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    Ich kann z.B. mit meiner Frau gemeinsam ein Fest besuchen, jeder kann sich mit selbst gewünschten Personen unterhalten, man hat aber auch die einfachere Möglichkeit, gelegentlich mehr oder weniger kurz sich als Paar zu unterhalten sich, auszutauschen, sich zu küssen, sich zu drücken, ...


    Wenn ich also dabei bin, bedeutet das nicht, dass meine Frau sich nicht mit Freundinnen oder Freunden oder anderen Menschen unterhalten kann- sie tut das im Prinzip genauso, wie wenn ich nicht da bin. Meine Anwesenheit bedeutet für sie keine Einschränkung wohl aber einen Gewinn, da sie auch kurzfristig zu mir kommen kann.


    Für mich wäre das echt too much, wenn mein aktueller Partner so denken würde wie du!


    Ich könnte dich jetzt genau so fragen, wie du andere unten fragtest:


    UND ANDERS GEHT DAS nicht, sensibelmann? Würde die Welt untergehen, wenn ein Partner (ehemann/ehrfaru) mal einfach einen Tag zu Hause bleibt ohne beim Fest dabei sein zu müssen? Du könntest deine Frau genau so zu hause den ganzen tag umarmen, küssen... Muss das auch unbedingt beim Fest sein? NEIN! Für dich und denie Frau ist es ok, dabei sein zu wollen, für mich nicht!

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    Jetzt hat der noch ein Auto, muss ja irgendwie zur Arbeit kommen

    Und anders geht das nicht?


    Ich habe 40 Jahre meines Lebens ohne eigenes Auto verbracht- mit Familie. Und das ging, und nicht unbedingt schlecht. Dort wo ich jetzt wohne, kann ich im Prinzip auch auf ein Auto verzichten (ich fahre auch selten). Strecken von bis zu 5 km fahre ich gerne und problemlos auch mit Fahrrad (das hat auch eine gesundheitsfördernde Wirkung und macht Kosten für irgendwelche Fitnesscenter überflüssig).

    Ich möchte mich Seherin anschließen, in ihrem letzten Beitrag. Wenn du diese Erkenntnis umsetzen könntest und den Fokus deiner Beiträge mehr an dem Fragenden, Hilfesuchenden, orientieren könntest, dann wäre das riesen Schritt.

    Ich würde mich auch sehr darüber freuen. Inhaltlich finde ich das, was Du schreibst, oft nachvollziehbar, nur in seiner Absolutheit eben nicht mehr stimmig, und oft eben auch insofern deplatziert, als Du Deine Erfahrungen Leuten in akuter Notsituation als perfekte Lösung vor die Rübe knallst, ohne nach links und rechts zu schauen, was etwas reichlich Vorschlaghammermäßiges hat. Sehr unangenehm, und das finde ich schade, weil dann das, was Du womöglich tatsächlich Hilfreiches beizutragen hättest, oft verlorengeht.

    Nun habe ich mir den ganzen Faden bis hierher auch mal durchgelesen und muss zunächst mal sagen: "WOW!" Ich bin überrascht, wie groß die Resonanz ist und wie vielfältig dieser Gedankenaustausch.


    Seit 2012 bin ich in diesem Faden - mal mehr, mal weniger - aktiv. Sensibelmans Beiträge haben mir anfangs zu einem großen Teil gefallen, weil sie sehr unaufgeregt daherkamen, sachlich und analysierend erschienen. Über die Jahre hinweg betrachtet glaube ich aber auch eine Veränderung bemerkt zu haben, eben genau in diese Richtung, wie sie manche hier beschrieben haben. Manchmal habe ich auch gedacht, es wäre seitens sensibelman vielleicht besser gewesen, abzuwarten, bevor er einer/einem Ratsuchenden gleich seine nüchternen/rationalen "Lebensweisheiten" auf's Auge drückt. Ich kann es nicht an konkreten Beispielen festmachen oder eine Beweisführung hinlegen, aber ich hatte das Gefühl, dass das in nicht wenigen Fällen für die bzw. den TE auf dem Weg zu einer Lösung kontraproduktiv war. Mancher Faden wurde dadurch regelrecht "geshreddert".


