Und meine Mutter lebte mit vielen vielen Menschen zusammen und war in Schule/Studium sehr erfolgreich und hat sich DENNOCH bis heute vor allem gewünscht, in Ruhe und ungestört zu arbeiten. In einem eigenen Raum.


    Was lernen wir daraus? Es kann bei jedem anders gehen. Allgemeine Normen aus subjektiven Erfahrungen abzuleiten ist nicht logisch.

    sensibelman :

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    so ganz gewöhnliche Menschen//


    bin ich auch nur.

    Wenn ich deine Gottgleichen Beiträge lese, dann denke ich, dass selbst du (phallus erectus) deine Antwort bezweifeln wirst. Und so richtig hilfreich sind deine Antworten meist nicht. Für die TE und für andere Fäden meist mehr ärgerlich, weil selbstbezogen und nicht sozialkompetent. Die TE braucht Hilfe. Und aus dieser Sicht sollten die Antworten brauchbar sein.

    Zitat

    Die TE braucht Hilfe. Und aus dieser Sicht sollten die Antworten brauchbar sein.

    Ich halte es auch für eine Hilfe, zu bestätigen, dass die Wünsche der TE keineswegs so absurd oder absonderlich sind.


    Dein Artikel

    Zitat

    Wenn ich deine Gottgleichen Beiträge lese,

    Ich sehe nichts Gottgleiches, ich sehe höchstens, das es für dich eine eher fremde Welt ist, offenbar, weil du Mittelmaß oder darunter dir schönredest- am Besten, wenn man sich hinter der "Normalität" der Masse verstecken kann.

    Zitat

    weil selbstbezogen und nicht sozialkompetent

    Ich halte einen Selbstbezug für angebracht und sinnvoll, weil ich aus eigener Sicht und eigenem Ergebnis besser darstellen kann, als aus grauer Theorie.


    Jemand, der es selbst nicht gebacken bekommt, hat in der Regel auch größere Schwierigkeiten erfolgreiche Modelle zu vermitteln.


    In wieweit du das ganze sozialkompetent einschätzt oder nicht ist im Prinzip irrelevant.


    Wenn ich beim Backen mehrfach die Brötchen verkohlen lasse, würde ich nicht jemandem Empfehlungen geben, wie er die Brötchen kohlefrei bekommt ...

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    hat sich DENNOCH bis heute vor allem gewünscht, in Ruhe und ungestört zu arbeiten. In einem eigenen Raum.


    Was lernen wir daraus?

    ... das sie es nie gelernt hat, unter anderen Bedingungen zu arbeiten (und es auch nie zielstrebiger versucht hat). Immerhin hätte dies die Freiheitsradien zum Arbeiten erweitert und sie wäre weniger für "Störungen" anfällig. Mitunter wäre sie auch weniger stressbelastet (bei einiger Unruhe).

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    Es kann bei jedem anders gehen. Allgemeine Normen aus subjektiven Erfahrungen abzuleiten ist nicht logisch.

    Ich leite nicht aus subjektiven Erfahrungen ab, sondern daraus, dass man durchaus gezielt seine Möglichkeiten erweitern kann. Die persönliche Erfahrung ist am Ende nur eine experimentelle Bestätigung dafür, dass es so funktionieren kann.


    Nicht logisch ist, zu behaupten, Mensch wäre so wie er ist- das ist sogar widerlegbar, dass es nicht zutreffend ist.


    Mensch ist so, wie er "geformt" wird bzw. wie er sich "formen" lässt- das menschliche Hirn lässt da viel Flexibilität zu.


    Und ja, man kann sich Entwicklungen verschließen genauso wie man sich einer gewissen Flexibilität verschließen kann. Man kann sich dem aber auch durchaus öffnen.

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    Und auch nicht "sensible".

    Mensch ist durchaus in der Lage auch seine Wahrnehmungen zu schärfen und damit sensibler Umwelteinflüsse wahrzunehmen (sofern er das zu einem bestimmten Zeitraum beabsichtigt).

