Oh man, so ein hin und her, ich hab jetzt wieder ein Problem mit ihm {:(


    Mir fällt auf, dass er relativ viele Baustellen hat, die mir nicht unbekannt sind. Er wurde als Kind auch schwer misshandelt und kommt aus einem lieblosen Kinderhaus. Das äußert sich mit Schlaf- und Essproblemen.


    Genau darunter leide ich auch.


    Manchmal hab ich Angst, dass könnte mich runterziehen. Er jammert nicht, aber erwähnt es immer mal am Rande, wenn ich irgendwas mit Essen oder Schlafen anspreche. In mir kriecht dann immer die Panik hoch, dass das auf mich abfärben und runterreißen könnte.


    Neben mir kann er gar nicht schlafen. Übernachtet er hier, macht er nach eigener Aussage kein Auge zu. Ich denke dann immer, irgendwas an mir gibt ihm das Gefühl, sich unwohl zu fühlen. Auch beim Sex braucht er ewig, bis er kommt und dann denke ich, ich bringe es einfach nicht. Das ist so deprimierend.

    Mh, hast du Angst nicht zu merken wie es dich runter zieht? Erstmal würde ich nicht gleich davon ausgehen sondern mal gucken und aufmerksam auf mich achten. Manchmal wird man selbst auch besser wenn man es bei jemandem anderem von aussen sieht. Wenn ich mir sehr unsicher wäre würde ich ein Ampel-Tagebuch führen um meine Gesamtkonstitution um Blick zu behalten ohne mich zu sehr auf die Problemfelder zu konzentrieren.

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    Übernachtet er hier, macht er nach eigener Aussage kein Auge zu. Ich denke dann immer, irgendwas an mir gibt ihm das Gefühl, sich unwohl zu fühlen.

    Wieso denn nicht? Ist das Bett zu eng und einer von euch wühlt oder ist er emotional zu aufgeladen, zu geil auf dich oder was? Vielleicht ist es ja ein ganz einfaches Problem das sich leicht lösen lässt.

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    Auch beim Sex braucht er ewig, bis er kommt und dann denke ich, ich bringe es einfach nicht.

    Entschuldige, aber hier musste ich ein wenig lachen. Einfach weil die meisten Frauen das Problem anders herum haben, weil sie zu nichts kommen weil der Typ zu schnell kommt. ;-D ;-D Ist der eigentliche Sex denn nicht schön? Also kannst du nicht genießen das es länger dauert? Ist ja kein Wettrennen oder so. Vielleicht nimmt er sich extra zusammen damit du mehr davon hast, kenne jedenfalls keinen Kerl der es darauf anlegt möglichst schnell zu kommen.

    Es ist eher die Konfrontation. Meine Schlafprobleme vergesse ich zum Beispiel nach einiger Zeit. Erinnert mich jemand daran, dass er Schlafprobleme hat, lieg ich nachts im Bett und habe Angst, auch wieder Einschlafprobleme zu bekommen und bleibe dann dementsprechend wach, weil die Gedanken kreisen. Es passiert dann das, wovor ich mich so gefrüchtet habe.


    Aus dem Augen, aus dem Sinn. Kein Problem. Aber sobald man es mir immer wieder vorhält, ist es halt da und bedrängt mich.


    Ich hab schon mit ihm darüber gesprochen und er meinte, neben mir könnte er noch weniger schlafen als sonst, weil er die Umgebung nicht gewöhnt sei. Wenn wir bei ihm schlafen, schläft er aber auch nicht.


    Das macht mich ganz fuchsig, weil mich das ansteckt. Diese Panik, auch nicht mehr schlafen zu können.


    Natürlich genieße ich es, aber nach 30 Minuten habe ich einfach keine Lust mehr. Dann wird die Scheide total trocken und reißt ein und selbst dann muss ich da noch 10 Minuten an ihm dran hängen, bis er mit dem Mund oder mit der Hand kommt. Das ist anstregend. Ich hab ihn auch gefragt, warum das so sei und er meinte nur, dass ich eben den Punkt verpassen würde und er eigentlich nicht so lange braucht.


