• Neue Vorliebe von ihm kennengelernt (FKK) und Problem damit

    Ich habe mit meinem Mann dieses Jahr zum ersten Mal in seiner alten Heimat Urlaub gemacht und dabei eine ganz neue Seite an ihm kennengelernt, nämlich FKK oder evtl. sogar eine exhibitionistische Neigung. Da bin ich noch unschlüssig und deshalb schreibe ich hier, denn mit letzterer Sache hätte ich irgendwie ein Problem. Wir sind schon über 7 Jahre…
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    Hast du ihm das deutlich machen können, wie du ihn jetzt siehst?

    Da bin ich mir nicht ganz sicher. Er weiß auf jeden Fall, dass ich ihn jetzt mit anderen Augen sehe und ihn anders eingeschätzt hatte. Aber ob er richtig verstanden hat, worum es mir ging, weiß ich nicht. Er war recht erstaunt und meinte: "Hast du gedacht ich bin ein Heiliger, oder was?" Das nicht, hat für mich aber auch nichts mit Heiligsein zu tun, sagte ich ihm auch un ich habe versucht ihm zu erklären, wodurch ich ursprünglich den anderen Eindruck von ihm gewonnen hatte (nämlich durch seine Äußerungen im beruflichen Kontext, dass er es nicht in Ordnung findet, andere abzuwerten -> aber er meinte damit eben nur, er findet es nicht ok, sie das merken zu lassen, wie ich nun weiß, das Bewerten an sich findet er nicht verwerflich und tut es gedanklich auch schon immer). Er glaubt mir übrigens auch nicht, dass ich das nicht tue, darüber gab es dann eine kleine Diskussion. Es besteht also noch viel Gesprächsbedarf :-/


    Ich muss sagen, wenn ich so darüber nachdenke, finde ich den Ansatz von dir LolaX5 doch auch gar nicht so schlecht:

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    Insofern würde ich versuchen, ihn argumentativ davon zu überzeugen, dass eine andere Haltung angemessener/"nobler" wäre. Könnte vielleicht dauern und vielleicht klappt es auch gar nicht, aber einen (bzw.) Versuch wäre mir das Wert. Ich glaube daran, dass Menschen dazulernen und sich weiterentwickeln können. Und und wenn man findet, dass es für eine Haltung sehr gute Gründe gibt, dann müssten diese Gründe doch auch für den einen oder anderen ebenfalls überzeugend sein. Ich rede hier nicht davon einen anderen zu verbiegen oder zu irgendwas zu überreden, sondern davon (mehrfach) die eigenen Argumente darzulegen, auf dass sie das Gegenüber irgendwann vielleicht selbst besser findet, als seine bisherigen Gedanken zum Thema... o:)

    Muss ich noch näher drüber nachdenken, aber ja, wieso eigentlich nicht :)z

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    Mein letzter Absatz beruht darauf, dass ich das Zitierete so verstanden habe, dass der Sex mit anderen WÄHREND eurer Beziehung stattgefunden hat. Solltest du nur gemeint haben, dass ihr VOR eurer Beziehung andere Partner hattet, dann wäre das für mich kein Widerspruch zum Wunsch nach Exklusivität IN einer Beziehung...

    Gemeint war VOR der Beziehung ;-) Während einer Beziehung gehört Sex für mich, wenn man es so formulieren will, "exklusiv" in die Beziehung und sollte eine Sache nur zwischen uns sein :)z Du hattest mich also schon grundsätzlich richtig verstanden ursprünglich. Sex mit anderen während der Beziehung käme absolut nicht infrage, empfände ich definitiv auch als Steigerung zum "Zeigen" (an dem ich mich ja bereits störe) vor anderen.

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    Er glaubt mir übrigens auch nicht, dass ich das nicht tue, darüber gab es dann eine kleine Diskussion.

    Glaube ich dir auch nicht. ;-D


    Vielleicht bewertest du nicht bei diesem Thema. Aber grundsätzlich bewerten wir andauernd. Wir behalten unsere Urteile idR nur für uns, weil es sozialverträglicher ist.

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    Vielleicht bewertest du nicht bei diesem Thema.

