Mir geht es ähnlich. Vorwürfe und Aggressionen, wenn es ihr schlecht geht - Projektion ihrer Einsamkeit - Probleme ihrerseits, mit anderen Menschen auszukommen - ihr Urteil über allen anderen - wir Kinder die bösen - Selbstmorddrohungen, die am nächsten Tag vergessen sind...


    Tut gut, von euch zu lesen.


    Aus manchen Dingen kann man sich befreien - in anderen hängt man ewig. Besonders schlimm: wenn es manchmal wunderbar läuft und dann auf einmal umspringt.

    Ich würd dir auch empfehlen, leb endlich mal DEIN Leben. Du bist krank, das kanns doch nicht sein. Du musst jetzt mal an dich denken. Das was die anderen hier emotional abgrenzen nennen. Mach vielleicht eine Therapie, für dich. Und brich den Kontakt zu ihr ab... sorry, aber deine Geschwister machen das genau richtig. Und schmeiß doch die Briefe weg... du musst so einen Scheiß nicht lesen, das ist nicht dein Problem. Sie ist deine Mutter, sie muss für dich da sein, nicht umgedreht, egal wie alt du bist. Einen Pflegedienst organisieren ist das höchste, was sie von dir verlangen kann. Bei allem anderen verlangt sie, dass du dein ganzes Leben für sie aufgibst und das darf sie nicht verlangen...


    Und mit emotional abgrenzen meine ich sowas wie, dass du keine Schuldgefühle hast, wenn sie sich was antut oder so. Guck doch mal, was sie dir antut. Außerdem denke ich nicht, dass sie sich was antut... das sagt sie doch nur, weil sie dir ein schlechtes Gewissen machen will und verhindern will, dass du auch endlich das richtige machst. Und zur Einsicht kommt sie nie, wenn sie noch einen hat, den sie rumkommandieren kann. Sie sollte endlich mal selber die Verantwortung übernehmen müssen...

    bin jetzt ein bisschen sprachlos.....

    Zitat

    Sie ist deine Mutter, sie muss für dich da sein, nicht umgedreht

    die mutter ist eine alte frau, sie braucht hilfe und wenn nicht von den kindern von wem dann ? ich habe nicht alles gelesen aber was ich gelesen haben reicht mir, du schreibst sie hat monatelang nicht gebadet weil sie alleine nicht mehr aus der wanne kommt? schrecklich das die tochter das nicht weiss oder sich nicht kümmert , ganz ehrlich das kanns doch nicht wahr sein...... du schreibst das du 3 monate nicht bei ihr warst? das sind dann die fälle wo die mutter wochenlang tod in der wohnung liegt und keinem fällts auf :(v und feiertag verbringt man selbsverständlich mit der mutter und lässt sie nicht alt und einsam alleine stehen!


    ich würde dir raten setze dich mal mit deinen geschwistern zusammen und beredet das problem, wenn deine mutter sich nicht mal mehr baden oder duschen kann gehört hilfe her und ich finde schon ihr als kinder seit dazu verpflichtet !

    Zitat

    Sie sollte endlich mal selber die Verantwortung übernehmen müssen...


    Waterli

    du hast schon gelesen wie alt die frau ist? ihr gehört geholfen und wenns sein muss mit einem pflegedienst der ab und zu vorbei kommt !!!!!!


    und wenn ich das lese: ich wünschte sie wäre tod....................keine worte dafür, tut mir leid :|N

    @ sunshiney

    nicht böse gemeint, aber du hast wenig verstanden von dem was die te fühlt und ein leben lang schon erlebt. es geht hier nicht um eine arme mutter oder ein normales mutter-tochter-verhältnis. was du schreibst macht sinn, ist normal, und nachvollziehbar - für uns alle. leider hat das mit der realität, um die es hier geht nichts zu tun. leider.

    jeder der ein einigermaßen normales verhältnis zu seiner familie hat, der also das glück hat ein warmherziges elternhaus zu haben, sieht das sicher ähnlich wie du, und ich finde auch du denkst genau richtig!! ;-) auch die te denkt ja im grunde so, sonst würde sie nicht jahrelang zu ihrer mutter stehen, auch wenn sie selbst gleichzeitig daran bzw. an der mutter kaputt geht.