    LiLaLinas Empfindungen hinsichtlich des hier zitierten "Depressionsfadens" kann ich hundertprozentig nachempfinden. Für mich war klar: da schreibt jemand, der von Depressionen null Ahnung hat und dem die Empathie fehlt, sich auch nur ansatzweise in einen depressiven Menschen hineinversetzen zu können. Das war sehr unsensibel, Mann! ;-)


    Die Sichtweisen der Seherin und von DieDosismachtdasGift sowie auch deren Erläuterungen teile ich. Sehr gut betrachtet, analysiert und mit Empathie beschrieben! Hut ab!


    Hut ab aber auch gegenüber sensibelman, der den Mut hat, sich hier der Kritik der Community derart zu stellen. Ich bin mir ganz sicher, dass er, auch wenn es vielleicht nicht so offen zutage tritt, sehr viel aus diesem Thread für sich "mitnehmen" können wird. Solch ein Prozess ist aber ein langwieriger.


    Seine folgende Erklärung:

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    Das ist bei mir wohl eher schwer, dazu trenne ich Gefühl und Ratio zu stark. Wenn ich was rational zu verarbeiten versuche, und das tue ich hier, gehen Gefühle bei mir verloren oder sind kaum beteiligt. Ich versuche zwar sehr genau wahrzunehmen was hier geschrieben steht (da ist wieder das Analysierende oder das wissenschaftlich-Verkopfte), es löst bei mir eher kaum Gefühle aus. Nein, ich entwickle dabei weder Wut, noch Hass, Traurigkeit oder Freude ... Schreibend kann ich eher sehr schlecht Gefühle zeigen. Das Problem trug ich schon während meiner Schulzeit im Fach Deutsch mit mir herum und ich bin mir immer noch nicht sicher, ob das wirklich nur mein Problem ist- eigentlich ist es für mich selbst im Lebensalltag kein Problem, für manche Leser offenbar schon (für meine schriftliche Deutschprüfungs-Abinote war das aber sehr wohl ein Problem für mich- da wollte ich ein Liebesgedicht interpretieren, was ziemlich daneben ging).

    finde ich sehr bemerkenswert. Sie macht manche seiner Reaktionen für mich verständlicher.


    Ich persönlich kann Gefühl und Ratio nicht so sehr trennen. Manchmal ist das von Vorteil, manchmal von Nachteil. So hat halt jeder seine Eigenheiten, seine Verletzlichkeiten, seinen Charakter. Anhand dessen, was wir in diesem Forum lesen, ist es immer sehr schwer, sich ein Bild von der Person zu machen, die da schreibt. Insofern ist solch ein Faden wie dieser hier schon ein Gewinn, da er zum Denken anregt (mich zumindest).


    Danke sensibelman für diesen Faden und danke Euch allen für Eure vielfältigen Beiträge!


    PS: Vielleicht wäre es gar nicht so schlecht, wenn sich hier Jede(r) ab und zu mal in einem separaten Faden der geballten Kritik stellt und sich neu "einnorden" lässt. ;-D

    Wir beide hatten ja mal so einen Disput, Du erinnerst Dich sicherlich, als Du im Babyzeit-Faden geschrieben hast und sehr verwirrt warst, weshalb so giftig auf Dich reagiert wird. Du hast mich da noch angeschrieben, und ich habe Dir nicht geantwortet, weil ich keine Lust darauf hatte. Ich habe mich gefühlt, als sollte ich einem Blinden, der nicht zugibt, dass er blind ist, Farben erklären, und das war mir zu doof. Bei dem Konflikt damals, wo Du regelrecht aus dem Faden rausgeekelt wurdest, hast Du Dich rein auf das bezogen, was dort vorgefallen (oder halt nicht vorgefallen) war, und hast nicht verstanden, weshalb die Reaktionen auf Dich so heftig ausgefallen sind. Die Erklärung dafür war schlicht: In dem Faden hat es sich so entwickelt, dass Leute sehr offen, teilweise auch offensiv damit umgehen, wenn ihnen mal was am Familienleben stinkt. Auch mit Freude, aber eben auch mit dem, was nervt und mal nicht so gut läuft. Und Du giltst vielen hier im Forum mittlerweile fast schon als Karikatur, als jemand, der ständig herumrennt, ungefragt seinen Mantel aufreißt und bei jeder sich bietenden Gelegenheit schreit: "SEHT HER! Ich bin Sensibel-Man, in Drachenblut gebadet und unverwundbar, ich bin perfekt, mein Leben ist perfekt, meine Frau ist perfekt, ihre Brüste sind noch immer perfekt, mein Beruf ist perfekt, meine Libido ist perfekt, meine riesige Kinderschar ist perfekt, meine Seelenhygiene ist perfekt, mein Tagesablauf ist perfekt, und ich habe ausschließlich nur dann auch mal schlechte Laune, wenn andere Leute meine perfekten Kreise mit ihrer Unperfektheit stören. Wären alle wie ich, es gäbe keine Probleme. Warum seid ihr nicht einfach alle wie ich? Seht mich an - es GEHT doch, wenn man nur nicht zu blöde dafür ist!"


