Neustart nach Ehebruch

    Hallo Leute,


    mich beschäftigt seit dem es passiert ist Tag und Nacht nur ein Thema , wie schafft man


    den Neustart und was gehöhrt von Beiden Seiten dazu - wahrscheinlich lesen dies jetzt einige, denen das gleiche wiederfahren ist und die nicht zu den 70 % gehöhren die es nicht schaffen und vor dem Richter landen- ich möchte Euch bitten, mit mir darüber zu schreiben wie IHr es geschafft habt.


    Zu uns- ich bin 39 sie 36 wir haben 2 Kinder


    4 und 6 Jahre alt - wir haben uns vor 4 Jahren ein Haus gebaut und sind seit 22


    Jahren zusammen .

  • 27 Antworten

    Hallo Eisa

    gute Frage getrennt sind wir noch nicht, ich möchte erfahren wie der Partner es schaffen kann, diesen wahnsinigen Schmerz und die Entäuschung so hinzukriegen, das darauf wieder, trotz Affäre , wieder eine tragfähige Partnerschaft werden kann.


    Ich würde gern erfahren wie Partner die betrogen haben, sich um Ihren Partner bemühen und wie Betrogene damit fertig geworden sind - ich habe es nach 16 Monaten noch nicht geschafft, allerdings war meine Frau auch gut ein Jahr nicht fähig zu


    Kämpfen sie hat es noch nicht einmal geschafft um Verzeihung zu bieten .

    Diese Schmerzen kenne ich

    Hallo Musikhose,


    ohja ich weiss was in Dir vorgeht und zwar leider nur zu gut.......... Ich weiss Du möchtest hier gern was von Leuten hören, die es geschafft haben damit fertig zu werden. Leider kann ich persönlich nicht damit dienen, sorry......


    Ich will mich nicht wiederholen, deshalb empfehle ich Dir erst Mal diesen Thread von Ucello und meine Antworten dazu durchzulesen. Dann kannst Du Dich ja noch mal melden, wenn Du magst..........


    http://217.160.139.58/Forum/Psychologie/21862/


    Liebe Grüße

    schwierig.............

    Ich denke, ....nein ich bin mir ziemlich sicher, dass es mangelst Selbstbewusstsein daran liegt, dass deine Frau keine Reue zeigen kann. Nur jemand der einen starken Charakter hat, kann zu seinen Fehlern stehen und um Verzeihung bitten. Das kannst du ihr noch nicht mal unbedingt übel nehmen. Das sie fremdgegangen ist, zeigt genauso, dass sie evtl. Bestätigung benötigt und es noch nicht mal mit allzu böser Absicht getan hat. Wenn jemand nicht über seine Fehler reden kann, hat er ein großes Problem damit und es ist schwierig dort in den Kern zu gelangen. Sie muss aus sich raus- erst dann könnt ihr wieder normal miteinander Leben.


    Ich hab das erst begriffen, als er Schluss gemacht hatte- jedoch genau das möchtest du ja verhindern!


    Fremdgegangen ist bei uns keiner, jedoch konnten wir irgendwann trotzdem nicht mehr miteinander. Erst nach der Trennung haben wir beide gemerkt, was wir füreinander empfinden und vor allen haben wir uns beide sehr verändert.


    Es ist für euch beide nun nicht einfach und kann euch nur raten (aus meiner Sicht), wenn ihr zusammen bleiben wollt, dann lenkt euch beide ab und geht euch aus dem Weg. Vielleicht wäre es möglich, dass du vorläufig wanderst unterkommen kannst!? Sie muss denke ich mal spüren, dass sie dich verlieren kann- damit sie aufwacht. Doch Gleichzeitig brauch Sie von Dir Unterstützung und darf nicht das Gefühl bekommen, allein gelassen zusein!! Ihr braucht eine gewisse Distanz um Euer Vertrauen neu aufbauen zu können.


    Viele Tipps kann ich dir leider auch nicht geben, da es wie gesagt bei uns aus anderen Gründen auseinander ging. Doch Abstand ist meines Erachtens immer eine gute Lösung.


    Erzähl doch mal etwas genauer, wie die letzten 16 Monate abliefen von beiden Seiten her.


    Ihr dürft euch nicht zu sehr versteifen auf das was einmal geschehen ist, denn das ist bereits passiert und lässt sich nicht mehr ändern. Ihr könnt nur versuchen, das Beste draus zumachen.


    Dazu gehören jedoch immer 2!...............


    Woran lag es deiner Meinung nach, dass sie nicht gekämpft hatte ?


    Versuch alles mal etwas genauer zu erklären, wenn du es schaffst.


    Vor allen würde mich interessieren, wie sie sich verhält.

    Was bisher geschah

    Hallo Eisa,


    ich danke Dir und Anais für euren Willen uns zu helfen. Es ist schwierig für mich das ganze neutral darzustellen - ich will es mal in Stichpunkten versuchen .


