Mutter meiner Tochter will mich ausladen

    Da dieses Jahr dank Corona unser Festival nicht stattfinden kann, wollen einige Freunde besagter Ex zu dem Zeitpunkt "in Gedenken" dort zelten.

    Nun bat mich meine Ex dort nicht zu erscheinen, es wären ja schließlich ihre Leute. Ich kenne jedoch alle und freue mich darauf, sie einmal im Jahr zu sehen. Auch meine Tochter (8) hat direkt Widerspruch eingelegt, ich gehöre da einfach dazu.

    Wie soll ich mich jetzt nur verhalten? Sollte ich darauf bestehen? Soll ich die anderen kontaktieren, ob sie mich dabeihaben wollen?

  • 21 Antworten

    Eigentlich sollte ein ggf bestehendes freundschaftliches Verhältnis mit "den anderen" doch klar machen, wie die Lage ist. Wenn man mit Leuten da befreundet ist, weiss man doch irgendwie, wie die das sehen.

    Ja schon, ich brauch halt nur irgendeinen "Beweis", daß ich dazugehöre, damit ich meiner Ex da widersprechen kann.
    Wir verstehen uns ansonsten super, incl. Erziehung unserer Tochter.

    Ne Du brauchst keinen Beweis. Du bist ein freier Mensch und kannst frei entscheiden und wenn Deine Kumpel da wollen, dass Du mitkommst, ist das für sie zu akzeptieren.

    die gesamten Festivalbesucher sind " ihre" Leute??

    Ich würde es mir auch nicht verbieten lassen.

    Wenn ihr sonst ein gutes Verhältnis habt, kann ich mir auch nicht vorstellen, dass eine 8 jährige das von sich aus sagt.

    naja, schwierige Situation. Ihr hockt dann halt da auf der Wiese aufeinander, ohne dass jemand sinnvoll ausweichen kann, weil es ist ja nichts da.

    Auch wenn Du die Leute ebenfalls gut kennst - Du solltest überlegen, wie wichtig Dir das ist. Denn wenn Du dabei bist könnte es Dein Verhältnis zur Ex belasten.

    ich finde es sehr übergriffig von ihr, das zu verlangen. Wenn sie dich nicht sehen will, soll sie zu Hause bleiben. Und nicht selbst hingehen und das von dir verlangen.


    Wenn du dich dort dennoch wohl fühlen kannst geh hin. Ansonsten lieber nicht, braucht kein Mensch ..

    Ich würde den Konflikt dort belassen, wo er entstanden ist, zwischen euch beiden. Statt dann noch Freunde/ Bekannte mit hineinzuziehen, die womöglich nicht zwischen den Fronten stehen wollen oder eine Position einnehmen für oder gegen jemanden von euch beiden.

    cirmezz schrieb:

    Nun bat mich meine Ex dort nicht zu erscheinen, es wären ja schließlich ihre Leute. Ich kenne jedoch alle und freue mich darauf, sie einmal im Jahr zu sehen. Auch meine Tochter (8) hat direkt Widerspruch eingelegt, ich gehöre da einfach dazu.

    Ich kann verstehen, dass Deine Expartnerin beginnt sich von Dir als Expartner abzugrenzen und ihr eigenes Privatleben führen möchte. Es ist häufig so, dass viele ehemals Verbandelten, neue Freiräume entdecken wollen, sich aus der alten Beziehung distanzieren und den Erinnerungen aus alter Zeit.


    Wenn Dir diese Menschen so wichtig sind, es auf Gegenseitigkeit beruht, dass sie mit Dir zusammen Zeit verbringen wollen. Ist es dann nicht sinnvoller, wenn ihr zusammen einen anderen privaten Termin für ein Treffen ausmacht? Es scheint so, das Deine Expartnerin eine entspannte und konfliktfreie Zeit mit den Leuten verbringen möchte, die offenbar schon zu ihrem Umfeld gehört haben, als es Dich als Partner noch nicht gab.


