@ whatatragedy

    Zitat

    Einschätzen von Konfliktsituationen

    Ich denke, das ist sowieso das A und O. Wenn einer mit Messer in der Hand dasteht, ist es nicht ratsam, sich zu wehren.


    Ich wurde mal sexuell belästigt beim Trampen. Allerdings war der Kerl 50 Jahre älter, er musste das Auto steuern und ich wusste, bald kommt eine Serie von Ampeln, wo immer eine rot ist, sodass ich rausspringen kann. Den Kerl habe ich kräftig geboxt, bis er aufgehört hat und ich an der Ampel abhauen konnte.


    Gerade bei Alkoholisierten ist es fast immer ratsam, sich rauszuhalten und evtl. die Polizei zu rufen.

    Ich glaube, man muss solche Situationen voneinander unterscheiden.


    Da geht es zum einen um Situationen, in denen andere angegriffen werden und man selbst Zivilcourage zeigen sollte (was ich für eine Selbstverständlichkeit halte) und zum anderen um Angriffe gegen einen selbst oder Familie/Freundin.


    In beiden Fällen halte ich eine in Bezug auf die Bedrohung angemessene Reaktion für richtig. Soll heißen: Wenig Aggression, wenig Eingreifen - hohe Aggression, intensives Eingreifen. Das kann für mich bis hin zur Entwaffnung eines Aggressors und dessen Unschädlichmachung gehen. ABER: Ich bin für solche Dinge ausgebildet, habe Wissen, Kraft, Technik und Geschwindigkeit dafür. Und selbst ich würde mich in so mancher Situation damit in Gefahr bringen. Einem eher unkörperlichen Laien würde ich da zu etwas mehr Umsicht raten. Irgendwo habe ich doch als Rat gelesen, dass man entsprechende Aggressionen massenhaft mit dem Handy filmen soll (war das hier?), das wäre z.B. eine Idee, Öffentlichkeit zu schaffen und es einem Täter unmöglich zu machen, alle gleichzeitig anzugreifen. Er wird eher mit Flucht reagieren.


    Dann muss man aber noch eine andere Art von Aggression betrachten (und ich hoffe, dass dies nicht wieder ein Grund für die Mods sein wird, irgendwas zu löschen, weil es zwar unpopulär, aber leider wahr ist...):


    Es gibt in manchen Kulturkr...ach, werden wir konkret. Junge Muslime (bei weitem nicht alle, aber viele), vor allem die aus bildungsfernen Schichten, haben ein anderes Verständnis von Ehre, Stolz und Recht als die meisten Nichtmuslime. Für sie gilt es grundsätzlich als ehrenhaft, einen Kampf (verbal oder körperlich) als Sieger zu beenden, unabhängig davon, ob sie selbst im Recht sind oder nicht. Da erwarte ich von jedem halbwegs körperlich und verstandesmäßig geeigneten Mann, dagegenzuhalten. Es geht dabei nicht um "Coolness" nach unserem Verständnis, sondern um etwas ganz anderes. Gerade die Ermittlungsergebnisse aus den Ereignissen in und um Köln an Silvester sowie die Analysen bestimmter Statistiken (auf die ich hier aus beruflichen Gründen nicht weiter eingehe, also bitte keine diesbezüglichen Nachfragen) haben ergeben, dass es insbesondere radikalisierte Muslime ( und ich würde etwa 50% der hier lebenden Muslime als radikalisiert im Sinne unseres Rechtssystems bezeichnen, auch, wenn viele es nicht offen zeigen) es als von Allah befohlen empfinden, Andersgläubige im Wert abzusenken. Für Nichtmuslima bedeutet es, sie "zu beschmutzen" (also sexuell zu entweihen), für Nichtmuslime bedeutet es, ihr Ehrgefühl zu kränken, indem man sie als schwach darstellt. Das ist, auch wenn viele Menschen es sich einfach nicht vorstellen können (wie auch, es geschieht nach völlig andersartigen Moralvorstellungen), eine Art religiöser Krieg, der mit lauteren und unlauteren Mitteln ausgefochten wird. Die unlauteren Mittel sehen wir dann (manchmal) in den Nachrichten.


