ich bekomme aber derzeit keinen Kredit, weil ich Hartz4 bekomme. Da liegt der Hase im Pfeffer. Und mein Bruder unterstützt die ganze Sache eben nicht, DASS wir alles so legen können, DAMIT das Haus in der Familie bleibt und nicht mein Kindsvater am Ende der Besitzer ist.


    Es war auch von Mietzahlungen an meinen Bruder die Rede. Das war ja ursprünglich meine erste Idee. Die schlägt er aus, weil er meine "Lage" arlamierend findet und leider nicht glaubt, dass er regelmäßig die Miete bekommt. Dabei weiss er, dass das eine einmalige Schieflage bei uns ist gerade und es nicht lange dauert, bis diese Hilfe seitens des Staates Geschichte ist.

    Mein Bruder macht seit dem Tod unserer Mutter völlig zu. Wirft mir dies vor, jenes vor.. obwohl ich die ganze Zeit unsere Mutter "bei Laune" gehalten habe und sie über-all mit hinnahm. Ostsee-Wochenende - mit Mami! Ausflug - mit Mami! zur Eisbude - mit Mami!


    Dazu kommt, dass ich ihn gebettelt habe, sich auch mal bei ihr zu melden, da sie nun alt und gebrechlich wird und sie die Nähe und Wärme der Kinder braucht, für die sie sich zerrissen hat..


    Keine Chance.

    Demnach wäre das Haus allein 90.000 wert, aber das ist eigentlich egal, denn das Grundstück ist das eigentlich wertvolle. Das Grundstück mit Haus zusammen würde 400.000 bringen. Wir reden also von Erbmasse 400.000. Den Bruder auszahlen kostet folglich 200.000.


    Renovierungskosten 100.000.... OK... Sofort? Die Mutter hat darin gelebt oder? Also akut einsturzgefährdet wird es vermutlich nicht sein.

    Zitat

    Ich möchte mir das nochmal richtig erklären lassen und schreibe das dann hier nochmal genau.

    Wir reden hier von Summen, für die man ein ganzes Leben braucht, um sie zu finanzieren. Ich hoffe doch schon, dass Du Dir das so lange erklären lässt, bis Du das vollständig lückenlos verstanden hast. Hier zumindest enthältst Du uns noch reichlich Informationen, so dass die Meinung hier im Forum zwangsweise eher einseitig gefärbt ist. Wie der Deal mit dem Kindsvater finanziell aussehen sollte, hast Du noch nicht geschrieben. Sollte das für Dich immer noch eine Option sein, lass Dich da beraten. Ob nun hier im Forum oder vom Anwalt.


    Solltest Du in dem Haus wohnen bleiben wollen, gibt es meiner bescheidenen Meinung nach nur eine einzig sinnvolle Variante: Kauf es.

    Zitat

    ich bekomme aber derzeit keinen Kredit, weil ich Hartz4 bekomme. Da liegt der Hase im Pfeffer. Und mein Bruder unterstützt die ganze Sache eben nicht, DASS wir alles so legen können, DAMIT das Haus in der Familie bleibt und nicht mein Kindsvater am Ende der Besitzer ist.


    Es war auch von Mietzahlungen an meinen Bruder die Rede. Das war ja ursprünglich meine erste Idee. Die schlägt er aus, weil er meine "Lage" arlamierend findet und leider nicht glaubt, dass er regelmäßig die Miete bekommt. Dabei weiss er, dass das eine einmalige Schieflage bei uns ist gerade und es nicht lange dauert, bis diese Hilfe seitens des Staates Geschichte ist.

    OK, sorry, damit scheidet die sinnvollste aller Optionen: Kredit und Bruder auszahlen wohl aus...


    Realistitsch betrachtet muß man sich schon fragen, ob man als Harz 4 Empfänger ein Haus bewohnen muss und sich das leisten kann. Wenn das nur temporär ist... Wie lange dauert das, bis Du wieder bei Kasse bist? Ist es realistisch darauf zu warten?


    Wenn Ihr das Haus verkauft für 400.000 bekommt ihr jeder die Hälfte, (wobei dann die Harz4 Leistungen gekürzt werden?). Von den 200.000 kannst Du eine Weile leben uns Miete zahlen. Wer das Haus kauft, ob eine unbekannte Person oder dein Ex ist dabei doch eigentlich egal. Danach wohnst Du zur Miete. In einer kleinen Wohnung für 600€ oder in dem Haus für.. oha... 1800€.