    So. Und dieser hier im Forum allseits für seinen großen Drang, anderen seine Perfektion - ob vermeintlich oder tatsächlich ist hierbei völlig belanglos, übrigens - mit Gewalt unter die Nase zu reiben, ohne auch nur im Geringsten zu überlegen, wie sich das Gegenüber wohl gerade fühlen mag, platzt also genau in DEN Faden, in dem eine stille Übereinkunft herrscht, offen zu sein und sich nicht gegenseitig mit Wie-geil-meine-Familie-doch-ist-nämlich-besser-als-wie-deine-Storys zu übertrumpfen zu suchen.


    Da lag der Konflikt. Und Du hast gleich in altbekannter Manier losgelegt, ohne jedes Bewusstsein dafür, wo Du Dich befindest. Ja, das hat von allen Seiten faule Tomaten geregnet. Und das zu Recht. Auch wenn es für einen Außenstehenden - und jemanden, der seine eigene Wirkung und das Zusammenspiel mit anderen so wenig reflektiert, wie Du es offenbar bisher getan hast - wie eine heftige Überreaktion gewirkt haben muss. Es war nicht anhand Deiner Beiträge dort in diesem Ausmaß zu erklären (die, von einem unbeschriebenen Blatt stammend, höchstwahrscheinlich keine so heftigen Reaktionen hervorgerufen hätten), sondern nur mit Blick auf eine lang gewachsene Perspektive auf Dich und Dein virtuelles Gesprächsverhalten.


    Du schreibst, Du würdest gern Deine Freude über das, was bei Dir gut läuft teilen. Ich finde das nur bedingt überzeugend. Es gibt durchaus Fäden, wo Leute sich miteinander an etwas freuen. Du aber schreibst meinem Eindruck zufolge oft in Fäden, wo Leute gerade Probleme haben, und gibst Tipps. Das mag nett gemeint sein, aber Du hörst wenig zu, fragst nahezu nie nach und sprichst weniger über die anderen als vielmehr über Dich selbst. Das ist nicht stimmig. Und daraus entsteht der Eindruck, zumindest bei mir, es ginge Dir oft nur um Selbstdarstellung.

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    PS: Vielleicht wäre es gar nicht so schlecht, wenn sich hier Jede(r) ab und zu mal in einem separaten Faden der geballten Kritik stellt und sich neu "einnorden" lässt. ;-D

    Das hätte mit Sicherheit viele akute Depressionsschübe und womöglich auch den einen oder anderen Suizid zur Folge.


    Ich finde diesen Faden übrigens auch sehr mutig, Sensibelmann. Und auch wenn ich eben gerade sehr harsch war, würde ich mich sehr freuen, wenn hier was Vernünftiges bei rauskommt, sodass Du die Reaktionen vieler anderer besser einordnen kannst. Auch wenns immer schwierig ist - die "Masse" hat ja tatsächlich keinesfalls immer recht, und Rückgrat trotz Gegenwind ist durchaus häufig eine wichtige Qualität, entsprechend wird das hier eine ganz schöne Sortierarbeit für Dich, um rauszuziehen, was Dir nützt und plausibel erscheint (selbst wenn es in einigen Fällen wehtun mag), und das auszusortieren, was daran hauptsächlich Giftgespucke ist und Dich nur verletzen soll, als Gegenreaktion darauf, dass sich jemand mal von Dir verletzt gefühlt hat. Was dann ja auch oft ein paar wahre Anteile enthält, trotz allem ... na, jedenfalls ne ordentliche Fummelarbeit, so ein bisschen wie bei Aschenputtel, nur ohne die Hilfe von Tauben oder Fee.

