Irgendwelche Zweifel müssen aber doch jetzt schon da sein. Wenn für mich alles klar wäre, würde ich mich auf meinen Bauch verlassen, ich müßte mich nicht durch Foren stärken oder verunsichern lassen, es wäre eben k l a r .


    Und Verlobung ist so ne mittelalterliche würgende Angelegenheit, die andere Entschlüsse nicht parat hat. So tiefstes Bayern oder hinterstes Dithmarschen....

    Eine Verlobung hat ja rechtlich gesehen keinerlei Bedeutung. Ich bin allerdings auch der absolut monogame Typ der nur einmal in seinem Leben eine Beziehung eingehen will und für den die Ehe das Allerheiligste ist. Von daher würde ich auch sehr zügig heiraten.


    Und früher war es doch auch Gang und Gebe gleich den ersten zu heiraten den man kaum kannte. Da hielten die Ehen noch viel länger als heute.

    Wenn es sich für die "Betroffenen" richtig anfühlt... Ich hatte drei kürzere Beziehungen und wäre nie auf die Idee gekommen, da weiter zu planen. Für den Moment passte es. Das war es aber auch.


    Meinen jetzigen Partner kannte ich als Telefonbekanntschaft zwei Jahre... nach dem ersten Treffen hat es genau 4 Monate gedauert, dann bin ich mit ihm zusammengezogen und dafür sogar 300 km weggezogen. Total untypisch für mich. Das ist jetzt 3 1/2 Jahre her, wir haben Höhen und Tiefen wg. div. Einflussfaktoren - aber es passt. Hochzeit planen wir aber nicht; mir reicht die gemeinsame allgemeine Lebensplanung (und er ist geschieden und vorgeschädigt...).


    Ich war gerade 40, als wir zusammengekommen sind. Davor wie gesagt kürzere Beziehungen und (nach Elternhaus und WG-Zeit) nur alleine gelebt. Für mich also eine krasse Entwicklung, aber es passte.


    Allerdings verändert sich in nach einiger Zeit die Liebe halt doch (im Idealfall wird aus Verliebtheit echte Liebe) und man mnuss schon an der Beziehung arbeiten. Wir hatten bspw. Momente, wo es sich für mich gefühlt so wie meine vorherigen Beziehungen entwickelte: Verliebtheit weg, Luft irgendwie raus, Leichtigkeit weg,... Aber: Irgendwas war grundsätzlich zwischen uns und wir haben es gut hinbekommen. Höhen und Tiefen halt - und immer wieder die Erkenntnis: "Es passt".

    Zitat

    Und früher war es doch auch Gang und Gebe gleich den ersten zu heiraten den man kaum kannte. Da hielten die Ehen noch viel länger als heute.

    Mir persönlich ist es egal was "früher" angeblich war. Und es ist kein Wunder, dass Ehen in einer Zeit (auf dem Papier) länger hielten als einer vom anderen abhängig war.

    Zitat
    Zitat

    Eine Verlobung hat ja rechtlich gesehen keinerlei Bedeutung.

    Ist das tatsächlich so?

    Nein.


    Zumindest besteht vor Gericht ein Zeugnisverweigerungsrecht und unter Umständen eine Schadensersatzpflicht nach Auflösen der Verlobung.

    Zitat

    Und früher war es doch auch Gang und Gebe gleich den ersten zu heiraten den man kaum kannte. Da hielten die Ehen noch viel länger als heute.

    Das lag aber mit Sicherheit nicht daran, dass gleich der erste Beste, den man kaum kannte, geheiratet wurde. Die Ursache war wohl eher, dass Frauen in solchen früheren Zeiten nicht berufstätig waren und also keine Alternative zum Verbleib beim Ehemann hatten, und länger dauerten die Ehen auch nicht unbedingt, weil die Lebenserwartung viel kürzer war.

    ... und man verkniff sich bei Nichtfunktionieren eine Scheidung, weil man u. U. schuldig gesprochen wurde.


    Und dann saß man da, Kinder kriegte man auch nicht, man hatte vielleicht keinen Beruf und und und.


    Ich kann aus den 50er und 60er Jahren da noch ein Lied von singen.


    Augen zu und durch und denk an Deutschland war ein beliebter Spruch.

    Unperfekt

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    Es gibt ja meist die eine Hälfte die sagt viel zu früh man kennt sich gar nicht und das geht in die Hose lasst euch Zeit und dann gibt es noch die andere Seite die sagt man hat für nichts eine Garantie ob man 1, 5 oder 10 Jahre zusammen ist Hauptsache man ist glücklich also los.