    Ich hab das Gefühl, ich "kacke" total ab und kanns ihm nicht besorgen. Das turnt mich ab. Ansonsten ist der Sex sehr schön. Er ist wirklich unheimlich liebevoll und zärtlich. Ihm ist es wichtig, dass ich auch komme - aber ich hab das Gefühl, er denkt einfach zu viel nach. Mehr als ich sogar. Dadurch hat er total die Blockade im Kopf. Ich hab Angst, dass mich das ansteckt und ich auch anfange, alles zu zerdenken.


    Ich bin so glücklich mit ihm. Meine Haut ist super geworden. Meine Stimmung ist großartig. Ich schlafe wie im Himmel. Alles ist gut. Mich schmerzt, dass es ihm nicht so geht. Dass ich ihm nicht so gut tue, wie er mir.


    Ich glaube, für ihn ist ds totaler Stress. Ich glaube, er mag mich sehr Und das macht ihm Angst, weil man verletzt oder enttäuscht werden kann. Aber ich weiß nicht. Ich kann da nichts aus ihm rauskitzeln.


    Ich würde ihm so gerne helfen und diese Anspannung von ihm nehmen. Immerhin ist alles großartig.

    Wie wäre es wenn du versuchst erstmal ganz bei dir zu bleiben? Konzentriere dich darauf wie super es dir geht und genieß das. Vielleicht entspannt er sich von selbst wenn es eine Weile läuft. Ich finde es liest sich bei dir alles so Wettkampf-reach-the-goal mäßig. Du musst x und y leisten damit alles gut ist. Also im Bett das perfekte Timing hinlegen, er muss seine psychischen Probleme an deiner Seite wie von Zauberhand verlieren und soweiter. Aber das Leben ist ja keine Wald Disney Produktion und weder Prinz noch Prinzessin kann jemandem aus dem eigenen inneren Käfig via Kuss befreien. Versuch bewusst zu sehen und zu genießen:"Er ist gern bei dir obwohl du eben nicht perfekt bist und alles super. Er ist gern bei dir weil er dich als Mensch mag und nicht als Mittel gegen seine Schlaflosigkeit."

    Danae, das war wieder mal ein super Tipp von dir! :)z


    Es hat sich tatsächlich entspannt. Ich glaube, Gelassenheit muss ich noch lernen. Die Katastrophen male ich mir selber aus, real passieren sie gar nicht. Ich treibe mich eigentlich nur selber in den Wahnsinn.


    Er ist zur Zeit ein paar Tage in der Heimat. Er fehlt mir sehr, obwohl ich ihn erst vorgestern gesehen habe. Das ist ein schönes Gefühl @:)


    Ich werd versuchen, in Zukunft im Hier und Jetzt zu bleiben. Das ist, was zählt. Solange es schön ist, sollte man es genießen :p>

    Er hat mich gestern gefragt, was ich mir vorstelle und was ich mit von ihm erhoffe. Ich habe wahrheitsgemäß geantwortet, dass ich das nicht weiß (eine Beziehung wäre komplett überstürzt, ich bin bin erst 8 Wochen getrennt).


    Er meinte daraufhin, dass er aus solchen Situationen immer als Arschloch herausgehe und mich nicht enttäuschen möchte.


    Uff.


    Ich bin damit "gewarnt". Jede Verantwortung für meine Gefühle hat er damit abgeworfen. Nicht, dass ich jetzt besonders intensive hätte, aber dass er es sich so einfach macht, hätte ich auch nicht gedacht.


    Ich fragte ihn, was er wolle und erwarte. Er erwiderte, dass er das auch nicht so genau wisse und wir das laufen lassen könnten.


    Irgendwie werde ich das Gefühl nicht los, dass er damit eine Beziehung zu mir kategorisch ausschließen wollte. Jetzt bin ich angefressen. Ego %-|


    Was jetzt? Weitertreffen oder sagen, dass er sich verpissen soll?