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    PS: Vielleicht wäre es gar nicht so schlecht, wenn sich hier Jede(r) ab und zu mal in einem separaten Faden der geballten Kritik stellt und sich neu "einnorden" lässt. ;-D

    Hm ich glaube ein entsprechender Faden für mich bliebe recht leer. Nicht weil ich nichts schreibe was kritikwürdig wäre, sondern weil ich insgesamt wenig schreibe. :-)

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    Umso überraschter war ich deshalb, als ich mitbekam, dass einige User auf einige Deiner Beiträge abgehen wie Schmidts Katze.

    Da war ich auch überrascht, insbesondere weil ich ziemlich frei und offen meine schöne Beziehung beschrieb (und ja, ich freue mich immer noch)- das ist ähnlich, wie wenn ich eine eine komplizierte und komplexe mathematische Aufgabe gelöst habe- was eher meiner Freude entsprach, denn einem Gefühl der Überlegenheit- meine Freude hätte ich gerne mit anderen Nutzern geteilt, was dann auch noch fälschlicherweise mit Tips nach dem Motto: "Macht es doch auch so" endete. Ich hatte nicht die Gedanken- Gefühls- und Interessenwelt von Lesern berücksichtigt und ihre eigenen Gefühle und deren Vorstellungen vom Leben zu stark ignoriert oder zu wenig beachtet. Da müsste ich mich noch besser hineinversetzen.

    So verstehe ich Dich auch. Du beschreibst es, wie es für Dich ist. Daran gibt es in meinen Augen nichts zu kritisieren. Wenn jemand Dich um Deine Beziehung beneidet, dann ist es nicht Dein Problem, und meiner Ansicht nach sollte es auch nicht zu Deinem Problem werden.


    Den von Dir beschriebenen Tipp halte ich aus meiner Weltanschauung heraus in der Regel für unangebracht, weil ich der Meinung bin, dass Du neben der Leistung, die Du zweifelsfrei erbracht hast, auch ein Quentchen Glück hattest. Deshalb wird er den meisten nichts nützen, die zu einer anderen Zeit an einem anderen Ort waren.


    Ich räume dem Glücksfaktor also einen großen Stellenwert ein. Wenn wir aneinander gerieten, weil ich (nicht nur) in diesem Punkt eine andere Weltanschauung habe, wäre es kein Wunder.


    Was mich allerdings wundert: Du vertrittst hier die Mehrheitsmeinung. Wenn man sich nur genügend anstrengt, steht einer glücklichen Partnerschaft mit leidenschaftlich ausgelebter Sexualität nichts im Wege.


    Warum eckst Du damit an? Bzw. warum ecken viele andere mit derselben Meinung weniger an?


    Jetzt noch zum Thema Überlegenheit: Wenn Du (indirekt) schreibst, jemand anders hätte etwas falsch gemacht, weil er es nicht so gemacht hat wie Du, begibst Du Dich damit nach außen hin in eine überlegene Position, auch wenn Du es innerlich nicht so empfindest.

    Danke Shojo, den Faden hatte ich eigentlich gesucht, bzw den Beitrag von ihm dadrin.

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    haha, ich liebe die Provokation einer underfuckten Frauenmeute

    Der war ausschlaggebend dafür, dass ich ihn soweit wie möglich ausblende. Denn es kam keine Entschuldigung später. Er wurde meines Wissens nach kurzzeitig gesperrt, nur um dann wieder in den Faden zu stürmen.

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    PS: Vielleicht wäre es gar nicht so schlecht, wenn sich hier Jede(r) ab und zu mal in einem separaten Faden der geballten Kritik stellt und sich neu "einnorden" lässt. ;-D

    Ja, scheint ja mittlerweile den Forumsregeln zu entsprechen. Das war ja bislang mit den Forumsregeln nicht vereinbar, einen Faden auf diese Art und Weise zu eröffnen.


