• Neue Freundin war früher im Swingerclub

    Hallo Zusammen, würde gerne Eure Meinung zu meinem Problem hören. Seit ca. 1 Jahr bin ich mit meiner neuen Freundin zusammen. Gestartet hat es als „nicht“ feste Beziehung. Darauf hat Sie Wert gelegt (ich habe schon damals vermutet, dass sie mal sehr enttäuscht wurde und nun sehr vorsichtig ist) und habe das auch akzeptiert. Inzwischen läuft es aber…
  • 99 Antworten

    erst mal herzlichen Dank für Eure Beiträge:


    da habe Ich sie schon gefragt, Kondome hat sie immer benutzt. Sie war auch nicht leicht zu haben, sie hatte nur von Beziehungen die Nase voll und wollt auf Sex nicht verzichten. Was die Ansicht über Sex betrifft unterscheiden wir uns nicht. Sie möchte eine feste Beziehung und Sex anderweitig ist absolut kein Thema. Sie würde eventuell mit mir in so einen club gehen, wenn ich es ausprobieren möchte, ansonsten nicht.

    Sex hatte sie dann schon dort jedes Mal, das habe ich auch gefragt

    Icebreaker64 schrieb:

    ja, ein wenig

    Was hattest du denn für ein Bild? Und was für eins hast du jetzt? Vermutlich auch Befürchtungen für die Zukunft?

    Befürchtungen nicht, ich finde sie absolut ehrlich und vertrauenswürdig. Bin wohl nur enttäuscht, das sie so etwas öfter gemacht hat

    Okay, wenn das so ist: Was sorgt bei dir denn für dieses Gefühl, dass dein "Bild von ihr" zerbrochen ist? Dass sie überhaupt ONS hatte? Dass sie diese in einem Swingerclub hatte und so speziell für Sex mit Fremden ausgegangen ist (und nicht wie andere z.B. aus anderen Gründen auf Partys gegangen ist, wo sich dann eben ab und zu mal was ergeben hat)? Die Häufigkeit, mit der sie den Club aufgesucht hat? Dass sie dadurch sexuell erfahrener ist als du oder für dein Gefühl her zu viele Partner hatte?


    So wirklich kann man dir nichts raten, wenn du nicht benennen kannst, was genau sich jetzt für dich in deiner Sicht auf deine Freundin verändert hat bzw. wo das Problem liegt.

    eher die Anzahl der Partner und das sie für Sex mit Fremden in einen Club gegangen ist - das Ganze unterscheidet sich halt sehr von meinem Leben

    Okay, das kann ich verstehen. Für mich wäre das auch befremdlich. Im Grunde musst du nun also für dich schauen, was das für dich bedeutet:

    - Ist es wirklich nur ein Unterschied zu deinem Leben ist und daher befremdlich (weil anders), aber etwas, wo du sagen kannst, dass es eben nur das ist - etwas, worin ihr euch unterscheidet, was aber an sich keinen Einfluss auf die Beziehung hat. Immerhin verändert es die Gegenwart ja nicht, wenn ihr euch in der Gestaltung eurer Beziehung und eures Sexlebens einig seid.


    - Oder ist es etwas, wo du sagst, dass dir die Einstellung deiner Freundin zu Sex (mit Fremden) bzw. wie weit sie dafür gegangen ist so aufstößt, dass du das Gefühl hast, dass es sich auch auf die Gegenwart auswirkt? Sie hat ja nichts getan, was verboten ist, aber jeder von uns hat nunmal gewisse moralische Ansichten und auch Wünsche an die Persönlichkeit eines Partners. Und wenn es für dich nicht nur "anders" sondern auch "abstoßend" wirkt, dann ist das durchaus ein Problem.


    Ich bin übrigens der Ansicht, dass es nicht verboten ist, wenn man wegen solcher Dinge eine Beziehung überdenkt. Idealerweise sollte man das nicht, denn die Vergangenheit kann man nicht ändern. Nur ist auch die Vergangenheit auch etwas, was einen Menschen ausmacht und ich finde es legitim, da hinzuschauen. Jetzt kann man mir gerne Oberflächlichkeit vorwerfen, aber ich finde es nicht schlimm, wenn Menschen auf gewisse "Typen" stehen. Und so, wie der eine Blondinen mag und die andere Männer mit Drei-Tage-Bart, auch wenn da jeder überkorrekte Mensch schreit, dass man doch dem anderen auch eine Chance geben soll, wenn er nicht in das Traummuster fällt, so ist es doch in Ordnung, optisch auf einen gewissen Typen Mensch zu stehen. Oder nur einen Nichtraucher als Partner zu wollen oder einen Vegetarier oder jemand, der Kinder will oder nicht will.