    Jetzt wird es kompliziert {:( . Mit H4 hat auch das Amt noch ein Wort mitzureden, wenn Du plötzlich ein Vermögen erbst. D.h. Dein Einkommen reduziert sich. Und du hast plötzlich Vermögen, dass Dir angerechnet wird.


    Es wäre im Grund sinnvoll, das Haus zu behalten.


    vielleicht könnt Ihr es sinnvoll teilen und "Eigentumswohnungen" daraus machen, so dass Dein Bruder seine Wohnung verkaufen kann und Du z.B. das Erdgeschoss behalten kannst?

    Wie kannst du dann 1100 Euro Miete zahlen? o:)


    Ich möchte auch nochmal ganz, ganz dringend davor warnen, das ein Wohnrecht auf Lebenszeit ganz übel enden kann. Ich kenne Fälle, da war es der Person kaum möglich, in seinen Räumen zu leben. Ihm wurde das Leben zur Hölle gemacht und sehr, sehr übel mitgespielt.


    Aber was ich noch anmerken möchte: manchmal sollte man der Wahrheit ins Auge blicken und loslassen können. Man kann nicht Alles im Leben stemmen oder glückliche Kindheitserinnerungen durch Einzug in das Haus zurückholen. Du solltest dir ganz klar vor Augen halten, wie deine jetzige Situation ist und ob du das stemmen kannst.


    Auch wenn der Vater deines Kindes die Renovierungsarbeiten selber ausführen möchte, ist ja die Frage, ob er es überhaupt kann und wieviel Jahre er dafür braucht. Möchtest du wirklich in einer ewigen Baustelle leben? Und ist er zuverlässig und hält sich an Absprachen?


    Ich kann dir echt nur raten, dir einen guten Anwalt zu suchen und mit ihm verschiedene Modelle durchzusprechen.

    Au Weia {:(


    Wenn du H4-Empfänger bist, kannst du das Erbe gar nicht einfach so an deinen Ex verschenken oder gegen ein Wohnrecht tauschen.


    Ich kann dir nur dringend empfehlen dich an einen Anwalt zu wenden. Es stehen hier auch Straftaten im Raum wenn du das Erbe nicht richtig bei den Ämtern angegeben hast. Und natürlich wird ein Erbe von 200.000 Euro Einfluss auf deinen H4-Bezug haben.


    Dein Freund geht das Risiko ein, das der Kauf rückabgewickelt werden muss... mit all den (teuren) Konsequenzen die das hat (und die er dann tragen muss... ich glaube das ist ihm auch nicht klar).

    Daß Dein Ex es überhaupt gewagt hat, Dir diesen Vorschlag zu machen zeigt doch für wie naiv (und über den Tisch ziehbar) er Dich hält.


    Um Dein Erinnerungshaus für Dich zu sichern mußt Du es ja nicht gleich selbst beziehen, wenn das nicht finanzierbar ist. Für ein paar Jahre vermieten und die Finanzierung eines Kredites um Deinen Bruder auszubezahlen sollte machbar sein.

    Sie sagte, HartzIV sei nur eine kurzfristige Überbrückung. Die Miete für den Ex muß Sie sich auch langfristig leisten können.


    Ihr Bruder zweifelt, daß er bei Auszahlung per monatliche Raten sein Geld zuverlässig bekommen würde. Ich denke der Knackpunkt für die Fadenstarterin ist die realistische Einschätzung der langfristigen Einnahmenslage.

    Ohmann, jetzt haben wir hier alle wild auf Annahmen basierend spekuliert und das alles ist dann ja wohl hinfällig. Mit H4 kann frau auch keine 1100 € Miete allein stemmen, da spielt das Amt ja auch nicht mit und 100.000 € zusätzlich oben drauf an Renovierungskosten und das geschätzt ":/ , nachher kostet es dann real noch weitaus mehr (ich spreche da aus Erfahrung). Das sind ja jetzt alles ganz andere Grundbedingungen.


    Nostalgie hin, Nostalgie her... da ist guter Rat dann wohl teuer, sprich fachanwaltliche Beratung (Immobilienrecht) mit dann allen Fakten vorher auf dem Tisch - soweit das finanziell überhaupt drin liegt in der derzeitigen Situation. Ich kann auch nur raten, bei allem realistisch zu bleiben - vor allem was die finanziellen Möglichkeiten hier anbelangt.