    Ich hab nicht das Gefühl, dass er mich nicht mag und nur für Sex aussnutzt. Er läd mich regelmäßig zu Treffen mit seinen Freunden ein. Ich gehöre dazu. Wir sehen uns jeden Tag. Haben auch nicht immer Sex. Gucken fern, kochen was oder reden und kuscheln. Er sagt mir fast bei jedem Treffen, wie sehr er mich mag. Hab ich ein Problem, gibt er mir einen Ratschlag (aber keine billigen Phrasen, sondern gibt sich wirklich Mühe, zu helfen) oder packt mit an. An alles, was er sagt oderverspricht, hält er sich zuverlässig. Eine böse Überraschung habe ich noch nie erlebt. Enttäuscht hat er mich bislang nicht (und ich bin wirklich empfindlich und sensible, werde schnell sauer). Ein Haar in der Suppe konnte ich bislang nicht finden - bis auf dieses Gespräch gestern.

    Regenmädchen

    Zitat

    Ich habe wahrheitsgemäß geantwortet, dass ich das nicht weiß (eine Beziehung wäre komplett überstürzt, ich bin bin erst 8 Wochen getrennt).

    Was für eine Reaktion von ihm erwartest Du nach so einer eher unkonkreten Antwort?

    Zitat

    Nicht, dass ich jetzt besonders intensive hätte, aber dass er es sich so einfach macht, hätte ich auch nicht gedacht.

    Du wirfst ihm an dieser Stelle etwas vor, was Du selbst auch nicht anders handhabst. Es ist nicht abwegig, dass ihr euch beide schützt was eure Gefühle füreinander angeht.


    Es ist möglich (genau wissen kann ich es nicht), dass der junge Mann Angst hat nur als Lückenfüller dazustehen, wenn er sich auf Dich voll und ganz emotional einlassen würde. Es ist nicht ungewöhnlich, dass Beziehungen, die kurz nach einer Trennung eingegangen werden häufiger keinen Bestand haben, weil ein frisch getrennter Mensch noch nicht das Bedürfnis verspürt sich sofort wieder verbindlich mit einem Partner in eine Beziehung zu gehen.


    Möglich, dass Dein Freund diese Gefahr bei euch beiden sieht und deshalb eben so vage bleibt, wie Du selbst. Warum müsst ich zwei euch nach der noch relativen Zeit bereits ein "Etikett" für eure Kennenlernphase geben, damit sie einen Namen hat?


    Was jetzt? Weitertreffen oder sagen, dass er sich verpissen soll?


    Du zählst eine ganze Menge Eigenschaften auf, die Dir an ihm gefallen und welche Du genießt. Wozu dann so eine Reaktion von Dir auf seine Ansage? Lernt euch beide besser kennen, schaut nicht darauf, wie eure "Treffen und gemeinsame Zeit" heißen, sondern nehmt sie als Basis dafür zu schauen, ob sich daraus langfristig etwas entwickeln kann.


    Wenn genug gemeinsame Zeit vergangen ist, werdet ihr von ganz allein herausfinden was euch beide verbindet. Zum jetzigen Zeitpunkt ist es nach meiner Einschätzung noch nicht erforderlich, Versprechen abzugeben, von denen niemand weiß, ob sie gehalten werden können.

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    Er sagt mir fast bei jedem Treffen, wie sehr er mich mag. Hab ich ein Problem, gibt er mir einen Ratschlag (aber keine billigen Phrasen, sondern gibt sich wirklich Mühe, zu helfen) oder packt mit an.

    DAS zählt doch mehr als alle Worte dieser Welt, oder? Wenn Du Dich geborgen und von ihm aufgefangen fühlst, seid ihr zwei auf einem guten Weg. Den Rest zeigt euch die Zukunft. :)^ ;-)

    Danke für diesen tollen reflektierten Beitrag :)_


    Dass er sich schützen möchte, kann in der Tat zutreffen. Er hat mir zuvor erzählt, dass er jetzt mehrere Jahre Single sei und mit Frauen nur negative Erfahrungen gemacht hat, weil er immer betrogen worden sei.


    Da kann ich natürlich verstehen, dass man nicht sofort Vertrauen fasst.