    @ sunshiney

    Vielleicht liest du dir mal alles durch hier im Faden, auch etwas über emotionale Erpressung wenn du Interese hast. Und was du schreibst ist nicht ganz richtig.. Ich war in den letzten 3 Monaten nicht mehr so häufig bei ihr, aber ich war da. Und ich war bisher immer da, wenn sie Hilfe brauchte. Z. B. weil sie krank war und nicht einkaufen konnte, nach einer OP als sie ihren Haushalt nicht machen konnte, zum Bettenmachen alle 3 Wochen weil das nicht mehr geht etc... Und an Feiertagen habe ich sie auch immer einen Tag besucht, oder zu mir geholt. Hl. Abend war sie auch bei mir, am Geb. hab ich sie zum Essen ausgeführt etc.. Ich habe sie einmal die Woche angerufen und wir haben alle 2 - 3 Tage gesimst, seit ich es meiner Mutter vor einigen Jahren beigebracht habe.


    Mit meinen Geschwistern zusammensetzen bringt rein gar nichts. Das habe ich schon versucht. Und ich kann sie auch verstehen, dass sie den Kontakt strikt ablehnen. Natürlich aber wären sie bereit mir zu helfen, wenn es darum geht Pflegedienste etc.. für meine Mutter zu organisieren.


    Mehr möchte ich dazu gar nicht schreiben, da jemand der nicht in so einer Situation steckt es nur ganz schwer nachempfinden kann. Verstehe ich auch, aber bitte verurteile nicht, was du selbst nie durchmachen musstest. Ich wünsche es dir auch nicht.

    Heut schreibt meine Mutter mir eine SMS, dass sie altes Brot hat (ich reite und sie hebt mir immer ihr altes Brot auf) und sie möchte wissen, ob sie es für mich aufheben soll, oder ob sie es wegwerfen soll. Und schon wieder hab ich ein Engelchen und ein Teufelchen auf den Schultern sitzen und weis nicht, was ich tun soll. Kontaktabbruch wäre besser, andererseits ist sie alt und einsam und.. überhaupt.. ach man... :-(


    Dann denke ich aber wieder, sie kann gut und gerne noch 10 oder gar 20 Jahre leben. Will ich das solange noch mitmachen? Da schreit's in mir einfach nur ganz laut NEIN!


    Bringe ich es über's Herz?.. Das wäre dann die nächste Frage.. und da scheiden sich bei mir momentan echt die Geister... :°(

    Zitat

    Dann denke ich aber wieder, sie kann gut und gerne noch 10 oder gar 20 Jahre leben. Will ich das solange noch mitmachen? Da schreit's in mir einfach nur ganz laut NEIN!

    ich weiß ja nicht wie alt deine mutter ist, aber mein opa wurde 94 ajhre alt. schon als er 80 war dachte ich immer, okay wahrscheinlich lebt er noch einige wenige jahre. daraus wurden dann doch leider mehr. dein gedanke ist also nicht ganz falsch, denn in 10-20 jahren bist du 40-50 jahre alt, die besten jahre versäumt wegen ständigem druck, schlechtem gefühl und mieser stimmung. jeder hat nur das eine leben, und wenn man einfach alles schon probiert hat und dennoch nicht mehr weiterkommt, dann muss man wirklich lernen an sich zu denken!

    je älter und hilfsbedürftiger und kränkelnder deine mutter wird, desto stressiger wird es leider werden. meine erfahrung. desto mehr druck bist du ausgesetzt, und der lastet ja letztlich ausschließlich auf deiner person... vielleicht kannst du dir aus heutiger sicht noch gar nicht ausmalen wie schlimm es noch wird, so war es jednefalls bei mir! das wünsche ich dir natüürlich nicht!!!

    Hi Callaloo *:)

    Zitat

    Und schon wieder hab ich ein Engelchen und ein Teufelchen auf den Schultern sitzen und weis nicht, was ich tun soll.

    Du bist ein Mensch mit Herz. Leider tut "Herzhaben" oft weh....:°_


    Bewahre sie Dir, Deine Herzlichkeit. Aber achte auf Dich und laß Dich nicht "auffressen". Du weißt ja, das ist auch mein (unser) Thema und Problem. :-/":/


    *:)@:):)*

    @ liilja

    Meine Mutter wird dieses Jahr 72. Ich gehe schon davon aus, dass sie sicher noch 10 Jahre, oder länger leben wird. In meiner Familie sind die Frauen alle weit über 80 geworden. Das sei ihr natürlich auch gegönnt (wobei man von gönnen kaum sprechen kann, da sie mit ihrem Leben mehr als unzufrieden ist...). Aber kann ich das solange noch durchhalten?