    @ sensibelmann:

    Es wäre schön, wenn Du die Dinge, die Du hier forderst (einfach mal lernen, sich an andere Umstände anzupassen) mal AUF DICH anwenden würdest. Ds gilt auch für den Aspekt, dass Du Dir ebenso "fremde Welten" mal anschauen könntest, statt Deine Haltung/Sichtweise/Lebensweise als einzig richtige zu verbreiten. Und Andersdenkende im Subtext dann noch als sich Dinge schönredende Feiglinge betitelst, die sich hinter der Normalität verstecken.

    Zitat

    Und ja, man kann sich Entwicklungen verschließen genauso wie man sich einer gewissen Flexibilität verschließen kann. Man kann sich dem aber auch durchaus öffnen.

    Dann fang' mal selbr damit an. Verblüffend, wie wenig Dich geballte andere Meinungen zum Nachdenken bringen. Zum Abweichen von den immerselben

    Beiträgen. Insofern ist es nur schlüssig, dass Dein einziger Beitag bleiben kann, die TE in ihrer verfestigen Haltung zu bestärken. Mehr als unreflektierte und v.a. unflexible Ich-Perspektive ist Deinen Beiträgen leider nicht zu entnehmen. Wo bleibt die VON DIR angesprochene Flexibilität BEI DIR? :|N ":/

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    Ds gilt auch für den Aspekt, dass Du Dir ebenso "fremde Welten" mal anschauen könntest, statt Deine Haltung/Sichtweise/Lebensweise als einzig richtige zu verbreiten.

    Dafür, dass du das so wahrnehmen willst, kann ich nichts. Meine Haltung ist keineswegs die einzig richtige, sondern eine mögliche (das hat auch neurologische Hintergründe). Aber das habe ich schon oft genug geschrieben. Und wer meine Texte weniger vorurteilbehaftet liest, kann das auch feststellen.

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    Verhalten ist trainierbar.

    Ja. Dafür müsste die TE sich aber auch dahingehend trainieren wollen. Bisher hat sie ja nicht mehr geschrieben; bleibt also

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    Multitasking ist im Prinzip nichts weiter als ein Mangel an Konzentrationsfähigkeit.


    Wenn ich konzentriert arbeiten will, dann schalte ich nahezu sämtliche äußere störende Wahrnehmung ab- da kann eine Bombe einschlagen, ich würde das vermutlich kaum mitbekommen, wenn ich konzentriert bin.

    Ja, und wenn die "Bombe" in dem Fall dann die TE ist, die Aufmerksamkeit von ihrem Freund wünscht, und der sie einfach ignoriert - meinst du das wäre zum derzeiten Zeitpunkt irgendwie der Stimmung auf Seiten der TE förderlich? Ich glaube nicht. Du schreibst ja selbst, dass deine Frau sich dran gewöhnen musste. Dazu muss aber erstmal Bereitschaft und Vertrauen, dass es nicht an einem als Partner liegt und irgendwas nicht stimmt, vorhanden sein.


    HInzu kommt, dass sich eben nicht jeder ohne weiteres (auch nicht über Jahre) dahin trainieren kann.


    Theoretisch magst du also recht haben; es wäre toll, wenn jeder, der mal konzentriert arbeiten muss, sich in diesen extrem konzentrierten Zustand bringen kann. Praktisch ist es aber nicht so einfach und schon gar nicht kurzfristig möglich.


    Im Übrigen kann ich durchaus auch bei Lärm konzentriert sein - ohne Störung ist trotzdem angenehmer.

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    ... das sie es nie gelernt hat, unter anderen Bedingungen zu arbeiten (und es auch nie zielstrebiger versucht hat).

    Nein, das stimmt nicht. Man kann das auch "gelernt" haben, aber eben trotzdem suboptimal finden. Aber auch hier wieder: Hast du den Eindruck, dass die TE damit jetzt aktuell gut klarkommen würde, wenn ihr Freund sagt "Hey, ich muss lernen unter super nervigen und stressigen Bedingungen zu arbeiten... Deshalb komme ich jetzt mal bei dir vorbei"? ;-D

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    Dazu muss aber erstmal Bereitschaft und Vertrauen, dass es nicht an einem als Partner liegt und irgendwas nicht stimmt, vorhanden sein.