    Ich brauche allerdings immer ein bisschen mehr von meinem Gegenüber als ich selber gebe, um Vertrauen zu können. Ich glaube, dieses Verhalten muss ich ganz dringend ablegen.


    Aber du hast recht, ein Etikett oder einen Namen brauchen wir nach vier Wochen nicht. Meine Angst war nur, dass ich mich (zukünftig vllt) in etwas verrenne und schon auf verlorenem Posten stehe. Dann würde ich lieber jetzt gehen, solange es nicht wehtut.

    Zitat

    Ich brauche allerdings immer ein bisschen mehr von meinem Gegenüber als ich selber gebe, um Vertrauen zu können. Ich glaube, dieses Verhalten muss ich ganz dringend ablegen.

    Nun ist dein Gegenüber aber auch ein verwundeter Mensch und vermutlich geht es ihm ähnlich. Ich könnte mir sogar vorstellen das er das Gespräch deshalb überhaupt angefangen hat.


    Nun seid ihr beide auf dem selben vorsichtig-abwartenden Stand und es hindert euch beide nichts daran euer Vertrauen langsam und stück für stück wachsen zu lassen, durch gemachte Erfahrung und nicht durch Worte. Also das hier uns jetzt genießen, warten, gucken, testen und Vertrauen verdienen und dann könnt ihr gucken.

    Er hat gerade mit mir "Schluss" gemacht! :-(


    Ich bin gerade schon unheimlich geknickt, weil ich gerade angefangen habe, Gefühle für ihn zu entwickeln. Ich dachte, ich bin auf so einem guten Weg. Auf einem Weg in die richtige Richung - und jetzt sowas.


    Begründet hat er das damit, dass er ziemliche Bindungsängste hat, weil er so oft betrogen worden sei. Er möchte deshalb so fair sein und lieber jetzt einen Schlussstrich ziehen, bevor es mich richtig verletzt.


    Da klingt sehr nett, aber im Grunde ist es überhaupt nicht nett. Es hat mich nämlich verletzt. Er wollte mich doch jeden Tag sehen. Er wollte es doch so eng. Er meinte, er hätte schon Panikattacken bekommen und emotional würde sich bei ihm gar nichts entwickeln und er könne sich eine Beziehung nicht vorstellen.


    Ich habe nie von einer Beziehung geredet. Ich weiß gar nicht, wie er jetzt auf den Trichter kam. Aber auf jeden Fall hab ich hier wieder einen Scherbenhaufen vor mir. Ich mag ihn so gerne und seine Freunde auch und es hat alles furchtbar viel Spaß gemacht - und jetzt sowas.


    Jaja, werden einige sagen, ihr habts mir ja gesagt. Ja, das habt ihr wirklich. Scheinbar scheine ich genau auf diesen Typ Mann zu stehen und habe immer noch nichts gelernt. Das frustriert soooo sehr! {:(

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    Er hat gerade mit mir "Schluss" gemacht! :-(

    Du machst gerade die schmerzliche Erfahrung, die bei Dir auch andere Männer gemacht haben. Nämlich nach einen anfänglich tollen Gefühl, abgewiesen zu werden.


    Siehe hier:

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    Mir geht es eher un Aufmerksamkeit. Ich brauche es, begehrt zu werden. Mir fehlt die Sexualität. Der Reiz des anderen Geschlechts. Deshalb finde ich das gar nicht so bedenklich. Man sollte ja nicht aus der Übung kommen.

    Es scheint so, als ob dieser Mann Dich auch etwas als "Übungsfläche" genutzt hat. War vielleicht ebenso wie Du in den Anfängen positiv gestimmt und hoffte, dass auch eurer Verbindung miteinander etwas Gutes entstehen kann.


    Offenbar hat es von Seite aus nicht gepasst. Das kannst Du nun verfluchen, bedauern und darüber traurig sein. Aber ihr habt beide eure seelischen Baustellen, die noch offen liegen und nicht unbedingt in einer Lösung zu finden sind, dass man mal eben einen Menschen in sein Leben lässt, wenn man selbst noch viele Problembaustellen hat.