    Ich sehe absolut keinen Grund jemand persönlich anzugreifen, ganz egal, wie jemand schreibt. Da gibt es ja aber auch schon Fäden und das Thema ist schlicht anders gestellt: Warum schreibt ihr hier? Wie geht ihr mit Usern/Beiträgen um, die…. Gibt es ja auch schon zigfach und gerade beim TE würde ich davon ausgehen, dass er die kennt.

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    soweit ich deine Historie zurückverfolgen konnte (auch in deinem ersten Account, da ist die Rückverfolgung allerdings zeitlich eingeschränkt) ist dies das erste Thema, welches du über ein persönliches Anliegen zu deiner Person eröffnest. Dass du selbst mal um Rat fragst, finde ich schon beachtlich, nahezu menschlich für einen großen Rationalisten. Und wie du gemerkt hast, ist dies kein Problem, welches sich rein rational lösen lässt. Ich werte das mal positiv, dass auch du mal offen ratlos bist und auch darüber sprechen kannst.

    Ich erkenne aus den Beiträgen nicht, dass der TE nach Rat sucht oder Hilfe. Er stellt sich hier quasi zur Verfügung, ihn hier persönlich anzugreifen. Ich habe seine Beiträge nicht so gelesen, dass er ein Problem damit hat, wenn andere die Dinge nicht so sehen, wie er selbst und sehe jetzt auch keine Grund, dass das unbedingt notwendig sein würde, es sei denn eben, er hätte tatsächlich ein Problem damit. Ich habe ihn nicht einmal so verstanden, dass er verstehen will, warum andere sich von seinen Beiträgen angegriffen fühlen. Für mich ist es noch unklar, wozu dieser Faden dienen soll, außer eben, dass sich der TE hier zur Verfügung stellt, ihn persönlich anzugreifen. Für mich als Beobachterin also sehr spannend, was daraus wird.


    So, wie der Faden eröffnet wurde, verstehe ich ihn weder als Austausch (da die Voraussetzungen, die ich für einen Austausch habe, dafür fehlen) und erkenne auch nicht unbedingt die Absicht zu einer anderen Art der Kommunikation zu gelangen, was nicht bedeutet, dass die Möglichkeit bestünde, nur weiß ich nicht, ob sie direkt beim TE besteht, denn dafür schreibt er über solche Dinge gar nichts und dann hätte er ja den Faden auch im Psychologieforum eröffnet und sich über seine Art der schriftlichen Kommunikation hinterfragt. Wäre ja nicht der erste Faden dieser Art, aber so hat er ihn hier nicht eröffnet. Vielleicht ergänzt er ja aber noch sein Thema. Im Beziehungsforum würde ich ja davon ausgehen, dass er tatsächlich eine Beziehung zu anderen UserInnen aufbauen will und auch das erkenne ich aus seinen Beiträgen nicht.


    Und – er ist doch nicht der einzige, dessen Meinung aus meiner Sicht ein Dogma ist, auch wenn er das selbst nicht so sieht (ja, sensibelmann99, ich habe das verstanden, dass Du das so siehst, ich sehe es anders und nachdem wir immer wieder an diesem Punkt angelangt waren, habe ich es dann irgendwann gelassen). Jede Meinung ist meiner Ansicht nach früher oder später ein Dogma und ich sehe da auch kein Problem. Es reicht ja, die abweichende Meinung so stehen zu lassen bzw. sie zu respektieren.


    Die Unterstreichungen der eigenen Meinung durch irgendwelche Belege passt in die eigene Logik, den subjektiven Denkzusammenhängen. Es ist und bleibt für mich trotzdem die Meinung eines Einzelnen, die neben einer anderen steht. Jeder kann seine Meinung belegen und wenn nicht, so ist das zumindest für mich gar nicht notwendig. Mir reicht auch ein: Ich sehe es so. Fertig. Es geht nicht um irgendwelche wissenschaftlichen Arbeiten, sondern um persönliche Meinungen/Weltsichten. Daran gibt es für mich dann auch nichts zu rütteln. Dass jemand eine unsympathische oder "falsche" Ansicht hat, oder gar nicht auf eine Problemstellung eingeht, oder seine eigenen Thesen mitliefert, ist etwas anderes und wenn sie dann in Pauschalitäten endet, die ich nur sehr begrenzt mag, dann überspringe ich den Beitrag einfach, genauso, wenn angefangen wird die Meinung anderer untereinander zu kritisieren, sich darüber aufzurgen, wie (dumm) die anderen doch sind. Auch da gibt es etliche Fäden, in denen es doch nur darum geht.