    Nun könnte ein europäisch-humanistisch sozialisierter Mann natürlich sagen, er sei Pazifist oder sonst wie gewaltlos erzogen, es hilft ihm aber nicht. Denn genau diese Verweigerung von Gewalt wird als Schwäche empfunden. Insofern halte ich das Faustrecht für manche Situationen also sogar zwingend notwendig, um weitere Eskalation zu vermeiden (absurd, aber es funktioniert, Wehrhaftigkeit gilt als ehrenhaft).


    Achtung: Dies soll keine Aufforderung zur Gewalt darstellen (um Gottes Willen), es stellt lediglich eine Meinung dar.

    man muss sich einfach vor augen halten, dass es bei den sylvesterübergriffen ??die es ja nicht nur in köln gegeben hat; dort halt nur im größten umfang und daher medial am präsentesten?? um eine extreme unterzahlsituation ging. auch wenn sich bei der kölner domplatte 10 beherzte männer zusammengefunden hätten, wären sie hoffnungslos unterlegen gewesen und nur im krankenhaus oder im sarg gelandet. es war ja ein ganzer einsatztrupp der kölner polizei vor ort und hat ebenfalls nicht eingegriffen, da keine verstärkung kam - warum wohl? in so einer situation zu fordern, ein kerl solle doch bitte für wildfremde frauen seine gesundheit oder gar sein leben aufs spiel setzen in einem wohl ohnehin hoffnungslosen unterfangen, einfach weil er ein mann ist, finde ich schlichtweg grotesk. wohin es führt, wenn man sich als normalo mit gewaltbereiten gruppen anlegt, haben doch kürzlich erst der fall Niklas P. und vor einigen jahren der fall Dominik Brunner gezeigt.


    allgemein gesprochen: so schnell es unter wahrung der eigenen sicherheit möglich ist, die polizei zu rufen, ist meines erachtens für jeden pflicht, egal ob mann oder frau. in gewaltsituationen einzugreifen halte ich darüber hinaus aber nur für sinnvoll, wenn die chance etwas zu bewirken halbwegs gegeben ist und wenn die chance, selbst ohne gravierende verletzungen aus dem konflikt rauszukommen, hoch ist. aufgrund ihrer körperlichen überlegenheit im regelfall liegt diese grenze eines sinnvollen eingreifens bei männern niedrigschwelliger als bei frauen. ändert aber nichts daran, dass ich weder für wildfremde frauen noch für wildfremde männer grob fahrlässig meine gesundheit riskieren würde und dass mich das sicher nicht zu einer "pussy" oder einem "uncouragierten egoisten" macht. bei freunden oder gar meiner partnerin sähe die sache selbstverständlich anders aus.


    leider sind die sitten mittlerweile so sehr verroht, dass man - je nach milieu der täter - seine gesundheit schon dann grob gefährdet, wenn man alleine gegen zwei von ihnen steht. auch die bereitschaft, messer oder schlagringe einzusetzen, ist meinem eindruck nach gestiegen - wobei es auch dabei milieu-spezifische häufungen gibt, die es bei der risikoabwägung im ernstfall berücksichtigen sollte. :-/

    %:| da hab ich lieber auf den dort verlinkten artikel "Das verraten Ihre Brüste über die Gesundheit " geklickt. das ist zwar auch ein dünnes Brett, aber wenigstens unterhaltsam.




    die gesetzlich geforderte Hilfeleistung inkludiert natürlich nicht das einmischen in kämpfe, wie es im Artikel und auch hier schon impliziert wurde. empfohlenes vorgehen ist nach wie vor Alarmierung der Polizei und keine selbstgefährdung.