    Zitat

    ich bekomme aber derzeit keinen Kredit, weil ich Hartz4 bekomme.

    erstmal steckt in dem Satz eine in vielfältiger Weise sehr wichtige Information. Dass Du Hartz IV Empfängerin bist, hat mindestens die folgenden Auswirkungen:


    - durch das Erbe bist zu Vermögen gekommen (halbes Haus, also etwa 200kEUR). Du bist verpflichtet, dieses Vermögen zur Senkung Deines Sozialtranferbedarfs einzusetzen. Also entweder das Haus verkaufen und Deinen Lebensunterhalt für die nächsten etwa 15 Jahre aus dem Verkaufserlös decken oder das Haus selbst beziehen und damit mietfrei wohnen


    - wenn Du Deinen Anteil am Haus -wie hier angedacht- quasi an Deinen Ex verschenkst, führst Du selbst eine Bedürftigkeit herbei. Ich bin mir sicher, dass Dir das Amt dann -völlig zu Recht- für sehr lange Zeit den Hartz IV Anspruch ganz oder teilweise streichen wird


    - wie willst Du als Hartz IV Empfängerin 1100 EUR Monatsmiete stemmen? Ich kenne die Verhältnisse bei Euch nicht, aber ich halte es für sehr wahrscheinlich, dass Dir diese Summe nicht bewilligt wird. Im Gegenteil halte ich es für wahrscheinlich, dass Ihr mindestens gezwungen werdet, beispielsweise durch Vermietung eines Zimmers die Kosten zu senken


    Hingegen denke ich, dass Du sehr wohl auch als Hartz IV Empfängerin einen Kredit auf dieses Haus, spezieller auf das Grundstück bekommen kannst. Du musst ja nur 50% beleihen, das Grundstück verliert auch dann nicht an Wert, wenn Du das Haus verkommen lässt, das Risiko der Bank ist also sehr begrenzt, bei einem derzeitigen geschätztem Wert allein des Grundstücks von über 300.000 ist die Gefahr gering, dass in Zukunft nur noch ein Verkaufserlös von unter 200.000 EUR realisiert werden kann, falls Du irgendwann nicht mehr zur Bedienung des Kredites in der Lage sein solltest. Daher ist das Risiko für die Bank trotz Deines Hartz IV Bezuges nicht exorbitant hoch. Ich würde mir an Deiner Stelle zumindest mal bei einer Bank unverbindlich ausrechnen lassen, ob und welchen Kredit zu welchen Bedingungen diese bereit wären, Dir zu geben.

    Wenn das Amt erfährt, das sie ein Erbe in Wert von 200.000 Euro gegen ein Wohnrecht getauscht hat, bekommst sie eh keine Leistungen mehr vom Amt - weder für sich, noch für das in ihrem Haushalt lebende Kind. Soweit ich weiss für 12 Monate.


    Nebenbei noch ein Strafverfahren wegen Leistungsbetrug wenn das Amt noch nichts davon weiss. (Und die Erfahren das mit Sicherheit)


    Und wenn der H4-Bezug wegfällt, muss man sich z.B. auch selbst Krankenversichern.


    Erbe ausschlagen darf sie übrigens auch nicht als H4-Empfängerin.


    Damit ist das ganze Konstrukt mit dem Wohnrecht für den Eimer.

    Ich bin immer noch nicht sicher, ob das mit dem Haus herschenken so richtig verstanden ist hier. Frei nach dem Motto "so blöd kann man nicht sein", mag ich das nicht so recht glauben. Vielleicht magst Du, @Diamondiva das mal klarstellen?

    Zitat

    Nee, es ist so, dass ich meine Hälfte praktisch hergebe. Also das ist der Deal. Der Kindsvater kauft das Haus und beleiht es dann. Dann kann er meinen Bruder auszahlen. Ich zahle ihm die Hälfte der ortsüblichen Miete (ca. bei dem Haus 2200 Euro warm) und es ist eine Klausel im Notarvertrag (noch nicht beglaubigt), dass ich unkündbar bin, lebenslanges Wohnrecht habe.

    Heißt das ernsthaft, dass Du das Erbe VERSCHENKST, um dann hinterher nur Wohnrecht zu haben? Bist Du irre?? DU lebst von Harz 4 und verschenkst 200.000€


    Oder kauft er Deinem Bruder seine Hälfte ab und vermietet sie Dir, während Du Deine Hälfte behältst?


    Mach doch dem Rätselraten hier mal ein Ende!!