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    Dieser Faden ist ein gutes Beispiel für Kommunikation.


    Der TE fühlt sich zu Recht (!) häufig missverstanden. Warum zu Recht?, weil es sein Empfinden ist.

    Für mich ist das ein Gedanke und der TE trennt hier ja Gefühl und Ratio. Mag sein, dass er das negativ wertet, aber den Eindruck habe ich nicht. Ich hätte ihn bisher so verstanden, dass ihn gerade das verwundert, dass andere negative Gefühle erzeugen, wenn er seine Denweise darstellt und wie er sich in seiner Welt fühlt. Bisher nicht mehr und nicht weniger.

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    Er reflektiert und möchte erklären warum er manches so schreibt wie er es schreibt.

    Das schreibt er. Das kommt bei mir aber nicht an, sprich seine Erklärung ist für mich in sich nicht logisch, was aber durchaus seiner Logik entsprechen könnte. Was bei mir ankommt ist, das was auch ohne diesen Faden ankommt. Es kommt bei mir auch noch ein bisschen an, dass er gewisse ihm nachgewisene Unlogiken trotzdem noch mit Gewalt in seine Logik pressen will, was aber für mich wieder nicht funktioniert. Trotzdem alles völlig legitim und nichts Ungewöhnliches. Das tun viele.

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    Was passiert? Anstatt zu würdigen das hier jemand seine Verletzung zeigt wird teils fröhlich weiter in der Wunde gebohrt und auf dem eigenen Standpunkt beharrt. Da wünscht man sich doch das so manche/r ebenfalls zur Reflektion fähig wäre.

    Eben. Dass andere das so auffassen, bedeutet nicht, dass es jemand (und ich meine jetzt nicht explizit den TE, sondern generell) die Absicht hat, andere zu verletzten. Auch die sachlichsten Beiträge werden oft emotional gelesen, triggern manche, das kann meiner Ansicht nach nicht alles in der Verantwortung des Senders liegen – hängt natürlich davon ab, um welches Forum es sich handelt, wie die Fragestellung ist, etc. Fragt jemand – was meint ihr, dann kommen die Meinungen.

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    Es gibt hier in manchen Fäden Aussagen und Meinungen die mich zum Kopfschütteln veranlassen, aber ich fühle mich nicht missionarisch verpflichtet jeden Blödsinn gerade rücken zu müssen.

    Dahinter steckt aber die Ansicht, man könne eine Meinung zurechtrücken. Es hat doch jeder seine eigene Logik, eigene Denkzusammenhänge und abhängig vom Bezug, gibt es immer noch mehr als eine Lösung, wenn ich ein Thema von außen sehe. Gehe ich von meiner eigenen Ansicht aus, dann gibt es oft nur eine Lösung, alles andere ist nur Theorie und für mich vernachlässigbar. Das gilt in der Regel auch für denjenigen, der ein Problem hat, z. B. auch beim TE, sofern er tatsächlich nach einer Lösung suchen würde. Es gibt ja keine Pauschallösung für ein subjektives Problem.


    Jeder Beitrag kann kritisiert werden und das finde ich persönlich müßig, wenn die Fragestellung gar nicht diese ist und das passiert doch nicht nur bei den Beiträgen des TE. Meine Mutter würde jetzt sagen, wieso verteidigst Du ihn, obwohl ich das gar nicht als Verteidigung meine. ;-D Das ist für mich Jammern auf hohem Niveau, denn da gibt es etliche Beiträge von Usern, die ich früher Kübeln würde bzw. es tue. Seine Beiträge lese ich noch an, da es ja sein könnte, dass er etwas schreibt, das ich noch nicht kenne. Denn auch hier im Faden gibt es schon genug Beiträge, die ich nicht zum ersten Mal gelesen habe und die ich genauso abgebrochen und übersprungen habe. Deswegen kann ich es gut stehen lassen, dass jeder, der meint, seine Meinung sei für ihn persönlich richtig, er das auch so sieht. Das heißt ja nicht, dass das alle so sehen.