    Treffen zwei so komplizierte Wesen aufeinander, summiert sich das schnell, obwohl in den Anfängen alles auf Honey Moon und Gefühlsbindung aussah.

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    Begründet hat er das damit, dass er ziemliche Bindungsängste hat, weil er so oft betrogen worden sei. Er möchte deshalb so fair sein und lieber jetzt einen Schlussstrich ziehen, bevor es mich richtig verletzt.

    Aus seiner Sicht ist es fair play. Das Du, die ihn anfing zu mögen, es völlig anders empfindet ist sehr verständlich.


    Nur, was hätte dieser junge Mann machen sollen? Dir jemand vorspielen mit seinen Gefühlen, der er gar nicht ist? Weiterhin heile Welt spielen, obwohl seine Empfindungen anders sind?


    Ich gehe davon aus, wenn seine Gefühle für Dich tiefer und stabil gewesen wären, wäre seine Motivation für eure Beziehung gegen seine Ängste anzukämpfen von mehr Ambition getragen gewesen.


    Das lässt sich jedoch nicht erzwingen oder herbei reden. So gesehen war in dieser Situation nur konsequent. Auch, wenn es Dich gerade sehr verletzt.

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    Er meinte, er hätte schon Panikattacken bekommen und emotional würde sich bei ihm gar nichts entwickeln und er könne sich eine Beziehung nicht vorstellen.

    Welche Alternativen gibt es zu solchen Empfindungen? Sie verdrängen, unterdrücken oder gar nicht drüber nachdenken? Über eine längere Dauer kaum erfolgsversprechend.


    Versuche Dich kurz mal in seine Lage rein zu versetzen, wenn Du so empfinden würdest einem Mann gegenüber. Wie würdest Du dann mit genau dieser Situation umgehen wollen?

    Zitat

    Ich habe nie von einer Beziehung geredet. Ich weiß gar nicht, wie er jetzt auf den Trichter kam.

    Vielleicht war es eben gerade dieses "Unverbindliche" zwischen euch, was ihm solche Angst gemacht hat. Möglich, dass er jemand braucht, der in der Lage ist, ihm seine Ängste zu nehmen.


    Du selbst bist jedoch auch eher Zweiflerin und vorsichtig. Spiegelst womöglich sein Verhalten zu sehr, sodass er kein Vertrauen zu Dir aufbauen konnte. Das braucht es aber, wenn eine Beziehung entstehen soll.


    Bei Dir konnte er offenbar seine Wünsche und Sehnsüchte nicht so ausleben. Gut möglich, dass er noch gar nicht in der Lage war, überhaupt etwas Stabiles zu leben, weil alte Verletzungen zu präsent in ihm weiter gelebt haben. Es war ein Versuch, ebenso wie Du ihn auch unternommen hast, um möglichst rasch von Deinem EX emotional los zu kommen.


    Nicht immer funktioniert das ohne großen Übergang. Es scheint, dass Du manche Deiner seelischen Baustellen, mit schnell aufeinander folgenden Beziehungen, Affären und Kurzbegegnungen zu verdrängen versuchst.


    Darin kann eine Ursache liegen, dass so ein Beziehungsanlauf eben nicht so erfolgreich wird, wie gewünscht.

    Zitat

    Ich mag ihn so gerne und seine Freunde auch und es hat alles furchtbar viel Spaß gemacht - und jetzt sowas.

    Das allein reicht leider nicht immer. Seine Freunde können ihm den Weg nicht abnehmen, den es braucht wieder Vertrauen zu finden, wenn er eine neue Frau in sein Leben lässt.


    Du solltest mit etwas Abstand auf die Spurensuche gehen. Deine eigenen Bedürfnisse mehr ergründen. Deine Vorstellungen über das was Du suchst und leben willst.


    Es wird Dir nicht helfen, aneinander gereiht Mann und Partner zu "erproben", ohne jemals richtig für Dich erarbeitet zu haben, was genau Du in dieser Verbindung zu einem Mann wirklich leben willst.


    Männer wollen nicht "ersetzt" werden, weil das Ego einer Frau damit befeuert werden soll. Manche spüren DAS unterschwellig und können deshalb nicht mehr Emotionen aufbauen.


