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    Schon mal drüber nachgedacht, dass ein Weg zu einer glücklichen und dauerhaften Beziehung in der QUALITÄT und nicht QUANTITÄT liegt? Und im Freiraum lassen, gegenseitiger Akzeptanz,... ARGH!

    Aber Sunflower, Herr und Frau Sensibelmann lassen sich doch immerzu gegenseitig so viel Freiraum, wie sie wollen, das weißt Du doch! ;-D

    PS: Und meine Erfahrungen lernen, dass die Prioriätensetzung "Mein neuer Schatzi über all" für ganz toll Leidenschaft spricht, aber die Beziehungen, in denen jeder auch seine eigenen Gewohnheiten irgendwie beibehalten darf und man nicht nur noch als Doppel lebt, deutlich länger halten.

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    "Mein neuer Schatzi über all" für ganz toll Leidenschaft spricht, aber die Beziehungen, in denen jeder auch seine eigenen Gewohnheiten irgendwie beibehalten darf

    Das schließt sich keineswegs aus.

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    Aber Sunflower, Herr und Frau Sensibelmann lassen sich doch immerzu gegenseitig so viel Freiraum, wie sie wollen, das weißt Du doch!

    So ist es.

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    Na klar, ich verzichte auf Teile meines Einkommens, riskiere evtl. weitere berufliche/finanzielle Folgen

    Oh ja, das passiert ganz bestimmt, wenn man paar Minuten weiter übernachtet. ":/

    Vielleicht würde er die Arbeit gar nicht vorziehen wenn sie ihn nicht so unter Druck setzt. Druck löst da vlt einen gewissen Rückzug aus. Wenn man jemanden festhält, versucht sich der andere ja eher etwas aus den Armen zu lösen.

    Für mich klingt das total normal. Und ja, es ist möglich, dass man noch am späten Abend ein paar Arbeiten zu erledigen hat. Auch ich war früher selbstständig, und habe spät abends regelmäßig noch gearbeitet - selbst zu Zeiten, als es noch kein Internet gab. Das geht nun mal am besten, wenn man alleine ist. Auch der möglichst ungestörte Schlaf ist ein Argument. Wer früh raus muss, will die verbleibende Zeit nur eines: schlafen, am besten in der eigenen Umgebung.


    Mein Mann und ich schlafen schon seit langem meist getrennt, und zwar nicht, weil wir die Schnauze voneinander voll haben, sondern weil wir getrennt einfach viel erholsamer schlafen.

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    Das schließt sich keineswegs aus.

    Doch, wenn man schon die Vorliebe, öfter mal alleine zu schlafen, als "Ich bin nicht wichtig genug" interpretiert, schließt man das damit aus.

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    Oh ja, das passiert ganz bestimmt, wenn man paar Minuten weiter übernachtet. ":/

    Die TE schrieb, dass er noch was arbeitet und nicht nur zum Schlummern nach Hause geht.

    Ich finde sehr bedenklich, dass Dich das kränkt. Er hat offensichtlich noch andere Verpflichtungen neben der "Beziehung" mit Dir. Gerade, wenn er selbstständig ist, kann das doch gut sein, dass er sich seine Arbeit so einteilt. Vielleicht ist er ein Nachtmensch und ackert da gut, dafür kann er am nächsten Tag ausschlafen? Oder er schläft besser zu Hause? Oder er möchte zu diesem Stadium der Beziehung einfach noch Nächte ohne Dich.


    Gut, dass Du Deine Bedürfnisse äußerst, aber der Herr hat auch welche. Und ich verstehe, dass er sich unter Druck gesetzt fühlt, vollkommen.

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    Andererseits - man hört so viele Horrorgeschichten im Umfeld, Männer die jahrelang parallel daten etc. - manchmal habe ich das Gefühl, man kann gar nicht vorsichtig genug sein.

    Und auf dieser Grundlage soll eine fundierte Beziehung bestehen?

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    Ich persönlich finde 3 Monate überhaupt nicht zu früh, seinen Partner der Familie bzw. den Freunden vorzustellen, oder in die Wohnung einzuladen (auch wenn man da mit seinen Eltern zusammenlebt), aber das ist eine individuelle Entscheidung.

    Ja, Du findest das nicht zu früh. Er aber offensichtlich schon. Da muss man auch nicht rumdiskutieren, weil er scheinbar seinen Standpunkt kommuniziert hat und das erledigen möchte, wenn es für ihn der richtige Zeitpunkt ist.


    ... das klingt alles sehr anstrengend bei Euch.