    Eine Freundin meinte heute zu mir, dass ich ihr einen Brief schreiben soll und ihr darin aufzeige, wie sehr sie mich mal wieder verletzt und gekränkt hat und das ich eine Weile den Kontakt zu ihr nicht aufrecht erhalten werde. Meine Freundin meint, dass meine Mutter daraus vielleicht lernen wird und sowas in Zukunft unterlässt. Die Vorstellung ist schön, aber leider weis ich, dass das dann wieder nur eine Weile gut geht und der Stress wieder von vorn beginnt. In solchen Momenten bin ich dann fest entschlossen, den Kontakt abzubrechen.


    In anderen Momenten denke ich nochmal drüber nach und stelle mir vor, wie meine Mutter z. B. irgendwann mal im Altenheim ist, alle um sie herum bekommen Besuch, nur sie nicht. Sie sieht, wie sich ihre Mitbewohner freuen und wird selbst ständig daran erinnert, dass sie niemand besuchen kommen wird aus der Familie.


    Das ist nur ein Beispiel von vielen Gedanken. Wenn ich diese doch nur abschütteln könnte :-(

    @ gokyo

    Ich bekomme oft gesagt, ich sei einfach zu lieb, ich müsse mir ein dickeres Fell zulegen. Sogar meine Mutter sagt das. Tja.. aber wie findet man den goldenen Mittelweg zwischen einem "dicken Fell" und einer gesunden Portion Herzlichkeit und Empathie.. Ich fürchte, da muss ich noch verdammt viel lernen...


    Drücke dir und deiner Frau ganz fest die Daumen, dass ihr da zusammen einen Weg findet, mit dem ihr beide gut leben könnt.

    Hallo ihr Lieben,


    ich wollte doch mal berichten, wie es weiterging...


    Ich hatte mir vorgenommen den Kontakt zu meiner Mutter erstmal zu unterbrechen und zu schauen, dass ich wieder in die Reihe komme.. Ich hatte mir eingeräumt, viell. irgendwann noch einmal mit mir in Ruhe über alles zu sprechen, aber erstmal sollte dafür etwas Zeit vergehen und sie sollte auch merken, dass es so einfach nicht mehr weitergehen kann.


    Sie rief mich eines Tages an (mit unterdrückter Nummer während meiner Arbeitszeit) und fragte, ob ich mich überhaupt noch mal melden würde. Ich antworte: "Nein, ehrlich gesagt habe ich im Moment die Nase gestrichen voll....." weiter kam ich nicht. Sie legte auf. Ich wollte ihr noch erklären warum, wieso und dass ich ihr das in einem Brief schreiben werde. Aber dazu kam ich wie gesagt nicht. Das war kurz vor Ostern. Ich WUSSTE!!! da kommt irgendwas!


    Einen Tag vor Ostern kam auch was. Eine Postkarte!!! (Der Briefträger der die gelesen hat, hat sich sicher gefreut......). Sie fragte mich, ob ich jetzt besser und ruhiger schlafen könne? Ihre Tür würde immer für mich offen stehen, aber sie würde sich künftig hüten auch nur ein falsches Wort zu sagen. Die Vorwürfe die ich mir einbilde würde ich mir doch schon immer selbst machen, weil ich wüsste, dass ich mich ihr gegenüber falsch verhalten würde. Ich hätte zwei Gesichter, von ihr und Papa hätte ich das nicht und ich hätte auch schon andere Leute verprellt. Sie hofft, dass mal jemand für mich da ist wenn ich mal alt würde. Seit ich meinen neuen Freund hätte, würde ich sie abschieben, weil sie mir jetzt lästig wäre. (so ein SCHWACHSINN!!!!!!) Und der schlimmste Satz für mich war: "Dein neues Leben wird dir kein Glück bringen, dass war brutal was du getan hast!"


    Das stand also auf einer Postkarte.. Es stand noch mehr drauf, aber das war so der Kern...


    Ich war völlig fassungslos und das Wochenende bei der Familie meines Freundes (Ostern) war für mich die Hölle. Heile Familienwelt, auch wenn alle noch so lieb zu mir waren, war irgendwie das Letzte was ich brauchte.


    Ich reagierte auf die Karte nicht und nahm mir vor, ab jetzt einfach alles zu ignorieren, was von meiner Mutter kam. Ich konnte einfach nicht mehr, es war zuviel!


    Irgendwann kam dann eine typische SMS von ihr, dass jetzt der Fall eingetretetn sei den sie nie wollte, aber das sie laut Arzt jetzt viel Ruhe halten solle und an's Bett gefesselt wäre. Na super.. das war mal wieder so eine typische SMS, in der sie um Hilfe bat, ohne dies wirklich auszusprechen. Ich hab hin und her überlegt ob ich das ruhigen Gewissens ignorieren kann. Nein, konnte ich nicht. Ich informierte mich bei ihrem Hausarzt über ihren Gesundheitstzustand (alles zum Glück nicht gar so tragisch schlimm) und bot ihr per SMS an für sie einzukaufen und ihr die Sachen vor die Tür zu stellen. Mehr könne ich nicht für sie tun.