    Bei euch ist es vermutlich eine Mischung von Faktoren, die seine Zweifel größer werden ließen. Versuche das zu akzeptieren und sei froh, dass er nicht geschauspielert hat und konsequent zu seinen Gefühlen gestanden hat, die nicht ausreichten, um mit Dir weitere Treffen zu haben.


    Fühl Dich dennoch verstanden, dass dieses plötzliche Ende sehr wehtut. Dir alles Gute für die nächste Zeit.

    Phu, das zu lesen, tut nicht gut :°(


    Ich leide ja auch unter Bindungsängsten. Mein Therapeut nennt es das "Schwarzwälderkirschproblem". Egal, wie lieb man etwas hat, ist es zu viel, schmeckt es nicht mehr. Er hat mir immer den Rat gegeben, jemanden in kleinen Dosen zu "genießen" - ähnlich wie etwas, was man sehr gerne isst.


    So wird man nicht von dieser Angst übermannt. Panik kenne ich auch. Das Gefühl, nicht atmen zu können, genauso. Allerdings habe ich dieses Gefühl immer durch andere bekommen.


    Bei ihm ist es genau anders herum. Er hat mich doch jeden Tag nach einem Treffen gefragt, mir unzählige Nachrichten geschrieben und mich zu jeder Veranstaltung mitgenommen? Das alles ging aus ihm selber heraus?


    Ich erkenne da einfach meinen Fehler oder die Ursache nicht. Sowas ist mir noch nie passiert. Ich wurde bisher verlassen, weil ich geschlagen, getreten oder böse Dinge gesagt habe. Hier bin ich völlig haltlos. Ich weiß nicht, was ich falsch gemacht habe?

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    Es scheint so, als ob dieser Mann Dich auch etwas als "Übungsfläche" genutzt hat. War vielleicht ebenso wie Du in den Anfängen positiv gestimmt und hoffte, dass auch eurer Verbindung miteinander etwas Gutes entstehen kann.

    Mit meiner "Übungsfläche" treffe ich mich einmal in der Woche für ein paar Stunden, genieße die Aufmerksamkeit und lebe mein Leben weiter. So viel Aufmerksamkeit, Offenheit und Zuneigung kann ich einem Menschen, von dem ich nichts will, nicht geben. Das überschreitet die Erforderlichkeit dazu. Ich muss es nicht, weil ich es nicht so meine, also lasse ich es.


    Dass er nicht die Fairness dazu besaß, verletzt mich. Er hätte mir das von Anfang an sagen können. Stattdessen meinte er von Anfang an, dass man das unverbindlich laufen lassen könne, dass er schön sei, dass er mich sehr gerne habe. Sowas mache ich nicht. Ich lasse nicht den anderen hinter die Mauer, um ihn dann wieder rauszuschmeißen.

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    Ich gehe davon aus, wenn seine Gefühle für Dich tiefer und stabil gewesen wären, wäre seine Motivation für eure Beziehung gegen seine Ängste anzukämpfen von mehr Ambition getragen gewesen.

    Das ist leider wahr.

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    Welche Alternativen gibt es zu solchen Empfindungen? Sie verdrängen, unterdrücken oder gar nicht drüber nachdenken? Über eine längere Dauer kaum erfolgsversprechend.

    So gesehen gibt es natürlich keine Alternative. Aber das klingt alles so, als hätte ich ihm die Pistole auf die Brust gesetzt, wäre unglaublich verliebt und würde eine Beziehung einfordern.


    Das stimmt nicht. Ich mag ihn gerne. Ich schlafe gerne mit ihm. Ob sich daraus eine Beziehung ergeben könnte, weiß ich selber nicht.


    Wieso unterstellt er mir per se, dass ich unbedingt eine Bindung zu ihm wollen würde und verletzt worden wäre? Durch was?


    Er sieht sich selber als so ehrlich und fair an, hat mir aber keine Sekunde lang mitgeteilt, dass er so fühlt. Diese Entscheidung kam für mich von jetzt auf gleich. Gestern waren wir noch den ganzen Tag zusammen einkaufen, haben ferngesehen und waren dann auf einer Party - alles auf seinen Wunsch und seine Einladungen hin - und dann soll ich abhauen? Hä?