    Vielleicht denkt er sich auch: "Puh, manchmal ist sie schon sehr anstrengend, mal gucken, ob sich das noch entspannt, ansonsten lass ich das mit dem Vorstellen mal lieber noch, zumal es mich echt anstrengt, welchen Druck sie da macht."


    Ich bin ein tierischer Druckallergiker, ich würde in einem noch frühen Stadium einer neuen Geschichte vermutlich sehr rasch meinen Hut nehmen, wenn ich das Gefühl hätte, der andere ist sehr anstrengend veranlagt und findet das nicht etwa selbst ebenfalls kritisch, sondern total richtig.

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    Ich bin ein tierischer Druckallergiker,

    Wenn der Freund nur unter "Druck" dableiben würde und sich ansonsten eher verpieselt, dann hat das soundso keine große Chance, wenn die Freundin größeres Bedürfnis nach Nähe verspürt. Das würde nicht unbedingt zusammenpassen und öfter Unzufriedenheit hervorrufen.

    Na, bei mir ist es so, dass ich auf derartigen Druck früher ganz automatisch mit Rückzug reagiert hab, dass so was also mein Nähebedürfnis, das eigentlich durchaus vorhanden ist, ganz schlagartig reduziert hat. Und auch heute noch reagier ich nicht gut drauf, spreche das aber eher erst mal an, statt mich zurückzuziehen. Ist bei mir aber nicht nur bei Beziehungen so, sondern auch bei Freundschaften - eine ehemalige Kollegin war mir auch deutlich zu vereinnahmend, hab ich ihr gesagt, sie war beleidigt, Rückzug, dann wieder Annäherung, dasselbe Spiel recht ungebremst von vorn. Da bin ich dann ausgestiegen. Wenn beiden bewusst ist, dass man da unterschiedlich funktioniert, man sich aber gern hat, lässt sich da doch einiges (nicht alles) gemeinsam feinjustieren.


    Mein Kerl und ich hatten das Thema früher sehr oft auf dem Tisch, es hat mehrere Jahre gedauert, bis wir uns da eingegroovt hatten. Man kann sich da häufig durchaus miteinander zurechtruckeln, wenn beide es wollen. Und manchmal ändert sich bei Menschen auch etwas. Nur wenn es halt Vorwürfe hagelt und die Bereitschaft nicht da ist, gemeinsam zu schauen, wie man sich da miteinander hinschaukelt, dann wird die Luft dünn.

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    Weil man ja keine Zeit für sich braucht, wenn man ach-so-verliebt ist. Schon mal drüber nachgedacht, dass ein Weg zu einer glücklichen und dauerhaften Beziehung in der QUALITÄT und nicht QUANTITÄT liegt? Und im Freiraum lassen, gegenseitiger Akzeptanz,... ARGH!

    Aber man hockt ja nicht 24/7 aufeinander. Wenn ich meinen Partner liebe will ich ihn jede Nacht bei mir haben. Mein derzeitiger und ich sind kürzer zusammen als die TE mit ihrem Freund aber dennoch schlafe ich jede Nacht bei ihm. Und dieser Wunsch geht auch von ihm aus. Ich sehe daran nichts verwerfliches?! :-/

    Und warum ist es verwerflich, ein ANDERES Bedürfnis zu haben? Bei DIR ist es so, bei anderen eben NICHT. Stichwort Kompromissfähigkeit. Soll ein Schlüssel zu funktionierennden Beziehungen sein...

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    Mein derzeitiger und ich sind kürzer zusammen als die TE mit ihrem Freund aber dennoch schlafe ich jede Nacht bei ihm.

    Meine Frau und ich waren vor 34 Jahren auch wenige Wochen nach dem näheren Kennenlernen darum bemüht, dass wir zusammenziehen konnten und auch jede Nacht gemeinsam verbringen konnten- trotz der zahlreichen Studienverpflichtungen, Prüfungsvorbereitungen etc., auch heute noch arbeite ich u.a. auch zu Hause- es gibt keinen Grund, nicht in der Nacht mit ihr zusammen einzuschlafen- vielmehr ist es ein wunderschöner Tagesausklang

    . So kann man wirklich ruhig und zufrieden schlafen und alles sonstige abschalten ??die Hormone tun ihr Übriges??.


    Ich denke, dass es für einen Menschen auch gut ist, irgendwann am Tag mal von der Arbeit abzuschalten, zu entspannen. Wenn der Freund der TE diese besucht, sollte er seine Arbeit besser erledigt haben oder zu ihr mitnehmen (ich gehe mal davon aus, dass er das weitgehend digital erledigt). Zumindest könnte er ja mal darüber nachdenken.