    Deshalb sucht sie in der Gegenwart nach neuen Ritualen und Erlebnissen, die nicht mehr mit Dir im engen Zusammenhang stehen. Vielleicht will sie alte Konflikte, die es zwischen euch gab, hinter sich lassen, statt unter einer gewissen Anspannung (Erwartungshaltung Deinerseits) auf dem Treffen mit Dir zusammen Zeit zu verbringen.


    Für mich gehört es zum Verarbeitungsprozess, die mit einer Paar-Trennung einher geht, wieder mehr als eigenständiges Individuum von Freunden gesehen und nicht mehr als Ex von erlebt zu werden. Es gab Gründe, die zu eurer Trennung geführt haben, und an diese möchte Deine Expartnerin beim gemütlichen Zelten nicht mehr zurückerinnert werden. Versucht es gemeinsam zu lösen, wie ihr auch bei künftigen Gelegenheiten mit so einer Situation umgehen wollt, damit es die gute Eltern-Kind-Ebene zwischen euch nicht unnötig belastet.

    cirmezz schrieb:

    Nun bat mich meine Ex dort nicht zu erscheinen, es wären ja schließlich ihre Leute. Ich kenne jedoch alle und freue mich darauf, sie einmal im Jahr zu sehen. Auch meine Tochter (8) hat direkt Widerspruch eingelegt, ich gehöre da einfach dazu.

    Und dann? Wie ging das Gespräch weiter? Ich frage mich, woher ihr Sinneswandel plötzlich kommt nach Jahren (?)? Ist ihr neuer Partner/ Schwarm dabei und sie will kein aufeinandertreffen? Ansonsten wäre mir das als Argument zu wenig, wenn du sonst immer dabei warst und die Leute ausschliesslich bei diesem Event siehst. Das kannst du ihr auch so sagen. Vielleicht fallen ihr dann bessere Argumente ein.

    Zitat

    Und dann? Wie ging das Gespräch weiter?

    Noch garnicht, ich habe eh noch knapp 2 Monate Zeit das geklärt zu kriegen.

    Gestern gabs erstmal die offizielle Absage des Festivals, was aber vorher auch schon klar war.

    Ich warte jetzt erstmal ab, kann ja sein, daß es eine zweite Welle Corona gibt, da hat sich das dann eh erledigt, ich brauche jetzt keinen handfesten Streit um noch ungelegte Eier zu führen.

    Was ich mal mache, irgendwann A. zu kontaktieren, wie er das sieht.

    Du schreibst im Eingangspost von "Freunden besagter Ex". Du kennst vielleicht auch alle, aber wenn sie Freunde sind ist das mehr als ihr Bekannt sein...

    Lass sie doch mit ihren Freunden fahren. Fährst du halt mal mit deiner Tochter alleine oder mit ein paar der Bekannten.

    Mietzli schrieb:

    die gesamten Festivalbesucher sind " ihre" Leute??

    Ich würde es mir auch nicht verbieten lassen.

    Wenn ihr sonst ein gutes Verhältnis habt, kann ich mir auch nicht vorstellen, dass eine 8 jährige das von sich aus sagt.

    Kein Festival, nur ein Zelten anstelle des Festivals.

    Fällt ja wegen Corona alles aus.

    Wenn es dann einfach ein Zelten unter Freunden ist und keine offizielle Veranstaltung mit Auftritten, würde ich nicht mitgehen, wenn sie es nicht möchte. Es ist schade, wenn ihr sonst den Umgang miteinander hinbekommt, aber mehrere Tage ist eine andere Hausnummer als mal ein Weilchen reden.

    Ja ist praktisch nur Zelten unter Freunden, mir ist aber eben eine gute Kompromisslösung eingefallen. Soll sie mal 2 Tage ganz alleine zu den Freunden, ich bleibe zuhause mit Tochter und wir kommen dann den dritten Tag hinzu.

    Wenn das für euch gemeinsam so gewünscht ist und von beiden Seiten so mitgetragen wird, klingt es nach einer guten Lösung. Aber es ist noch eine ganze Weile hin und wer weiß, was bis dahin für Bestimmungen in Sachen Corona-Virus vorliegt. Je nach Infektionsrate hoch oder niedrig werden die Lockerungen gehandhabt.


    Sollte es so klappen, wie von Dir jetzt vorgeschlagen, klingt es gut.