    Vielleicht sollte ich das erläutern. Er hat eine Freundin, mit der er sich sehr gut versteht. Sie verbringen viel Zeit miteinander. Immer, wenn sie da ist, existiere ich eigentlich nicht mehr. Ich glaube, er mag sie mehr als mich. Hat es aber immer abgestritten, gemeint, ich müsse nicht eifersüchtig sein etc.


    Sie hat sich gerade von ihrem Freund getrennt. Mit derselben Argumentation. Sie wolle fair sein, sie habe nicht die Gefühle für ihn Blabla. Nun war er den ganzen Abend bei ihr und das hat mich wütend gemacht. Also bin ich gegangen. Danach hat er sich "getrennt".


    Entweder er steht auf sie und schafft jetzt Platz oder er hat sich da von irgendetwas anstecken lassen. So oder so glaube ich nicht, dass das eine endgültige Entscheidung ist.


    Ich bin selber ein instabiler Mensch, kenne das und weiß zu 100%, dass er in 1-2 Wochen wieder den Kontakt zu mir suchen wird. Dann, wenn er Luft hat und merkt, dass er wieder atmen kann.


    Er meinte auch, dass er mich nach wie vor unheimlich gerne hat und die Freundschaft zu mir nicht aufgeben möchte.


    Was dann? Wie geht es jetzt weiter?


    Kann ich da überhaupt ein Freund sein? Was soll ich jetzt machen?


    Ich war unheimlich froh, wieder eine tägliche Beschäftigung gefunden zu haben. Wie mein Exfreund war auch er mein Nachbar. Ich war nie allein. Das war großartig. Jetzt ist da wieder dieses Loch. Ich bin allein.


    Kann ich denn noch Freunde sein? Oder ist das doof? Verliere ich dann mein Gesicht?

    Die besagte Freundin schrieb mir gerade, dass es ihr schrecklich Leid täte, dass es mir nun so schlecht gehe.


    Das heißt, sie haben über mich gesprochen?


    Dann schrieb sie, dass sie mich gerne trösten würde und wenn ich Lust hätte, könnten wir die Woche mal etwas unternehmen, wenn ich ein offenes Ohr bräuchte.


    Ich kann mich irren und das klingt super nett, aber irgendwie werde ich das Gefühl nicht los, dass sie intregiert hat und mich nun aushorchen will?


    Was haltet ihr davon?


    Ich wäre so dankbar, wenn mir jemand antworten würde. Ich habe sonst niemanden, mit dem ich darüber reden kann :°(

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    Ich war unheimlich froh, wieder eine tägliche Beschäftigung gefunden zu haben. Wie mein Exfreund war auch er mein Nachbar. Ich war nie allein. Das war großartig. Jetzt ist da wieder dieses Loch. Ich bin allein.

    Hm, Menschen als Beschäftigung sehen? Ich weiß nicht, dass klingt so nach Funktionalität. Zum anderen machst Du Dir denke über Deine eigenen Gefühle etwas vor.

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    Sie hat sich gerade von ihrem Freund getrennt. Mit derselben Argumentation. Sie wolle fair sein, sie habe nicht die Gefühle für ihn Blabla. Nun war er den ganzen Abend bei ihr und das hat mich wütend gemacht. Also bin ich gegangen. Danach hat er sich "getrennt".

    Möglich ist vieles. Vielleicht hat es unreif empfunden, dass Du einfach wortlos gegangen bist. Es hätte andere Möglichkeiten gegeben. Wenn die zwei wirklich gute Freunde sind, ist womöglich nicht ungewöhnlich, dass man kurz nach einer Trennung intensivere Gespräche führt. Du hättest ihn bitten können, Dir zu sagen, ob es schlimm wäre, wenn Du schon voraus gehst, statt ihn ebenso nebenher stehen zu lassen.


