Ich würde von niemandem erwarten, dass er sein Leben riskiert um jmd anderem zu helfen. Aber ich würde trotzdem von allen erwarten, dass sie Hilfe leisten in welcher Form auch immer es Ihnen möglich ist.


    Man muss dem anderen ja nicht immer gleich eine aufs Maul hauen, aber irgendwie aktiv werden sollte man definitiv! Irgendwas von dazwischen gehen, schlichten, anschreien, andere Leute zum helfen animieren, Beweise sichern, Verfolgung, 1. Hilfe etc muss meiner Meinung nach drin sein. Ganz egal, ob Mann oder Frau!


    Bis die Polizei vor Ort ist, kann sonst was passiert sein.


    Die Polizei zu rufen ist das mindeste und das kann ich schon von einer alten Omi erwarten.


    Ist echt schockierend, wie hier manche Leute denken.

    da irrst du dich. es macht aber auch keinen sinn, sich zu opfern, wenn das opfer hinter her nicht einmal an deinen namen interessiert ist, oder sich sogar vorher über dich lustig gemacht hat. moralische verpflichtungen können meinetwegen die elfenbeinturm-akademiker ausleben. aber die greifen ja lustigerweise eher selten ein. die begründen das ganze dann lieber mit geschwafel...


    der einzige weg ist prävention und zwar nicht mit kuschelpädagogik, sondern wie früher mit strafen die man höchstens einmal erleben will.

    Zitat

    Naja gut, aber wo kommen wir da hin, wenn das jeder so macht? Frei nach dem Motto "Ich kenn ihn/sie ja gar nicht, soll er/sie doch zusehen, wie er/sie aus der Sache rauskommt"? Also klar, dass man natürlich eher eine Motivation hat, Bekannten zu helfen als wildfremden Menschen - aber aus der anderen Perspektive: Ja prima, da laufe ich dann abends von der Arbeit alleine heim, in einer belebten Fußgängerzone, einer kommt mir dumm und ich darfs dann ausbaden, weil ich niemanden neben mir habe, der mich kennt und verteidigen könnte?

    Es geht nicht darum, dass man nicht hilft, sondern Hilfe kann auf verschiedene Art und Weise geleistet werden. Ich finde es nur zutiefst belustigend, dass man von Männer eine bestimmte Art von Hilfe erwartet. "Du bist groß und stark, also geh mal schön dazwischen, aber ich kleine Frau muss da nix machen!". Es trifft noch nicht mal auf mich zu, weil ich bisher tatsächlich in ähnlichen Situationen dazwischen gegangen bin; aber die schiere Arroganz Männer als Waschlappen zu bezeichnen, weil sie sich nicht Prügeln wollen, weil sie vielleicht auch Angst haben und überhaupt kein Potential für Gewalt in sich tragen und in so einer Situation genauso hilflos sind wie ein Frau, obwohl groß und stark, finde ich einfach total daneben und lässt mich tatsächlich hinterfragen, ob meine Hilfe bei so einer Denkart überhaupt verdient ist...

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    Zitat

    Man muss dem anderen ja nicht immer gleich eine aufs Maul hauen, aber irgendwie aktiv werden sollte man definitiv! Irgendwas von dazwischen gehen, schlichten, anschreien, andere Leute zum helfen animieren, Beweise sichern, Verfolgung, 1. Hilfe etc muss meiner Meinung nach drin sein. Ganz egal, ob Mann oder Frau!

    bist du schon einmal dazwischen gegangen? weißt du überhauüt wie das ist? der klassiker ist ja, und das habe ich auch schon einmal erlebt, mann geht auf frau los, du gehst dazwischen, und auf einmal geht die frau auch auf dich los, weil es ihr freund ist! nach so einer aktion überlegst du dir wirklich, wann die person es wert ist, dass das risiko eingehst dauerhaften schaden zu nehmen.


    theoretisch klingt das immer alles so logisch und einfach, aber in der situation, wenn das adrenalin noch dazu kommt, sieht welt auf einmal ganz anders auf.

    @ mistymountains

    Zitat

    Man muss dem anderen ja nicht immer gleich eine aufs Maul hauen, aber irgendwie aktiv werden sollte man definitiv! Irgendwas von dazwischen gehen, schlichten, anschreien, andere Leute zum helfen animieren, Beweise sichern, Verfolgung, 1. Hilfe etc muss meiner Meinung nach drin sein. Ganz egal, ob Mann oder Frau!

    This! Ganz genau so sehe ich es auch.

    Zitat

    Hallo Soroman, die sexuellen Übergriffe gingen so weit, dass Frauen gegen ihren Willen Finger eingeführt wurden.


    -- Kantenmechaniker

    Was schon heute klar und deutlich von §177 StGB "Sexuelle Nötigung; Vergewaltigung" abgedeckt ist.


    Hier wäre also der Begriff "Grapschen" auch einfach falsch.

