Die ist so ein Typ Mutter, der auch nicht nachdenken würde, wenn man mal was sagt, dass einen so ein Verhalten verletzt.


    Würde die TE das machen, wäre es wohl ganz aus.


    Vermute, dann würde sie sagen, sie brauchen gar nicht mehr vorbeikommen. DARAUF allerdings würde ich dann auch hören und nicht mehr vorbeikommen.


    Ich hatte mich damals von meinen Eltern getrennt, keine Lust mehr, ständig nur verletzt von den Besuchen zu kommen.


    Ok Muttertag hat sich meine Mutter über alles gefreut, und wenn man Gänseblümchen gepflückt hätte, da war sie immer irgendwie wie eine liebe Mutter, aber ansonsten....wuahh...also wie Mr. Jackyl und Mr. Hyde....


    Man sollte sich wirklich zeitig trennen, wenn man merkt, dass der Konakt wirklich absolut nichts mehr bringt. %:|

    Es kann ja sein, dass einem jemand etwas schenkt, was man wirklich nicht gebrauchen kann, oder sogar aktiv doof findet. Wie würde an sich da normalerweise verhalten?


    Richtig - aus Respekt vor der schenkenden Person und ihren Gefühlen würde man es sich nicht anmerken lassen.


    Dieser Fall liegt hier vermutlich nicht mal vor in den meisten Fällen, die Geschenke sind durchaus ok, nett, sinnvoll, brauchbar. Trotzdem wird keine Dankbarkeit gezeigt. Warum?


    Letztlich ist das Geschenk - ob gut oder schlecht - dabei egal. Es wird NIE gut sein, denn es ist nur ein Vehikel, das missbraucht wird, um eine andere Botschaft zu überbringen. Diese ist in etwa: Dadurch, dass ich Dein Geschenk herabwürdige, würdige ich letztlich die damit kommunizierten Gefühle (positive Zugewandheit) herab und zeige Dir, dass ich keinen Respekt vor Dir und Deinen Gefühlen habe. Du bist nicht mit mir auf Augenhöhe, Du bist mir EGAL, wie Du fühlst und wie es Dir geht, interessiert mich nicht. Es hat nach mir und meinen Bedürfnissen zu gehen, Du spielst dabei keine Rolle.


    Ich würde bei sowas nicht nur die Geschenke einstellen sondern eher die besuche insgesamt..


    und dann fühlt die TE und andere Leute sich irgendwie "seltsam" und haben ein schlechtes Gewissen. Die typische Falle. Wurde ja vermutlich auch lebenslang andressiert, dass es um die Bedürfnisse der Mutter zu gehen hat.


    Ich empfehle bei sowas radikales Grenzenziehen.

    Nachtrag - ist mir grad erst aufgefallen - und es steckt auch noch eine ganz andere Botschaft darin: Mutter benimmt sich vorsätzlich komplett respektlos, aber es wird erwartet, dass das Kind das klaglos wegsteckt. Es ist ein Grenzen ausloten und Revier abstecken. Dadurch, dass sie das tut, und das Kind sich das mehr oder weniger brav gefallen lässt, wird ausgedrückt, dass die Beziehung zueinander so beschaffen ist, dass so ein Verhalten von ihr "ok" ist und das Kind das sich-unterwerfen schweigend bejahend abnickt. Es wird also dadurch jedesmal das Machtgefälle erneut stillschweigend vertraglich erneuert. Sie ist die Chefin, Du der Dreck unter ihren Schuhen, und jedes Mal, wo Du Dir so ein Verhalten nicht-konternd gefallen lässt, bestätigst Du diese Rollen.

    Ich würde ihr gar nichts mehr schenken. Meine Mutter war auch so.


    Anfangs wurden meine Geschenke in den Keller gestellt. Später gab sie mir die Geschenke generell zurück.


    Irgendwann habe ich ihr gar nichts mehr geschenkt. Sie war ihr ganzes Leben so mir gegenüber.


    Einmal machte sie das auch mit ihrer Freundin. Gab ihr ein Geschenk zurück. Sie war monatelang deswegen entrüstet.


    Zu ihrer Beerdigung habe ich lange überlegt, welchen Schleifentext ich nehmen soll. Es kam vieles wieder hoch, wie sie all die Jahre zu uns war. Sie tat mir auch leid auf der einen Seite. Auf der anderen Seite hatte sie ihr Leben selbst in der Hand. Sie hat uns Kinder stets untereinander ausgespielt, sogar als sie im Sterben lag. Ich hatte anfangs damit zu kämpfen. Nun denke ich, wenn es ihr Wille war. Sie fand dann sogar noch einen Partner, der von der Art her genauso war wie sie. Zum Glück war mein Vater ganz anders.