    Das ist richtig. Darauf zielten ja meine Beschreibungen ab. Wenn die TE es gerne mag, dass ihr Partner öfter da bleibt und nicht nach Hause fährt, dann wäre das unter der Bedingungen möglich, dass der Partner seine Arbeit so organisiert, dass er bei der TE weniger arbeiten muss oder wenn er besser in den Abendstunden arbeitet, Möglichkeiten bekommen, dass er ungestörter arbeiten kann- d.h. wenn die TE diesbezüglich Rücksicht auf den Partner nimmt. Letztenendes läuft es auf gegenseitige Rücksichtnahme hinaus.


    In einer Partnerschaft halte ich es aber für ein erstrebenswertes Ziel, die Zeiten der Gemeinsamkeiten zu erhöhen, denn zu reduzieren. Insbesondere vor dem Hintergrund, dass Menschen heute ohnehin zu vielen Trennungszeiten mehr oder weniger arbeitmäßig verdonnert sind. Ich sehe es in einer Partnerschaft nicht als erstrebenswertes Ziel, die Trennungszeiten noch aus eigenem Antrieb weiter zu vergrößern. Das lässt sich auch wieder neurologisch-hormonell begründen. Eine Vergrößerung von Trennungszeiten geht mit einer Erhöhung der Probleme der Partnerschaft einher (Ausnahmen bestätigen die Regel). Je länger und häufiger die Trennung der Partner umso geringer die Oxytocin-Ausschüttung. Das wirkt durchaus auch auf menschliches Verhalten zurück.


    Ich halte es nicht für ganz unwichtig, diese Hintergründe zu kennen, wenn man meine Intentionen verstehen will.


    Menschliches Verhalten ist mitnichten nur mit "Glubensgrundsätzen" oder "Bauchgefühl" begründbar.

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    Man kann das auch "gelernt" haben, aber eben trotzdem suboptimal finden.

    Wie bereits geschrieben, erweitert es die zeitlichen und räumlichen Möglichkeiten des Arbeitens, da geht es nicht primär um irgendwelche Optima.

    Ich denke halt auch nicht, dass es die TE zufriedenstellen würde wenn der Körper des Mannes sich zwar in ihrer Wohnung aufhält, der Rest des Mannes aber so in seine Arbeit vertieft ist, dass es der TE keinerlei Aufmersamkeit schenkt.


    Ich kann übrigens auch immer und überall lernen. Im überfüllen Regionalzügen, auf der Arbeit mit 5 Kollegen drumherum (die reden, Fernsehen, rein und raus rennen, die Kaffeemaschine benutzen...) oder bei meinen Eltern während im Nebenzimmer der Fernseher läuft und meine Mutter um mich drumherumspringt. Aber dennoch finde ich es besser und angenehmer wenn ich in meiner Wohnung, an meinem Schreibtisch sitze und nicht immer meine ganzes Zeug mit mir rumschleppen muss um mich an suboptimalen Orten auszubreiten.

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    Hast du den Eindruck, dass die TE damit jetzt aktuell gut klarkommen würde, wenn ihr Freund sagt "Hey, ich muss lernen unter super nervigen und stressigen Bedingungen zu arbeiten... Deshalb komme ich jetzt mal bei dir vorbei"?

    Ich glaube, dass die TE besser damit klarkommen würde, wenn ihr Freund sagt: "Wenn du mich eine Weile in Ruhe arbeiten lässt, dann kann ich danach auch bei dir bleiben, ich habe leider noch was arbeitsmäßig zu erledigen". Die Anwesenheit der TE muss gar nicht bedeutsam mehr Stress bedeuten.

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    und nicht immer meine ganzes Zeug mit mir rumschleppen muss um mich an suboptimalen Orten auszubreiten.

    Es muss ja keineswegs immer sein. Es erweitert aber die Möglichkeiten, wenn man auch an anderen Orten arbeiten kann. In der Bahn zu arbeiten, ermöglichte es mir öfter, dass ich zu Hause mehr freie Zeit zur Verfügung hatte. In der Bahn konnte ich so die ohnehin schlecht anderweitig nutzbare Zeit dennoch sinnvoll nutzen, wenn ich mir meine Arbeit vornahm.