    Ihr seid doch nicht mehr in dem Alter, wo der Partner den ganzen Abend wie ein Hofhund nebenher läuft. Du hast in den Anfängen geschrieben, es fällt Dir nicht schwer Kontakte zu knüpfen und mit Menschen Gespräche zu führen. Es war eine Party, also die Möglichkeit mit anderen Zeit zu verbringen, für die Zeit des Gespräches der beiden. Du wirst nun nicht wissen, ob er nach dem Gespräch wieder zu Dir gekommen wäre.


    Für mich passt das Verhalten nicht zu dieser Aussage:


    Das stimmt nicht. Ich mag ihn gerne. Ich schlafe gerne mit ihm. Ob sich daraus eine Beziehung ergeben könnte, weiß ich selber nicht.


    Wieso unterstellt er mir per se, dass ich unbedingt eine Bindung zu ihm wollen würde und verletzt worden wäre? Durch was?


    Jemand der einfach so wütend eine Party verlässt ist irgendwo verletzt. Dir war seine Aufmerksamkeit entzogen durch seine Kumpeline, Du hast Dich nicht als 1. Geige gefühlt an seiner Seite.


    Da könnte er durchaus das Verhalten darin sehen, wie ein "Pistole auf die Brust setzen". Es will mir auch nicht in den Kopf, dass man etwas einerseits nicht benennen will, wenn man miteinander schläft, viel Zeit verbringt, und dann wütend und eifersüchtig reagiert.


    Entweder nennt man es dann eine lose Sexaffäre, dann kann jeder tun und lassen wie er denkt, wenn die Rahmenbedingung Unverbindlichkeit sein soll. Oder man einigt sich auf anderes gemeinsam.

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    Kann ich denn noch Freunde sein? Oder ist das doof? Verliere ich dann mein Gesicht?

    Auch diese Fragen verstehe ich nicht. Wasch mich, aber mach mich nicht nass, ein unverständliches Konstrukt in zwischenmenschlichen vor allem auch intimen Beziehungen. Ist der junge Mann nur wichtig als "Lochfüller", weil Du sonst nichts mit Dir anzufangen weißt?

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    Dann schrieb sie, dass sie mich gerne trösten würde und wenn ich Lust hätte, könnten wir die Woche mal etwas unternehmen, wenn ich ein offenes Ohr bräuchte.

    Du wirst nicht raus finden, ob sie das Ganze ehrlich meint oder nur eine Floskel ist. Du kannst das Angebot annehmen, wenn sie für Dich kein rotes Tuch ist. Du musst Dich ja nicht bis in die letzte Ecke Deiner Seele von ihr aushorchen lassen.

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    aber irgendwie werde ich das Gefühl nicht los, dass sie intregiert hat und mich nun aushorchen will?

    Wenn Du bereits jetzt mit solchen Gedanken an ein ein Treffen mit ihr heran gehst, solltest Du darauf besser gleich verzichten. Da fehlt mir die Augenhöhe zwischen zwei erwachsenen Frauen.


    Aber Du kannst, wenn Du es magst sie als Menschen kennenlernen, schauen warum sie eine gute Freundin Deines EX-Freundes ist. Vielleicht auch raus finden, dass Deine Wut und Eifersucht völlig haltlos am Abend der Party war. Die ich schon deshalb nicht verstehe, weil Du der Meinung bist, Du wolltest zu ihm keine richtige Paar-Beziehung.

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    Aber das klingt alles so, als hätte ich ihm die Pistole auf die Brust gesetzt, wäre unglaublich verliebt und würde eine Beziehung einfordern.

    Wenn man so wütend reagiert und eine Party verlässt, weil man nicht zu 100 Prozent im Mittelpunkt steht, könnte dieser Eindruck aber schon entstehen. Meinst Du nicht?


    Ob Dein Ex sich nach Deiner eigenen Überzeugung in spätestens zwei Wochen wieder meldet, wird die Zeit zeigen. Ich würde mich allerdings nicht auf seinen Rückzieher emotional verlassen.


    Lass ein paar Tage Ruhe in Dein Leben einziehen, zergrübel das alles nicht übermäßig. Manchmal bringt die Zeit eine Lösung für Dich. :)* @:)