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    Vermutlich wäre Abstand die bessere Lösung, aber irgendetwas in mir schreit förmlich danach, ständig hin zu fahren ]:D

    Wenn das Teufelchen dahinter deine visuelle Seele ist, dann hast du ja schon eine Entscheidung getroffen. Suchst du vielleicht jetzt noch abschließend nach dem guten Grund, es zu tun? Eigentlich sollte es ja andersrum sein. ;-)

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    Zum Thema funktionieren: ich schmeiße den kompletten Haushalt, mein Freund schmeißt seine Firma...das Liebesleben lässt zu wünschen übrig, es war noch nie berauschend, aber in letzter Zeit hab ich keine Lust mehr...

    Was du schreibst, ist eigentlich die Abrechnung mit einer halbherzigen Beziehung. Ihr seid durch geteiltes Leid zusammengekommen und habt viel gemeinsam gemacht, der Sex war mittelmäßig. Ist das alles? ":/ Das kann man auch mit guten Freunden haben - dazu braucht man keinen Partner.


    Ich frage mich nur: ist das jetzt dein wahres Empfinden, dass die Beziehung nie rosig war? Oder wiederum nur der Rückblick durch die verlockende Brille, dass da ja noch jemand greifbar wäre - wo alles spannend und neu ist?

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    Ich weis, dass ich gerade mich unmöglich verhalte, dass ich erst "teste" was es mit meiner Flirterei auf sich hat...das ist gemein :(v

    Ja. Du bleibst (

    ) aus einer Bequemlichkeit, fühlst dich nicht genügend beachtet, also bist du zu einem Mann hingezogen, der dir Aufregung schenkt. Am Ende gibt's 'nen Ego-Fick, du fühlst dich gut. Das kannst du leicht haben. Ob das aber ein besserer Mann an deiner Seite ist, ist eine ganz andere Frage. Fair ist das nicht, denn wenn die Beziehung nicht gut ist, sollte man reinen Wein einschenken und nicht den Plan-B parallel probieren. Entweder es passt mit deinem Partner - dann bleib und verhalte dich aufrichtig und in der Kritik konstruktiv. Oder es passt definitiv nicht, dann mache reinen Tisch, bevor es mit dem anderen ernst wird oder deine Freundin sich verquatscht.


    Leider hast du die Frage nicht beantwortet, was du an deinem Partner ändern würdest, damit du ihn als den Mensch an deiner Seite bezeichnen kannst.

    "Was tun?" fragst Du im 1. Post....


    Das musst Du wissen. Du musst entscheiden, ob Du Dich der neuen Liebelei hingibst oder die Beziehung retten willst. Die Entscheidung kann Dir hier keiner abnehmen.


    Wenn Du das WAS entschieden hast, kannst Du hier im Forum auf reichlich Lebenserfahrung zum Theme WIE zurückgreifen.


    Wenn Du unbedingt einen Rat möchtest zum Thema "was tun?".... Beende die Affäre, mach eine Paartherapie und finde raus, wie Du Deine Beziehung auf Vordermann bringst. Und wenn Du dann nach einem Jahr merkst, das wird alles nichts, trotz unendlich viel Mühe, die ihr Euch beide bis dahin hoffentlich gegeben habt (oder eben, weil sich einer keine Mühe geben will), dann, erst dann such Dir was neues. Trennung oder Affäre oder offene Beziehung....


    Aber immer erstmal die niedrig hängenden Früchte ernten und Spass haben weil die Beziehung ja Mühe kosten würde, ist ja sooo viel einfacher. Blöd nur, wenn da Kinder im Spiel sind.

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    .. erstmal die niedrig hängenden Früchte ernten und Spass haben weil die Beziehung ja Mühe kosten würde, ist ja sooo viel einfacher. Blöd nur, wenn da Kinder im Spiel sind.

    Es ist gut, wenn man es auf den Punkt bringt. :)^

    Ja, das bringt es absolut auf den Punkt. Insbesondere wenn (kleine) Kinder im Spiel sind sollte man einmal mehr nachdenken und an der Beziehung arbeiten.