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    Ein Forum dient zu Autausch von Meinungen, Ansichten und Erfahrungen und ein jeder sollte sich von Zeit zu Zeit selbst hinterfragen und die Möglichkeit einräumen das er mit seiner Meinung falsch liegt.

    Sehe ich auch so und jeder muss für sich festlegen, auf welchen Beitrag er eingeht oder nicht. Wenn ich merke, dass mein Gegenüber gar nicht an einer Kommunikation nach meiner Definition interessiert ist, sei es ein Austausch, eine Diskussion, Problemlösung, etc. dann -> next. Ich kann andere nicht ändern und will es auch nicht.

    sensibelmann99

    Ich habe früher mehr mit Dir diskutiert nur wurde es mir irgendwann zu blöd ständig zu erwähnen, ja, Du siehst das so, andere anders, blablabla. Wenn mir schon bei meinen eigenen Sätzen langweilig wird, dann sollte ich es doch lieber lassen. ]:D Heißt nicht, dass ich das nicht hin und wieder schreibe, aber dann sind es andere Umstände. Darüber zu diskutieren habe ich keine Lust mehr. Hab diese Diskussionen schon gefühlte 1000x geführt. Das wurde ja schon erwähnt. Wenn man über 10 Jahre in dem Forum unterwegs ist, dann verändert sich auch die eigene Schreibweise. Allerdings hat das nichts mit Deinen Beiträgen zu tun, sondern generell mit Beiträgen, die eine Allgemeingültigkeit beanspruchen. Ich finde, dass Deine Meinung genauso ein Dogma ist, wie z. B. auch meine oder andere Meinungen. Das heißt, das sehe ich also anders als Du. Das ist nicht das, was mich stört. Insofern ist es keine Kritik nur an Deiner Art zu schreiben, sondern schlicht jeden Beitrag, der diesen Allgemeinanspruch hat, aber ich sehe da keinen großen Sinn, so eine Diskussion vom Zaun zu brechen, wenn es eigentlich gar nicht das Thema ist. Es zwingt mich doch niemand einen Beitrag zu lesen, auf einen Beitrag zu reagieren oder gar zu Ende zu lesen, wenn ich mit ihm nichts anfangen kann. Mir geht es nicht darum, dass Du nicht schreibst: Ich sehe es so, meiner Meinung nach,…… etc. Das ist für einfach so, dass es sich um die Meinung dessen Handelt, der schreibt. Trotzdem gibt es dann noch eine verallgemeinernde Art, die ich zwar jedem zugestehe, aber wo ich dann nicht mehr bereit bin, mich mit dieser auseinanderzusetzen. Warum ich gar nicht eine Diskussion eingehe oder aus einer aussteige, hat schlicht mit meinem Anspruch an eine Diskussion zu tun bzw. Austausch, was auch immer, ein Interesse am gestellten Thema oder an den Antworten, die dann kommen. Wenn in Beiträgen also verallgemeindernde Aussagen stehen oder nicht meinen Ansprüchen entsprechen, heißt es für mich –> next. Darum bin ich auch gespannt, ob Du Dich tatsächlich in diesem Faden mit irgend einer Ansicht auseinandersetzen wirst, oder nur schreibst, wie Du das siehst bzw. warum Du das so siehst, schließtlich hast Du den Faden extra deswegen eröffnet, oder?

    Ich glaube, dass eine Nachricht/ein Posting eine Art Eigenleben hat. Der Sender meint, dass er darin etweas ausgedrueckt hat, und wenn ein Empfaenger daraus etwas anderes macht, als der Sender meint, dass drinsteht, dann denkt der Sender, der Empfaenger haette das "missverstanden".


    Andererseits denkt der Empfaenger leicht, dass die Nachricht, bzw. genauer, die eigene Wahrnehmung der Nachricht, 1:1 ausdrueckt, was der Sender denkt oder fuehlt oder bewusst ausdruecken wollte.


