@ Scullie & Liilja

    Ja,vielleicht habt ihr recht! Ich kann mich sowas einfach nicht vorstellen! Und ich bin dann auch ziemlich Ratlos,was man gegen sowas machen kann:-/ leider!


    Ich bin halt ein Mensch der einfach nicht akzeptieren kann/will, das da zwischen Eltern und Kindern probleme vorkommen kann die unlösbahr sind, ich glaube das meine kleine Welt ziemlich "rosarot" ist,wenn es dazu kommt:)z


    Lg@:)

    @ zwetschge 1

    Tja was soll ich dazu sagen.. Liebe ich meine Mutter? Ich kann es dir nicht mit Ja, aber auch nicht mit Nein beantworten. Das sie mich wiederum liebt weis ich, sie sagt es mir ja auch. Ich kann auch nicht behaupten, dass alles an ihr schlecht ist. Daher bin ich da zwiegespalten und möchte mich für keine Antwort entscheiden müssen.


    Aber wie andere hier schon schrieben, meine Mutter würde meine Argumente nicht verstehen. Ich habe mit ihr schon x Gespräche darüber geführt und ich habe ihr mehr als einmal erklärt, warum ich wie in welcher Situation reagiert habe und wie ich mich gefühlt habe, bzw. fühle. Sie sieht das alles gar nicht so und meint, ich wäre einfach nicht belastbar, zieht es sogar ins Lächerliche und meint dann sowas wie: "Kind, wenn ich für sowas jedesmal aus der Haut springen würde, hätte ich ja viel zu tun!" Sie nimmt es nicht ernst, weil sie es nicht versteht. Sie merkt nicht, wie sie mich emotional aussaugt und erpresst. Für sie ist die Welt total in Ordnung. Sie versteht auch bis heute nicht, warum meine Geschwister keinen Kontakt mehr zu ihr haben. Sie hat da ihre eigene Theorie und ich habe es aufgegeben mit ihr darüber zu diskutieren, denn sie versteht es einfach nicht. Es ist schade, ich hätte sehr gerne ein besseres Verhältnis zu ihr. Ich merke oft wie sehr ich das vermisse, wenn ich z. B. wie vor 3 Wochen mit meinem Freund bei seinen Eltern bin , oder mit meinem Ex-Mann bei seiner Mutter war. Dort war alles so unbeschwert und herzlich. Manchmal musste ich mir echt ein Tränchen verdrücken, weil's einfach so schön und normal war, wie ich es halt selbst nicht kenne. Klar gibt es auch dort Reibereien, aber das ist ja ganz normal. Das was bei mir und einigen anderen aus diesem Faden hier zu Hause abgeht, ist leider fernab einer normalen Eltern-Kind-Beziehung...

    @ All

    Ihr Lieben, ich bedanke mich schon einmal ganz doll bei euch für die tollen Beiträge, die mir echt geholfen haben und gut tun! Ich werd vermutlich erst Mittwoch wieder reinschauen können, also wundert euch nicht ;-)


    Ich wünsche euch allen einen schönen Abend und vor allem eine unbeschwerte Zeit, ohne Mütter die uns das Leben schwer machen.


    Fühlt euch gedürckt @:):)*@:):)*

    callaloo:wahrscheinlich kann und will es deine mutter nicht verstehen,weil es zuviel von ihr selber und ihrem bisherigen leben in frage stellen wuerde.....das taete ihr wohl zu sehr weh....


    fuer viele leute ist es leichter mit dem gedanken zu leben:


    die anderen menschen sind schuld....!!!!!

    Zitat

    ich weis gerade nicht so richtig was ich sagen soll,weil ich einfach keine brauchbare Lösung für dich habe!

    Es gibt auch keine wirklich "gute" Lösung.


    Tatsache ist und bleibt, dass solche Mütter (meine war leider auch aus diesem Holz geschnitzt) ganz klassischen Psychoterror betreiben. Sie machen subtil oder ganz offen Druck - und zwar dort wo es weh tut. Sie lassen einem sich schlecht fühlen. Sie können mit einem kleinen, locker dahin geworfenen Sätzlein dafür sorgen, dass man sich wieder wie ein kleines Kind fühlt, das Mutti enttäuscht hat.


    Solche Mütter (oder Menschen) sind die perfekten Strategen. Sie können Menschen mit Worten, Blicken, Gesten, Seufzern, Tränen, Schweigen usw. usf. genau dorthin lenken, wo sie wollen. Und wenn in das nicht gelingt, so haben sie es doch zumindest geschafft, dass man sich schlecht fühlt - so schlecht wie sie sich selbst fühlen.