    @ ktefan:

    im prinzip stimme ich dir zu, auch wenn ich den schluss von den beobachtbaren handlungen zu einem "entehrungskrieg gegen ungläubige" für zu pauschal halte. in vielen fällen handelt es sich wohl schlichtweg um revierverhalten, das bei jungen muslimen wohl etwas stärker ausgeprägt ist. deine schlussfolgerung, man müsse körperlich gegenhalten, finde ich im prinzip richtig, aber in der praxis nicht durchzuhalten. gerade die von dir angesprochenen gewaltbereiten jungen muslime agieren fast ausschließlich in größeren gruppen, gegen die sich zu stellen selbst für kampfsporterfahrene leute wie dich nicht ratsam ist. letztlich wird man diesen archaischen auswüchsen ohnehin nur über den staat beikommen können - auch wenn die dazu erforderlichen maßnahmen aktuell (noch!) durch gewisse kreise der bevölkerung und der politik aus ideologischen gründen zurückgehalten werden.

    Zitat

    allgemein gesprochen: so schnell es unter wahrung der eigenen sicherheit möglich ist, die polizei zu rufen, ist meines erachtens für jeden pflicht, egal ob mann oder frau.

    Ganz genau. Damit sehe ich meinen Aufgabe auch als erfüllt an.

    Zitat

    letztlich wird man diesen archaischen auswüchsen ohnehin nur über den staat beikommen können

    da tut sich natürlich das Problem der Differenzierung auf. ich habe auch den eindruck, dass ein auf Wiedereingliederung bedachtes Jugendstrafrecht bei manchen Muslimen nur ein zeigen von schwäche ist (während eine "harte Hand" bekanntlich im allg. keine gute Erfolgsquoten aufweist), das mit Verachtung quittiert wird. nun kann aber ein gericht ja nicht für die gleiche "karriere" mal den pädagogischen segelturn in Istrien und mal 3 Monate steinekloppen im Steinbruch "verordnen". ;-)

    @ Honey91_mit_Mini13

    Zitat

    Frauen sind den Männern nun mal körperlich oft unterlegen. Erstrecht wenn mehrere auf eine los gehen.


    Und Ja, für mich ist ein Mann, der wegschaut wenn eine Frau secuell belästigt wird, ein Waschlappen!


    Bis die Polizei da ist, kann sonstwas passieren!

    Warum sollte der Mann sein Leben riskieren?


    Die wenigsten Männer haben Bock drauf von einer Meute aggressiver Südländer tot getreten zu werden.

    Zitat

    Wenn sich mal 5-10 Männer aufgerafft hätten was zu unternehmen, wenigstens die Männer festzuhalten bis die Polizei da ist, wäre schon vielen geholfen gewesen.

    äää ja, bei 500 jungen kampferprobten Südländern auch so realistisch... da hast Du mit 10 Mann natürlich voll die Chancen *lol*


    Zuviel Walker Texas Ranger geguckt?

    @ schlumpf15

    Zitat

    Hier zeigt sich doch nichts anderes als der Erziehungserfolg der letzten 30 Jahre. Schon bei kleinen Jungen wird "jungenhaftes" Verhalten sofort unterbunden. Und andererseits werden sie auf Erfolg und "Ellenbogenmentalität" getrimmt. Das trägt jetzt einfach Früchte.


    Man kann doch nicht erwarten, dass Jungs, die zu egoistischen Pussys erzogen wurden auf einmal zu richtigen Männern werden!

    Wer hat denn die Jungs zu egoistischen Pussys erzogen?


    Wer unterbindet bei kleinen Jungen das "jungenhafte" Verhalten?


    Ironie des Schicksals :=o

    Ich vertrete die Meinung, die hier auch schon ein paar Mal genannt wurde. Frauen sind Männern körperlich unterlegen, das ist biologisch nun mal leider so. Wird eine Frau von einem oder gar mehren Männern übel bedrängt und ein Mann, der das mitbekommt und nicht eingreift... sorry, das ist für mich dann auch kein Mann, sondern ein Weichei.


