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    Interessanterweise - all das tue ich. Ich bin beruflich erfolgreich, studiere nebenbei, habe einen stabilen Freundeskreis und Hobbys. Und dennoch schaffe ich es wohl nicht mit meinem Selbstwert. Keine Ahnung wieso. :-/

    ErdeundMond


    Wenn es mit dieser Partnerschaft in die Hose gehen sollte, dann würde ich mir an deiner Stelle mal bewusst eine längere Zeit des Alleinbleibens nehmen.


    Im Alleinsein lernt man sich selbst kennen.


    Oder du übst das jetzt schon, indem du dir Abende/Tage nimmst, die du ganz allein mit dir verbringst.

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    Andererseits - man hört so viele Horrorgeschichten im Umfeld, Männer die jahrelang parallel daten etc. - manchmal habe ich das Gefühl, man kann gar nicht vorsichtig genug sein.

    Es kann einem immer passieren, Vorsicht hilft da gar nix. Sie macht nur das kaputt, was gut sein könnte ohne Vorsicht. Zu lieben bedeutet, verletzlich zu sein.

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    Andererseits - man hört so viele Horrorgeschichten im Umfeld, Männer die jahrelang parallel daten etc. - manchmal habe ich das Gefühl, man kann gar nicht vorsichtig genug sein.

    Ich habe eher immer das Gefühl, dass man solche Horrorgeschichten aus einem seeehr entfernten Umfeld hört (Internetforen oder meinetwegen auch von Freunden, die "wen kennen der wen kennt"). Sprich: In meinem direkten Umfeld kam es noch nie zu solchen Extremen wie jahrelangem Doppel-daten. Ich halte es für etwas paranoid, das überall zu vermuten.

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    Auch sogenannte Horrorgeschichten müssen nicht immer eins zu eins stimmig sein. Kreisen diese nur oft genug durch den Bekannten- oder Freundeskreis, sind diese meist schon persönlich ergänzt oder dramatisiert worden. Lass Dich davon nicht zu sehr beeinflussen und verrückt machen.

    :)z

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    Sprich: In meinem direkten Umfeld kam es noch nie zu solchen Extremen wie jahrelangem Doppel-daten. Ich halte es für etwas paranoid, das überall zu vermuten.

    Hier hier, ich schon *:) Tatsächlich hab ich hier im Forum das ganze sogar noch verharmlost, weils noch viel schlimmer war, aber mir das zu peinlich war als dass ich es schreiben hätte können xD


    Aber ganz destotrotz ist mein Partner nicht für die Fehler meines Ex verantwortlich. Deswegen muss ich ihn behandeln wie er ist, als eigenständiger Mensch, sein Zettel war zu Beginn unbeschrieben, er hat trotz der Scheiße die ich erlebt hab mit vollem Vertrauensvorschuss begonnen.


    Klar ich habe die Erfahrungen gemacht und es wäre falsch sie aus meinem Kopf zu verbannen, aber mit meinem jetzigen Partner hat dies alles nicht zu tun.

    Die Frage ist, wie wichtig ihm das Zusammensein mit dir ist und wie wichtig ihm seine Arbeit ist und inwieweit du mit seinem Kompromiss klarkommst (er kommt zwar zu dir, fährt danach aber nach Hause).


    Die Entwicklung kann nach längerer Zeit durchaus dahin verlaufen, dass ihm seine Arbeit immer bedeutsamer wird und du immer unbedeutsamer wirst.

    Sensibelchen, nicht gleich wieder Dramenszenarien herbeireden. Die beiden sind beim Status Quo der ersten 3 Monate. Ich kenne kaum Menschen, die in diesem kurzen Zeitraum ihr Leben bereits komplett über den Haufen werfen für eine gerade entstandene Beziehung. Es spricht nichts dagegen es Step by Step gemeinsam weiter zu entwickeln.


    Gibt es so gar keine positive Weiterentwicklung, was heute noch niemand wissen kann, bleibt immer noch die Möglichkeit das Ganze kurzfristig abzubrechen.

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    Die beiden sind beim Status Quo der ersten 3 Monate

    Die Erfahrungen lehren, dass bei den meisten Menschen in der Anfangszeit das Bestreben größer ist, beim geliebten Partner zu sein. Bei vielen ebbt das nach einer Weile ab.

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    ihr Leben bereits komplett über den Haufen werfen

    Ich sehe kein "Leben-über-den -Haufen-werfen", wenn ich bei der Partnerin auch über Nacht bleibe, wenn ich ohnehin um die Ecke wohne und der Weg zur Arbeit kaum wesentlich länger ist.


    Es ist meines Erachtens eine Frage der Prioritätensetzung und der Leidenschaft.


    Erst recht, wenn mich die Partnerin bittet noch zu bleiben oder wenn sie sich darüber freut: Ich würde bleiben.


    Das wird und muss die TE aber ohnehin mit sich und ihrem Partner "auszuhandeln" wissen.

    Na klar, ich verzichte auf Teile meines Einkommens, riskiere evtl. weitere berufliche/finanzielle Folgen etc. für eine gerade mal 12 Wochen alte Beziehung mit einer offensichtlich nicht ganz einfachen Partnerin. Es siege der Sexualtrieb, der natürlich über alles geht.