    Eigentlich ist es eine ständig wechselnde Mutter-Kind-Beziehung, wobei manchmal die Mutter, manchmal das Kind die stärkere Position einnimmt bzw. einnehmen sollte. Die Dynamik geht allerdings stark von der Mutter aus. Die Mutter kann in Momenten, in denen sie kritisch auftritt, sehr stark und dominant sein. Im nächsten Moment gibt sie sich wieder als schwach, bedürftig, hilflos, um die Bindung aufrecht zu erhalten. Lass mich nicht allein, Du bist alles was ich habe, ich bin schwach und alt, ich habe Dich unter Schmerzen geboren. Das sind dann ihre Appelle um ins Gewissen der Tochter einzulinken.


    Die Kunst ist, das Spiel zu durchschauen und zu durchbrechen. "Mutti, Du manipulierst mich gerade mal wieder.", "Mutti, möchtest Du mir gerade ein schlechtes Gewissen machen?", "Mutti, was willst Du mir eigentlich mit diesen Worten sagen?", "Du findest also, dass ich mich zu wenig um Dich kümmere?". Solche Sätze sind geeignet, um eine "solche" Mutter zu stellen. Die Mutter wird das natürlich beleidigt oder pikiert abstreiten, aber sie wird vorsichtiger werden.


    Aber es braucht enorm viel Kraft. Und manchmal hat man diese Kraft nicht (z.B. weil man sich um eine eigene Familie kümmern muss) und dann bleibt eigentlich nur der Kontaktabbruch. Ich habe meine Mutter nach mehreren Jahren Funkstille erst tot wieder gesehen. Ich habe jeglichen Kontakt abgebrochen gehabt, und so hart es tönen mag, es war gut so.


    Als ich am Morgen nach dem sie gestorben war, an ihrem Totenbett sass (ein Moment, vor dem ich mich übrigens immer sehr gefürchtet habe), habe ich es bedauert, dass uns keine bessere Beziehung vergönnt gewesen war. Meine Mutter hat mich viele wichtige Dinge gelehrt, aber beziehungstechnisch waren wir nie "stabil". Rückblickend tut mir meine Mutter auch leid, sie hatte eine wirklich schwierige Persönlichkeit und dadurch sicher sehr heftige, widerstrebende Gefühle. Aber ich - als ihr (junges bis erwachsenes) Kind - konnte ihr da nicht helfen. Hilfe hätte sie von Aerzten/Psychologen erhalten, aber da hätten sie keine 10 Pferde hingebracht. Und so starb sie allein, aber ungebrochen.


    Eine weitere Erkenntnis meinerseits ist, dass man halt immer nur ernten kann, was man zuerst gesäht hat. Und so gebe ich mir heute - als Mutter - Mühe, meinen Acker (meine Kinder und Familie) mit Bedacht und sorgsam zu beackern und zu pflegen. Es ist mir sehr wichtig, dass meine Kinder "Freie Menschen" werden. Frei im Denken und frei in ihren Zuneigungen.

    @ zwetschge 1

    Danke für deine lieben Worte. Eine wirklich gute Lösung gibt es da wohl leider nicht. Ich habe mich heute abend sehr lange mit meinem Freund darüber unterhalten. Er kennt meine Mutter nicht, kennt nur meine Erzählungen, einige ihrer Briefe, ihre SMS und das, was meine Schwester ihm noch so über sie erzählt hat. Er sagte irgendwann, dass ich nur eine Möglichkeit habe. Nämlich mich zwischen mir selbst und ihr zu entscheiden. Und damit hat er leider auch recht. Ich muss jetzt einmal egoistisch sein und wirklich mal nur an mich selbst denken. Ich gehe vor die Hunde, wenn ich das weiter mitmache. Ich habe nach 30 Jahren einfach nicht mehr die Kraft mich diesem Psychoterror erneut zu stellen. Ich habe schon große Wunden davongetragen (psychischer Natur) und das ist schlimm genug und schränkt mich im alltäglichen Leben schon genug ein. Ich will nicht, dass das noch schlimmer wird. Noch habe ich mich aus jedem Loch wieder herausziehen können und stehe gerade nach langer Zeit an einem Punkt in meinem Leben, wo eigentlich mal nicht in jedem Bereich des Lebens (Beziehung, Job, Finanzen) "Baustelle" herrscht und ich könnte im Grunde einfach mal glücklich sein. Und das möchte ich jetzt auch werden und so hart es ist, das geht nicht mit meiner Mutter :-( Es fällt mir schwer, da sie mir einfach so unendlich leid tut, denn ich weis ja das sie das alles gar nicht so empfindet wie ich. Aber dennoch muss ich an mich denken. Ich mag mich nicht mehr aufopfern für sie weil sie mir leid tut und mich selbst dabei hinten anstellen...

    @ Mayflower

    Du hast das, was da zwischen Mutter und Tochter abgeht ganz toll beschrieben. Genauso sehe ich das auch, hätte es aber nicht so niederschreiben können. Ich hätte es nicht so klar benennen können. Danke.