    Es geht nicht um müssen. Aussagen "Wieso muss Frau das für Mann nicht?" sind deswegen auch unangebracht. Es geht, wie gesagt, schlicht um den biologischen Fakt, dass Frauen körperlich benachteiligt sind und sich gegen einen kräftigen Mann nicht so zu Wehr setzen können wie ein anderer Mann das könnte. Darum ist es mehr als feige und beschämend, wenn ein solcher Mann einfach weg schaut, während eine Frau ohne Chance geschädigt und wohlmöglich nich für Leben traumatisiert wird. Und dann bilden sich viele Männer noch so viel auf ihr ach so starkes Geschlecht ein, aber wenn es drauf ankommt sind's Würstchen. :(v Die Männer, die die Frau so belästigen haben keinen Anstand und der Mann, der daneben steht und zuguckt hat auch nicht viel mehr... Traurig, traurig. Die echten Kerle sterben langsam wirklich aus.

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    ....also ich habe wirklich kaum was aus diesem beitrag gelesen - weil ich mit der Überschrift eine ganze weile gehadert habe.... bis ich soeben feststellte, dass da nicht "befriedigen" sondern "verteidigen" steht ;-D ;-D ;-D


    habe ernsthaft überlegt wie jemand zu dem trugschluss kommt, mann MÜSSE frauen mit der faust.... usw... ohje. ich glaube, meine hormonpause bekommt mir nicht ]:D


    und sorry fürs... schreddern ]:D

    Ich denke, wenn es eine brenzlige Situation gibt, dann sollte man eingreifen, dabei aber so wenig Gewalt wie möglich anwenden. Und zwar ganz unabhängig vom eigenen Geschlecht.


    Die wenigsten Situationen erfordern es, dass Mann oder Frau sich aktiv mit-prügeln müssen oder jemandem eine mitgeben. Selbst zum Agressor zu werden bringt einen oft selbst in eine schwierige und oft auch gefährliche Position. Erst zu denken und dann rational zu handeln (zB Polizei rufen, Passanten ansprechen und sich zusammentun..) kann da deutlich sinnvoller sein als selbst jemandem direkt und unüberlegt die Faust ins Gesicht zu hauen.


    Vor allem weil die Hemmschwelle heftige(re) körperliche Gewalt auszuüben gegenüber Männern oft höher ist als gegenüber von Frauen.


    Ich selbst bin einmal bei einer Schlägerei von drei Typen, zwei gegen einen, dazwischen gegangen. Davor habe ich allerdings Passanten (die nicht reagiert haben %-| ) gebeten die Polizei zu rufen.. und ich bin auch nur deswegen hingegangen, weil ich meinen Hund mit dabei hatte und der Typ am Boden schon geblutet und sich in die Hose gemacht hatte. Der hat ECHT nicht noch mehr Prügel gebraucht.


    Bin mir aber sehr sicher, dass die zwei Schlägertypen bei einem einzelnen Mann ohne Hund und ohne alarmierte Polizei nicht einfach so weggegangen wären..


    Mein Hund ist übrigens auch der Meinung, dass man sich nicht unnötig für fremde, erwachsene Menschen in Gefahr begeben sollte und es manchmal schlicht und einfach klüger ist den Schwanz einzuziehen. Bei meinem Tier bin ich mir sicher, dass die Überlebensinstinkte recht gut ausgeprägt sind: für mich würde sie durch's Feuer gehen, für Kinder auch. Aber für fremde, erwachsene und agressive Menschen von sich aus sicher nicht. Weil der Hund da das Verhältnis zwischen Nutzen und mögliche Kosten als zu ungünstig einstuft.


    Das abzuwägen halte ich auch für Situationen in denen man selbst mit Gewalt konfrontiert ist für sinnvoll.