    Sie bedankte sich per SMS auch noch ganz freundlich für mein Angebot, meinte aber sie brauche derzeit nichts. Sie brauchte auch die Wochen danach offensichtlich nichts.


    Irgendwann fragte sie mich (wieder per SMS), ob ich ihr 10 € leihen könne, sie hätte soviele Medikamente gebraucht, dass sie jetzt kein Geld mehr habe. Ich schrieb ihr, dass ich ihr das Geld schicken würde. Konnte sie doch nicht so ganz hängen lassen...


    Ich schaffte es am Wochenende nicht noch Briefmarken zu kaufen, also fuhr ich Montags nach der Arbeit bei ihr vorbei, legte 10 € in einen Kuvert und warf ihn kommentarlos in ihren Briefkasten. Sorry, aber nach der netten Osterkarte war ich zu mehr auch nicht bereit.


    Ein paar Tage später sendete sie mir das Geld zurück mit einem Zettel auf dem in etwas folgendes stand: " Nur einem Hund wirft man einen Knochen for die Füsse, so wie du mir "sinnbildlich" das Geld vor die Füsse geworfen hast. Ich bin schlisslich kein Stück Dreck, sondern immer noch eine Mutter die dich liebt. Du hast mir (sinnbildlich) das Herz aus der Brust gerissen!"


    Ich habe ihr daraufhin folgendes geschrieben (wollte nur noch meine Ruhe!!!): "Danke für das Geld, es ist angekommen. Nach deiner "netten" Osterkarte kannst du froh sein, dass ich überhaupt bereit war noch irgendetwas für dich zu tun. Von nun an hast du gar nichts mehr von mir zu erwarten! Vielleicht reden wir irgendwann einmal darüber, aber dass muss dann von dir ausgehen!"


    Es kam erst einmal nichts und dann, ein paar Tage später schrieb sie mir, dass sie erstmal einiges verdauen müsse und über einiges nachdenken müsse, dann könnten wir gerne reden. Oh, ich dachte wirklich man könne sich nochmal an einen Tisch setzen und war bereit, dies auch in Ruhe zu tun wenn etwas von ihr käme.


    Ein paar Tage später kam wieder, dass sie noch etwas Zeit bräuchte, sie mich dann aber bei sich zum Essen oder Kaffe einladen würde und sie hofft, dass ich ihre Einladung dann annehmen würde. Ich antwortete nicht, denn ich wusste ganz genau, dass meine Mutter dann wieder die Schiene fahren würde, die sie ihr ganzes Leben gefahren ist. Man streitet sich und 2 Stunden später tut man so, als wäre NICHTS gewesen und redet wieder ganz normal miteinander. Das wäre hier auch passiert. Wir hätten vielleicht (wenn ICH das Thema angeschnitten hätte) nochmal kurz drüber geredet, aber sie hätte das wieder alles als nicht so schlimm abgetan und damit wäre der Käse für sie gegessen. Ich wollte weiter auf ihre "Einladung" zum Gespräch warten. Schliesslich war ja sie es, die um Zeit gebeten hatte um nachzudenken.


    Tja.. dann kam gestern aber wieder eine SMS, die das Fass für mich jetzt endgültig zum Überlaufen brachte: "Ich bedanke mich für den schönen Muttertag. Du bist genau so stur und nachtragend wie deine verstorbene Oma und genau so schnell beleidigt wie meine Mutter. Über deinen Schatten springen kannst du nicht. Von Papa und mir hast du das nicht. Wir konnten über unseren Schatten springen und auch verzeihen. Ausserdem läd man an dem Tag nicht ein, man kommt. Hoffe, du hattest einen schönen Tag."


    Damit ist das Thema jetzt für mich echt durch. Die lässt keine Gelegenheit aus um mir Vorwürfe zu machen und mich nieder zu machen! Keine einzige! Und keine einzige Sekunde kommt von ihr auch nur der kleinste Ansatz einer Entschuldigung, oder ein Satz der mich daran glauben lassen könnte, dass sie auch mal ihre eigenen Fehler reflektiert und diese nicht ständig bei mir, ihrer bösen Tochter, sucht... Ich kann das nicht mehr... Es REICHT!