    Und schön, dass eigene Bedürfnisse so gar nicht zählen. Weil man ja keine Zeit für sich braucht, wenn man ach-so-verliebt ist. Schon mal drüber nachgedacht, dass ein Weg zu einer glücklichen und dauerhaften Beziehung in der QUALITÄT und nicht QUANTITÄT liegt? Und im Freiraum lassen, gegenseitiger Akzeptanz,... ARGH!

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    Es ist meines Erachtens eine Frage der Prioritätensetzung und der Leidenschaft.


    Erst recht, wenn mich die Partnerin bittet noch zu bleiben oder wenn sie sich darüber freut: Ich würde bleiben.

    Natürlich, wenn die Partnerin darum bittet, dann geht man in der Verliebheitsphase auch gern darauf ein - aber: andersherum bittet hier ja ein Partner ebenfalls um ein Bedürfnis (oder möchte es eben verwirklichen), und zwar um Freiräume und die Möglichkeit die eigene Arbeit nicht beeinträchtigt zu wissen.


    Und einen Kompromiss gibt es an dieser Stelle ja theoretisch schon, schließlich zieht der Partner der TE sein Ding nicht einfach durch, sondern übernachtet durchaus mehrmals wöchentlich (!) bei ihr.

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    Die Erfahrungen lehren, dass bei den meisten Menschen in der Anfangszeit das Bestreben größer ist, beim geliebten Partner zu sein. Bei vielen ebbt das nach einer Weile ab.

    Sie lassen sich dennoch nicht verallgemeinern nach Schema F. Wenn das so einfach wäre, bräuchte es weder Foren noch Ratgeber im Leben.


    Wichtig ist das beide mit ihren Bedürfnissen im Einklang leben. Sich zu verbiegen, damit wenigstens einer der beiden Zufriedenheit erfährt, halte ich für den weniger guten Weg.

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    Ich sehe kein "Leben-über-den -Haufen-werfen", wenn ich bei der Partnerin auch über Nacht bleibe, wenn ich ohnehin um die Ecke wohne und der Weg zur Arbeit kaum wesentlich länger ist.


    Es ist meines Erachtens eine Frage der Prioritätensetzung und der Leidenschaft.

    Nicht jeder Mann braucht um jeden Preis den rituellen abendlichen Einschlafsex, um sich super männlich zu fühlen. Ist er deswegen schon ein leidenschaftloser Tropf? ;-)

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    Erst recht, wenn mich die Partnerin bittet noch zu bleiben oder wenn sie sich darüber freut: Ich würde bleiben.

    Ich denke, dass wir die damalige Kennenlernzeit mit Deiner Frau, zumal in der Studentenphase nicht mit dem gleichsetzen können, was jemand leisten muss, wenn er heute beruflich im Aufbau der Selbstständigkeit ist.

    Ich glaube auch ehrlich gesagt, dass der Mann das Interesse schnell verliert wenn Frau ihn regelrecht anbettelt bei ihr zu bleiben. Wo ist da das eigene Leben? Er muss doch denken sie habe keins oder ist unglücklich ohne ihn. Sie macht ihre Zufriedenheit und ihren Alltag schon nach wenigen Wochen von ihm abhängig. Das ist doch für einen Mann abschreckend. Will ein Mann nicht eine selbstsichere Frau, die mit beiden Beinen im Leben steht, Abendplanungen hat und nicht nach Zuneigung bettelt oder bespaßt zu werden?


    Mich würde all das sehr abschrecken bei einem Mann.

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    Die Erfahrungen lehren, dass bei den meisten Menschen in der Anfangszeit das Bestreben größer ist, beim geliebten Partner zu sein. Bei vielen ebbt das nach einer Weile ab.

    Sie sind ja nicht mehr in der Pubertät, nicht wahr? ich habe mir sagen lassen, von Freunden, die anders als Du oder ich Erfahrung mit Beziehungen haben, die im Erwachsenenalter beginnen, dass das meistens ein bisschen anders läuft als während der durchgeknallten Hirnumbauphase.

    Mag sein, dass ich altmodisch oder romantisch bin, aber ich habe die ersten drei Monate einer Beziehung immer anders erlebt als in Drang nach Allein sein und Raum für sich. Was Dich stört ist doch nicht, dass er mal nicht bei Dir schläft. Sondern dass er insgesamt auf der Bremse steht. Keine Freunde getroffen, nicht zuhause gewesen? Finde ich höchst merkwürdig, wir reden von 3 Monaten nicht drei Wochen. Und genau das könnte ich auch nicht. Ich würde auch voraussagen wollen, dass sich sein Nähebedürfnis nie Deinem anpassen wird. Tu Dir das nicht an :|N

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    Die Erfahrungen lehren, dass bei den meisten Menschen in der Anfangszeit das Bestreben größer ist, beim geliebten Partner zu sein. Bei vielen ebbt das nach einer Weile ab.

    Also bei mir ist das Bestreben, wenn ich jemanden länger kennen und mit ihm entsprechend vertrauter bin, deutlich größer, als den ersten paar wenigen Monaten. Würde dann auch noch dieses Gestresse hinzukommen, wäre der Ofen wohl direkt wieder aus. Quasi eine selberfüllende Prophezeiung (Nerven, dass er bleiben muss, und dadurch nur bewirken, dass er dann wirklich nicht mehr mag).