    Danke das ich Eure Beiträge mitlesen konnte. Meine Frau hat leider keine Geschwister und in den letzten Jahren einiges persönlich schlimmes durchzustehen gehabt:°_


    Und trotzdem wird alles, alles auf Sie abgeladen. Ich bin so sauer und voller Wut darüber!>:(:°(


    :)*

    @ gokyo

    Es ist oft so, dass gerade labile Menschen auch noch immer wieder eine Schippe obendrauf bekommen, weil sie nicht die Kraft haben sich zu wehren. Erst traut man es sich zu, aber man merkt leider oft zu spät, dass es einem nicht gut tut und dann hängt man schon mittendrin. Sich dann davon zu lösen ist schwer, denn die Umwelt wird das Verhalten der Gegenwehr nicht gut aufnehmen. Macht deine Frau denn eine Therapie? Wenn sie selbst mit sich soviel zu tun und noch einiges aufzuarbeiten hat, dann darf sie sich nicht von anderen weiter runterziehen lassen. Ich weis, das ist sooo leicht gesagt, hänge ja selber in dieser Misere. Aber wenn man erstmal erkannt hat, dass es so auf keinen Fall weiter gehen darf wenn man selbst nicht zu Grunde gehen will, ist das ein Anfang vom Ende. Und zwar das Ende der Manipulationen, des emotionalen Misbrauches etc.. Sei für sie da, unterstütze sie dabei, dann schafft sie das! Ich bin auch heilfroh, dass mein Partner mich unterstützt. Wir sind zwar erst kurz zusammen und erkennt die Situation kaum, aber er gibt sich Mühe sich hineinzuversetzen, meine Stimmungen zu erfassen und sich ein Bild dessen zu machen, wie es mir damit geht. Es tut gut jemand an der Seite zu haben, der 100%ig hinter einem steht.

    Ja damit hilfst du ihr viel mehr. Frage sie was sie sich wünscht, wie es für sie weitergehen soll. Wenn sie eine klare Vorstellung davon hat, unterstütze sie bei der Umsetzung. Wenn sie noch keine Lösung für sich gefunden hat, hilf ihr in Gesprächen eine für sich zu finden. Begleite sie zu Gesprächen mit ihrer Mutter wenn sie das möchte, aber versuche ruhig dabei zu bleiben. Ruhig, aber bestimmt. Damit hilfst du ihr am meisten denke ich...

    @ Mayflower

    Du hast es wunderbar treffend beschrieben und es geschafft, in Worte zu fassen, was mir immer nur unsortiert im Kopf herumschwirrt - sie will mich in ihrem Sinne beeinflussen, und wenn ihr das nicht gelingt, will sie zumindest, dass ich mich so genauso schlecht fühle wie sie.


    Genauso ist es bei mir auch. Sie war schon immer so, ich denke, seit wir (meine Schwester und ich) heranwuchsen und unsere eigenen Vorstellungen hatten. Abgeholfen hat nur wegziehen mit mindestens 40km Entfernung.


    Sie verkraftet es nicht, dass ich ein eigenes Leben führe, und zwar eines, welches nicht IHREN Vorstellungen entspricht.


    Besonders "böse" war ich, weil ich mich vom meinem Mann getrennt habe und weil ich einen neuen Freund habe. Das passt schon gar nicht in ihr erzkonservatives Weltbild, welches extremer ist als das von jedem Pfarrer.


    Es wird mir mindestens jedes zweite Mal beim Telefonieren (und bei Besuch sowieso, da ist ja ausreichend Zeit) irgendetwas unter die Nase gerieben: Ich hätte damit IHRE Lebensplanung zerstört; bei der Beerdigung meiner (Ex-)Schwiegermutter, die mir auch sehr nahegegangen ist, muss sie mir sagen, dass es für sie besonders schlimm sei, denn da käme "das alles" wieder hoch; sie sagt mir, am besten wäre es ja sowieso, wenn sie sterben würde, dann würden sich alle Probleme lösen. (Wobei ich mir dann, um hier ganz offen zu sein, bei so einer Äußerung manchmal denken muss, dass sie nicht ganz unrecht hat.)


    Einer Freundin geht es ähnlich. Hier ist allerdings noch die Steigerung, dass deren Mutter ihr vorwirft, dass sie selbst dran schuld sei, dass ihr Mann sie verlassen hat. Es ist so unglaublich. Wir stellen beide fest, wie tragisch wir es finden, dass wir nur noch aus Pflichtgefühl den Kontakt aufrechterhalten, aber nicht aus Liebe oder Zuneigung.


    Die Eltern meines Freundes sind da ganz anders, da erlebe ich zum ersten Mal meine Idealvorstellung einer Mutter. Da kommt eine unglaubliche Wärme von ihr. Wenigstens das habe ich nun!