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    In einem halben Jahr habe ich so viele Ängste und Zwänge überwunden, ich bin regelrecht begeistert. Er erläutert mir für jedes Thema Sinn und Unsinn, belegt es mit Quellen und illustriert es mit Beispielen

    Das klingt doch super.

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    Deshalb würde er mich nie zu sechs Monaten Sexentzug "zwingen". Weil jemanden zu zwingen, heißt, ihm den eigenen Lernerfolg abzuerkennen. Sowas muss aus einem selbst kommen. Wenn man etwas nicht machen will, wird man es ohnehin nicht machen.

    Richtig, aber hier wurde ja ebenfalls kein "du sollst auf Sex verzichten" verordnet, sondern ein Sexverzicht empfohlen mit dem Hinweis, dass Sex auch instrumentalisiert werden kann, um bspw. Anerkennung zu erlangen. Aber da du ohnehin 1, 2 mal schriebst, dass es bei dir nicht so sei, kann ja das Thema zu den Akten gelegt werden. ??So was können wir Schreiber ja nicht vorher wissen??

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    Ansonsten hab ich nur noch zwei Sitzungen offen, danach ist die Therapie ohnehin vorbei ;-)


    Ansich fühle ich mich gestärkt genug, ohne therapuetische Hilfe weiterzuleben.

    :)^

    Ok, dann zu Punkt vier. :-)


    Du schreibst in deiner Beschreibung:

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    . Als sie um Mitternacht noch nicht hier war,

    und das klingt für mich als wäre da eine Erwartungshaltung deinerseits gewesen. Als diese enttäuscht wurde, wurdest du wütend, kann das sein?


    Die Frage wäre: ab wann fingst du an die Situation als etwas unangenehm zu empfinden? Wann dachtest du sowas wie:"Boah, erst will die hier pennen und ich warte und dann taucht die ewig nicht auf...." Also genau an welchem Punkt kamen die ersten negativen Gedanken auf?


    Wenn man die Antwort auf die Frage hat kann man sich fragen was genau einen in dem Moment nicht gefiel und dann von da aus Lösungen erarbeiten. Ich nehme jetzt einfach mal an, um es zu verdeutlichen, dass du gerne mit deiner Schwester noch etwas Zeit verbracht hättest, gedacht hast sie will das auch weil sie ja unbedingt bei dir schlafen wollte (Wie gesagt, einfach nur so, vermutlich weil es mir so gegangen wäre). Wenn also diese Erwartungshaltung dann klar vor deinen Augen steht kannst du dir überlegen ob du diese Erwartung vorher klar kommuniziert hast, denn wenn nicht, dann kann man da ja ansetzen und das nächste Mal vorher klar darüber reden was jede sich wünscht und wenn es klar Thema war, sie sich aber nicht dran gehalten hat, dann könnte man mit ihr darüber reden und sich dann überlegen ob man dieser Person nochmal entgegen kommt oder ob man das nächste Mal dann gleich was eigenes plant falls sie doch wieder ausfällt oder so.

    Danke für eure Antworten :)_

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    und das klingt für mich als wäre da eine Erwartungshaltung deinerseits gewesen. Als diese enttäuscht wurde, wurdest du wütend, kann das sein?

    Das ist korrekt. Ich habe erwartet, dass sie früher kommt, weil ich ihr ja zuvor schon gesagt habe, dass ich früh aufstehen muss. Dass sie sich dann um zwei Stunden verspätet und mir zwei Schlafstunden klaut, obwohl ich sie hier ja aufgenommen habe, fand ich total frech. Das hat mich dann wütend gemacht.


    Normal hätte ich die Tür zugelassen, aber mitten in der Nacht kann sie nirdrgens hin, weil sie hier niemanden kennt, der Akku war leer und zu meinen Eltern fährt so spät keine Bahn mehr. Das konnte ich ihr dann auch nicht antun {:(


    Ich sag ihr einfach, dass beim nächsten Mal die Tür zu bleibt. Mitternacht ist Mitternacht. Ich muss schlafen. Da gibts kein Pardon.


    Ich hab ihr das klar kommuniziert.


    Okay, so langsam verstehe ich, was du meinst. Das sind dann Grenzen oder? Man erlebt eine Situation, merkt, dass sie einen wütend macht und sucht eine Lösung, dass man nicht mehr in diese Situation kommt. Jetzt hab ich es endlich kapiert.


    Vielen vielen Dank für deine Geduld @:)

    Ich habe gestern bei meiner neuen Flamme übernachtet und obwohl ich gefühlte 10 Promille hatte, nicht mit ihm geschlafen. Wer ist der Boss?! 8-)


    Ich will das jetzt mal so beibehalten, zumindest bis Noveber.

    Ich glaube, ich muss nochmal was schreiben. Wir haben wirklich viel gemeinsam und er ist ein zuverlässiger und aufmerksamer Mann. Was er sagt, tut er. Es gibt keine Überraschungen.


    Am Anfang war ich sehr euphorisch, das hat aber schnell nachgelassen. Es ist nicht so, dass er klettet oder mich erdrückt. Alles ist schön und normal. Nur kriege ich davon keinen "Nervenkitzel". Das ist alles so sicher wie das Amen in der Kirche. Ich langweile mich und habe an Interesse verloren.


    Ich glaube, genau das meint mein Therapeut mit einem "stabilen" Partner, der langweilig erscheint.

    Ich kenn das. Könnte es sein das dich bisher eigentlich nie der Mensch an sich interessiert hat, sondern das du mehr süchtig nach diesem Nähe-Distanz-Spielchen bist? Weil ja die Hormonausschüttung bei Wiederannäherung immer viel höher ist als bei beständiger gesunder Nähe ohne ständige Schwankungen? Das gibt ja jedesmal Adrenalin und Endorphin satt und davon kann man ja in der Tat süchtig werden.

    Der Gedanke kam mir auch schon und es macht mich traurig! :-(


    Sowas habe ich erst seit den letzten vier Jahren. Davor hab ich gesunde Beziehungen geführt. Angst vor Nähe hatte ich schon immer, aber so stark hat es sich noch nie geäußert.


    Ich bin mir sicher, wenn ich ihn weitertreffen würde, würde dieses unangenehme Gefühl irgendwann verschwinden. Ich muss mich durch den Anfang von gesunden Beziehungen richtig durchbeißen. Das hab ich schon ewig nicht mehr geschafft. Ich war drei Jahre Single und hab auch viele gute Männer kennengelernt, aber sobald es verbindlich und sicher wurde, hab ich immer den Kontakt abgebrochen.


    Also ich bleibe auf alle Fälle dran. Vielleicht kommt das Bauchkribbeln ja wieder.

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    Ich habe gestern bei meiner neuen Flamme übernachtet und obwohl ich gefühlte 10 Promille hatte, nicht mit ihm geschlafen.

    Du hast hoffentlich neben dem Selbstwert-Problem nicht noch ein Alkoholproblem? ;-D

    Herzlichen Glückwunsch nachträglich. @:) @:)


    Was das Problem angeht: Ja, da müsstest du dich nun einmal durchbeißen. Umso besser das noch nicht mehr gelaufen ist, weil du dann noch nicht in einer Situation steckst in der du dann "Schluß machen" müsstest. Dein Gehirn ist an einen Staus an Hormonausschüttung gewöhnt und muss ersmtal umgewöhnen. Das ist schwer, aber die Sache wert. Finde ich jedenfalls.