    Ich würde mir da nicht groß reinquatschen lassen. Es steckt niemand in deiner Haut. Eine Garantie gibt es sowieso nie, weder nach 4 Monaten noch nach 40 Jahren. Nur, weil man 10 Jahre zusammen ist, heißt es nicht, dass man sich besser kennt oder sich nie wieder trennen wird. Ich kannte ein Paar, die waren 10 Jahre zusammen und nachdem sie geheiratet haben, war es schnell vorbei. Es sit auch nicht jeder derselbe Typ. Wenn heiraten, bin ich dafür, das dann auch zu tun und nicht 10 oder 20 Jahre mal darüber nachzudenken. Manche denken noch drüber nach, wo andere schon wieder geschieden sind. ;-D

    Zitat

    Bei meinem jetzigen Freund ist es so ich würde ohne Nachzudenken Ja sagen weil ich keine Angst davor habe was mit ihm zu riskieren.

    Wo liegt dann das Problem?

    Du schreibst, du "würdest Ja sagen" und du "wärst bereit". Hat er dir denn einen Antrag gemacht, möchte er auch schon heiraten? Oder ist es erst mal nur dein Gefühl, dass du ihn gerne heiraten möchtest?


    Grundsätzlich finde ich es müßig, so eine Frage im Forum zu stellen, denn dir war sicherlich schon vorher klar, wie die Mehrheit der Antworten ausfallen wird. Warum ist es dir wichtig, hier Rückmeldungen einzuholen? Was sagt denn dein Umfeld zu deinen Plänen?

    Zitat

    4 Monate ist viiiiiiieeeeel zu kurz.

    Und das weißt Du woher?


    Wir haben uns damals auch nach einigen Monaten verlobt und ca. 1,5 Jahre nach dem Kennenlernen geheiratet. ??Allerdings hätten wir damals ohne Heirat null Chancen gehabt, überhaupt eine Wohnung zu bekommen. Und unser erster Arbeitsort nach dem Studium wäre uns u.U. weit voneinander entfernt zugewiesen worden. Die Verpflichtung da hin zu gehen, wo man eingesetzt wird, war der Preis dafür, studieren zu dürfen. Auf Verheiratete hat die Absolventenvermittlung jedoch Rücksicht genommen. Das alles hat unsere Entscheidung natürlich beeinflusst.??


    Für uns hat es gepasst, denn jetzt - 38 Jahre später - sind wir immer noch zusammen.

    @ Taps

    Bravo :)^ :)=

    @ unperfekt

    Adam und ich haben uns 6 Monate gekannt, dann wurde ich schwanger, 14 Tage nach der Hochzeit war die Geburt, 18 Monate später der zweite Sohn und das ist nun genau 31 Jahre her.


    Liebe Grüsse


    Evi

    wenn du dir sicher bist (wirklich! sicher. ich hatte nach einer langen beziehung den typischen übergangsfreund. das war zwar auch alles himmelhochjauchzend, aber das rationale zipfelchen in mir wusste irgendwie trotzdem, dass das alles nicht so ganz richtig ist), warum nicht? ich finde es auch nicht besonders merkwürdig, hier nachzufragen (auch wenn die antworten natürlich vorher klar sind). "üblicherweise" heiratet man nicht so früh. wenn man es dann doch tun will, würde ich das eher als allgemeine unsicherheit betrachten, die völlig abgekoppelt davon ist, dass es für dich völlig richtig ist. und nur danach würde ich mich richten. du willst dich jetzt verloben? dann tu es!


    zusammenziehen würde ich allerdings vor der hochzeit definitiv, da könnten sonst tatsächlich noch überraschungen drohen.


    mein mann und ich haben uns im januar kennengelernt, im


    märz das ganze offiziell beziehung genannt, uns im


    oktober verlobt. dass er so "lange" gewartet hat lag nur daran, dass der ring so lange auf sich warten ließ. geheiratet haben wir ziemlich genau 1,5 jahre nach unserem ersten treffen im jahr 2011. seitdem sind wir glücklich und zufrieden. es fühlte sich mit ihm auch einfach von anfang an absolut richtig an.

    Naja, Unperferkt, da du es bereits von Anfang der Beziehung an auf eine Schwangerschaft anlegst, wäre Heiraten doch nicht übel, um dich und das Baby noch besser abzusichern.


    Was sagt eigentlich der Partner zu Kinderwunsch und Heirat?


    http://www.med1.de/Forum/Gynaekologie/742737/#p23036991