    Juli 2001 ich muss für eine Woche auf Lehrgang nach England.


    Direkt nach der Rückkehr eröffnet sie mir , das sie mich nicht mehr liebt und Schluss macht, sie hätte aber keinen anderen.


    Vorher gab es keinen Hinweis das sie jemals Schluss machen wollte .


    Ich zog zu meinen Eltern, ich begriff nichts, hatte aber schon einen konkreten Verdacht.


    Ich kämpfte - 4 Wochen später konnte ich das ganze meinen


    Eltern nicht mehr zumuten ich zog zurück .


    Sie meinte es wäre eine Lösung Abstand zu kriegen, wir schauten uns Wohnungen an, in die ich ziehen sollte.


    Als es dann soweit war wollte ich Gewissheit, bevor ich entgültig auszog ,ich ging zur Familie ( 3 Kinder ) dessen ,von dem ich glaubte das er es war - seine Frau glaubte nicht daran und dann - eine halbe Stunde später rief er an - machte telefonisch mit meiner Frau Schluss, er hätte sich für seine entschieden.


    Ich wollte alles wissen und leider erfuhr ich auch alles .


    Jede Menge Vorwürfe, Fassungslosigkeit Enttäuschung von meiner Seite aber auch so etwas wie Mitleid - sie ist auf ein wirkliches Schwein reingefallen ( er hatte vor Ihr schon ein Jahr lang eine Geliebte ) und danach war er nicht mal Manns genug, das auf faire Weise zu handeln - er traute sich nicht mal klärende Gespräche zu führen und sie hat Ihn wohl wirklich geliebt, erst auf mein Drängen sprachen sie. - ich schweife ab, es sitzt sehr tief .


    Ich stand Ihr zur Seite soweit es mein Schmerz zuließ .


    Es kamen aber immer wieder Vorwürfe und das Unverständnis, das keine Entschuldigungen oder Bitten kamen .Die Orte sind belegt die Gedanken gefangen .


    Es kam auch kein - Komm wir lass uns wieder neu anfangen sondern der Hinweis wir haben doch beide beschlossen es noch mal zu versuchen .


    Ich denke aber, da das alles äußerst unfair von Ihrer Seite gelaufen ist und alles ja auch über mehrere Monate ging bleibt nur ein absoluter Neustart, hingegen sie sofort in den


    Normalbetrieb fällt, sobald etwas Ruhe eingekehrt ist, bei mir es aber brodelt .


    Für mich gibt es glaube ich nur einen Weg, es muss unwichtig werden , vergessen kann ich das nicht .


    Das würde aber bedeuten sich vollkommen neu aufeinander einzuschießen - ich weiß nicht ob Ihr auch so kleine Kinder habt - die Kerlchen brauchen auch Ihre Zeit - meine Fehler habe ich eingesehen und arbeite stark daran - wir haben viel geredet, allerdings gingen die Gespräche immer von mir aus und endeten selten gut .


    Ich laufe immer wieder an und werde auch genauso oft zurückgeschmissen - sie sieht alles easier .


    Jetzt habe ich mir eine Frist gesetzt - den Juli dann sind es 2 Jahre und ich denke, wenn ich bis dahin nicht aus meinen Gedanken rauskomme hat es keinen Sinn mehr .


    Wenn Du mich fragst wie sie kämpft weiß ich das nicht genau - was ist in so einer Situation kämpfen ?


    Die reine Anwesenheit ?


    Das Brotesschmieren zum Frühstück ?


    Geschenke ?


    Briefe ?


    SMS ?


    Zärtlichkeit ?

    Es geht

    Hallo Gela ,


    ein ständiges auf und ab , letztes Wochenende war das beste seit 15 Monaten


    ich glaube die größte Schwierigkeit ist durchzuhalten bis der Partner zu sich selbst findet und überhaupt die Folgen begreift auch ist es wahnsinnig schwierig wirklich Änderungen zu leben und nicht in den Trott zu fallen .

    Danke.

    Hi Gella,


    trifft den Kern glaub ich , da wenn so etwas


    passiert alle Bereiche deines bisherigen Lebens betreffen, muß man glaube ich ,


    sobald man aus der Wut,Hass,Trauerphase raus sich auf das wesentlich konzentrieren


    und das ist für mich die Situation - kann sie es wieder gut machen- will sie es aus ganzem Herzen , kann ich es nach so langer Zeit zulassen, wenn ich den das gefühl habe


    das es so ist und vor allem - erwarte ich zuviel ?


    Hast Du denn soetwas schon mal durchgemacht ??


    Viele Grüße


    Frank

    Hey Frank,

    sorry, dass ich erst jetzt hier reinschaue, ich stehe im Moment beruflich dolle unter Strom.


