es ja so, dass gerade die, die im Kampf ausgebildet sind, auch noch mit dem Stress anfangen. Aber das ist wieder ein anderes Thema und hängt eher mit falschen Trainern zusammen, als mit diesem Thema hier.

    Ich weiß nicht, mich erstaunt einfach wie sich die Meinung gedreht hat. Vor 12 Monaten war es noch allgemeiner Konsens das weder Nationalität, noch Herkunft oder Geschlecht zu einem bestimmten Verhalten verpflichtet. Anscheinend war das alles Bullshit. ;-D

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    [...]

    Ja, weil es ja auch absolut das Gleiche ist, ob man jemandem helfen oder sich vergewaltigen lassen muss?


    Und davon ab: Dann doch Männer bitte auch.

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    und wie willst du das in einer Krisensituation erkennen?

    Wie ich erkennen können will, wer mir helfen könnte und wer nicht? Natürlich gar nicht, ich erwarte eben von anderen dass sie ein entsprechendes moralisches Empfinden haben das von sich aus zu tun.

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    Leider ist es ja so, dass gerade die, die im Kampf ausgebildet sind, auch noch mit dem Stress anfangen.

    Ich würde mal behaupten, dass bei den meisten Pöbeleien auf der Straße nicht gerade ausgebildete Ninjas auf Wehrlose einprügeln...

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    Vor 12 Monaten war es noch allgemeiner Konsens das weder Nationalität, noch Herkunft oder Geschlecht zu einem bestimmten Verhalten verpflichtet.

    Das würde ich auch so unterschreiben.


    Bestimmte Fähigkeiten verpflichten aber eben mindestens moralisch. Beispielsweise körperliche Überlegenheit.

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    Bestimmte Fähigkeiten verpflichten aber eben mindestens moralisch. Beispielsweise körperliche Überlegenheit.

    Sehe ich eben genauso. Allerdings bedeutet es auch das Männer öfter Pflichten haben als Frauen weil, wie du schon bemerkt hast, der Mann öfter körperlich überlegen ist.

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    das weder Nationalität, noch Herkunft oder Geschlecht zu einem bestimmten Verhalten verpflichtet.

    Dem stimme ich zu. Aber manche Situationen verpflichten dazu. Nicht nur gesetzlich (unterlassene Hilfeleistung), sondern hoffentlich für Einige auch moralisch.

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    Was ist eigentlich "Antanzen"? Mal ganz genau beschrieben?


    Hier ist das mal gezeigt:


    http://www.derwesten.de/staedte/duesseldorf/antanz-trick-darum-sind-polizei-und-opfer-oft-chancenlos-id11456371.html


    Das sieht aus wie eine Art Anrempeln, die dann mit Trickbetrug und Taschendiebstahl verbunden wird. Aber keine sexuell motivierte Tat, die die zwei jungen Täter dort an einem anderen Mann (dem Opfer) machen. Wie fremde Passanten da das Opfer beschützend reagieren sollen, erschließt sich mir nicht. Der Diebstahl geht schnell und ist kaum sichtbar, wenn sich nicht ein Dritter ganz konkret darauf konzentriert. Aber jedes potenzielle Opfer kann vorher seine Wertsachen besser verstauen und sich selbst aktiver wehren.


    Oder "Grabschen"? Was konkret ist da gemeint? Also welche Intensität? Dauer? Welche Art von Berührungen? Ich finde, man sollte da Menschen (Männer, wie Frauen) stärken, sich selbst zu wehren in Situationen, in denen sie begrapscht werden. Als Passant kann man aber sicherlich die Frage stellen: "Brauchen Sie Hilfe?" und so aktiver eine Willenserklärung von der/dem Begrapschten einholen.


    Eine grundsätzliche Frage stellt sich aber Silvester: wenn Menschen sich bewusst betrinken (egal ob Frauen oder Männer), und damit ihre eigene Abwehr wissentlich und willenlicht schwächen und sich ihre Selbstverteidigungsmöglichkeiten reduzieren, inwiefern tragen sie selbst dazu bei, sich dann selbst schlechter wehren zu können? Und wo beginnt auch die Eigenverantwortung der betroffenen Personen für sich selbst? Wenn ich z.B. wissentlich und willentlich mein Geld verschenke, kann ich dann auch nicht sagen, so jetzt müssen mir aber andere helfen, denn ich habe keines mehr.


    Ich bin für ein System, indem Stärkere für Schwächere da sind, aber wo auch Schwächere ein großes Maß an Eigenverantwortung haben und sich nicht von der Hilfe stärkerer abhängig machen.


    Mit Frau/Mann hat das an sich wenig zu tun. Man kann auch z.B. erwarten, dass eine starke, erwachsene Frau sich in einen Konflikt von kleinen Jungen einmischt und diese auflöst. Oder eine Polizistin mit den Zusatzmöglichkeiten, die sie hat (Ausbildung, Ausrüstung), mit einem Konflikt unter Männern klarkommt. Wenn in Köln ein Mann einen anderen beharrlich begrapscht, ohne dass dieser einen Ausweg findet. Es ist diese erkennbare Ausweglosigkeit und ein bewusster Hilferuf, der von Opferseite dann auch ein Signal an die Umliegenden senden sollte, dass Hilfe gefragt ist. Woher soll ich denn sonst wissen, ob sich zweie nicht nur durch Grapschen necken, sich aber beide dabei an sich ganz wohl fühlen?

    Das gilt ganz allgemein, es ist nichts Neues, dass es an einer "gesunden" Zivilcourage in unserer Gesellschaft mangelt. Dafür muss man nicht einmal mit einer moralisch-ethischen Keule kommen, ich behaupte, dass jeder Mensch so etwas wie ein Unrechtsbewusstsein hat. Ich bin in den 70ern sozialisiert worden, und habe gelernt, dass es wichtig ist, sich für Schwache oder Hilfebedürftige einzusetzen. Das fängt damit an, der kindhauenden Oma im Bus laut Unmut auszudrücken, und hört damit auf, einen Betrunkenen vor einem Mob feiger Neonazis zu schützen. Dass Frauen vor meinen Augen Unrecht geschah, habe ich noch nicht erlebt, da würde ich jederzeit ebenso eingreifen, wie es in meiner Macht steht. Alles andere ist feige.

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    weil sie sich nicht selber helfen kann?? Guckst du auch weg wenn Kinder geschlagen werden?


    Sorry aber wenn du das kannst, dann hast du echt kein Gewissen! [...] Ist ja nicht auszuhalten deine Einstellung

    Und was sagt dir, dass der Mann helfen kann? Du bist hochgradig sexistisch, weil du von einem Mann verlangst, dass er in die Situation körperrlich eingreift, aber gleichen Maßstab nicht an Frauen anlegen möchtest. Wo ist dein Gewissen, wenn du daneben stehst und nur die Polizei rufst? Für dich ist das völlig ok, aber ich soll mein Arsch bewegen und mich auf eine körperliche Auseinandersetzung einlassen, die für mich potentiell sehr ungünstig ausgehen kann. Zumal du gleich unterstellst, dass man garnicht hilft, weil wenn ein Mann nicht mit seinem Körper hilft, dann hilft er scheinbar garnicht und schaut nur zu.