    Abgesehen davon halte ich überhaupt nichts davon, fremdzugehen und quasi auszuprobieren, ob das klappen könnte.. :(v Dann muss man sich schon entscheiden, das Risiko in Kauf nehmen und die Karten auf den Tisch legen. Das ist nur fair und zieht -meiner Meinung nach - weniger Verletzungen nach sich.

    Hm, klingt alles in Allem nicht mehr danach, als ob Du noch große Pläne in Deiner festen Beziehung hast.

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    Wir sind damals auf eigenartigem Weg zusammen gekommen: Mein Ex-Freund hat mich mit seiner Ex-Freundin betrogen und wir haben beide gemeinsam gelitten und irgendwie hat es bei uns gepasst und wir sind zusammen geblieben. Vom rein optischen her, ist er nicht meine Wunschvorstellung, aber damals hab ich das irgendwie nicht so beachtet, wir haben viel gemeinsam gemacht.

    Das bezieht sich auf den Vater Deiner Kinder? Aus den Worten schwingt der Eindruck mit, dass Deine körperliche Anziehung auf Deinen Freund seit den Anfängen nicht im hohen Maß ausgeprägt war. Sich diese fehlende Anziehung durch die schlechte Beziehungsqualität und das Abflauen Deiner Gefühle verstärkt hat?


    Ihr mehr aus der damaligen Situation zusammen geblieben seid, weil eure beiden Ex-Partner euch betrogen haben, also aus gegenseitigem Trost?

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    Der Große hat sich komplett vom Papa abgewendet, bekommt die Krise, wenn er abends mal mit Papa allein bleiben muss (was selten vorkommt) und ist auch sonst sehr mama-lastig. Stört mich jetzt nicht weiter.

    War Dein Partner bei der Geburt des 1. Sohnes schon in der beruflichen Selbstständigkeit und es gab schon zu dem Zeitpunkt zu wenig Paar- und Familienzeit zwischen euch?


    Wollte Dein Partner beide Kinder, stand hinter dem Kinderwunsch? Oder gab er Dir zuliebe nach?

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    Zum Thema funktionieren: ich schmeiße den kompletten Haushalt, mein Freund schmeißt seine Firma...das Liebesleben lässt zu wünschen übrig, es war noch nie berauschend, aber in letzter Zeit hab ich keine Lust mehr...

    Sorry, wenn ich ins "Blaue" spekuliere, aber es klingt danach, als ob Dein Freund schon länger bei Dir nicht mehr die obere Prioritätenliste inne hat. Gab es schon länger latent einen Trennungswunsch, der durch das Verlieben in Deinen Flirtpartner einen positiven Schub erfahren hat?

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    und ist auch sonst sehr mama-lastig. Stört mich jetzt nicht weiter.

    Hast Du innerlich damit abgeschlossen, dass die Vater-Sohn/Kinder-Beziehung nicht mehr zu retten ist?


    Auch hier, liegen kleine Details die im Gesamtbild wichtig erscheinen.

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    immer wieder denke ich zurück und versuche mich zu erinnern, aber diese Gefühle, die dieser andere Mann in mir auslöst, habe ich bei meinem jetzigen Freund nie gehabt :-(

    Oder siehst Du es im Moment nur so kritisch, weil Deine Gefühle für den Flirtfreund so stark überwiegen?

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    Der Klassiker nun, ich habe mich mit deren Ex-Freund ein wenig angefreundet, wir quatschen oft, ich helfe ihm und wir lassen die Kinder miteinander spielen. Hab ich nachmittags mal nen Termin, darf ich den großen zu ihm bringen und er unternimmt was bzw passt auf.

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    Morgen darf mein Sohn mit den beiden Kids und ihm einen Nachmittagsausflug machen...dann seh ich ihn wieder.

    Beeinflusst es Dich gerade deswegen so positiv, weil dieser Mann sich Zeit nimmt als Vater und mit seinen Kindern und Deinen Kindern harmonisch gern Zeit verbringt, sich die Kinder untereinander gut verstehen?