    Ging auch nur um das Thema. Natürlich gibt es Dinge, die auch ich bewerte, Verhaltensweisen z.B. (wie ich sagte, hätte ich das Verhalten bei einem anderen Mann, der so am Strand mir gegenüber herumgockelt, auch unmöglich und affig gefunden). Weil man selbst dafür verantwortlich ist, wie man sich verhält. Aber sich auf naturgegebene große Brüste oder einen Fleischpenis etwas einbilden und andere belächeln? Das finde ich soooo daneben, ich hab kaum Worte dafür.


    Mein Mann meinte, dass ich mir bei kleinen Penissen doch sicher auch "hihi, wie mickrig" denke und es nur nicht zugebe, dabei liegt mir das wirklich völlig fern. Mich interessieren die Genitalien anderer Menschen nicht im Geringsten und ich finde es grundsätzlich nicht ok, sie auf diese Weise zu bewerten (zumindest nicht in dem Kontext, an diesem Ort... auf Penisbewertungsseiten, wo eine Bewertung explizit gewünscht wird, mag es anders aussehen).

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    Und beruflich wertet er auch ständig? :-/

    Laut gestriger eigener Aussage, ja, leider :-( Nicht wenn es um krankhaft veränderte Zustände geht, meinte er – immerhin. Also er denkt bei Narben nach Mamma Ca zum Beispiel nicht "igitt" in Bezug auf die Narbe, aber ihm fällt schon auf, ob die erhaltene Brust gut ausschaut/hängt oder wie auch immer beschaffen ist und dachte sich bei der ein oder anderen in Bezug auf ihre gesunde Brust auch schon "Mann oh Mann" oder bei Männern mit Prostata Ca im Kontinenztraining z.B. ??"Der ist doch eh so winzig, bei dem ist es doch eh fast egal, ob er nochmal/wieder steht oder nicht, höhö"?? :-X :(v


    Wenn ich ehrlich bin, hat das gestrige Gespräch sogar noch Geschmackloseres zutage gefördert, als ich befürchtet hatte {:(

    Ich glaube, dass jeder unbewusst ständig alles mögliche bewertet. Auch das Aussehen der Mitmenschen bewertet man, und macht sich einen Reim darauf.


    Aus Anstand und Höflichkeit versucht man, dies seine Mitmenschen nicht spüren zu lassen.


    Aus Anstand tratscht man im beruflichen Umfeld auch nicht darüber.


    Im rein privaten Umfeld mag das anders aussehen, da mag man tratschen.


    Ich glaube aber, das Problem der TE liegt woanders.


    Ich glaube, sie hat sich ein hohes Bild ihres Mannes zurecht gezimmert, das mit der Wirklichkeit nicht überein stimmt. Dessen ist sie sich nun bewusst geworden.


    *:)

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    Ich glaube, dass jeder unbewusst ständig alles mögliche bewertet.

    Also ich glaube schon, dass es da deutliche Unterschiede zwischen den Menschen gibt. Manche bewerten kaum oder tatsächlich gar nicht. Andere bewerten sehr viel und sehr stark. Und viele liegen irgendwo in der Mitte.


    Davon abgesehen gibt es auch noch große Unterschiede darin, WIE man bewertet/urteilt. Es ist z.B. ein Unterschied, ob man sich denkt "gefällt mir nicht / zieht mich nicht an" oder "OMG ist die hässlich". Oder "Das Verhalten von XY in Situation ist unfair und untragbar" vs. "XY ist ein Arschloch"


    Auf das Thema hier bezogen: Dass ihm Fleischpenise besser gefallen als Blutpenise, wird sich wohl nicht ändern und es ist eine Bewertung, die sich noch im Rahmen von "Geschmäcker sind verschieden" bewegt. Aber dieses sich-innerlich-lustig-machen über die ander Variante von männlichem Geschlechtsorgan ist doch echt überflüssig wie ein Kropf. Und vor allem ist sein gehässiges Mitleid mit diesen Männer ja auch sachlich mit Sicherheit oft völlig daneben. Und Bewertungen, die einfach Blödsinn sind, die die Bewertungen, die als erstes entsorgt werden sollten. (Selbst wenn man nicht grundsätzlich gegen Bewertungen ist...)