    Der Unterschied zur Vergangenheit eines Menschen ist aber halt, dass all diese Sachen in die Gegenwart/Zukunft hineinspielen. Und doch sagt die Vergangenheit viel aus. Ich persönlich würde über einen Menschen auch anders denken, wenn ich erfahren würde, dass er/sie schonmal fremdgegangen ist, weil das etwas ist, was ich in meinen moralischen Ansichten strikt ablehne. Wenn du dich also in einer Beziehung nicht wohlfühlst, wenn der/die andere spezielle Orte mit der festen Absicht, mit wem-auch-immer Sex zu haben, aufgesucht hat und dadurch ein Charaktermerkmal offenbart hat, was dich abstößt, dann ist das in Ordnung. Auch, wenn die Beziehung sonst und jetzt schön ist. Dennoch, wenn irgendwas Gefühle kaputtmacht, dann muss man das ernst nehmen.


    Aber natürlich sollte man im besten Fall das "ernst nehmen" so angehen, dass man schaut, was man da machen kann. Nur kann deine Freundin dir dabei nicht helfen. Sie hat ja offenbar schon alle Fragen beantwortet und ändern kann sie es nicht. Du musst also für dich schauen, ob dein neues Wissen deine Gefühle für deine Freundin dauerhaft verändert oder ob es jetzt nur erst einmal der Schock ist und die Tatsache, dass ihr doch im Moment glücklich seid, dafür sorgen wird, dass du dich emotional beruhigst und die Beziehung keinen Schaden nimmt. Am Ende kannst du nur sehen, wie du dich fühlst. Und es ist kein Verbrechen, wenn du dich im Moment schlecht fühlst - und wenn es dauerhaft so ist und im schlimmsten Fall die Beziehung zerbricht, dann auch nicht. Weder von dir noch von deiner Freundin. Gefühle kann man nicht erzwingen und wenn es am Ende nicht passt, dann passt es nicht.

    Aber natürlich wünsche ich dir das nicht. Ob in einem solchen Fall - wo das "Problem" eigentlich schon lange zurückliegt - eventuelle auch eine Beratung bzw. ein oder zwei Sitzungen bei einem Paartherapeuten helfen können, wenn ihr beide in der Beziehung bleiben wollt, du es aber nicht schaffst, damit klarzukommen, weiß ich gar nicht. Aber auch das wäre einen Versuch wert, wenn du mit deinen Gefühlen nicht klarkommen solltest.

    Versuche, dich dran zu erinnern, dass du dich im Moment so schlecht fühlst, weil du diese Frau liebst und das bestimmt aus guten Gründen. Und diese Gründe werden hoffentlich mehr wert sein als ihre Ansichten, die sie als Single auslebt.@:)

    Es ist ihre Vergangenheit. Plötzlich verändert sich Dein Bild von ihr, weil Du eine Information bekommen hast, die Du vorher nicht hattest. Das verunsichert Dich. Warum?

    Es ist ein Aspekt in ihrem Leben, der für sie jetzt scheinbar nicht mehr wichtig ist. Ich persönlich glaube, in Deinem Alter kann man sehr souverän damit umgehen.

    Wenn Ihr beide Euch vor der Beziehung auf STIs getestet habt ist meiner Meinung nach alles im grünen Bereich.

    Wenn Dir was an ihr liegt solltest Du sie so akzeptieren, wie sie ist und das Leben mit ihr geniessen.

    Ich finde, dass Du dem Ganzen eine zu hohe Bedeutung beimisst.

    Es passt nicht zu Deiner Vorstellung von Sex, dass man den einfach nur so haben möchte, ohne Gefühle.
    Und dann jedesmal mit Anderen, immer wieder "wild Fremden".


    Aber das ist von einem Swingerclub unabhängig, das wäre bei ONSs nicht anders und auch nicht, wenn sie auf der Suche nach etwas Festem, auf Männer trifft, bei denen es gefühlsmäßig nicht "zünden" will, sich im Bett aber schon ausprobiert.


    Da ich Clubs auch schon von innen kennengelernt habe, finde ich von allen Möglichkeiten hat sie die für mein Gefühl sicherste gewählt.

    Man kann sich mögliche Kandidaten vorher in Ruhe auswählen und sogar ein wenig kennenlernen.
    Und man hat einen Ort, der einen gewissen Schutz bietet, falls sich Einer daneben benimmt.


    Ich habe so eine Geschichte tatsächlich mal selber gemacht, und war der, im Eröffnungsposting beschriebene Bekannte.

    Ich habe meine Bekannte das erste mal in einen Club begleitet, weil sie sich alleine nicht traute und ich schonmal da war.
    Und nachdem sie gesehen hat, wie (harmlos) es da so zugeht, war sie auch noch ein paar mal alleine da.