    Diese Tatsache, Dir gerade als Mutter zunehmend gefällt, dass Deine Kinder zu ihm einen guten Draht aufgebaut haben und eure Zeit als Flirtpartner deshalb mehr aufgewertet wird?

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    Unser Großer kann mit Papa mittlerweile gar nichts mehr anfangen, bei den beiden stimmt die Chemie hinten und vorne nicht. Der Kleine ist brabbelt immer mit vorliebe "papaaaa" aber letztenendes klebt er dann doch an mir

    Es ist schade, dass der leibliche Vater sehr wertvolle Zeit verstreichen ließ, und dies, wie Du es beschreibst die Vater-Kind/er-Beziehung nicht sehr festigend aufgebaut wurde.


    Aber warum habt ihr nicht offen darüber gesprochen wie die Beziehung mit Familie gelebt werden soll, bevor eure Kinder geboren wurden? Wie sich die Aufgaben neu verteilen, wie lange Du daheim pausierst, ob die Kinder später die Kita besuchen usw.


    Es liest sich für mich von der Situation so, als ob ihr in den Anfängen nicht konkreter nachgedacht habt, weil Du noch keine Vorstellungen hattest, wie das Leben als Mutter sein wird. War der 2. Sohn mehr ein Versuch für Dich die Beziehung zu "retten"? Und erst danach hast Du festgestellt, dass dieser Versuch fehlgeschlagen ist?


    Was fehlt ist Deine Sichtweise darauf, ob Du die Arbeit Deines Freundes mehr als seine Flucht vor eurem Familienleben siehst, oder ob es finanziell bzw. von der schwierigen Auftragslage her nötig ist, dass er so viel und so lange arbeiten muss.

    Nicht wenige Beziehungen, ich vermute die meisten Beziehungen gehen an den Bedingungen, die sich die Partner meistens selbst schaffen zu grunde. Oft spielt dabei eine Rolle, dass die Partner zuwenig Kontakt, zuwenig Nähe spüren, in der Beziehung zuwenig Leidenschaft und zuviel langweiliger Alltag einkehrt oder dass andere Interessen die Beziehung (dazu kann auch eine zu starke Fokussierung auf die Kinder zählen) und die Gedanken daran verblassen lassen und überlagern. Ich vermute, dass für den Erhalt von Liebe unser Gehirn immer wieder neue Anregungen, Reize benötigt, um am Laufen gehalten zu werden, sonst gehen Liebesgefühle verloren. Abgesehen von polyamoren Menschen, passiert es nicht selten, dass beim Abflauen von Liebesgefühle zum aktuellen Partner die Aufmerksamkeit auch für potentielle neue Partner deutlich erhöht wird, weil dort wieder Reize für das Gehirn erbracht werden.


    Wenn du soetwas feststellst und du Bedenken mit dir rumträgst, dann hast du zwar die Möglichkeit einer Trennung und die Möglichkeit zur Hinwendung zu einem neuen Partner, es besteht aber auch die Möglichkeit, zu überlegen, was im Alltag schiefläuft, so dass die aktuelle Beziehung auf wackligen Beinen steht und Unzufriedenheit auslöst.


    Ich würde zur Rettung der derzeitigen Beziehung dringend empfehlen:


    - der aktuelle Freund und Vater der Kinder muss sich dringend mehr Zeit für Kinder und die Beziehung nehmen und dafür bei der Arbeit deutlich kürzer treten, mehr gemeinsame Erlebnisse, mehr Nähe zwischen euch ermöglichen- dazu zählt auch vermutlich häufigerer und erfüllender Sex, mehr und regelmäßige gemeinsame Unternehmungen- nicht alle vier Wochen oder einmal im Jahr zum Urlaub, sondern wöchentlich (besser noch mehrmals in der Woche)- das könnte die Liebesgefühle wieder anheizen.