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    Wenn ich ehrlich bin, hat das gestrige Gespräch sogar noch Geschmackloseres zutage gefördert, als ich befürchtet hatte

    Oje, hoffenlich geht das nicht allen Medizinern so.. irgendwie übel. Vor allem, weil man erfahrungsgemäß mit der Zeit dem gegenüber etwas abstumpft oder es schlicht als normal empfindet, egal, mit welcher Varietät man es zu tun hat. Wenn ihm das "mal" so geht, aber so häufig?


    Das mit dem Kontinenztraining finde ich besonders übel, zumal es da echt um mehr geht... :-(

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    Ich glaube, dass jeder unbewusst ständig alles mögliche bewertet.

    Also ich glaube schon, dass es da deutliche Unterschiede zwischen den Menschen gibt. Manche bewerten kaum oder tatsächlich gar nicht. Andere bewerten sehr viel und sehr stark. Und viele liegen irgendwo in der Mitte.

    Mit der Aussage, dass die Menschen unterschiedlich sind, hast du immer die Lacher auf deiner Seite. ;-)


    Ich denke trotzdem, dass einjeder unbewusst-unterbewusst ständig bewertet.


    Ob einem diese unbewussten Bewertungsgefühle bewusst werden, ist eine andere Sache. Auch, wie man damit umgeht.


    Die einen tragen ihr Herz auf der Zunge und plappern ihre Bewertungen ständig hinaus.


    Andere denken sich nur ihr Teil, sprechen es aber nicht aus.


    Und noch andere mögen gar nicht so eine Verbindung zu ihrem Unterbewusstsein – zu ihren Bauchgefühlen haben, sodass sie ihnen gar nicht bewusst werden, und bloß glauben, niemals nicht zu bewerten.


    Noch anderen mögen ihre Bewertungs-Bauchgefühle zwar bewusst werden, aber sie blocken sie wegen politscher Korrektheit oder verinnerlichtem Anstandsgefühl ab, und glauben und sind überzeugt davon, nicht zu bewerten.


    Ich denke, wegen der Bewertungen an sich soll und kann man niemand einen Vorwurf machen.


    Das ist letztlich eine Gefühlssache, etwa so wie Sympathie oder Liebe.


    Allein, wie man damit umgeht wäre wichtig:


    * Behandelt man Menschen im beruflichen Kontext [medizinischer Beruf] schlechter oder besser?


    * Tratscht man vertrauliche Kenntnisse, die man im beruflich-medizinischen Kontext erlangt hat, herum?


    * Lässt man seine Patienten seine Bewertungen spüren, oder geht man damit professionell um?


    * Handelt man unbeachtet seiner Bewertungen immer nur im Sinne und auf das Wohl hin seiner ihm anvertrauten Patienten?


    Ich finde, wenn ein im medizinischen Bereich Beschäftigter das so tut, handelt er gut und verantwortungsbewusst.


    Dass ein Mediziner bei seiner Arbeit und im ständigen Anblick von menschlichem Leid Gefühle entwickelt, empfinde ich nur als allzu menschlich. Dass er dabei auch vieleicht eine leicht zynische Haltung entwickelt – vieleicht auch nur, um sich selber seelisch zu schützen – um nicht alles empfundene Leid an seine Seele heranlassen zu müssen – um nicht handlungsunfähig, berufsunfähig zu werden -, empfinde ich auch als verständlich.


    Wenn man als solcher Mediziner seinen aufgestauten Gefühlen einmal Raum schafft und sie rauslässt, empfinde ich auch als verständlich. Wo sollte er das tun wenn nicht im privaten Bereich der Partnerschaft?


    .


    Ich beziehe jetzt mal bewusst Stellung für den Mann der TE, der im medizinischen Bereich beschäftigt ist. Ich kann mir denken, dass so ein Beruf seelisch anstrengend, wenn nicht gar aufreibend ist, wenn man immer mit soviel Mitgefühl dabei ist.


    Letztlich – so denke ich – ist entscheidend, wie er für und gegenüber seinen Patienten handelt, egal, wie er sie persönlich bewertet.