    Ich glaube, dass das Irrtuemer sind. Die Nachricht kann Dinge enthalten, die der Sender unbewusst hereingebracht hat, die er also nicht bewusst sagen wollte, die aber trotzdem was ueber ihn aussagen. Die Nachricht kann aber auch Dinge enthalten, die der Empfaenger aufgrund der eigenen Erfahrungen und Sichtweisen "hineinliest", und die mit dem Sender viel weniger zu tun haben als mit dem Empfaenger selber, ohne dass der Empfaenger dieses merkt.


    Ausserdem ist die Sprache bekanntlich vollkommen unzulaenglich, um auch nur die einfachsten Sachen auszudruecken ;-) , und deswegen enthaelt die Nachricht abgesehen von diesen delikaten teils unbewussten Anteilen aller Beteiligten auch noch freifliegenden Unsinn, aus dem die Empfaenger sich allen moeglichen Kram zimmern koennen, der weder in ihnen selber, noch im Sender sonderlich gut verankert ist.


    Leider koennen weder Sender noch Empfaenger diese unterschiedlichen Anteile der Nachricht zuverlaessig auseinanderhalten, was Kommunikation so ueberaus nervig und lustig macht.


    Ich danke fuer Ihre Aufmerksamkeit. :-D


    (OK, einen kleinen praktischen Hinweis gebe ich noch: Wenn man sich, wann immer einen eine Nachricht von jemand anders aergert, mal selber nach dem eigenen Anteil an diesem Aerger fragt, bzw. warum einen diese spezielle Nachricht jetzt gerade auf die Palme bringt, kann man jede Menge Sachen ueber sich selber erfahren (zugegeben, vielleicht will man die gar nicht wissen). Das ist meistens lohnender, als den Sender zum Schweigen bringen zu wollen.)

    Ich kenne Sensibelmans erhalten sehr gut, on jemandem, den ich verdammt gut kenne ... ... ... von mir selber.


    Allerdings habe ich das stark eingestellt, seitdem ich die Mitte der 20er überschritten habe und mit vor allem im RL immer wieder "eher negative" Raktionen entgegenkamen. Auch hier im Forum mache ich das aus Versehen ab und zu, weil ich denke, die Situation des anderen verstanden zu haben und dementsprechend kompetent einen (meist ungefragten) Ratschlag ??Ratschläge sind übrigens auch Schläge!?? zu erteilen. In mir kommt Scham hoch, wenn ich lese, wie andere User Sensibelmanns Beiträge lesen und verstehen, das werte ich bei mir persönlich mal als gutes Zeichen ;-D

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    Hut ab aber auch gegenüber sensibelman, der den Mut hat, sich hier der Kritik der Community derart zu stellen. Ich bin mir ganz sicher, dass er, auch wenn es vielleicht nicht so offen zutage tritt, sehr viel aus diesem Thread für sich "mitnehmen" können wird. Solch ein Prozess ist aber ein langwieriger.

    Ich habe ehrlich gesagt nicht das Gefühl, dass Sensibelmann sich hier der Kritik stellt, weil er von vornerein nicht angenommen hat, dass es welche geben könnte. Er hat ja fehler- und lückenlos unmissverständlich erklärt, warum er auf seine Weise schreibt und das muss ja jetzt jeder einsehen ;-) Umso höher ist das Selbsterkenntnispotential :)^


    Und zuletzt kenne ich noch jemanden, der sehr ähnlich war. Diese Person konnte es nicht ertragen, wenn ich (oder jeder andere) zu einem Thema, in dem sie sich auskennt eine Meinung hatte, die von ihrer abwich. Die Wahrheit musste ans Licht und wurde so lange verfochten, bis es alle verstanen haben. Inzwischen ist diese Person in ihrem Leben in wirklich vielen Bereichen sehr erfolgreich (ohne es zu wissen mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit sehr viel erfolgreicher als die meisten von uns es in 500 Jahren sein würden, Sensibelmann evtl. mit eingeschlossen?) ??Ich will hier nicht sagen, dass Erfolg glücklich macht und unbedingt sein muss, um ein gutes Leben zu führen?? und siehe da: er hat aufgehört, gibt nicht mehr so an, sondern genießt seinen Erfolg und lässt andere teilhaben :)z