    Sie können einfach nicht aus ihrer Haut.


    Wir auch nicht.


    Bin nun über 50 Jahre alt.


    Meine erwachsenen Kinder halten mir nun den Spiegel vor.


    Was ihnen an mir nicht passt, ist nicht alles von der Hand zu weisen . . .

    Man müsste, man könnte...


    Wenn man durch die Erziehung im Elternhaus zu einem selbstbewussten, gesunden Menschen erzogen wurde, dann reagiert man hier vermutlich "vernünftig". Die unbekannte Frau, die hier beschrieben wird, würde man ordentlich in die Schranken weisen. Klare Ansage zu ihrem Verhalten und nie wieder ein Geschenk. Aber so einfach ist es nicht.


    Die hier betroffenen haben ein Problem: Durch die Erziehung durch eben jene undankbare Person, die einem nie so etwas wie Wertschätzung entgegen gebracht hat, entwickelt sich kein großes Selbstbewusstsein. Die Auseinandersetzung auf Augenhöhe ist dann schwierig. Dazu kommt noch: In der nahezu unzerstörbaren Liebe eines Kindes zu seinen Eltern wird das Kind Zeit seines Lebens immer und immer wieder versuchen, die Wertschätzung zu bekommen, ein Zeichen der Liebe der Eltern zu erhaschen. Das, was man unbeteiligten dritten gegenüber bringt, nämlich ein achselzuckendes "dann eben nicht", wird man gegenüber den eigenen Eltern kaum zu Wege bringen.


    Mit dieser unerwiderten Liebe und der fehlenden Wertschätzung sind schon einige in Therapie gelandet. Ich drück die Daumen, dass es nur bei ein bisschen Groll über fehlende Dankbarkeit bleibt.

    @ :)

    @ Ralph HH

    Zitat

    In der nahezu unzerstörbaren Liebe eines Kindes zu seinen Eltern wird das Kind Zeit seines Lebens immer und immer wieder versuchen, die Wertschätzung zu bekommen...

    :-D


    Das glaubst du hoffentlich selbst nicht, was du da alles schreibst?


    Aber genau sowas glauben viele Menschen und machen deshalb mit ihren Kindern was sie wollen. Noch schlimmer. Viele kriegen sogar, weil sie so denken, Kinder, damit sie endlich einen Menschen haben, der ihnen nicht weg laufen kann und sie bedingunglos liebt. Ein Mensch dessen Gott sie sein können.


    Wenn das Kind dann abhaut und sich distanziert, dann stimmt halt was mit dem Kind nicht. Besser es ist die bestätigung für sie, dass das Kind ja schlecht ist und sie das Opfer, denn normale und gute Kinder lieben ja ihre Eltern immer...


    Mag ja sein, dass manche ihren Eltern hinterherlaufen und so masochistisch sind. Ich und viele andere tuen es aber nicht, obwohl und auch weil die Eltern alles andere getan haben als einen zu einem selbstbewusten Menschen und Selbstbild zu erziehen.


    Es gibt halt Menschen, die sind scheint mir irgendwo gerne Opfer im ziefsten Inneren. Andere wiederum haben kein Bock darauf und distanzieren sich von ihren Eltern.


    Ich krieche niemanden hinterher. Ich schulde meinen Eltern auch keinen Dank, denn sie haben mir nichts gutes freiwillig mitgegeben.


    Wenn ich Dank von einem Menschen haben will, dann behandel ich ihn gut und mit Respekt und mache mir Gedanken ob es ihm gut geht, wenn ich die Führsorge habe für ihn. Dabei geht es nicht nur um Brot und Wasser...


    Manche Eltern meinen genau das Gegenteil, weil sie so denken wie du und im Kopf noch Abhängig sind von der Liebe liebloser und grenzüberschreitender Eltern und das wird dann ein Teufelskreis.


    Bei ihnen hat das Verhalten doch zu Liebe und Abhängigkeit geführt.


    Warum sollte man das dann beim Kind anders machen?


    Liebe von so Eltern will ich nicht. Das ist psychologisch für mich wie mir eine Klinge in den Bauch rammen zu müssen, mir das nur Vortsellen zu müssen mit so Menschen durch Liebe verbunden zu sein. Hilfe! Jede Distanz ist Balsam.


    Und das ich mich von meinen Eltern distanziert habe, ist mir ein wahrnendes Beispiel bestimmte Grenzen bei meinem Kind niemals zu übrschreiten und die Liebe meines Kindes nicht als selbstverständlich zu nehmen und habe einen heiden Respekt vor Eltern die die Gretsche zwischen gesunder Authorität und gesunder Liebe hinbekommen haben und glückliche Kinder haben.