    *:)

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    Überleg doch nochmal, ob es sich hier wirklich um eine grundlegende Eigenschaft handelt, die sich sozusagen in allen möglichen Lebensbereichen deines Mannes zeigt, oder ob nicht das Thema dieses "Vorfalls" das Entscheidende ist. Habt ihr vielleicht nicht mehr so oft Sex wie früher, weil er da Probleme haben könnte – die er dann sozusagen sichtbar negiert, indem er andere + dich darauf hinweist, wie gut er gebaut ist? Und ich hatte ja auch schon überlegt, ob du nicht vielleicht zu oft sein Äußeres lobst. Auch wenn das widersprüchlich erscheint, vielleicht hast du ihn dadurch auf irgendwas aufmerksam gemacht, auf irgendwas was er als Defizit seinerseits betrachtet?

    Und was sagst du nun dazu?


    Ich finde das Bewerten an sich völlig normal, und ich unterhalte mich mit Freunden, Kollegen, meinem Partner, meiner Familie usw auch über Bewertungen – dasselbe machen wir hier im Forum in nahezu jedem Thread, auch in diesem. In diesem speziellen Fall finde ich seine Bewertung kleiner Penisse inhaltlich idiotisch. Daher frage ich mich, wieso er es nötig hat, auf so einem Quatsch herumzureiten.

    Zitat

    Daher frage ich mich, wieso er es nötig hat, auf so einem Quatsch herumzureiten.

    Ebenso kann man fragen, warum die TE auf dem Quatsch so rumreitet und da eine Grundsatzdiskussion draus macht. Ich finde, das ist der Anlass nicht wert.

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    Er meinte, dass er so nie über seine Patienten reden würde, aber es wäre doch normal, sich im Stillen sowas zu denken und er dachte, vor mir könne er das auch mal offen aussprechen, weil wir eben im Urlaub waren und es nicht um schutzbedürftige kranke Leute ging, für die er Sorge trägt, sondern um Leute, die sich bewusst dafür entschieden haben, "mit ihrem kleinen Schniedel öffentlich am Strand rumzulaufen" (so seine Worte).

    Interessant, der eine User zitiert diesen Teil und packt ein oje dahinter, der nächste findet auch gerade den letzten Teil des Zitates total befremdlich, ich muss gestehen, ich frage mich ähnlich wie der Mann der TE, was ist daran schlimm?


    Affig finde ich das geschilderte, gockelhafte Verhalten auch. Da hätte ich meinen Mann wohl irgendwie zügig von abgehalten ]:D


    Aber das andere? Was ist denn schlimm an der Aussage oben? Die Feststellung, dass andere einen kleinen Penis haben? Das ist doch einfach so.


    Und ich stelle auch fest, wer von meinen Patienten einen kleinen und wer einen großen Penis hat, wer eine unansehnliche Fettschürze und wer einen schicken Waschbrettbauch hat. Ich gehe doch nicht blind arbeiten?


    Ich sehe daran das Problem nicht.


    Und gegen Gockeln hilft doch gezieltes lächerlich machen sehr zügig, oder nicht?

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    Affig finde ich das geschilderte, gockelhafte Verhalten auch. Da hätte ich meinen Mann wohl irgendwie zügig von abgehalten ]:D

    Ja, ich habe mich auch gewundert, warum die TE nicht gleich reagiert hat, sondern sich das anscheinend tagelang angeschaut hat, um sich dann hinterher zu entrüsten.

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    Ebenso kann man fragen, warum die TE auf dem Quatsch so rumreitet

    Haben wir sie ja schon gefragt ;-)

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    was ist daran schlimm?


    Affig finde ich das geschilderte, gockelhafte Verhalten auch.

    Anscheinend ist die Bewertung hier eben graduell unterschiedlich. Du (und offenbar die meisten hier) findest sein Verhalten nur, aber immerhin "affig". Ich finde auch die Bemerkung über die Penisgröße der anderen Nackten bescheuert und unnötig. Aber wahrscheinlich hätte ich so ähnlich reagiert, wie du es empfohlen hast, und damit hätte die Sache eine gute Chance gehabt, erledigt zu sein.

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    Aber das andere? Was ist denn schlimm an der Aussage oben?

    Die Häme.

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    Das ist doch einfach so.

    Ja, aber.. siehe oben. Ein Charakterplus ist das nun wirklich nicht.