    Sie hat da teilweise nicht einmal Sex gehabt, wenn ihr nur nach Kuscheln war, hat sie da auch einen zum Kuscheln für einen Abend gefunden.


    Und was die Anzahl der Partner angeht, die sie dadurch jetzt hatte ...

    Welcher Gedanke schreckt Dich da mehr ... dass es sie irgendwie "unmoralischer" macht, oder dass Du gegen eine "Konkurrenz" verglichen wirst, wo Du befürchtest nicht "mithalten" zu können?


    Ich denke, die Beste Strategie in so einem Fall ist, sich von den möglichen Szenarien, die das in deiner Phantasie auslöst, die zu nehmen, die Dich am wenigsten stört ...
    Du scheinst Dir da ehr die auszusuchen, die von Deiner Vorstellung am weitesten weg ist und damit am meisten befremdlich ist und Dich entsprechend am Meisten stört.


    Die Anzahl Partner, die Jemand hatte ist doch völlig egal und auch über welche Zeiträume diese verteilt waren.

    Wichtig ist doch vor allem, was der Grund dafür war, die aktuelle Beziehung zu dem werden zu lassen, was sie jetzt ist.
    Es passt alles für eine feste Beziehung und deshalb habt Ihr diesen Weg bewusst gewählt.


    Erfreue Dich an dem, was Ihr jetzt miteinander habt, anstatt Dir darüber Gedanken zu machen, was alles vorher gewesen ist (oder gewesen sein könnte)

    Icebreaker64 schrieb:

    Was meint Ihr denn dazu? Wäre das für Euch ein Problem?

    Nein! Ich finde es gut, wichtig und richtig, wenn gelebte Sexualität in der Partnerschaft und darüber hinaus (wenn's denn passt) offen diskutiert werden kann.

    Vielleicht kannst du ihr eine Freude bereiten, wenn du mit ihr mal losziehst.

    the shadowgirl schrieb:

    Mal ganz rational betrachtet: Was ist denn so schlimm daran?


    Swingerclub heißt ja nicht, dass man dort auch mit jedem ins Bett springt. Es heißt nicht mal, dass man nur deswegen dort ist - ich hatte dort schon wunderschöne Abende, an denen ich mich einfach nur gut unterhalten habe!

    Das kann ich bestätigen. Und von solchen Abenden können beide lange zehren. Auch wenn's "nur" bei Unterhaltungen geblieben ist.

    Ich glaub das kann nur jeder für sich selber entscheiden wie er damit umgeht.


    Mich würde es nicht stören. Im Gegenteil. Sie hat Dir davon erzählt und kein Geheimnis draus gemacht, also ist Sie diesbezüglich offen.


    Ich würde mir an Deiner Stele bissel mehr davon erzählen lassen, ihre Hintergründe etc.. Du wirst Sie dadruch noch besser kennenlernen und es wird das Vertrauen in Eure Partnerschaft m.E. stärken.


    und wer weis. Vielleicht geht Ihr mal zusammen hin, damit Du Deine "Vorurteile" verlierst und vielleicht wirds auch Dir gefallen

    Es ist doch nur Sex gewesen... in der Vergangenheit... Sex ist ein Beduerfnis ebebnso wie Atmen, Essen und Trinken.


    Mach ihr doch da keinen Vorwurf. Sie ist immer noch der gleiche Mensch mit der gleichen Vergangenheit wie damals als du sie kennen gelernt hast.


    oder ist es die Angst bzw. denkst du etwa dass du ihr nicht genuegen koenntest als Geschlechtspartner, weil sie mehr Erfahrung hat als du?

    Wenn dem so ist dann kannst du dich zuruecklehnen denn Frauen denken da ganz anders als Kerle.


    Fuer Frauen zaehlt mehr die Qualitaet als die Quantitaet und die Qualitaet hat viel viel viel mit Emotionen zu tun bei den Ladies.


    Mach dir keinen Kopf. Sofern ihr euch liebt uebersteht ihr bzw. du das mit LINKS :)

    Es ist nicht die Angst, dass ich da nicht mithalten kann, ich hatte ja auch mehrere feste Beziehungen. Vielmehr finde ich es eher etwas unmoralisch, wobei das vermutlich nicht gerechtfertigt ist.

    Ich denke, dass ihre entscheidung die phase zu starten etwas mit ihrer zeit davor zu tun hatte.

    Vielleicht hatte sie davor feste moralische vorstellungen gehabt und wollte diese nun hinterfragen.

    Oder wurde stark enttäuscht von jemanden für den sie vieles aufgegeben hat.

    Ich behaupte mal aus meiner sicht, dass solch eine phase nicht einfach aus heiterem himmel gekommen ist.