    - du selbst müsstest einen erfüllenderen Alltag erleben, das sollte auch bedeuten, selbst arbeiten zu gehen und dafür die Kinder zeitweise in fremde Betreuung geben, das macht dich im Alltag wieder lebensfroher. Deinen Freund verstehe ich diesbezüglich nicht. Insbesondere, weil er offenbar nicht nur eurer Beziehung, sondern auch den Kindern geringe Priorität einräumt und seine Arbeit dermaßen überpriorisiert. Manchmal schüttel ich bei solchen Beschreibungen nur den Kopf und frage mich: Wofür arbeitet Mensch soviel- für das Geld oder für das Leben? Ist für das Leben wirklich das Geld so wichtig oder geht es auch mit weniger Geld und dafür mehr das Leben erleben? Was soll eine Beziehung, die nicht gelebt wird, wenn vieles andere wichtiger ist?


    Wer seine Arbeit so sehr liebt, warum geht er dann eine Beziehung ein?


    Ich denke, ihr habt in eurer Beziehung viel Rede- und noch mehr Handlungsbedarf.


    Wenn dir die Beziehung nicht mehr wert ist, erhalten zu werden, dann trenne dich (unabhängig von deinem neuen Schwarm)- die Kinder erleben ihren Vater ohnehin kaum (es erinnert mich an meine Kinderzeit)- insofern wäre das für die Kinder kein besonders großer Verlust.

    Es ist normal, dass man nach einer so langen Beziehung nach Abwechslung vom Alltag sehnt. Sich in einen anderen Mann zu verlieben, ist emotional sicher verständlich, aber eine Trennung ist nichts, was du deinen 2 Kindern antun willst. Und so weit ich deinen Beitrag verstanden habe, gibt es in eurer Beziehung ja keine größeren Probleme, abgesehen davon, dass dich der Beziehungsalltag langweilt.

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    aber eine Trennung ist nichts, was du deinen 2 Kindern antun willst

    Für eine Trennung vom Partner sollten nicht die Kinder der entscheidende Punkt sein. Ich halte es für Kinder emotional und auch sozial für wesentlich schädlicher, wenn Paare "der Kinder wegen" zusammenbleiben obwohl sich die Partner nicht mehr mögen- eine solche abgekühlte Beziehung bekommen auch die Kinder mit- sie bekommen auch mit, wenn die Eltern Frust schieben, weil sie mit jemandem zusammenleben, mit dem sie eigentlich nicht zusammenleben wollen.


    Das hat für mich eine relativ kalte Botschaft an die Kinder.


    Menschen in einer Beziehung sollten aus Liebe zusammen sein und nicht aus irgendwelchen (gesellschaftlichen) Zwängen heraus.

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    mein Freund fragt mich ständig, was los ist und wann ich endlich mal wieder normal werde und ich traue mich nicht ihm, das zu beichten, aus Angst, dass es wirklich nur eine "Phase" ist...

    Ich denke, inzwischen bist Du da einen Schritt weiter. Und selbst wenn es nur eine Phase ist, so hast Du doch jetzt die Chance, eurer Beziehung eine Wende zu geben: normalerweise muss man sich noch mit Vertrauensbruch auseinandersetzen, wenn einer von beiden fremdgeht und das macht es dann wirklich schwer. Hier bist Du doch in einer super Position.


    Gehe zu deinem Mann und sage ihm, Du möchtest mit ihm reden.


    Und dann läuft das Gespräch erstmal nach deinen Regeln ab, die Du vorher klarstellst. Dann darf er reden. Dann legt ihr gemeinsam fest, wie ihr den Karren wieder aus dem Dreck ziehen wollt.


    Zur Not nehmt ihr halt einen Moderator. Aber ihr müsst beide Abstriche machen, sonst wird sich sicher einer wieder übervorteilt fühlen.


    Viel Erfolg.

    Für mich ist es ziemlich klar, Du hast Dich verliebt, nach langer Zeit wieder. Das ist Doch erst einmal sehr schön so. Aber würde das so bleiben, wenn Du mit dem anderen Mann erst einmal allein wärest, also wenn Du Dich von Deinem Freund trennst?


    Da würde ich in mich gehen.