    Ich habe vielleicht etwas Ähnliches durchgemacht, bei meinem Ex lief das alles online ab. Er war (oder ist) süchtig nach Online-Sex und ich habe das nur durch einen blöden Zufall herausgefunden. In der Zeit danach habe ich mit vielen Menschen diskutiert, wie schlimm das ist oder nicht... ich bekam Meinungen wie: "das ist doch pillepalle, Du bist ja empfindlich" bis zu "das ist ein absoluter Trennungsgrund".


    Also forschte ich selbst, wie schlimm es für mich ist... es ist schlimm, es ist irgendwie gar nicht so weit entfernt vom realen Betrug, wenn diese Online-Beziehungen über längere Zeit dauern.


    Hach, das ist einige Monate her, aber daran zu denken ist nicht einfach. Ich habe mich getrennt - mehrmals - und bin wieder zurück, weil ich ihn immer noch liebe. Jetzt haben wir uns ein halbes Jahr nicht gesehen, doch meine Gefühle für ihn verändern sich nicht.


    Ist Deine Frau einverstanden mit irgendeiner Art von Beratung.. Therapie? Du erwartest nicht zu viel, sie ist dran es wieder gut zu machen und ich wünsche Euch das von ganzem Herzen!


    Wenn Du magst kannst Du mir jeder Zeit mailen: ninakognito@gmx.de

    Nach 22 Jahren...

    Eine Affäre?


    Ihr habt Euch ja sehr früh kennengelernt.


    Da würde ich einen Neuanfang wagen.


    Aber es ist absolut norwendig, daß Du ihr wirklich verzeihst, und keine Vorwürfe mehr machst. Eine Aussprache ist notwendig, wo all Deine Fragen beantwortet werden.

    Gerne

    Hi Gela,


    danke für Dein Angebot, im Moment frage ich mich ob es nicht sinnvoll wäre das sie mal einen Ansprechpartnerin für ihre Gefühlswelt hätte, leider sieht sie diese im Forum zu tun nicht als sinnvoll an, sie möchte jetzt nach vorne schauen ohne den Blick auf gestern .


    Ich komme bestimmt auf Dein Angebot zurück.


    Gruß


    Frank

    verzeihen,nach vorne schauen...

    hallo "musikhose" ,


    habe während des lesens deiner beiträge


    schmerzhaft an meine letzten zwei jahre zurückgedacht.


    der anfang deiner geschichte , sowie deine gefühls"phasen" könnten von mir stammen.


    der rest mischt sich dann teilweise mit gela´s


    erlebnissen,dass mein mann es online begonnen hat.


    bei mir ist es im juli 3 jahre her. manchmal denke ich alles gut "weggesteckt" zu haben,doch werde ich schnell auf den boden der tatsachen zurückgeholt wenn ich berichte


    (wie den von dir und anderen) darüber lese.


    besonders wehgetan hat mir,dass er nicht soviel courage hatte mir von anfang an die wahrheit zu sagen. diese lügerei - ich spürte


    sofort das etwas nicht in ordnung war! auf meine fragen ob eine andere frau dahinter stecke bekam ich antworten wie:"du bildest dir alles ein....hör auf zu spinnen.......du bist verrückt........du brauchst einen arzt!!!"


    sein agressives verhalten , seine distanz zu mir und unseren sohn (heute 12) :-(


    er verkraftet es im nachhinein auch nicht so gut , läßt auch öffter mal einen kommentar ab sobald mein mann zu spät von der arbeit kommt.


    du hast recht , dass es sehr schwer ist zu verzeihen,wenn nicht mal von der "schuldigen" (wenn ich das mal so grob sagen darf - beide haben natürlich einen anteil daran) partei ein EINDEUTIGES REUEZEICHEN (und nicht nur lippenbekenntnisse!!!) rüberkommt >:(


    ich fühle mich manchmal erpresst - so nach dem motto : passiert ist eben passiert. nimm es hin oder lass es bleiben. es tut mir leid - ja - aber das war´s auch schon.


    vertrauen? fällt mir bis heute schwer. wenn ich denke,dass ich es geschafft habe ,dan braucht nur was ausserplanmässiges passieren und schon bekomme ich herzklopfen und befürchte,dass alles wieder von vorne losgeht - doch diesmal habe ich nicht mehr die KRAFT darüber hinwegzusehen!


    empfehlenswert ist tatsächlich eine paartherapie - da wird sicherlich so manches zutage gefördert was der partner einem im dialog nicht mitteilen kann/will/möchte , weil es alles so festgefahren ist.......worte schon 1000 mal gesagt.....enden meist wieder im fiasko , weil der partner den schmerz nicht versteht oder iseht seine tat womöglich als gerechtfertigt an - ist halt der einfachere weg alle schuld von sich zu weisen.


    soviel wollte ich gar nicht schreiben - hoffentlich konntest du meinem "emotionalen ausbruch folgen" ;-)


    du bist bestimmt nicht allein mit diesem problem. aber es interessant wie andere damit umgehen.


    lieben gruss