    Als Kind ist man nun mal abhängig, ob und wie man die Eltern liebt, zeigt sich erst wenn man auf eigenen Beinen steht und die Wahl hat, ob und wie oft man deren Nähe sucht.


    Es gibt gute, ok und sch**** Eltern. Da hat niemand die Wahl...


    Es gibt aber daneben gesunde Elternliebe, ungesunde und auch gar keine und da hat jeder die Wahl... ;-)

    Zitat

    Die hier betroffenen haben ein Problem: Durch die Erziehung durch eben jene undankbare Person, die einem nie so etwas wie Wertschätzung entgegen gebracht hat, entwickelt sich kein großes Selbstbewusstsein. Die Auseinandersetzung auf Augenhöhe ist dann schwierig. Dazu kommt noch: In der nahezu unzerstörbaren Liebe eines Kindes zu seinen Eltern wird das Kind Zeit seines Lebens immer und immer wieder versuchen, die Wertschätzung zu bekommen, ein Zeichen der Liebe der Eltern zu erhaschen. Das, was man unbeteiligten dritten gegenüber bringt, nämlich ein achselzuckendes "dann eben nicht", wird man gegenüber den eigenen Eltern kaum zu Wege bringen.

    Kann ich so unterschreiben. Ich hatte sehr lange genau dieses Problem mit meiner Mutter. Mittlerweile ist es mir egal. Da ist es auch von Vorteil, daß ein paar hundert Kilometer zwischen uns liegen.


    Oberflächlich kommen wir mittlerweile aus. Alles was darunter so ist, behält jeder von uns für sich. So kommen wir halbwegs klar. Nur manchmal brechen gewisse Dinge durch, aber das ist mittlerweile selten. Aber ich bin froh, daß unsere Leben keine so großen direkten Berührungspunkte haben, weil wir eben recht weit voneinander entfernt wohnen.


    Mit meinem Vater dagegen verstehe ich mich ganz gut. Für ihn war das sicher auch nicht leicht, weil er immer zwischen den Stühlen stand.

    Zitat

    Die hier betroffenen haben ein Problem: Durch die Erziehung durch eben jene undankbare Person, die einem nie so etwas wie Wertschätzung entgegen gebracht hat, entwickelt sich kein großes Selbstbewusstsein. Die Auseinandersetzung auf Augenhöhe ist dann schwierig. Dazu kommt noch: In der nahezu unzerstörbaren Liebe eines Kindes zu seinen Eltern wird das Kind Zeit seines Lebens immer und immer wieder versuchen, die Wertschätzung zu bekommen, ein Zeichen der Liebe der Eltern zu erhaschen. Das, was man unbeteiligten dritten gegenüber bringt, nämlich ein achselzuckendes "dann eben nicht", wird man gegenüber den eigenen Eltern kaum zu Wege bringen.

    So ist es mir jahrzehntelang mit meinem Vater gegangen - irgendwann war ich dann aber an dem "na dann eben nicht" Punkt....


    Allerdings dreht sich inzwischen das Verhältnis deutlich um - er fängt altersbedingt immer mehr an mich zu brauchen...ich würde lügen wenn es mir keine Genugtuung wäre.... ;-)

    Zitat

    Allerdings dreht sich inzwischen das Verhältnis deutlich um - er fängt altersbedingt immer mehr an mich zu brauchen...ich würde lügen wenn es mir keine Genugtuung wäre...

    Das sehe ich auch schon kommen - und vor allem dann den Vorwurf, wie undankar ich wäre und überhaupt...


    Ich meine, ich kann nie sagen, daß meine Eltern nie etwas für mich gemacht hätten. Das wäre eine glatte Lüge. ABER zum einen gibt es bis heute einen riesigen Unterschied im Umgang mit meinem Bruder und mir und zum anderen konnte ich es meiner Mutter niemals Recht machen. Egal, was und wie ich es getan habe, sie hatte immer etwas auszusetzen, es war niemals gut genug. Und dabei war es auch nie so, daß sie wenigstens das gelobt hätte, was gut war und dann vielleicht zu sagen, was hätte besser sein können. Nein, es wurde immer nur herausgepickt, was vielleicht !!) nicht optimal war. (Und selbst das war manchmal fragwürdig).


    Für all diese Dinge hatte sie nie die Einsicht, bis heute nicht (mein Vater dagegen schon). Und irgendwann, wenn sie eben mehr auf mich (und meinen Bruder) angewiesen sein wird, dann wird das alles wieder hochkochen, da bin ich mir fast sicher.