    Du musst Dich dafür nicht hassen, Liebe zu empfinden. Schon gar nicht nach einer Durststrecke wie Deiner Beziehung. Dein Freund wird sich nicht ändern für die Beziehung, denke ich, er würde sonst von Dir nicht "Normalität" verlangen. Ist das nicht schrecklich? Er könnte ja auch fragen, was los ist, ohne gleich zu versuchen, Dich zu manipulieren.


    Und die Kinder scheinen für ihn keine Rolle zu spielen, wohingegen der andere Mann sehr kinderlieb zu sein scheint, und die Kinder mit ihm klarzukommen scheinen.


    Versuch einmal herauszubekommen, wie er zu selbsttändigen Frauen denkt, wie zu Kindern und Familie? Von Deinem jetzigen Freund scheint es keine positive Haltung dazu zu geben. Er ist mit seiner Firma verheiratet und scheint sich nicht einmal die Mühe zu machen, das zu erklären. Und Die eine Perspektive zu geben, wann ER wieder normal wird. Also das Mindestmaß an Zeit für Dich und die Kinder investieren.


    Man kann ja versuchen, ihn nochmal wachzurütteln, aber ich fürchte, sein Weltbild ist festgefügt.


    Von daher: Hör auf Bauch und Herz, der Kopf ist nicht der Teil des Menschen, der das Glücklichsein im Visier hat. Sondern die Vernunft, die zwar ein gewisses Funktionieren gewährleistet, aber Herz und Bauch leichthin ausbremst. Diese beiden sind aber durchaus gleichberechtigt; die oft vermaledeite "Bauchentscheidung" ist wichtiger als oft akzeptiert für das eigene Glück.


    Ohne Bauchentscheidungen verkümmert der Mensch. Er liegt auch nicht weit vom Herz entfernt, die beiden sind nicht selten einer Meinung. Um mit dem kleine Prinzen zu sprechen: "Es gibt kein Geheimnis, es ist ganz einfach. Man sieht nur mit dem Herzen gut, das Wesentliche ist für das Auge unsichtbar. " ich möchte noch hinzufügen: Allein der Mut ist es, der uns oft davor zurückschrecken läßt. Und: Wenn man wirklich verliebt ist, ist das nicht schuldhaft, und ausserdem kann (und wird) niemand etwas dagegen tun.

    Guten Morgen,


    schlaflose Nacht...meine Nerven sind mir gestern durchgegangen. Mein Freund hat um 18 Uhr angerufen, er kommt gleich heim und es wurde dann doch wieder 20 Uhr.


    Die Kinder waren gestern abend extrem überdreht und irgendwann hab ich den großen ins Bett gebracht und bin heulend im Wohnzimmer aufm Teppich gesessen.


    Mein Freund kam dann und meinte "was is denn nun schon wieder?"... hab den Kleinen noch ins Bett und dann mich zu ihm an Küchentisch gesetzt und gemeint, dass ich nicht mehr kann und so es nicht mehr weiter geht.


    Er ist zu oft zu lange weg. Darauf kam dann seine Antwort, dass das jetz grad eine spezial-Baustelle sei und die gehe halt noch knapp 2 Wochen und zuvor war er ja auch ständig da (ok...da war er ab und zu um 19 Uhr zuhause) und sein Hobby, das Musikspielen hat er auch schon wegen mir aufgegeben (er hat gar keine Zeit vor lauter arbeiten). Außerdem würde ich immer vom bauen reden und irgendwo muss das Geld ja herkommen.


    Wir wohnen in der ETW meiner Mutter, er möchte eine eigene Werkstatt mit angrenzendem Wohnhaus bauen (das gab auch schon lange Diskussionen, da ich nicht in einem Gewerbegebiet wohnen möchte....hab aber dann nachgegeben).


    Das Ende war dann, dass er mich mit Dackelblick angeschaut hat und ich in die Badewanne gegangen bin. Danach ins Bett. Er hat die Nacht auf der Couch verbracht, ging heute morgen um 6 Uhr ohne sich zu verabschieden außer Haus.