    Zitat

    Sofort müsste eine Geschlechterquote in Bildungseinrichtungen her. Frauenanteil fast 100%


    doomhide

    Tja, das ist wohl ein interessanter Ansatz - und zwar in einem Alter, wo diese Frauen in der überlegenen Position sind. Ob das Auswirkungen auf die Gesellschaft hat, welche - und warum man das nicht ändern will – das weiss ich nicht..


    Ansonsten, wenn man zufällig und unerwartet in einer Gewalt Situation geraten sollte...


    Also erstens, die Täter haben nur das Opfer im Blick. Das heisst, die erwarten nicht, dass irgendjemand von aussen schnell eingreifen würde, um dem Opfer zu helfen.


    Zweitens, die Täter sind auch nur Menschen. Da diese nicht erwarten, angegruffen zu werden - und auch nicht darauf vorbereitet sind - können leichter überwältigt werden. Oder werden weglaufen, weil die Angst kriegen.


    Drittens, wer nicht in dem Fall dem Opfer hilft - dann könnte er als Nächster an der Reihe kommen.


    Und auch viertens, wenn man hilft, dann werden auch andere zufällig Beteiligte mithelfen :-)


    So was habe ich persönlich erlebt.

    Der Faden wird an dieser Stelle wieder geöffnet.


    Eine Reihe von Beiträgen und unmöglichen Argumentationen musste gelöscht werden, die herabwürdigend, provokativ und an Schäbigkeit kaum mehr zu überbieten waren. Auch einige Folgebeiträge wurden gelöscht, da ihnen der Bezugsbeitrag abhanden gekommen ist.


    Solche Äußerungen und Beiträge ( inzwischen gelöscht) haben in diesem Forum keinen Platz und sollten solche Entgleisungen anhalten, wird der Faden dauerhaft geschlossen.


    Ich möchte darum bitten das Fadenthema in einem sachlichen, nicht aggressiven, vernünftigen Umgangston zu diskutieren. Wir möchten einen vernünftigen und respektvollen Umgangston hier im Forum wahren, auch wenn es manchmal schwer fällt.


    Wer in diesem Faden eine sinnvolle Basis zur Diskussion sieht, kann sich ab jetzt vernünftig und sachlich beteiligen.

    Ich kann mich selber wehren.


    Würde mein Freund angegriffen, oder jemand, der mir nahe steht, dann könnte es durchaus sehr körperlich werden. Das ist einfach ein Reflex und da ist auch nicht viel mit nachdenken. Allerdings spreche ich hier von einer Extremsituation, wo für Rückzug oder ähnliches keine Zeit / Möglichkeit bleibt.


    Ich hasse!! asoziale Mobber / Gewalttäter.


    Und ich habe mir in der Schule schon Prügel für schwächere Kinder eingefangen, weil ich selber Mobbingopfer war, als ich klein und schwach war.


    Ich wurde übrigens bisher zweimal körperlich angegriffen als mein Partner dabei war. Beide Male habe ich mich selber verteidigt und gut war.

    Ich muss sagen, dass sich mein eigenes Verhalten in solchen Situationen in den letzten 10 Jahren völlig gedreht hat.


    Ging ich "damals" noch in einer Situation in der Ubahn beherzt bei einem Streit zwischen zwei alkoholisierten Männern dazwischen und legte mich an anderer Stelle mit jemandem an, der eine Frau zu schlagen drohte (und sich dann als ihr Freund entpuppte ;-) ), würde ich das heute weder selbst tun, noch anderen raten, sich einzumischen.


    Je nach Viertel und Tageszeit würde ich vermutlich nicht einmal mehr die Polizei in erweiterter Sichtweite verständigen.


    Warum? Weil die Eigengefährdung einfach massiv zugenommen hat. Besonders bestimmte Gruppen haben direkt ein Messer in der Hand und schrecken auch nicht davor zurück, es ohne weitere Vorankündigung zu benutzen. Sicher beeinflusst mich da auch ein Fall aus dem erweiterten Bekanntenkreis stark, der seine Zivilcourage mit einem mehrmonatigen Krankenhausaufenthalt und einer Körperbehinderung bezahlt hat.


    Daher sollte man gerade bei Vorfällen wie zu Sylvester imho auch einfach realistisch sein - wer da mehr Zivilcourage fordert, hat ein Problem mit dem Einschätzen von Konfliktsituationen. Wenn ich mir die wenigen Videos anschaue, welche die dortigen Szenen zeigen, kann man eigentlich nur froh sein, dass so wenige sich ernsthaft gewehrt haben, sonst wäre es wohl noch schlimmer geworden.


    Ach und weil hier mehrmals der Begriff des "starken Mannes" fiel. Wer soll das eigentlich sein? Nur weil ich dank singulärer Übungen einen 42er Bizeps habe, habe ich nicht zwingend mehr Schlagkraft als jeder andere. Überhaupt sind in Gemengen die großen, starken die leichtesten Opfer.