    Gerade habe ich nach Paartherapien gegoogelt :°(

    Oh je, dass klingt leider noch nicht sehr empathisch aufeinander zugehend zwischen euch.


    Allerdings sind nicht alle Argumente Deines Freundes von der Hand zu weisen. Die Frage ist, ob ihr euch in wesentlichen Punkten eurer Lebensführung und Ausrichtung der Lebenszielen einig werden könnt. Vorallem ohne das Du häufiger einseitig einlenkst um des Friedens Willen, aber danach mit der Lösung unzufrieden bist.


    So wie hier z.B.:

    Zitat

    Wir wohnen in der ETW meiner Mutter, er möchte eine eigene Werkstatt mit angrenzendem Wohnhaus bauen (das gab auch schon lange Diskussionen, da ich nicht in einem Gewerbegebiet wohnen möchte....hab aber dann nachgegeben).

    Könnte ein gelungener Kompromiss nicht auch sein, wenn die ETW Deiner Mutter für eure Bedürfnisse ausreichend in Größe und Funktionalität ist, dass er sich eine Werkstatt im Gewerbegebiet anmietet, ohne aufwendigen Hausbau?


    Eure ohnehin schon angespannte Beziehungssituation würde mit dem zusätzlichen Hausbau noch weiter beschädigt werden, falls kein Fertighaus-Kauf angedacht ist.


    Gerade bei beruflicher Selbstständigkeit lässt sich langfristig schwer abschätzen wie sich die Auftragslage langfristig entwickelt. Mit nur einem Gehalt und seiner aktuellen Einstellung zu Deiner Berufstätigkeit sehe ich massives Konfliktpotential zwischen euch.


    Wie sehen eure Wochenenden aus? Käme in Frage, dass ihr die beiden Kinder bei den Großeltern unterbringt und dann ohne Trubel um euch rum in Ruhe miteinander redet?


    Nach seinem langen Arbeitstag und Du am Abend müde von der Betreuung beider Söhne und die erledigte Hausarbeit, sind konstruktive Gespräche meist schwerer zu führen.


    Habt ihr das Thema Paartherapie schon miteinander besprochen? Wenn ja, wie hat Dein Freund darauf reagiert? Rechnest Du mit seiner Bereitschaft zur Mitarbeit, um für eure Beziehung neue gemeinsame Rahmenbedingungen zu erarbeiten?

    Unsere Wochenenden bestehen aus Sonntag...Samstag ist er arbeiten und ich unternehme was mit den Kindern.


    Das Thema Paartherapie hab ich noch nicht angesprochen, ich werde es demnächst mal, sofern er sich wieder blicken lässt.


    Und bzgl der ETW: er hasst diese Wohnung, sie ist im 1. OG, kein Garten, dafür 2 Balkone. Die Kinder kennen nichts anderes, sie können auf den gegenüberliegenden Spielplatz, es ist halt "Kleinstadt" oder der Große saust übern Parkplatz zu seiner Freundin. Wir haben keinen Garten und das fehlt ihm halt (mir auch manchmal). Alle seine Freunde/Geschwister haben entweder einen Hof oder Haus, manche halt auch Werkstatt+Haus...er hat da immer schon Komplexe gehabt.


    Ich bin im großen und ganzen zufrieden, wir haben 105m², jedes Kind hat ein eigenes Zimmer und zahlen einen "Spottpreis" an meine Mama Miete.


    Wenn ich Garten brauche, fahre ich zur Oma oder zur Affäre ;-D (Spaß) oder gehe zu meiner Freundin rüber.


    Ich lenke schon oft ein bzw muss einstecken. Wenn er sich was vornimmt, wirds gemacht (wir sind mal in Skiurlaub gefahren, ich hatte Nebenhöhlenvereiterung...Abfahrt punkt 8 Uhr. Dann sind wir mal einfach so übers Wochenende weg, das hab ich gebucht, da musste noch dieses und jenes erledigt werden....Abfahrt 14 Uhr). Möchte ich was unternehmen und er mag nicht recht, dann lässt er mich das schon merken.